Beiträge von Urtica

    Das ganze, eben gekaufte Brot samt einer ganzen Packung Käsescheiben weg(fr)essen - Brettchen und Messer lässt sie nur noch jedes 2. Mal stehen.

    Ganz dringend müssen die Arbeitsshirts gewaschen werden - am besten bis sofort!

    Warum hast du nix gekocht? Nie kochst du was? - Joah, an drei Tagen Arbeit bis in den Abend hintereinander wird's halt eng mit dem Menüzaubern.

    Und die Blicke - die BLICKE!

    Aber was mich wirklich reizt, ist das "Sich-Suhlen" in den eigenen psychischen Baustellen und das Sich-im-Kreis-Drehen, wenn es ums Lösungfinden geht - ständiges "Ja, aber" - und es nicht angehen und grübeln, sich selbst kasteien und grübeln. Und sie ist doch gar nicht mehr in der Pubertät, sie ist doch schon locker adoleszent. Meine Prophezeihung: Nach der Ausbildung in der ersten eigenen Wohnung wird's anders. Dann hat sie nicht so viel Zeit zum Grübeln und muss was tun.

    Lieber Vollbio - ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich lache erst einmal - Humor ist ja bekanntlich auch bloß eine Form der Lebensbewältigung. Du hast schon einen sehr interessanten Hang zu besonderen Frauen, wenn man das mal so insgesamt betrachtet und du scheinst auch irgendwie sehr speziell zu sein. Nimm das mal ganz wertungsfrei, es ist einfach nicht sehr 08/15 und nicht Standard. Ich hab den Eindruck, dass du - im ersten Moment einer Veränderung in deinem Leben - den Kopf verlierst und in einer Art "emotionalem Panikmodus" alles Mögliche durchspielst, manchmal auch angehst und tust - im Guten wie im Schlechten, und erst mit Verzögerung und nach Rückkoppelung (hier oder mit Therapeutin oder JA) wieder "runterkommst". Insofern ist es wirklich gut, dass du dich hier bei so Aktionen schnell meldest und dir Meinungen und Fakten einholst.

    [Du hast ne Diagnose, oder? Ich weiß nicht mehr, ob du das benannt hattest hier, ich würde mal auf AD(H)S tippen, kenne ich so aus meinem nahen Umfeld. Tut aber letztlich nur deshalb was zur Sache, weil es - mir - erklärt, weshalb dir eine grundlegende Änderung so schwer möglich ist und weshalb das Auf und Ab von high emotion und rationaler Lösung im Nachgang sich wiederholt. Du kannst, wie wir alle, nicht einfach so aus deiner Haut.]

    BTT: Kläre mit deiner Tochter in Ghana und ihrer Mutter (KM2?) - oder gar mit ihrem neuen Ehemann (sofern er zugänglich ist), dass sie hier zur Schule geht. Kläre mit deinen Kindern - und ihrer Mutter und dem JA - den Umgang!

    Zu KM3: Ich verliere den Überblick, wer da wie welches SR und ABR hat. Nimm ggf. das JA mit ins Boot.

    Und übe dich in Verlässlichkeit.

    Yogi Danke! Ich überseh bei Vollbio immer irgendas ;)

    Warum sollte die 11-Jährige da bleiben, allein - das macht es für mich noch unverständlicher (also bzgl. des Nachvollziehens einer solchen Idee seitens der KM) und deutlich klarer im Hinblick auf die einzig logische Antwort für Vollbio: Nö, nein, das Kind kommt nach Dtl. und zwar jetzt zum Schulstart.

    Ich war Studentin, hatte Besuch und wir waren in einem kleinen Uhrmacher-Laden und der Inhaber redete "wirres Zeug" von einem Flugzeug in NY, ging in einen Nebenraum, telefonierte, kam wieder, redete weiter "wirr" und ich dachte noch, der habe vielleicht einen paranoiden Schub und seine Medikamente nicht genommen oder so. Es wirkte komplett irreal und nicht glaubhaft. Wir waren leicht besorgt und haben uns verabschiedet. Wir sind dann heim und haben im Autoradio schon Nachrichten gehört, haben zu Hause den Fernseher angemacht und dann fassungslos bis zum nächsten Tag davorgesessen.

    Wo wird die KM leben? Wie kann und soll Umgang stattfinden für dich und deine Tochter? Bildungsweg? Gesundheitsversorgung? Wie alt ist deine Tochter? Klar, Sommerferien in Ghana mit der großen Familie fühlen sich sicher gut an für sie. Und sie kann, weil Kind, noch nicht überblicken, wie das Alltagsleben ist. Die Entscheidung müssen du und die KM treffen und ggf. müsstest du mit einem Familiengericht was durchsetzen. Hat Ghana das Haager Übereinkommen von 1996 ratifiziert? https://www.hcch.net/de/instru…entions/full-text/?cid=70

    Würde die KM zustimmen, wenn deine Tochter in einem Jahr oder 6 Monaten ihre Meinung ändert und nach Dtl. möchte? Kannst DU eine stabile Haltung einnehmen und bieten im Sinne von "Egal, wie flexibel die KM Entscheidungen trifft, bei mir ist IMMER ein Platz, ein Arm, eine Schulter, ein Ohr und Unterstützung für die Tochter"?

    Umgangsrecht und Unterhaltspflicht sind, wie du rausgefunden hast, zwei verschiedene paar (Gesetzes-)Schuhe. Was bleibt ihr? Zum Unterhalt: UVG und Beistandschaft beim Jugendamt einschalten und dort alle Infos geben, die sie hat.

    Zum Umgang: Wer die Distanz herstellt, muss dafür sorgen, dass Umgang möglich ist. Auch das Kind hat ja ein Umgangsrecht. Ggf. mit Familienberatungsstelle, Jugendamt, Anwältin besprechen, wie der Umgang zu gestalten ist/wäre. Das hängt ja auch davon ab, wo und ob der Vater sesshaft wird, wie alt das Kind ist, welche Distanzen zurückgelegt werden müssen und von wem.

    Nach der phänomenalen Äußerung von Karin Prien zur unterstellten geringen "Bildungsaspiration" von uns Eltern und nach dem groben Lesen vieler Beiträge hier und anderswo sowie auf Basis meines knappen halben Jahrhunderts als Deutsche in Deutschland und anderswo und als im Bildungs- und Sozialsektor Tätige hol ich mal aus:

    1. Weniger rückwärtsschauende Schuldsuche bei einer jeweils anderen Gruppe als der eigenen und mehr vorwärtsblickende Lösungssuche gemeinsam (!) könnten wir alle gut brauchen und üben - nicht nur bezogen auf Schule.

    2. Unser kleinteiliges Bildungssystem, nochmal feinst gegliedert in 16 Stückchen, in der Grundstruktur aus der Kaiserzeit (!), schwerfällig zu ändern von der Stundentaktung bis zur Heiligkeit des Gymnasiums, macht es sicher nicht einfacher.

    Ideen:

    3. wirklich kleinere Klassen / Lerngruppen mit doppelter Lehrkraft bzw. Hauptlehrkraft plus päd. Ergänzungskraft

    4. Logischere Lerneinheiten. Bsp. einer Realschule hier: 60 - 75 Minuten pro Einheit plus Pausen nach Bedarf (Lehrkraft und SuS legen fest), Abschaffung "Pausenglocke", macht schon weniger Fächer pro Tag, dafür intensiveres thematisches Arbeiten.

    5. Geld in die Schulen und Kitas für Infrastruktur (Hitzeschutz, Wasserspender, Toiletten, "schöne" Räume...), Material, Einrichtung... Dann müssen nicht ständig Fördervereine für Selbstverständlichkeiten (wie Sportgeräte oder Außengelände) einspringen.

    6. Grundsätzlich kostenfreie Schulbuchausleihe für alle ohne Antragsgedöns Monate vorab plus Nachweis der letzten 2 Jahresgehälter oder Bedürftigkeit und Pipapo.

    7. Grundschule plus weiterführende Schule mit ordentlicher Durchlässigkeit plus zweiter Bildungsweg an den Berufsbildenden Schulen und Kollegs.

    8. Abschaffung der Hausaufgaben mindestens in der Grundschule.

    9. Traut sich wer an die Schulzeiten ran? In anderen Ländern startet der Unterricht oft erst um 9 und endet um 14 Uhr, später dann später. Vornedran Betreuung inkl. Frühstück.

    10. Es gibt Schulen, die sich trauen, neue Wege zu gehen und was zu probieren mit individuellen Lernplänen, Kombis aus Unterricht, freiem Arbeiten, anderen Zeiten.


    Grundlegend: Wertschätzung und echtes Interesse an Kindern und Jugendlichen, Beziehungen sind das A und O, die müssen sich doch nicht bloß durchbeißen.

    Hier klappt es (RLP, ländlicher Raum) gut parallel zur Betreuenden Grundschule, die besucht K2 freitags, denn freitags keine GTS. Dass das Land hier 2 Programme parallel laufen lässt, eins mit Anwesenheitspflicht (GTS), eins flexibel (BGS), find ich ja wieder so ne deutsche Sondernummer, aber jut. Das Angebot an sich ist an unserer GS strukturell und inhaltlich prima.


    In den Ferien ist zu wenig Bedarf für Angebote in allen Kleinstädten des Kreises, deshalb Zusammenlegung in 2 der Städte. K2 ist für eine Herbstferienwoche jetzt bei einem "normalen" Angebot ohne GTS-Bezug angemeldet, das passt auch zeitlich besser, weil es morgens "schon" um 8 losgeht und nicht erst um 8:30. Dafür kostet es auch mehr. Das offizielle wäre auch nicht frei (150€ pro Kind pro 5 Tage), das von mir gewählte liegt bei 225,-€ für die gleiche Zeit PLUS Frühstücksmitgabe meinerseits.


    ABER: Ferienzeit finde ich an sich am problematischsten und ich hab ja das Privileg der sehr freien Zeiteinteilung. Welche Orga Alleinerziehende mit festen Arbeitszeiten und Schichten stemmen müssen, finde ich immer wieder doppelt erschreckend - ICH krieg ja schon regelmäßig "Gehirnkrampf" vom vielen Terminejonglieren.

    Vollbio Meinen Senf kriegst du auch noch: Du bist ein erwachsener Mann, du kannst also gern entscheiden, nochmal zu heiraten. Ich hoffe, du verhandelst gut bei diesem Deal, verhütest sicher und sorgst v.a. dafür, verzeih meine Direktheit, dass deine Kinder (5? oder hab ich mich verzählt?) im Fall deines Todes den Löwenanteil erben und sich nicht mit Ehefrau Nr. 4 (?) oder einer späteren Nr. 5 oder 6 herumzanken müssen. Das wäre cool und verantwortungsbewusst deiner Brut gegenüber - aber vielleicht hast du das eh im Blick.

    Ernsthaft, hast du eigentlich Kumpels, Verwandte, Freunde, die dir mal ins Gesicht sagen, dass du nicht ständig deine Beziehungsprobleme (mit Exen und Kindern) durch das Eingehen neuer instabiler Beziehungen zu lösen versuchen sollst? Falls diese Leute nicht in deiner Nähe sind, hier sind wir ja. Nichts für ungut.

    Mich juckt es jetzt doch in den Fingern, deine Formulierung löst was in mir aus...


    Wenn du weniger isst und nichts mehr für sich ausgibst, reicht es?

    Warum?

    Geht es dir gut damit? Bist du zufrieden in deinem Leben? Wenn ja, alles prima. Wenn nein, was kannst DU ändern/tun/probieren...?

    Willst du daran etwas ändern? Möchtest du, dass es dir/euch (finanziell) besser geht?

    Wer trägt die Verantwortung für dein Leben und deine Zufriedenheit? Ich meine hier ausdrücklich nicht "Glück", sondern Zufriedenheit - mit sich selbst im Frieden sein (meistens), mit dem Leben im Frieden sein (meistens).

    [...] Und dass ich fürchte, dass die Tochter und die KM es schaffen, uns auseinanderzubringen. Wir wollen das beide nicht. Aber wir sehen uns kaum noch, weil eine der beiden garantiert dazwischenfunkt. Er ist darüber übrigens genauso wenig begeistert wie ich - aber er sieht in dem ganzen Schlamassel zwischen Kindern, Haushalt, Arbeit, weiteren häuslichen Verpflichtungen auch kaum Möglichkeiten, etwas zu ändern.


    Immerhin - es tut gut, das mal "loszuwerden"...

    Genau da seh ich den Punkt, an dem ihr ansetzen könnt/müsst/dürft, du und LG.

    Sich getrieben fühlen, nur noch zu reagieren statt zu agieren, Verantwortung evtl. mit Schuldgefühlen vermengen, weil man als Elternteil nicht verhindern konnte, dass das eigene Kind erkrankt oder eine Störung entwickelt... darauf basierend dann zuviel ertragen, mitgehen, zulassen.

    Nähkästchen, vielleicht findet sich LG darin partiell wieder: K1 hat "was", was genau, ist immer noch nicht endgültig diagnostiziert, aber sie trägt ein Päckle. Ich hab lange zuviel ertragen oder drüber weggeschaut und war nicht voll in meiner Mutter-Verantwortung [inkl. Standhaftigkeit auch im Widerstand und Grenzenziehen], hatte Schuldgefühle, weil ich sie nicht genug vor den Auswirkungen der toxischen Beziehung und dem toxischen Verhalten des KV beschützt hatte usw. und war auch tw. noch zu sehr mit meinen eigenen Verletzungen befasst, um stabil zu sein. Im eigenen Zusammenbruch (mittelgrad. Depr, Anpassungsstörung, Burn-Out) hat mir dann mehr als alles eine Freundin geholfen, die immer wieder sinngemäß sagte: Du bist nicht schuldig, du machst nichts wieder gut, wenn du laissez-faire handelst, du musst nicht alles tun und zulassen und aushalten, um von deinem Kind geliebt zu werden.


    Dein LG muss nicht alles aushalten, um geliebt zu werden, er muss nicht 24/7 Probleme lösen, die KM und Tochter aufwerfen, um verantwortlich zu handeln.


    Ganz praktisch: Mit JA und WG und Therapeut NOCHMAL und ggf. schriftlich festhalten, dass Absprachen und auch kurzfristige Änderungen grundsätzlich und immer, auch für Pipifax, zwischen den Erwachsenen laufen.


    Wertschätzung und Respekt für Tochter: ja! Alles glauben und machen: bestimmt nicht!

    Agieren statt reagieren. LG (und du) seid nicht die Feuerwehr der Familie! Ihr dürft durchatmen, euch besprechen, abwarten, mit allen Beteiligten die Lage klären, bevor ihr handelt.


    Sag deinem LG ganz liebe Grüße (it takes one to know one ;)) - er wird von seinen Töchtern (er hat ja nicht nur die eine!) geliebt und geschätzt, weil und wenn er für sich selbst einsteht in Konflikten und auch mal "Nö" sagt.

    Das ist eine Menge emotionale Last, die ihr tragt, du und LG - zusätzlich zur elterlichen Verantwortung, die dein LG sowieso schon schultert.


    Ich zitiere mal, woran ich besonder hängengeblieben bin:

    "Das Problem ist, dass die KM den Vater (LG) als "Versager" hinstellt, der "Kinder in die Welt setzt und sich dann nicht kümmert", was von der Tochter dann übernommen und ausgesprochen wird. Das solche Aussagen des eigenen Kindes weh tun, vor allem, weil man immer hilft, da ist und unterstützt, sollte nachvollziehbar sein. Stichwort "Macht"."


    Mit diesen Verletzungen umzugehen bzw. die Aussagen für sich so einzuordnen, dass sie weniger verletzen (bzw. die Wunden schneller heilen und weniger tief gehen), das finde ich ganz wichtig. Das dauert und es klappt nicht immer gleich gut, je nach eigener Lebenslage und emotionalen Anspannung, das weiß ich aus eigener Erfahrung mit dem KV1, seiner psychischen Erkrankung und P-Störung und seinen verbalen Rundumschlägen und Angriffen.


    Langer Atem und die Vergewisserung zwischen dir und LG bzw. auch zwischen LG und pädagogischen und therapeutischen Fachkräfte beim JA und in der WG können da vielleicht helfen. Einfach für das Selbstbild als Elternteil, dass man gar nicht so grauenvoll ist, wie es einem vorgeworfen wird. Solche Vorwürfe verletzen UND sie verunsichern ja auch.

    Wichtig ist auch eine Einordnung, dass bestimmte Handlungen und Äußerungen Teil des Störungsbildes sind und (noch) nicht bewusst verändert werden können.

    Dazu noch zusätzlich eine Rückkoppelung mit der WG etc. auch bei scheinbar akuten "Notfällen", damit die KM (und die Tochter) nicht euch gegen die WG ausspielen kann/können.


    Und was ich wirklich gut finde, ist, dass ihr eure Grenzen z.B. für den Urlaub klar zieht. Eure Stabilität könnt ihr ja nur erhalten, wenn ihr mit euren Kräften so umgeht, dass sie bleiben. Hat dein LG zusätzliche psychologische Beratung als Vater/Angehöriger? Und wenn ja, hilft die Beratung?


    Puh, ich drück euch und wünsch euch gute Kraft!

    Danke, dass du das hierhin verlegt hast und nochmal etwas dazu schreibst. Die Resignation, dass du ihr nicht helfen kannst, ist ja durchaus eine realistische Einschätzung, die du auch ganz ohne Wertung so treffen kannst, das nimmt vielleicht auch inneren Druck von dir selbst. Borderline ist eine schwerwiegende Persönlichkeitsstörung (man mag den Begriff nicht mögen, aber es ist der fachliche), die kann man nicht einfach heilen, leider. Ich kann völlig verstehen, dass du nicht einfach auf ihr Wort vertrauen kannst bzw. willst. Womöglich hilft es, wenn du deinen eigenen Fokus gar nicht so sehr auf "wahr oder nicht wahr" bei ihr legst, sondern auf "stabile, klare und transparente Aussagen und Handlungen" bei dir, dann bleibst du mit deiner Verantwortung bei dir selbst - und primär einmal für deine eigene Stabilität und die deiner Partnerschaft. Solche Klarheit macht dann womöglich sogar langfristig auch was mit der Tochter. Das könnte beinhalten, gar nicht groß auf stories einzugehen, eher gegenwärtiges gemeinsames Tun in den Mittelpunkt stellen oder so.

    Und ich glaube, sehr wichtig sabei ist und bleibt, dass du und dein Partner gut und ehrlich miteinander darüber reden könnt und ihre eure Belastungsgrenze(n) achtet.

    Passdeutsche, Biodeutsche...?


    Traue nur einer Statistik die Du selbst gefälscht hast.

    Kleiner Ariernachweis gefällig?


    Als ob patriarchale Strukturen und Gewalt bis zur Tötung bei Müllers, Meiers und Schmidts nicht vorkämen. [Schön wär's, dann wär eine gute Bekannte von mir nämlich noch am Leben.]


    Und dass es in manchen migrantischen Sozialstrukturen noch deutlich andere Machtverhältnisse [und Ehr-Konstrukte] gibt, sehe ich auch - damit und daran müssen wir als Gesellschaft arbeiten, machen ja auch wiederum viele Bio- und Passdeutsche und Migrant*innen.

    Natürlich darfst du fragen, CoCo . In Kombination mit deinen Beiträgen zur vermeintlichen Wokeness, die alles mögliche einschränken würde, und dem Nachsatz zum AfD-(Wähler)-Bashing hatte ich deine erste Frage allerdings eher als Vorwurf der Übertreibung gelesen denn als eine interessierte Nachfrage. Aber sei's drum.

    Vielleicht darf Vollbio sich auch einfach mal so eingeschränkt und sein Kind potentiell bedroht sehen, wie es manche im anderen Faden hier empfinden, wenn eine Empfehlung zum Nichtspielen eines Liedes ausgesprochen wird.


    Als Mensch mit PoC im engsten Familien- und Freundeskreis und mit Hijab tragenden Freundinnen kann ich dazu sagen: Wie anders und i.d.R. unfreundlicher, herabschauender sind die Blicke und Ansprachen und Kommunikationen, wenn wir zusammen unterwegs sind. Das macht was mit einem.

    Danke dir, Oma2025 !


    Beim SPZ sind wir schon seit knapp 3 Jahren, zz. noch mit Heilpädagogik. In öffentlichen Bereichen wie Kita, Kirche, Arztbesuche etc. ist er sehr regelkonform und "nicht ausflippend". [Das ist auch das, was mich an mich erinnert. Ich war als Kind auch draußen super angepasst und hatte ab und zu zu Hause Wutanfälle bei emotionaler Überforderung.] Ich denke, zz. ist es eine Kombi aus verschiedenen Hintergründen. Er kann mir gegenüber loslassen und Gefühle zeigen, die er woanders - sozial erwünscht - nicht so zeigt. Dazu kommt das Austesten von Grenzen, das ist auch in der Kita jetzt neu Thema. Und die oben genannte räumliche und damit auch handlungsmäßige Einschränkung hier in der Großstadt kommt für ein Landkind mit Waldkita und viel Spielraum (im wahrsten Wortsinn) noch dazu.


    Mehr Sorge machte mir dieses - bislang einmalige - "Reinsteigern" mit anscheinend veränderter Wahrnehmung. Und, wie oben gesagt, meinen Umgang / unseren elterlichen Umgang damit müssen wir finden / anpassen / prüfen und so weiter.


    Also, danke dir nochmal für deine hilfreichen Hinweise und Ideen!