Beiträge von Volleybap

Die Registrierung ist wieder eröffnet! Wir begrüßen euch recht herzlich bei uns im Forum!

    Alle lieben Wünsche und für das kommende Lebensjahr mehr handzahme Menschen um dich herum im Job und in der Familie bei den Kids immer weiter steigende Unabhängigkeit von dir. Sprich: ein weitestmoeglich ruhiges Jahr ...

    Ehegattenunterhalt ist für dich das andere Wort für Trennungsunterhalt? Bis zur Scheidung wird der berechnet. Du hast Anspruch auf 3/7 des Einkommens von ihr, sie auf 3/7 des Einkommens von dir. Es gibt einen Mindestbehalt (steht in unserem Leitfaden, ich hoffe, der läuft wierder nach dem Forenchrash). Diese Summe bleibt dir bzw. ihr.

    Wenn Sie schon keinen Kindesunterhalt zahlen kann wegen Mangelfall (du hast Unterhaltsvorschuss schon beantragt?!), ist auch nix mit Trennungsunterhalt.

    Allerdings wird, bevor dein Nettoeinkommen als Berechnungsgrundlage genommen wird, auch dein kind mit einberechnet und Geld fürs Kind in Abzug gebracht. Trotzdem kann es sein, dass du zahlen musst.

    Umgekehrt ist aber die mutter unterhaltspflichtig fürs kind. Dauerstudium geht da gar nicht. ist sie deutlich über der Zeit, kannst du locker fordern, dass sie einen Job annimmt und den kindesunterhalt erwirtschaftet.

    Gegen ihre Forderung setzt du also ggfls. eine Gegenforderung. Eure Anwälte lassen das dann vielleicht gegenseitig fallen. So geht das Spiel.


    Zugewinn:

    Auch da findest du etwas im Leitfasden, wenn der denn greifbar ist. In Kurzform. Jeder von euch hat Vermögen mitgebracht oder Schulden beim Eheeinstieg. In bar oder werten. Hast du vor der Ehe ein Auto gehabt und in die Ehe gebracht? Dann hast du dieses Auto nur ersetzt in der Ehe. Nur wenn die neue kiste deutlich höherwertig sein sollte - früher Trabbi, jetzt Ferrari - kann man drüber diskutieren.

    Ansonsten: Auto hat wert und diesen Wert entnimmst du dem gemeinsamen Vermögen, wenn du es hältst. Aber: Es gibt auch Schulden. Trägst du die, werden die abgezogen.

    Es geht nicht, dass Ex Gegenwert fürs Auto bekommt, aber dich mit den Schulden allein lässt.

    Ich probier das noch einmal von einer anderen Seite darzustellen: Im Moment habt ihr als Eltern und Kinder nach der Trennung ein ganz bestimmtes Konstrukt aufgebaut. Ihr betreibt ein Wechselmodell, haltet ein Haus gemeinsam, diskutiert kontrovers über Erziehungsziele etc. Seit längerer Zeit versuchst du, innerhalb dieses Konstrukts (das wäre der "Topf" in meinem obigen Bild) nach Lösungsmöglichkeiten, die für dich akzeptabel sind. Du findest aber keine Lösungsmöglichkeiten. Darum der Rat: Neu denken (über den Topfrand gucken und rausklettern ...).

    Also: Wenn das Wechselmodell nicht funktioniert und zu Belastungen der Kinder führt, dann ist das WW für euch mutmaßlich (derzeit) nicht passend. Also überdenke die anderen Möglichkeiten, zB: Kinder gehen ganz zu einem Elternteil, der dann Betreuungselternteil ist. Der andere Elternteil ist Umgangselternteil. Ein Großteil eurer Reibungspunkte würde sich dadurch bereits minimieren.

    Denkansatz wäre: Was würde die Ideallösung für mich und meine Seele unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Kinder sein - losgelöst von allen Vorbedingungen.

    Im Moment versuchst du, jedem gerecht zu werden. (Ob das ernsthaft gelingen kann?) Und du versuchst, aus den Trümmern der gescheiterten Beziehung mit dem herumliegenden Material eine Neugestaltung der Lebenssituation zu erschaffen. Da ihr als Eltern keinen gemeinsamen Bauplan habt, kann das eigentlich auch nur in seltenen Fällen gelingen ...


    Deshalb: Ganz neu denken. Vielleicht hast du im Umfeld eine gute Freundin oder eine ehrliche und kritische Vertrauensperson, mit der du das durchsprechen kannst, um zumindest einmal deine Wünsche und Ideale ausformulieren zu können.

    Ungeheuer emphatische und wahnsinnig hilfreiche Diskussionsbeiträge für einen User/eine Userin, der/die mitten in der Trennungsphase steckt und in der Auseinandersetzung über die Kinder. Wenn man vor lauter Baustellen und Brandherden nicht mehr weiß, wo einem der Kopf steht - und das haben mutmaßliche viele AE hinter sich - dann macht das etwas mit einem, als "Verbalkalaschnikow" herabgesetzt zu werden und jemand Zweites klatscht auch noch Beifall.

    Soll ich sagen, das ist Panzerfahrerkommunikation - nicht genau sehen, was los ist, aber einfach einmal drüberfahren? Tut mir ja nicht weh?

    Das lese ich aus dem Text nun wirklich nicht heraus. Das ist, wenn es schon diskutiert wird, 90% "Elternebene".

    Nur sind sich diese Eltern emotional und damit gern in der Sache in allen Bereichen uneins. Was aber auch nichts Besonderes, sondern absolut üblich ist bei Trennungen.

    Hier das Streitpotential runterzufahren, statt sich gegenseitig hochzuschaukeln, ist höchst kompliziert. Zum einen, weil das zwei wollen müssen - gleichzeitig. Und zum anderen, weil jeder der Beteiligten genau weiß, wo und wie der Andere zu treffen ist.


    Lösung bringt einerseits schlicht die Zeit. Andererseits, Konfliktpotential zu vermeiden. Das bedeutet: Klare Schnitte, eindeutige Klärungen,

    Ist das Wechselmodell konfliktträchtig, dann muss man über andere Lösungen nachdenken. (Da klärt sich auch etwaiger Unterhalt.)

    Ist das gemeinsame Haus Konfliktauslöser, dann muss diese gemeinsame "Geschäftstätigkeit" gekappt werden.


    Ihr habt noch ungeheuer viele gemeinsamkeiten. Habt aber unterschiedliche Einschätzungen, was wichtig ist und was nicht. Seid mit unterschiedlichen "Geschwindigkeiten" unterwegs, Dinge zu lösen. All das wird euch erfahrungsgemäß in der kommenden Zeit noch mehr ins Chaos und die Auseinandersetzung führen (Eure Historie, nach der Trennung noch rund ein Jahr im gemeinsamen Haus nebeneinander zu leben, weckt den Eindruck, dass "Klärung einer Situation" bei Euch beiden nicht zur allerersten Kernkompetenz gehört. ) Da entsteht so ein "Sudtopf", den Ihr da jetzt gerade habt. Mit allen Chancen, gemeinsam mit den Kindern in diesem Topf schlicht unterzugehen und abzusaufen. Darum hilft kein Rat, wie man sich in dem Topf besser bewegt, ob man mit den beinen strampelt oder besser sich auf den Rücken legt und treiben lässt. Sondern man muss aus diesem Topf heraus - um diese Sache nochmals in einem Bild zu beschreiben.


    Wenn diese Einschätzung einigermaßen stimmen sollte, dann ist klar, was Du jetzt versuchen solltest.

    Inkamann, das ist mir schon klar. Und ich könnte jetzt auch noch sagen, dass da der Bundesrat mit stimmt bei dem Gesetz. Wesentlich ist aber, dass die Länder den Verwaltungen Ausführungsbestimmungen auferlegen. Die sind allein schon deshalb unterschiedlich, weil gewisse Strukturen in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich sind.

    Aber es ist eine müßige Diskussion ...

    Wie ich geschrieben habe. Die Ausführung ist jeweils Ländersache.

    Brandenburg hat ja zum Beispiel eine Impfpflicht gegen Masern schon lange festgeschrieben. Lange bevor der Bund tätig geworden ist. Diesen Spielraum hatten und haben die Laender.

    NRW hat mit Datum vom 1.3. 2020 Gesetzesaenderungen im Landesseuchen- und Impfschutzgesetz rechtskräftig gestellt. Und da sind schon Unterschiede zu sehen zu anderen Landesgesetzen. Es ist ja sogar "Hobby" der Länder, ihren Spielraum so weit wie möglich ueberall auszunutzen. Der jeweilige Ressortminister in den einzelnen Ländern achtet da schon auf seine Daseinsberechtigung.

    Dass Bundesrecht "führend" ist, ist eine nette Worthuelse. Im Falle eines Falles steht in den Ausführungsbestimmungen, dass "geeignete Massnahmen" durchzuführen sind. Und die sehen im Zweifelsfall dann in Bayern recht anders aus als in Hamburg.

    Over, der Gedankengang ist ja umgekehrt: Zur Abwehr einer Infektion wie zB Masern braucht es Antikörper. Woher ich die habe - durch vorherige Erkrankung oder durch Impfung, ist letztlich egal. Wichtig ist einerseits der persönliche Schutz und andererseits der Schutz des Umfelds, dass ich dem nichts übertragen kann. Die Doppelimpfung führt zu einer größeren Sicherheit, dass der notwendige Bevölkerungssatz geimpft ist, um eine Epidemie zu verhindern. Bei der ersten Impfung fallen 8-10 Prozent schlicht durch/bilden sich zu wenig Antikörper. Das ist zuviel.


    In dem Zusammenhang macht auch das Sinn, was Rainbowfish heute begegnet ist. Mit der Kindergartenverweigerung und den 2500,- Euronen Strafgeld werden nochmals so viele Eltern zur Durchführung einer Masernimpfung bewegt (hofft man), dass der verbleibende Rest an extremen Impfverweigerern so klein ist, dass der breite Bevölkerungsschutz nicht gefährdet ist und vor allem auch die, die aus unterschiedlichen Gründen nicht geimpft werden können. Zwangsimpfungen unter Gewaltanwendung sind rechtlich schwierig durchsetzbar und vor allem findet man dazu eher weniger die notwendigen Ausführenden.

    Die Frage ist, ob eine konstruktive Lösung in der Impffrage nicht sein könnte, dass in Deutschland alle Eltern, die Panik schieben wegen etwaiger Impfschäden für ihr Kind, Einzelimpfungen für den Masernschutz zur Verfügung stehen. Nach letztlich jahrzehnterlanger Diskussion über die Pflichtimpfung (die ich wohlgemerkt richtig finde) und dem einigermaßen breit getragenen Kompromiss, nur die Masernimpfung verpflichtend zu machen per Gesetz, ist das Ergebnis schon ernüchternd: In Deutschland wird die gesetzlich vorgeschriebene Einzelimpfung schlicht nicht angeboten und damit die Mehrfachimpfung erzwungen (so empfinden das jedenfalls alle, die zur Nichtimpfgruppe gehören). Es sei denn, man ist finanziell besser ausgerüstet und nimmt in Kauf, dass die Impfung mit einem in D nicht zugelassenen Impfstoff tatsächlich anerkannt wird (hier äußern zumindest die Juristen im Ethikrat, der ein allgemein ausgewogenes Gutachten dazu erstellt hat, deutliche Zweifel).

    Das, was hier passiert, läuft nach dem Motto: "The winner takes it all."

    Impfgegner fühlen sich erneut über den Tisch gezogen, übervorteilt und in eine prekäre Rechtssituation gestellt. Das ist ähnlich schwierig für Betroffene wie die Argumentation, sie wären durch Nichtimpfung an der Verbreitung einer Virusinfektion schuld. Krankheit allgemein mit einer Schuldfrage den Betroffenen gegenüber zu verknüpfen,gehört allerhöchstens in eine Einzelfallanalyse, aber sollte nicht Standardargument sein.

    "Impfgegner", die ich kenne, haben auch ihre Argumente.Sie bewerten sie nur deutlich anders als ich aus ihrer eigenen Erfahrungswelt heraus. Das Recht sollte jeder haben. Und wenn eine Mehrheit sich über die Selbstbestimmung Dritter hinwegsetzt (was manchmal absolut nötig ist), dann sollte diese Mehrheit trotzdem versuchen, die Minderheit mitzunehmen und nur so viel Zwang ausüben wie absolut notwendig. In der Impffrage ist das "auf dem Papier" geschehen. In der Praxis wird sich jetzt nicht drum geschert.

    So sehr ich mich einerseits freue über den endlich erklärten Impfzwang, so gesellschaftszersetzend empfinde ich die Nachwehen. Das ist ein Stil, der nicht zum Standard in unserer Gesellschaft werden sollte.

    Ich habe hier schon alles erlebt: Die lange gewachsene, abgewogene und fundierte Meinungsbildung eines Teenagers und die spontane adhoc-Entscheidung. Und alle Spielarten dazwischen.

    Bis hin zu guter Kommunikation zwischen Verfahrensbeistand, Richter und Teenager, aber auch völliger Kommunikationsblockade.

    (Der Clou in einer Verhandlung war die Äußerung des Teenagers, er wolle unbedingt und ohne jeglichen Zweifel "Zuhause" wohnen bleiben. Und das Gericht ging davon aus, dass dieses Zuhause die Meldeadresse wäre und der Ort, an dem er die letzten zwei Jahre gewohnt hat. So hat es der Richter nach dem Teenagergespräch in die Verhandlung eingebracht und den Eltern deutlich gemacht, sie sollten einvernehmlich diesem Kinderwillen entsprechen. Die staunten (ärgerten und freuten sich) jeweils über die Teenageraussage, stimmten aber dem Vergleich zähneknirschend zu. So wurde es verkündet. Und der Richter ging beim Rausgehen auf den Teenager, der draußen wartete, begeistert zu und sagte: Deine Eltern haben sich deinem Wunsch angeschlossen und du kannst jetzt Zuhause bei X wohnen bleiben.

    Und der Teenager fällt aus allen Wolken und sagt: Aber mein Zuhause ist doch bei Y.


    Y hat dann diesem Vergleich nicht zugestimmt und das ganze wurde dann umgekehrt verglichen. )


    Was klar sein muss. Richter haben den Schreibtisch voll mit Akten und Verfahren. Sie suchen die einfache und umkomplizierte Lösung, die dafür sorgt, die Verfahrensbeteiligten möglichst nie wieder zu sehen. Da bohrt man nicht zu tief. Da hängt man sich nicht ganz tief rein. Da schließt auch ein Richter mit sich selbst gern einen Kompromiss.

    Es gibt da die Theorie und die Praxis. Die Theorie sagt, dass ab dem Alter von 12 Jahren das betreffende Kind zwingend angehört werden muss in einem ABR/Sorgerechtsverfahren. Der geäußerte Wille "ist zu berücksichtigen", also in das Urteil, sorry, es heißt "Beschluss", mit einzubeziehen.


    In der Praxis der letzten zehn, fünfzehn Jahre werden die Kinder wesentlich früher bereits ins Verfaghren mit einbezogen. es wäre ja auch schräg, wenn ein Richter eine Entscheidung trifft und hätte das betroffene Kind überhaupt nicht gesehen ...

    So weit, so gut.


    Herausgebildet hat sich in der Praxis auch Folgendes: Gewinnt der Richter den Eindruck, dass sowohl Vater als auch Mutter zumindest einigermaßen erziehungsfähig sind, dann wird dem Kindeswunsch ein deutliches Gewicht beigelegt (je älter, je mehr). Frei nach dem Motto: Folgt man dem Willen des Kindes, sind Kind und ein Elternteil glücklich. Ein Elternteil ist gefrustet. Ist halt so.


    Das bricht immer häufiger den bekannten OLG-Beschluss, dass ein ABR-Wechsel nur erfolgen darf, wenn es für das Kindeswohl "erheblich" besser beim anderen Elternteil wäre (und "erheblich" ist eigentlich eine hohe Latte. Da muss bei einem normalen Durchschnittselternteil der andere schon nahezu perfekt sein ...). Heißt in der Praxis: Äußert ein 14jähriger einen Aufenthaltswunsch, wird dem in der Regel stattgegeben. Begründet damit, dass dem Kind der seelische Knoten, der bei einer Ablehnung sich bilden würde, nicht zuzumuten ist.

    Streiten die Eltern sich, wird in der Regel ein Gutachter beauftragt. Das Gutachten sorgt oft dafür, dass die Eltern sich gegenseitig noch einmal so richtig eins einschenken und das vielleicht vorhandene Tischtuch endgültig zerschneiden. Und Kind große Cghancen jhat, von einem oder beiden Elterninstrumentalisiert zu werden. Das ganze zu einem Preis von 3000 - 12.000 Euronen, einer Summe, die bei Trennungsfamilien schnell in die Nähe des wirtschaftlichen Ruins führen können für eine gewisse Zeit.

    Also alles keine so richtig schöne Sache. Wenn man reden kann mit Ex, um einvernehmlich zu klären und auch gerade pädagogische Entscheidungen treffen kann (pädagogischer Druck auf einen Pubertisten des einen Elternteils vom anderen unterstützt wird und nicht dadurch geschrottet, dass dem Teenager seine Ausfälle versüßt werden ...), dann wäre das sicher hilfreich. Aber das schaffen nicht alle ...

    off topic: Lieber Musica, irgendwie ist das der Thread von MadameFaber und zu ihrer Situation habe ich Stellung bezogen. Auf Dein Posting bin ich genau an zwei Stellen eingegangen. Einmal:

    (Läuft Umgang wie bei Dir, Musica, verbietet es sich natürlich, in vereinbarte Umgangszeiten andere Aktivitäten zu legen, keine Frage).


    Und vorher, wo ich ausdrücklich erkläre, dass ich eben nicht auf Deine Situation oder allgemeingültig antworte, sondern ganz speziell auf die ja angefragte und beschriebene Situation von MadameFaber.

    Was daran ein Dir das Wort im Munde umdrehen sein soll, entzieht sich meiner Auffassungsgabe. Es sei denn, du interpretierst jeden Thread, in dem Du postest, als den Deinen und jedes Posting nach einem Posting von Dir als Antwort auf Dein Posting und nicht auf den der Threadstarterin.

    Es gab mal den monovalenten Masern-Impfstoff mit dem Namen Masern Mérieux

    Das ist der einzig derzeit in Deutschland zugelassene Monoimpfstoff für Masern, wird aber vom Hersteller EurimPharm laut dem Bundesinstitut für Impfstoffe nicht (mehr) vermarktet. EurimPharm vertreibt dafür zwei andere, allerdings Kombipräparate.


    Measles Vaccine hat, wenn ich mich recht erinnere, in Deutschland weder Zulassung noch Impfempfehlung, kann aber auf eigenes Risiko genutzt werden, wenn es ein Arzt verschreibt. Eigenes Risiko heißt, dass keinerlei Rechtsanspruch auf Regulierung bei Impfschäden nach EU-Recht besteht (und ggfls,. die Haftpflicht des Arztes nicht greift). Und: Die Wirksamkeit des Impfstoffes ist für die EU nicht nachgewiesen. Damit ist offen, ob mit dem Impfstoff der gesetzlichen Vorgabe - "Pflichtimpfung" - Genüge getan ist. Heißt: Wer diesen Impfstoff im Impfbuch stehen hat, läuft Gefahr, dass die Impfung nicht anerkannt wird. Eine sichere Alternative ist er also derzeit nicht.

    Das Paul-Ehrlich-Institut sieht das deutlich anders. Dort ist ein einziger Mono-Impfstoff als zugelassen in Deutschland ausgewiesen (auf der Homepage einfach zu finden, was sonst einzeln im Gesetzesblatt gesucht werden müsste). Und der wird - auch laut der Bundesbehörde - in Deutschland nicht mehr vertrieben. Allles andere sind laut PEI Kombiimpfstoffe.

    Zur Problematik der Mehrfachimpfstoffe wird vom PEI schlicht gesagt, dass dann eine Mehrfach-Impfung in Kauf genommen werden muss. Das ist die Formulierung des Gesundheitsministers.

    Hingewiesen wird zusätzlich darauf, dass eine etwaige Doppelimpfung (also wenn zB auf eine bereits vorhandene Rötelimpfung draufgeimpft würde, dies) keinerlei Gefahr bedeutet für den Impfling.


    Die Deutsche Apotherkerzeitung, ein oder das Fachmagazin für Apotheker, hat bereits im August 2019 auf die Problematik hingewiesen und ist an die Öffentlichkeit gegangen mit dem Problem. Laut der Apothekerzeitung kann über "normale Kanäle" ein Apotheker keinen Monoimpfstoff besorgen.

    Der deutsche Ethikrat, der ja das Gutachten zur Gesetzesvorlage erstellt hat, wies darin ausdrücklich darauf hin, dass entweder eine "robustere Gesetzesvorlage" erstellt werden müsste, die Mehrfachimpfungen vorschreibt oder aber der Gesetzgeber dafür sorgen muss, dass in Deutschland ein Monoimpfstoff gegen Masern zur Verfügung steht beim In-Kraft-Treten des Gesetzes.


    So sehr ich persönlich für eine Impfung bin und auch einen Impfzwang: Wie das jetzt hier gehandhabt wird, weckt bei denjenigen, die aus den unterschiedlichsten Gründen (eigentlich) eine Pflichtimpfung ablehnen, nicht zwingend Vertrauen. Ich kann eigentlich nicht sagen. Hej, einzig Masernimpfung ist Pflicht, um dann zu sagen: Hach, weil aber die Pharmaindustrie keinen Monoimpfstoff in D greifbar vertreibt, musst du halt Röteln und Mumps mitimpfen. Da würde ich mich als Impfgegner ziemlich vergackeiert fühlen. Ebenso, wenn ich mir den Impfstoff aus dem Ausland besorgen müsste, würde das Kopfkino losgehen. - Also alles irgendwie nicht so gut.


    Und auch nicht gut, dass diese Diskussion und Auseinandersetzung jetzt ganz schnell wieder da ist, wo sie eigentlich nicht hingehört: Im Kiga und in der Schule.

    Und wir sind tatsächlich nur gegen Masern geimpft worden hier. Es gibt also doch Einzelimpfstoffe.

    Da bist du dir sicher? Kannst Du rauskriegen, was Ihr bekommen habt? Das Paul-Ehrlich-Institut, also die zuständige Bundesbehörde, weist derzeit eigentlich nur sogenannte Kombi-Impfstoffe aus, die in Deutschland zugelassen sind. Also Mumps und Röteln oder Windpocken gleich mit dazu. Genau daran ziehen sich Impfgegner ja hoch und verweisen auf eine rechtliche Grauzone: Die Pflichtimpfung Masern würden sie ja wie im Gesetz vorgeschrieben durchführen lassen. Aber für die anderen Impfungen gibt es keine Gesetzesvorschrift. Da müsse der Gesetzgeber jetzt erst einmal erklären, wie man an die einzig Masern bekämpfende Schutzimpfung heran kommt. Das hat Gesundheitsminister Spahn ja in der bekannten Pressekonferenz lapidar damit abgetan, dass dann halt anderes mitgeimpft werden müsse. Ob das vor Gericht greift, ist noch abzuwarten. Die letzten Gesetzesänderungen im Gesundheitsbereich, die in diese (ethischen) Bereiche hineingespielt haben, sind manches Mal nicht zu halten gewesen.

    MadameFaber ist ja in einer ganz bestimmten Situation. Der Umgangselternteil wird derzeit nicht aktiv bezüglich Umgang, beschwert sich aber grollend im Hintergrund, dass der Umgang nicht stattfindet.

    Genau auf diese konkrete Situation ist mein Rat gerichtet. Er ist nicht dazu gedacht, 1:1 in gänzlich anderer konstellation umgesetzt zu werden.


    Was der Gesetzgeber vorschreibt, ist natürlich von jedem anders zu interpretieren. Das ist nicht entscheidend. Entscheidend ist, wie der Gesetzgeber das interpretiert und wie die FamGerichte das zu interpretieren haben. Und da ist die Sache eindeutig: Als Betreungselternteil muss ich im Zweifelsfall aktiv einen Umgang habe fördern wollen.

    (Läuft Umgang wie bei Dir, Musica, verbietet es sich natürlich, in vereinbarte Umgangszeiten andere Aktivitäten zu legen, keine Frage). Findet jedoch kein Umgang statt, ist es nicht die Lösung des Problems, mit den Kids am Umgangstag in der Bude zu hocken und auf den nie vorbeischauenden anderen Elternteil zu warten. Da kann man sich einerseits frei bewegen, andererseits ist eine aktive Förderung des Umgangs in solchen Fällen, dass man den Umgangselternteil ab und zu anspitzt. Was da passend ist, mag jeder selbst entscheiden. Wichtig ist nur für etwaige spätere Auseinandersetzungen, dass man "den guten Willen" erkennbar auch für den Umgangselternteil (bzw. den objektiv beobachtenden Außenstehenden wie den hier eingeschalteten Verfahrenspfleger) zeigt.

    Denn es ist ziemlich blöd, in späteren Auseinandersetzungen vom jugendamt und dem Gericht ins Hausbuch geschrieben zu bekommen, man habe einen doch großen Anteil von 50%, dass es zwischen den Eltern gecrasht ist und der Kontakt zwischen Kids und Umgangselternteil zusammen gebrochen ist. Das tut der Seele nicht gut.

    Der Gesetzgeber sieht eine Bringschuld des Betreuungselternteils, Umgang mit dem Umgangselternteil zu fördern.

    Da hier bereits Prozesse wegen des Umgangs geführt wurden, ist es ratsam für MadameFaber, zumindest ab und zu zu signalisieren, dass von ihrer Seite der Umgang nicht abgebrochen ist. Das stärkt die Position, wenn hier der Vater in einigen Monaten oder Jahren den Flitz bekommt, jetzt will er Umgang einklagen ... Da steht dann oft Aussage Vater: "Mutter hat aktiv Umgang verweigert" gegen die Aussage der Mutter: "Vater hat alle Umgangsabsprachen immer und immer wieder gebrochen."


    Da sind in gewissen Zeitabständen E-Mails wie "Kind hat in drei Wochen Geburtstag" oder : "Am 24. Dezember ist Weihnachten" sowie: "Am Wochenende wäre Umgang gewesen" und "Am WE kann kein Umgang stattfinden, da wir im Jahresurlaub sind" schlicht eine banale Absicherung. Und sei es nur, dass man die Verfahrenskosten auf den Umgangselternteil schiebt, weil der "unnütz" klagt. Sonst hat man nämlich erst einmal grundsätzlich 50% der Verfahrenskosten an der Backe.


    Die Erfahrung zeigt leider, dass man sich in gut 50% derartiger Umgangsauseinandersetzungen auf weitere "Kämpfe" vorbereiten sollte.