3 Jahre Eingangsstufe/AD(H)S

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  • Das mit den Wochenenden und Ferien ohne Ritalin empfehlen mittlerweile auch etliche Ärzte.

    Ich höre Unterschiedliches, aber ich mache es zur Zeit so. Die Therapierichtlinien empfehlen es klar anders, aber meines Wissens vor dem Hintergrund gestörter Sozialkontakte in der Freizeit. Ich bin eher dafür dann Pausen zu machen, wenn es keinen Lern- (oder therapiebedürftigen Sozial)bedarf gibt. Bei den Großeltern am Wochenende ging es blendend, da hilft ihm seine direkte und offen fröhlich fordernde Art eher.

  • Hallo Segelpapa!


    Ich finde, dass du dir sehr viele Gedanken machst und ganz hervorragend mit der Situation umgehst. Ich arbeite in einer Erziehungsberatungsstelle und kenne daher sehr viele ADS Kinder und deren Eltern. Du scheinst genau zu erfühlen und auch zu wissen, was zu tun ist. Sport als Ausgleich, Erfolgserlebnisse im Freizeitbereich, Medikation zur besseren Lebensqualität (jedenfalls im Schulalltag).


    Ein Klasse zu wiederholen ist immer hart. Außer Einstein habe auch ich wiederholt, die 7. Klasse Gymnasium. Aus meiner Sicht ein schlechter Zeitpunkt, mitten in der Pubertät. Aber aus heutiger Sicht hatte es viele gute Aspekte, ich konnte in vielen Fächern bessere Leistungen erbringen, z.B. hatte ich in Mathe danach nicht mehr das Gefühl "ein Brett vor dem Kopf zu haben". Außerdem waren die Sozialkontakte und die Stellung in der neuen Klasse viel angenehmer.


    Klar, es tut schon weh, aber du kannst es ihm behutsam erklären.


    Mein eigener Sohn (6 Jahre alt, kommt nun in die Schule) zeigt auch Tendenzen zu ADS (noch nicht ausgetestet), er ist bei einem Ergotherapeuten, der nach dem INTRAactPLUS-Konzept arbeitet. Er macht gute Fortschritte.


    Ich wünsche euch ganz viel Kraft, die richtige Entscheidung und das es deinem Sohn gut damit geht!


    LG cuirina

    :welcomeVERTRAUEN IST DER ANFANG VON ALLEM!

  • Ich bin im Thema nicht tief genug drin, um die Richtlinien zu kennen. Ich kenn aber die Ärzte, bei denen er in Behandlung ist (ziemlich renommiert und ziemlich teuer, aber bei Neffchen hat es sich gelohnt), weil ich dort mit meiner Tochter auch zur Diagnostik war. Als ich meine Schwägerin darum gebeten hatte, Samstags vormittags Ritalin zu geben, hat sie das in Absprache mit dem Arzt getan. Seine Empfehlung für Neffchen lautete ganz klar, am WE und in den Ferien drauf zu verzichten. Wenn dich da näheres interessiert, höre ich gerne mal nach.

    Liebe Grüsse
    Sabine


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    Die meisten Frauen wählen ihr Nachthemd mit mehr Verstand als ihren Mann
    - Coco Chanel-

  • Seine Empfehlung für Neffchen lautete ganz klar, am WE und in den Ferien drauf zu verzichten.

    Ich habe hier zwei Kinder- und Jugendpsychiater, die aus unterschiedlichen Richtungen kommen und sich (in ihrer unterschieclichen Auffassung) ergänzen. ich halte beide für gut, der eine mag aber den anderen nicht ... :-) .


    Es ist so mit ihnen abgesprochen und ich tue was sie sagen. Sie sagen das, was du auch sagst. Ich kenne nur aus der Literatur eben die andere Empfehlung.


    Mein Sohn soll dann, wenn er keine unerfüllbaren Lernanforderungen hat, auch ruhig so sein, wie er ist. Er empfindet sich ja eigentlich als fröhliches Kind. Im häuslichen Umfeld und bei Freunden, die ihn auch so kennen und tolerieren, klappt es im großen und ganzen auch.

  • Gehört eigentlich in "Dinge, die man nicht braucht" aber schließt sich ja auch hier als Folge an.



    :motz::motz: Eine Ex, die im Urlaub mit Sohn nichts besseres zu tun hat als gegenüber dem Sohn mir die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben, dass er (in Absprache mit und mit Unterstützung der Schule) die Klasse wiederholten muss. Kombiniert mit einem Anruf vom Kinderpsychiater (das sitzen die beiden gerade), ob ich das wieder rückggängig machen könnte, weil der Sohn nicht wiederholen wolle und ich ihn ja zurückgenommen hätte. :motz::motz::motz:


    - Kann man nicht mal auf das Kind sehen und darauf achten, wo seine Probleme (ADS etc.) sind. Muss die Mutter immer, anstatt im Sinne des Kindes schwierige Entscheidungen mitzutragen, die Situation dadurch schwieriger machen, dass sie das Kind mit seinen Schwierigkeiten noch in einen Elternkonflikt hineintreibt ("Papa ist schuld, dass du wiederholen musst").

  • Ich bin sicher, das war ihr ein innerer Reichsparteitag.


    Kannst nichts machen Segelpapa ... nicht mal ärgern lohnt sich da.

  • das war ihr ein innerer Reichsparteitag.

    Scheint diese Woche allgemeiner Exreichsparteitag zu sein!


    Ja, sehr intelligent, diese Vorgehensweise :rolleyes2:


    Da brauchst Du einen langen Atem, weil Dein Sohn einges Tages selber sehen wird, was die Wahrheit ist


    vanilla, die sich überlegt, ob sie nun nicht doch ein paar Ufopfannkuchen verschickt, so als Trost oder Nervennahrung

    Wer andere erkennt, ist gelehrt.
    Wer sich selbst erkennt, ist weise.
    Wer andere besiegt, hat Muskelkräfte.
    Wer sich selbst besiegt, ist stark.
    Wer zufrieden ist, ist reich.
    Wer seine Mitte nicht verliert, ist unbezwingbar.
    (Laotse)

  • nicht mal ärgern lohnt sich da.


    weil Dein Sohn einges Tages selber sehen wird, was die Wahrheit ist


    Es wird für ihn nicht einfacher dadurch. Das Kind muss sowieso aufgebaut werden. Wenn alle ihn darin unterstützen, ihm helfen, die Chancen zu nutzen und sich auf seine Stärken und Schwächen zu konzentrieren, dann hat er ja eine Chance.


    Aber wenn die Mutter (wie im letzten Jahr auch schon zu Beginn des 2. Schuljahres) nichts anderes zu tun als ihn massiv vom Lernen abzuhalten, weil ihr Innenleben nicht im Gleichgewicht ist ....


    Ich beruhige mich ja schon, danke.


    (Ich mach mal ein Gläschen Apfelmus auf für die Pfannkuchen.)

  • Das Kind muss sowieso aufgebaut werden. Wenn alle ihn darin unterstützen, ihm helfen, die Chancen zu nutzen und sich auf seine Stärken und Schwächen zu konzentrieren, dann hat er ja eine Chance.


    Ich musste es akzeptieren, Du musst es akzeptieren. Es ziehen nicht alle an einem Strang. Es gibt nun mal Menschen, denen ist ihr Ego wichtiger als alles andere - und sie bemerken nicht mal was sie damit anrichten in einem Menschen, von dem sie behaupten ihn zu lieben.


    Konzentrier Dich auf Deine Aufgabe und verschwende nicht Zeit auf fruchtlose Hoffnungen.

  • Aber wenn die Mutter (wie im letzten Jahr auch schon zu Beginn des 2. Schuljahres) nichts anderes zu tun als ihn massiv vom Lernen abzuhalten, weil ihr Innenleben nicht im Gleichgewicht ist ....

    Du wirst nix dagegen machen können, genauso wenig wie ich wirklich was dagegen ausrichten kann, dass Papa Sohnemann mit dem Essen terrorisiert und sein Selbstwertgefühl mit Aussagen: Dann wirst Du nie gross, zerstört.


    Leider gibts keine Umtauschmöglichkeiten für Elternteile, die bei der Lieferung ein paar defekte Einzelteile aufgewisen haben


    LG


    vanilla


    PS. auf den Pfannkuchen ist schon Apfelmus mit Sahne...mach Dir einfach einen starken Kaffee dazu...hilft auch gegen Magenschmerzen ;)

    Wer andere erkennt, ist gelehrt.
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    (Laotse)

  • unsere tochter hat das wiederholen der 1.klasse,aus den selben gründen wie bei dir,gerade hinter sich.beide eltern wurden zum gespräch eingeladen und beide mussten zustimmen.


    es war für sie am anfang nicht leicht-wechsel im halbjahr-geweint............die lehrerin hat es den kindern so erklärt wie die lehrerin deines sohnes.


    es war das beste,was unserer tochter passieren konnte.sie wurde akzeptiert,wurde nicht gehänselt.es tat ihr sehr gut.ihre beurteilung-einfach klasse.


    es ist traurig,was deine ex-frau abzieht.war sie denn zum gespräch nicht eingeladen? ich würde mir nicht reinreden lassen.solche entscheidungen müssen die erwachsenen treffen,kinder sind damit überfordert.


    lg corina

  • - Nein, sie nimmt nicht teil an Schulgesprächen, ich habe sie aber davon informiert und ihr die Zeugnisse zukommen lassen.


    - Frühere gemeinsame Gespräche in der Schule mit ihr waren immer schwierig und nicht sehr zielführend. Der Austausch und die Absprachen in/mit der Schule sind sehr viel einfacher und besser, seit (u.a.) für diesen Bereich das Sorgerecht bei mir allein ist.


    - Er war auch sowieso (fast) der Kleinste in der Klasse war und vom Alter her eher bei den Jüngeren. Die Entscheidung, obwohl für ihn nicht einfach, ist langfristig richtig, meine ich. Das Kind braucht natürlich Unterstützung und Sicherheit, was die Freunde angeht. Wenn es dazu führt, dass er (zum ersten Mal) am Anfang der 2. Klasse eine Phase hat, in der er gut ist, dann kann das für ihn auch eine positive Lernerfahrung werden.

  • deine entscheidung wirst du nicht bereuen.durch den wochenplan an der schule,war unsere kleine an zwei tagen mit ihrer " alten " klasse zusammen.jahrgangsübergreifender unterricht-klasse 1und 2.


    es ist nicht zu glauben,welche rolle deine ex-frau spielt.ich wünsche deinem sohn viel erfolg,denn den wird er haben.


    lg corina

  • sie hat auch immer aufgaben bekommen ,die sie weiter gebracht haben.hat ja im halbjahr 2.klasse zurück in die 1.gewechselt.die 1.-klässler waren im zr bis 20-sie bis 100.der lehrer hatte für sie immer extra-aufgaben,sowohl in deutsch auch in mathe.da kam keine lange weile auf.


    er ist auch toll auf ihre konzentrationsschwäche und ihre " hipplichkeit " eingegangen.ich bin ihm sehr dankbar,obwohl das seine arbeit ist.bin auch förderschullehrer und habe überlegt.aber das wiederholen war die chance.
    lg corina

  • Ich werde das mit Sonderaufgaben mit der neuen Klassenlehrerin besprechen, danke für die Anregung. Die Schule hat meinen Lehrerwunsch berücksichtigt ( :thanks: ). Wir sind in der Ritalin-Einstellung und bisher hat es für seine Konzentrationsfähigkeit erhebliches gebracht.

  • Dass ich "schuld" bin bekamen mein Kids glaub ich (hoffe ich) noch nicht zu hören.
    Aber ich hab auch volle Breitseite bekommen.
    Letztes Jahr als die Entscheidung viel dass der Kleine vom Regelkindergarten in den heilpädagogischen KiGa wechselt," das Kind ist doch nicht behindert".
    Doch isser, man sieht es ihm nur nicht an.
    Breitseite kam vom Vater, von den Grosseltern, von der Tante.
    Anerkennung für meine Entscheidung bekam ich dann, nachdem das Kind aufgeblüht ist, nur noch erzählte wie schön der neue KiGa ist, wie leise es da ist usw.
    Jetzt ist die Entscheidung gefallen und der Grosse geht in die Förderschule.
    Der Gegenwind ist auch dieses mal da, aber nicht so heftig wie letztes Jahr.
    Yannik merkt man auch eher noch an dass sein ADHS ihn noch bremst.

  • das Kind ist doch nicht behindert".


    Ich habe mir innerlich bei solchen Bemerkungen eine gewisse Sturheit bewahrt. Ich habe auch von einem Arzt gehört, das Kind sei doch schlau, es solle bloß nicht anfangen zu glauben es habe eine Konzentrationsstörung, ich würde ja fast so sprechen als hätte es eine Lernbehinderung, es liege doch alles am Elternkonflikt.


    ??? :wow


    Natürlich hat er Konzentrationsstörungen, erhebliche sogar, was denn sonst, natürlich hat er ein Lernproblem, wenn er mit einem IQ von über 100 in der Klasse in allen Fächern nicht mitkommt und durchgehend seit 2 Jahren, von Anfang an durchgehend in der Schule gleichgelagerte Probleme hat. Und natürlich ist er ein Scheidungskind. Aber das ist nicht die Ursache für seine Schulschwierigkeiten. Es erschwert es nur für ihn, dass seine in ihm liegenden Schwierigkeiten ernst genommen werden und sich bessern. Und was hat er denn sonst, wenn nicht eine (wie auch immer gelagerte) Konzentrationsstörung?


    Solche Sätze muss man manchmal einfach mit selbstsicherer Sturheit für irrelevant erklären.