er will medikamte geben

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  • Mal ganz pragmatisch:


    Wie und wann will er ihm die Medikamente geben? Etwa anläßlich der Besuchskontakte?
    Oder will er morgens und mittags vorbei kommen und die Medikamente geben?
    Er wird als Besuchsvater wohl kaum ein Rezept (nach dem BtmG!!) bekommen.


    Also -> Vergiß sein Aufbegehren!



    Der Kater :brille

  • mir ist nur wichtig zu wissen, ob er quasi hinter meinem rücken die medikamente wieder geben kann. ich glaube auch nicht, dass es sinnvoll ist, ihn wirklich nur alle zwei wo. damit ruhigzustellen.


    Dürfen darf er nicht, zumal das ja auch keinen Sinn macht, denn bis die Medikamente wirken ist Sohnemann auch schon aus dem Papa-WE zurück. Hier würde ich eher den gemeinsamen Weg zum behandelnden Arzt wählen, der Euch gemeinsame Lösungen aufzeigt.

    Das mit s oder ß...ich steh dazu, ich kanns nicht...naja egal, Hauptsache Man(n)/Frau versteht was ich meine...


    Tippfehler dürft ihr gern behalten *fg


    ~und am Ende steht immer ein Anfang~ (Zitat City)
    ~Sommer ist was in Deinem Herz passiert~ (Zitat Wise Guys)
    manchmal bin ich ein ~Gänseblümchen im Sonnenschein~ (frei nach Ganz schön Feist)

  • Hallo


    Mein Sohn hat auch ADHS+ HB.


    Wir haben auch einige Medikamente hinter uns bis es mal was brachte.
    Equasym, Medikenet, Ritalin 30 LA.
    Nichts brachte und dann sind wir aufRitalin LA20. Und das hat geholfen.


    Er ist immer noch ein aufgedrehtes Kind, aber hauptsache er ist in der Schule besser.


    Er kam zum Schulstart in die Förderschule. Und nach einen 3/4 Jahr durfte er in die Regelschule. Nun besucht er die 2te Klasse.
    Ohne Medikamente undenkbar gewesen



    Lg
    Dani

  • Schließe mich mal an mit meinem Sohn: ADHS, HB und Richtung Asperger tendierend.
    Ohne Medikation wäre ein Schulbesuch undenkbar gewesen.


    Es geht hier bei der Entscheidung bezüglich Medikation nicht darum, was für die Eltern das bequemste oder zu dem bisherigen Weltbild passendste wäre - wichtig ist, wie es dem Kind geht. Ob es ohne Medikation in der Lage ist sein Leben zu meistern, positive Erfahrungen zu sammeln, ein positives Selbstbild aufzubauen.


    Es kann lange dauern, bis die passende Dosierung gefunden wird. Auch reagieren die verschiedenen Präperate unterschiedlich.
    Ist die Medikation erstmal richtig eingestellt, dann sieht man auch die Erfolge bei Zusatztherapien.

  • ............
    mir ist nur wichtig zu wissen, ob er quasi hinter meinem rücken die medikamente wieder geben kann. ich glaube auch nicht, dass es sinnvoll ist, ihn wirklich nur alle zwei wo. damit ruhigzustellen.............




    Hi Alessla,


    ich denke auch nicht, dass das sinnvoll ist.
    Ich glaube auch nicht, dass Du es Dir da leicht machst so vor zu gehen, oder ein Problem damit hast, dass Euer Kind nicht "funktioniert".


    Zu hinterfragen, wie es Deinem Kind auf welchem Weg geht ist ok, beurteilen und mit der Verantwortung leben musst letztlich Du. Das Kind die Konsequenzen tragen.
    Weiter denke ich auch, dass es Deine Entscheidung ist, wie Du an dieser Stelle mit Eurem Kind umgehst. Lass Dir nicht einreden Du würdest etwas falsch machen, wenn Du Dich gegen Medikamente entscheidest, würden die, die sich für Medikamnet entschieden haben, ja auch nicht. ;)


    Es gibt zum Thema ADHS wohl recht gespaltene Meinungen :frag ? :hae: Wie entscheidet ihr denn so etwas? Bindet ihr Eure Kinder in solche Entscheidungen mit ein? Aktiv oder passiv?


    lg von overtherainbow :rainbow:

  • Es gibt zum Thema ADHS wohl recht gespaltene Meinungen ? Wie entscheidet ihr denn so etwas? Bindet ihr Eure Kinder in solche Entscheidungen mit ein? Aktiv oder passiv?


    Wenn das Kind unglücklich ist, keine Freunde mehr hat, kein Selbstbewusstsein mehr hat und sich für einen Versager hält. Dann ist es höchste Zeit, die eigenen Vorstellungen von glücklicher Kindheit ohne Medizin zu überdenken und zumindest mal einen Versuch zu wagen.


    Alles davor ist Grauzone. Man weiß nie, welche Entscheidung die bessere für das Kind gewesen wäre.


    Einbinden? Ich weiß nicht. Aber beobachten, ob's glücklich ist mit der (nicht?) getroffenen Entscheidung: Ja.

  • Die Themenstarterin hat doch nur angefragt, ob der Vater berechtigt ist, dem Kind Medikamente zu geben. Die Frage wurde eindeutig beantwortet.


    Eine Grundsatzdiskussion oder Diskussion, ob die Themenstarterin Medikamente geben soll, ergibt aus meiner Sicht keinen Sinn.


    Es wurde ausgeführt, dass das Kind auch ohne Tabletten in der Schule klar kommt (Schulen sind die ersten, die nach Medikation schreien), sie selber als Mutter kommt auch damit klar. Es besteht somit kein Leidensdruck.


    Ich denke, das Thema ist erledigt!


    Der Kater :brille


  • Wenn das Kind unglücklich ist, keine Freunde mehr hat, kein Selbstbewusstsein mehr hat und sich für einen Versager hält. Dann ist es höchste Zeit, die eigenen Vorstellungen von glücklicher Kindheit ohne Medizin zu überdenken und zumindest mal einen Versuch zu wagen.


    Alles davor ist Grauzone. Man weiß nie, welche Entscheidung die bessere für das Kind gewesen wäre.


    Einbinden? Ich weiß nicht. Aber beobachten, ob's glücklich ist mit der (nicht?) getroffenen Entscheidung: Ja.


    Würdest Du das nicht auch vom Alter des Kindes abhängig machen?
    Ich bin nicht wirklich betroffen, denke aber dass Eltern mit ADHS Kindern eh schon genug mit Stimatisierung zu kämpfen haben, klar.
    Aus meinem Umfeld kenne ich halt eine Familie, in der der 14-jährige Sohn, seit zwei Jahren ohne Ritalin, mit eingebunden war. Der von sich selbst sagt, dass er "besser" mit den Folgen seiner Erkrankungen lebt, als mit Ritalin.


    Für die Eltern stellte es sich dann so da, dass sie nicht den "ruhigstell-Stempel" bekommen haben, sondern die "ich-will-nicht-einsehen-dass-mein-kind-adsh-hat" Plakette.
    Es gibt da wohl nicht den einen Weg.


    lg von overtherainbow :rainbow:


    edit sagt: Grinsekatze: seh ich anders :blume

  • Wie entscheidet ihr denn so etwas? Bindet ihr Eure Kinder in solche Entscheidungen mit ein? Aktiv oder passiv?


    Entscheidend war bei uns die Frage: Schafft er die Schule oder besteht die Gefahr, dass er trotz leicht überdurchschnittlicher Intelligenz trotz nichtmedikamentöser Maßnahmen aus dem Schulsystem rausfliegt. Das war die Enstscheidungsgrundlage für den Beginn der medikamentösen Therapie.


    Eingebunden ( 8 Jahre) ist er nicht aktiv in die Entscheidung, aber er wird vom Arzt und auch von mir gefragt, ob er selbst den Eindruck habe, dass die Tabeltten helfen. Das beantwortet er mit "ja". Eingebunden ist er auch in der form, dass wir besprechen, warum er die Medikamente bekommt, was das Ziel ist (Konzentration in der Schule) oder dass die Tabletten Bauchweh machen können.

  • Bei gemeinsamen Sorgerecht ist eine Therapie mit Ritalin zustimmungspflichtig durch beide Elternteile. Dies ist damals wohl passiert. Beim Abbruch der Therapie hätte der Vater aber genauso mit einbezogen werden müssen. Hier ist wohl ein Fehler passiert. Jetzt wird das Kind zum Kampfplatz.


    In der Sache solltet Ihr als Eltern gemeinsam beim Arzt auflaufen und durchsprechen, was jetzt angebracht ist. Wichtig ist, dass Ihr beide hinter der Form der (Therapie-)Arbeit mit Eurem Sohn steht. Welcher Weg der richtige ist, kann hier keiner entscheiden. Wichtig ist aber, dass Ihr ihn gemeinsam mit Eurem Sohn geht. Sonst ist es mit Sicherheit eine Sackgasse.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Wenn die Therapie gestartet worden ist, dann ist der Abbruch bei gemeinsamen Sorgerecht nicht durch den alleinigen Entscheid der Mutter zu bewerkstelligen. Dazu ist eine Ritalinbehandlung zu bedeutend.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Equasym, Medikinet, zuletzt haben wir Methylphenidat getestet.

    Ohne dir zu nahe treten zu wollen ... Equasym und Medikinet sind beides Medikamente, die den Wirkstoff Methylphenidat beinhalten. Ein Medikament mit dem Namen Methyplphenidat gibt es nicht, wäre mir zumindest neu. Insofern drängt sich mir schon ein klein wenig die Frage auf, inwieweit du dich überhaupt mit dem Thema ADHS und Medikation auseinandergesetzt hast.


    Methylphenidat ist defintiv kein Ruhigsteller - richtig dosiert kann es aus einem unkonzentrierten, streitsüchtigen und auch oft genug mit Minderwertigkeitskomplexen behafteten Kind ein aufgewecktes, selbstbewusstes Kind machen. Kein Zaubermittel, aber eines, bei dem man mit Geduld mehr erreicht als mit einer grossen Erwartungshaltung.


    Einmal eingestellt heisst übrigens nicht, daß die Dosierung nicht ständig kontrolliert werden müsste, Kinder wachsen halt nun mal. Mein Neffe hat anfangs am WE und in den Ferien ganz auf Ritalin verzichtet. Da ich samstags mit ihm ein wenig Englisch übe, hat er das Ritalin auch samstags genommen, wir haben beide gemerkt, daß es ohne keinen Sinn hat. Mittlerweile ist er in der 8. Klasse, die Anforderungen sind ganz anders, sprich er muss auch oft mal am WE noch was für die Schule machen oder aktuell in den Herbstferien auch gleich an mehreren Projekten arbeiten. Ca. 2 Wochen nach Beginn des neuen Schuljahres hat er erstmalig (und in Rücksprache mit dem Arzt) auch sonntags Ritalin genommen - er sagt selbst, es hilft ihm, sich langfristig auf Dinge zu konzentrieren (und zB auch mal ein Badmintontunier ohne Fehler, die auf mangelnde Konzentration zurückzuführen sind zu überstehen). Und die Ritalingabe wurde auf seinen Wunsch hin (und natürlich ebenfalls in Rücksprache mit dem Arzt) auch in den Herbstferien fortgesetzt. Laut seiner Aussage und auch der Aussage seiner Kumpels ist er ansonsten oft unausstehlich und flippt auch gerne mal aus, wenns nicht so läuft, wie er das gerne hätte. Das war vor nem halben Jahr noch nicht so ausgeprägt/auffällig, zumindest für ihn selbst nicht.


    Entgegen der hier vertretenen, vorherrschenden Meinung bin ich der Auffassung das es durchaus AD(H)S Kinder gibt, die ohne Medis gut oder sogar besser klarkommen. Ich kenne zwei Fälle, allerdings beide ohne H, bei denen nach Meditests auf die Gabe verzichtet wurde, einer davon ist hier aus dem Forum.


    Trotzdem solltest du dir über eines im Klaren sein: AD(H)S kann ausgrenzen, nicht nur was die schulischen Leistungen sondern auch die sozialen Kontakte betrifft. Dein Sohn kommt nächstes Jahr auf die weiterführende Schule, wenn ich das richtig verstanden habe. Dort herrscht grundsätzlich mal ein etwas anderer beat und wenn du Pech hast, wirst du mit deiner AD(H)S Diagnose bei den Lehrern auch mal auf taube Ohren und Oberflächlichkeit stossen. Medis, egal welche, schützen dich davor nicht zwingend. Aber sie können deinem Kind das Leben und das Lernen durchaus erleichtern. Wenn du heute sagst, daß eine Therapieform ohne Medis für deinen Sohn der bessere Weg ist, muss das nicht zwingend in 2 Jahren noch genauso sein ... hör da durchaus auch mal auf dein Kind, das nimmt die Veränderungen am ehesten wahr. Nur muss man ihm dann auch mal Gelegenheit geben, das auszutesten.


    Sperre dich also nicht grundsätzlich gegen medikamentöse Behandlung. Ein gemeinsames Gespräch mit deinem Ex beim Arzt halte ich für absolut notalwendig. Auch um mal klarzustellen, wie sinnfrei eine 2tägige Behandlung alle 2 Wochen wirklich ist. Möglicherweise ärgert sich der Vater einfach nur, daß er in deine Entscheidung, die Medikation abzubrechen nicht eingebunden wurde. Und soll ich dir was sagen? Ich kann diesen Ärger absolut nachvollziehen, wenn auch nicht seine Reaktion darauf.

    Liebe Grüsse
    Sabine


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    Die meisten Frauen wählen ihr Nachthemd mit mehr Verstand als ihren Mann
    - Coco Chanel-

  • Eine Behandlung mit MPH muss unbedingt durchgängig erfolgen. Alles andere (etwa nur bei Besuchen vom KV) ist Unsinn und quält das Kind zudem, weil es durch ein solches Vorgehen immer wieder in verschiedene Wahrnehmungszustände gedrängt wird. DAS wäre dann wirklich unverantwortlich.
    Hier ist ein gemeinsamer Arztbesuch notwendig und ebenfalls ein gemeinsames Vorgehen bei der weiteren Behandlung.

  • ... dann ist der Abbruch bei gemeinsamen Sorgerecht nicht durch den alleinigen Entscheid der Mutter zu bewerkstelligen.


    Naja, hört sich "scheinbar" logisch an. Aber ich denke, da ist der Wunsch Vater des Gedankens!
    Außerdem: Die Mutter hat die Behandlung (vor einiger Zeit) beendet.


    Für einen Wiederbeginn müßten dann wieder beide Eltern zustimmen.



    Aber egal


    :brille