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  • Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass er das so lange durchzieht, bis es über Trainingskämpfe hinaus geht?


    Das kann ich nicht mit Sicherheit sagen, ob ihn nun der Ehrgeiz packt.
    Beim Judo wollte er jedenfalls kein Kämpfe bestreiten. Er geht ganz gerne Gelegenheiten, wo es um "gewinnen oder verlieren" geht aus dem Weg.


    Dass er momentan mit seinem Testosteronspiegel kämpft, sieht man ihm förmlich an. Und spürt es ... sogar ich.
    Ich tendiere jetzt echt so langsam dahin, dass ich ihn das "kontrolliert" abreagieren lassen würde.


    Ich habe so eine Art Urangst vor dem Umfeld ... und wahrscheinlich auch Vorurteile (... dass er in schlechte Gesellschaft durchs Boxen gerät usw.). Wahrscheinlich sollte ich mir das echtmal anschauen (auch wenn mir das schwer fällt). Die Internetseite des Vereins hier habe ich schon betrachtet.


    Entscheidungen, Entscheidungen. Mutter hat's nicht leicht. Jetzt fehlt mir gerade mal wieder mein Mann besonders. (sorry ... wollte nicht jammern)

  • Es ist ein ganz besonderes Gefühl, in einen Kampf zu gehen. Ich sehe den Gegner vor mir, genauso schwer, stark, schnell und erfahren. Er will mich schlagen, boxen, zu Boden werfen und besiegen. Und ich schaue ihn an und weiß, dass ich kämpfen kann, will und werde. Ich habe Angst und bin aufgeregt, mein Blut schäumt vor Adrenalin. Ich bin hier, ganz im hier und jetzt. Ich will gewinnen. Und dann kommt der Gong und für ein paar Minuten gibt es nur noch ihn und mich. Nichts außerhalb spielt mehr irgend eine Rolle. :tongue:


    Es gibt im Kampf keinen Schmerz, keine Wut, keine Probleme: nur den Kampf. Während eines Kampfes fühle ich mich so lebendig, dass ich vergesse, dass ich lebe. Das ist eine ganz einzigartige Erfahrung, unvergleichlich :-)


    Ich spiele gern Gitarre. :-)


  • sehe ich kein problem drin! wir haben fast alle (ich und die beiden ältesten) aktiv taekwondo betrieben. wtf-vollkontakt.... man ist geschützt und gut verpackt. die mär, dass kampfsport aggressionen fördert ist völlig falsch! im gegenteil. man lernt sie zu kontrollieren!

  • Er meint, das wäre hauptsächlich Konditionstraining und außerdem gäbe es strenge Regeln und einen Zahn- und Kopfschutz.
    Außerdem fände er das total klasse und ich könne das nicht verstehen, weil ich ja ein "Mädchen" sei.


    Hallo,
    mein Sohn (11) ist seit Februar d.J. in einem Box-Verein.


    Das sind sozusagen "Freunde des gepflegten Boxkampfes".


    Das Boxtraining gehört zu den härtesten! Und mit Respekt sehe ich, wie die Vereinsmitglieder (ab 10J.) das Training absolvieren! :respekt


    Ich persönlich schaue mir im TV auch kein Boxen an (mag ich einfach nicht).
    Aber wenn der eigene Sohn bzw. der Verein loszieht....ist das was anderes ;)


    Lass es ihn bloß machen- das ist nicht einfach eine sinnlose Klopperei!

    "..live is very short, and there´s no time, for fussing and fighting,my friend..."

    C.deB."Footsteps"

  • judo ist bei kampfkunstarten noch die "harmloseste", also die mit dem wenigsten körperkontakt.


    Wenig Körperkontakt? Hast mal nen gepflegten Bodenkampf gesehen? :lach



    Kampfsportarten sind toll. Jeder Kampfsport trainiert Disziplin, Konzentration, soziales Verhalten und Körperbeherrschung. Alle Kampfsportarten sind sehr sehr anstrengend.


    Aber muss es DIESER Kampfsport sein? Wo es drum geht, Kopf und wichtige Organe zu treffen?
    Ich glaube: Nein.


    Weil das aber meine subjektive Meinung ist, sollte der Sohn sich seine Meinung vielleicht selbst bilden dürfen.


    Wenn er schon im Judo keine Lust auf Wettkampf hatte, wird's wohl beim Boxen auch nicht unbedingt auf die harte Variante rauslaufen.

  • @marlene


    stimmt, ich wollte auch kopfkontakt schreiben. körperkontakt klar, aber verboten ist alles, was auf den kopf geht. es geht auch mehr um werfen und halten (für laien) als zuzuschlagen.

  • Judo und Boxen haben eine große Gemeinsamkeit: es sind sog. Voll-Kontakt-Sportarten. Also im Gegensatz zu z.B. Karate, wo niemals wirklich gekämpft wird (zumindest nicht in Deutschland). Bei diesen beiden Sportarten kann man (und Frau) eben mit vollem Einsatz kämpfen, ohne dass bleibende Schäden entstehen können (solange man sich an die Regeln hält). Und genau das ist das Schöne daran, mit vollem Ernst Spaß haben :winken:


    Allerdings ist Judo ganz klar ein Wettkampf-Sport, ehr wie Fechten oder so. Boxen ist ehr Selbstverteidigung. :-)


    Und wenn Du dieses völlige Aufgehen in dem einen Moment nicht kennst: sehr schade für Dich. Diese magischen Minuten außerhalb von Zeit und Raum; wenn nichts mehr existiert außer dem, was Du grade machst; diese totale Hingabe an den Moment und den Körper.... Äh, ja..mmh.. Ok: wenn Dir die Beschreibung bekannt vor kommt, bist Du nah dran am Feeling im Ring :rotwerd


    LG


    Flo

    Mein Traum: automatische Fabriken die alles produzieren was wir brauchen. Niemand muss arbeiten und alle haben Zeit für Kinder, Eltern und Freunde.
    Mein Alb-Traum: diese Fabriken gehören den Reichen und wir Menschen leben abhängig in Knechtschaft.

  • ich mache seit etwa 20 Jahren (Kick-)Boxen, und finde daran nichts verwerfliches :frag
    Seit guten 10 Jahren nehme ich nicht mehr an Wettkämpfen teil- aber, das Training empfinde ich immer als aufregend und absolut rundum fordernd.
    Es ist ein harmloserer Sport, als Reiten, Schwimmen oder vieles andere-
    Meine Kids kommen manchmal mit, und ich finde, es gibt (zumindest für mich) nix besseres, um überschüssige Energie los zu werden (gut, laufen ist auch nicht schlecht- aber für Kids wohl meist eher zu "langweilig")...
    Entscheident wäre für mich hier der Verein- ein seriöser und nicht irgendein "Hinterhofladen"-

    Lieber Gruss


    Luchsie


    Dein Denken kann aus der Hölle einen Himmel und aus dem Himmel eine Hölle machen.


    Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug. (Epikur)

  • Du solltest auf einen guten und seriösen Verein achten, dann ist es egal, welcher Sport es ist!


    Mein Sohn war beim Taek-Won-Do...sein Trainer war super...streng, aber hatte auch ganz atark ein Auge auf Fairness und respektvollen Umgang!
    Der Kickboxlehrer und seine Truppe in dem Verein....da hätte ich mein Kind im Leben nicht rein gelassen, ummöglich...


    Es gibt keine schlechte Sportart, es gibt nur schlechte Trainer und Vereine! ;)

    If life fucks you, just lean back and enjoy! :brille

  • Lass es ihn doch mal testen, boxen ist ja auch ein bischen mehr, als sich nur gegenseitig auf die Nase zu hauen.
    Mein Opa war Boxer, und wenn mein Kind das auch mal machen will, dann bitte.
    Wie schon hier genannt, kommt es ganz stark drauf an, zu welchem (Box)Verein man geht. Geh doch am besten mit und guck es dir mit an. Guckt euch alles an, schaut beim Training zu und entscheidet dann.

  • Ich bin seit nun mehr fast 10 jahren Handballtrainer, und ich bin mir ziemlich sicher, das die wahrscheinlichkeit beim Kampfsport schwer verletzt zuwerden oder wen anders zu verletzen deutlich geringer ist wie bei den breiten mannschaftssportarten wie fussball und handball.

  • ich habe mal irgendwo gelesen, dass fussball die sportart mit der höchsten verletzungsrate ist. und das klingt schlüssig. zwei kollegen von mir haben bereits durch fussball schwere verletzungen davongetragen. einer hatte einen kiefer angerissen und zwei schneidezähne weg und der andere hat sich bereits ein bein gebrochen. ich hatte beim tae-kwon-do (<- so wird es getrennt Sajoam) nur mal eine bänderdehnung. und das, weil ich wahrscheinlich einfach zu schwer war für den sport. die schwergewichtler haben im tkd ein gewicht von unter 90 kilo und ich lag immer leicht drüber. ich vermute mal, dass mir boxen besser gelegen hätte....

  • Es gibt doch immer die Möglickeit einen Sport ein paar Male auszuprobieren ohne gleich in den Verein zu müssen.


    Klar ist Boxen nicht gerade was für Warmduscher :D ,aber die Kinder sind immer gut verpackt.Da kann man(n) schon mal etwas auf die Runkel kriegen- ohne das gleich etwas passiert.


    Ich persönlich finde wichtig,dass Kinder überhaupt einen Sport machen.Zumal dabei ja nicht nur Wert auf "Isch-masch-disch-platt" gelegt wird,sondern eben auch Dinge wie Kondition und Schnelligkeit gelernt werden.


    ..und,das Boxer Intelligenzallergiker sind hat sich doch mit den Klitschkos erledigt :brille

    [font='Comic Sans MS, sans-serif']Grüße


    Annemie


    And now for something completely different......


    (M.Python)

  • Aber Boxen?

    Soll er Weltmeister im Dauerklöppeln werden?


    Boxen ist ein Sport und wird auch von Mädchen sehr gern ausgeübt. Schrammen, blaue Augen ...? Ja, normal, aber die können auch beim Fußball, Klettern, Handball, Ski fahren und sonstwo gefangen werden.


    Am Ende kann Dein Sohn nur gewinnen. Er lernt Disziplin und Durchhalten, er wird an seine Grenzen gehen und einen Teamsport ausüben, denn ohn Team kein Training. Viele Kids und Pubis gewinnen ebenso an Konzentrationsvermögen, welches sich auf die schulischen Leistungen positiv auswirken wird.


    Wo genau ist jetzt Dein Problem? Dein Sohn ist 14 und kein Baby mehr, ewig beschützen kannst Du ihn nicht, er muß seine eigenen Erfahrungen machen. Laß ihm seinen Wunsch, er probiert es / sich aus und vielleicht merkt er schnell es passt nicht - dann ist gut (für Dich), vielleicht macht es ihm aber Spaß und er geht drin auf - super, Dein Kind hat eine Leidenschaft gefunden.

  • Soll er Weltmeister im Dauerklöppeln werden?


    :lgh:lgh:lgh:lgh ... ich kann nich mehr ... ich musste mir das gerade bildlich vorstellen ....


    Du hast wahrscheinlich recht ... das mit dem "Beschützen" meine ich.


    Ich werd wohl über meinen Schatten springen müssen und akzeptieren lernen.

  • Also ... ich hab mich jetzt "breitschlagen" lassen. Nur verbal natürlich.


    Sein erstes Training fand er gaaaanz toll, hat es mir detailiert beschrieben und ist von seinem Trainer begeistert.



    Die Mama akelei akzeptiert jetzt einfach mal die Vorlieben ihres Sohnes und behält das ganze allerding im (hoffentlich nicht blauen) Auge.


    Euch allen nochmal herzlichen Dank für Eure Aussagen, die mir sehr geholfen haben.