Ich verstehe deinen Gedankengang, Oma2025 . Und wie du ja schreibst, gibt diese Falschbeschuldigungen auch jetzt schon - mit allen Konsequenzen, die sie nach sich ziehen können. M.E. ist das kein Argument gegen die Gesetzesänderung, sondern nur ein Argument gegen die geplanten Kürzungen bei der Kinder- und Jugendhilfe und im sozialen Sektor insgesamt (Dazu könnten wir dann im Politikfaden diskutieren.).
Ich habe damals außer der Scheidung keine weiteren Schritte vor dem Familiengericht unternommen, weil ich keine Aussicht sah, ggü. dem Kindsvater der Großen durchzukommen - zu hoch die Hürden. Mit einen Gesetz, das psychische Gewalt ausdrücklich erwähnt, hätte ich das vermutlich anders gehandhabt.
Umgekehrt kenne ich auch Fälle von Falschbeschuldigungen, die tw. traumatisierende Folgen für Kinder und beschuldigten Elternteil hatten - und diese Folgen konnten erst 20 Jahre später behutsam aufgearbeitet werden.
Langer Rede kurzer Sinn: Eine sinnvolle Gesetzesänderung muss nicht nur in der Judikative, sondern zunächst mal in der Exekutive gut umgesetzt und kontrolliert werden können - mit genügend Personal und Zeit. Trotzdem kann es ein gutes Gesetz sein.