meine sohn ist verhaltensauffällig

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  • Da die Schmerzen in der Hüfte bei meinem Sohn nun doch nicht von alleine weggingen, war ich mit ihm beim Arzt und es ist wohl ein Hüftschnupfen. Wir waren am Mittwoch beim Arzt und mein Sohn mußte bis Freitag Ibuprofen nehmen. Das Wochenende haben wir dann abgewartet ob die Schmerzen wieder kamen. Und sie kamen nicht wieder. Ansonsten hätten wir morgen nochmal zum Arzt gemusst und die Hüfte wäre geröngt worden. Bin froh das es nichts schlimmeres war.

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  • Der Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis läuft und nun habe ich schon die nächste Frage an Euch. Die Klassenlehrerin möchte gerne nochmal ein Gespräch weil sie denkt das für meinen Sohn ein Einelfallhelfer gut wäre. Habe mich da mal schon schlau gemacht und mich bei Herrn Google informiert. Ich weiß auch ungefähr was ein Einzelfallhelfer macht. Meine Frage hier wäre, wer hat für sein Kind einen Einzelfallhelfer und wie ist Eure Erfahrung damit? Und bekommen ADHS-Kinder denn überhaupt einen? Habe nämlich gehört das hier in Berlin Einzellfallhelfer gestrichen wurden. Vielleicht wissen andere Berliner mehr.


    Habe im Netz nur gefunden das es beim Jugendamt Eingliederungshilfe gibt. Wer kennt sich damit aus? Beim Jugendamt habe ich natürlich telefonisch noch niemanden erreicht.


    :thanks: für Eure Hilfe.

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  • Heute habe ich mich beim Jugendamt nach einem Einzelfallhelfer/Schulbegleiter erkundigt. Ja das ist möglich sagte man mir, aber da kommt erstmal der bürokratische Weg vorneweg. Ich hoffe sehr das sich die Schule da ordentlich hinterklemmt, denn ich kann da gar nichts machen. Das läuft alles über die Schule und das zuständige Schulamt.


    Dazu hätte ich mal eine Frage. Es wird vom Schulamt ein Feststellungsverfahren durchgeführt und da kommen externe Lehrer an die Schule, die meinen Sohn in verschiedenen Schulsituationen beobachten. Es wird z.B. das Verhalten im Unterricht, im Kontakt mit anderen Kindern und in der Freizeit beobachtet.


    Sollte mein Sohn bei diesen Beobachtungen normal seine Medikamente nehmen oder sollte ich sie lieber weglassen? Wenn er sie nämlich nicht nimmt, sind seine Verhaltensauffälligkeiten und die mangelnde Konzentration sehr ausgeprägt und unter den Medis ja sehr abgeschwächt. Der Schulbegleiter wäre sehr wichtig, da er ihn im Unterricht unterstützen soll. Mein Sohn kann sich zwar besser mit den Medis konzentrieren, aber trotzdem gibt es Tage wo er wenig mitmacht im Unterricht oder nur arbeitet wenn die Lehrerin permanent neben ihm sitzt. Auch kann er sich schlecht organisieren, z.B. bei seinen Unterlagen. Seine Lehrerin unterstützt die Beantragung und meint sie würde ihm sehr weiterhelfen. Sie kann sich ja nicht nur um meinen Sohn kümmern. Zurück zu meiner Frage. Ich denke nämlich das, wenn er keine Medis nimmt bei der Beobachtung, mehr Chancen auf die Bewilligung des Schulbelgeiters hat. Wenn er wie gewohnt seine Medis nimmt wirkt vielleicht das ganze Verhalten bei ihm als zu harmlos.


    Ich hoffe ich habe mich nicht zu kompliziert ausgedrückt.

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  • Mein letzter Eintrag ist ja schon etwas her. Aber ich habe zur Zeit ein Problem, wo ich gerne die Meinungen von Euch hätte. Aber kurz die Vorgeschichte. Seit mein Sohn die Lerntherapie begonnen hat, läuft es in der Schule viel besser. Er mag Mathe zwar immernoch nicht, aber er schafft seine Aufgaben viel schneller und sträubt sich nicht mehr dagegen. Vor kurzem hat er eine Mathearbeit geschrieben und die volle Punktzahl erreicht. Er bekommt ja noch keine Noten, aber wenn dann wäre das eine glatte 1. Da ist er ganz stolz drauf und die Mama sowieso.


    Trotzdem haben wir in den schulischen Leistungen ein Auf und Ab. Nach den Winterferien lief es 2 Wochen schlecht in der Schule. Mein Sohn hat kaum mitgearbeitet. Ich denke aber es liegt daran das er ja in den Ferien seine Medis nicht nimmt und bei Beginn der Schule sich erst wieder einpendeln muss.


    Früher waren ja die schulischen Leistungen unser großes Problem. Im Moment ist es das Sozialverhalten meines Sohnes in der Klasse. Und da habe ich so meine Probleme mit umzugehen.


    Vor ein paar Wochen bekam ich einen Anruf seiner Klassenlehrerin. Er hat einem Jungen öffentlich die Hose runtergezogen. Habe mit ihm darüber gesprochen und ich habe nichts mehr Negatives von der Schule gehört. Gestern dann wieder ein Anruf der Lehrerin. Er soll vor 2 Wochen ein Mädchen gewürgt haben. Das hat mich sehr schockiert und so kenne ich meinen Sohn gar nicht. Extrem aggressiv war mein Sohn noch nie. Ich würde sagen das übliche Jungen-Gerangel. Habe mit ihm darüber gesprochen und er meinte er habe das nicht getan. Nun steht also Aussage gegen Aussage. Ich glaube meinem Sohn natürlich. Er weiß das er mir gegenüber offen sein kann und das tut er auch. Er gibt eigentlich zu wenn er was verbockt hat, wenn wir vernünftigt reden. Muss nochmal mit der Lehrerin sprechen, ob es für das Vorgehen Zeugen gab.


    Nun aber das eigentliche Problem. Heute morgen sprach mich der Vater des Jungen, dem mein Sohn die Hose runtergezogen hatte, an. Er meinte das sein Sohn beinahe täglich erzählen würde das er von meinem Sohn geärgert wird. Mein Sohn soll auch ständig Sachen wegnehmen und kaputt machen. Habe das Gespräch mit meinem Sohn gesucht und er meinte das der andere Junge ihn auch ärgern würde. Wieder steht Aussage gegen Aussage. Die Schule hatte mir von diesen täglichen Vorgängen nichts berichtet. Aber da würde ich nochmal nachfragen. Mein Sohn ist kein Engel, aber er erzählt auch oft das er von verschiedenen Kindern geärgert wird. Habe da noch nie was unternommen, weil ich denke die Kinder regeln das auch alleine. Wäre anders wenn er wirklich verletzt nach Hause kommen würde. Dann würde ich das auch bei den Eltern ansprechen.


    Nun meinte der Vater des Jungen aber zu mir, ich sollte da dringend was unternehme, so könnte das ja nicht weitergehen. Das ist jetzt mein Problem. Was wäre denn ein angemessenes Vorgehen? Soll ich bestrafen oder nur mit meinem Sohn drüber sprechen, wenn das Verhalten anhalten sollte. Welche Konsequenzen wären den sinnvoll?

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  • Hallo,
    in der klasse (3te) meines sohnes gibt es auch einen Jungen mit der Störung.Seit einem Jahr hat er einen Intergrationshelfer (er sitzt die ganze zeit bei ihm,unterstützt ihn beim aufgaben usw.) und es klappt alles viel besser.Der helfer ist von der erziehungsberatungsstelle der stadt. wäre viell.ein versuch wert...
    alles gute!

  • Da würde ich mal das Gespräch mit der Lehrerin suchen. Es ist meiner Meinung nach unheimlich schwer da kein "Aber mein Kind wird auch geärgert" durchklingeln zu lassen. Andererseits: Selbst schwierige Kinder stecken auch mal was ein und werden tatsächlich geärgert.
    Mein Sohn hat/hatte unlängst auch eine Phase. Er hat einem Mädchen die Mütze gemopst, aber er hat sie ihr wiedergegeben, bevor der Lehrer aufklären wollte. Also aus freien Stücken. Dadurch das er aber auch so recht aufmüpfig in Unterricht&AG&Betreuung war, wurde das meiner Meinung nach überbewertet. Er hat ihr die Mütze wiedergegeben, er ist prinzipiell kein "Klauer", also habe ich das auch nicht weiter mit ihm ausdiskutiert. Allein das so ein Pillepalle erwähnt wird (bei uns was das früher eine Sympathieerklärung wenn der eine dem anderen was weggenommen hat), naja :kopf


    Aber was hatten wir in den letzten Wochen für Spaß?
    - Jemand hat ihm den Rest seines Gesüffels in den Ranzen gekippt, 20 min. hab ich geschrubbt, gottseidank haben keine teuren Sachen (außer dem Ranzen) Schaden genommen.
    - jemand hat ihm 2 Bleistifte in der Mitte durchgeknickt. Nicht nur das die Bleistifte hin waren, nur ist da auch eine gewisse Verletzungsgefahr gegeben, wenn so 4 gesplitterte Holzstangen da rumfliegen
    - heute hat ihm jemand seinen selbstgemachten "Schleim" (Mehl/Wasser nehme ich an) über die Klamotten gekippt.
    - 2x wurde behauptet, er hätte was gemacht, obwohl er es nicht war. 1x mußte er "strafsitzen"
    Wenn ich frage: War kein Lehrer da? Ne, in der Betreuung sind nur "so olle Omas, die machen nichts".


    Also, ich schau mir das noch eine Weile an. Und dann ist aber was los hier. Nächste Woche ist Elternabend, da roll ich das Faß zum aufmachen gleich mit rein :nawarte:.


    Das ist dann wie ein Teufelskreis. Die anderen Kinder merken: Ha, den kann ich ärgern, und bekomme keinen Streß, dem glaubt keiner, dem hilft keiner. Und eine Verbesserung des Betragens des "Opfers" wird gleich zunichte gemacht. Nach dem Motto: Egal wie ich mich verhalte, ich werde eh angemeckert und bestraft. Und das darf und kann nicht sein. Das Wissen das die Eltern trotzdem hinter einem stehen, das braucht auch ein "schwieriges" Kind.

    2 Mal editiert, zuletzt von Raanan ()