Beiträge von Urtica

    Ich verstehe deinen Gedankengang, Oma2025 . Und wie du ja schreibst, gibt diese Falschbeschuldigungen auch jetzt schon - mit allen Konsequenzen, die sie nach sich ziehen können. M.E. ist das kein Argument gegen die Gesetzesänderung, sondern nur ein Argument gegen die geplanten Kürzungen bei der Kinder- und Jugendhilfe und im sozialen Sektor insgesamt (Dazu könnten wir dann im Politikfaden diskutieren.).


    Ich habe damals außer der Scheidung keine weiteren Schritte vor dem Familiengericht unternommen, weil ich keine Aussicht sah, ggü. dem Kindsvater der Großen durchzukommen - zu hoch die Hürden. Mit einen Gesetz, das psychische Gewalt ausdrücklich erwähnt, hätte ich das vermutlich anders gehandhabt.


    Umgekehrt kenne ich auch Fälle von Falschbeschuldigungen, die tw. traumatisierende Folgen für Kinder und beschuldigten Elternteil hatten - und diese Folgen konnten erst 20 Jahre später behutsam aufgearbeitet werden.


    Langer Rede kurzer Sinn: Eine sinnvolle Gesetzesänderung muss nicht nur in der Judikative, sondern zunächst mal in der Exekutive gut umgesetzt und kontrolliert werden können - mit genügend Personal und Zeit. Trotzdem kann es ein gutes Gesetz sein.

    Eine Kerze für einen jungen Mann, der vor dem Krieg in der Ukraine mit seiner Familie hierher floh und hier an einer Krankheit starb. Wir geben uns Mühe, deinen Eltern und Geschwistern zu helfen - versprochen.

    JayCee Freu dich auf die Zeit in eineinhalb Jahren 😉 Meine Große hat jetzt nach langem, inneren Ringen ihren Vater auf allen Kanälen blockiert. Wir haben uns, als sie 18 wurde, entschieden, ohne seinen Unterhalt klarzukommen, weil wir beide keine Energie mehr hatten und haben für die Auseinandersetzung mit ihm. Jetzt, eineinhalb Jahre später, waren wir zuletzt bei der Polizei, um seine verbalen und schriftlichen Beleidigungs- und Drohtiraden seiner Tochter gegenüber wenigsten einmal "zur Akte zu geben". Und nu is Ruh im Karton, er könnte uns natürlich noch Briefe schreiben oder uns mit seinen Blicken durchbohren, falls er uns begegnet, aber keine Mails, SMS oder Messenger-Nachrichten mehr. Ein geradezu befremdlich befreiendes Gefühl.


    Ich drück euch die Daumen!

    Ich bin hier auch wieder weg.

    Wir probieren es ernsthaft neu und wieder, der liebe Herr Ex und ich, ganz schön und ganz anders als früher und in unserer höchst individuellen, transkulturellen Melange aus "beste Freunde", "altes Ehepaar", "jung Verliebte" (ziemlich mittelalt-jung...😆); und diesmal vertraut und vertrauend auch die ganz tiefen Verletzlichkeitend und Ängste zeigend und besprechend. Puh, gerade diese schwierigen Konflikt- und Angstthemen ehrlich miteinander zu besprechen und uns gegenseitig zu verstehen und Sorgen nehmen zu können, tut wirklich gut - und ich bin zuversichtlich und vorsichtig optimistisch.


    Und der Rest gehört ja dann auch nicht in diesen Faden.

    Ah... vom Schicksal gebeutelte Adoleszente, die in emotionaler Überreaktion uns ratlos bis angepisst stehenlassen - aus dem Nichts. Kenn ich von meiner Großen (19) auch so. Und bei allem Verstehen und Verständnis bringt mich wenig so auf die Palme. Ich wünsch dir gute emotionale Standhaftigkeit, nicht jeden Schuldschuh müssen wir Eltern uns anziehen und v.a. kein ewiges "mea culpa" beten ob unserer Unperfektheit und Fehlerhaftigkeit. [Letztere können wir auch besser mit Freund*innen diskutieren als mit unseren Kindern.]

    Und atmen nicht vergessen - ich wünsch dir genug Kraft, davon immer genug für dich selbst, das ist ja wie mit den Sauerstoffmasken im Flugzeug...

    Bei mir hat es gut 6 Jahre gedauert, bis ich wieder halbwegs Sport für mich allein machen kann. Sport mit Kind hat bei uns nicht funktioniert. Wenn ich laufen will, dann will ich nicht gleichzeitig auf ein Kind mit Rad oder Laufrad aufpassen (inkl. Stop-and-Go) etc. Dafür toben wir dann zusammen und machen Wettrennen "Rad gegen Mama" und wandern oder spielen Federball etc.

    Jetzt kann ich unregelmäßig wieder laufen und ich mach einfach jeden Abend mein Mini-Workout, meistens einige Sets Kniebeugen und Liegestütz plus Dehnung plus ein übern andern Tag ein paar Schläge, Blocks und Tritte aus tiefem Stand, die aus meinem früheren Kampfkunst-Leben noch in Fleisch und Blut sind. Ich merke alle paar Tage ne Steigerung, das ist schon motivierend - und der Rumpf dankt es mir mit schmerzfreier Haltung.

    Also, wenig machen ist immer noch besser als nix machen. Und mach dir keinen Kopf - die Zeit kommt wieder!

    Hallo Sockenbuegler, K1 und ich, wir sind durch ähnlichen Mist gewatet wie ihr (andere Diagnose bei KV). Der Manipulator wirft allen anderen Manipulation vor, der Säufer den anderen Alkoholmissbrauch...


    Ich habe damals vieles zu nachgiebig und konfliktscheu (manchmal ängstlich, verunsichert, "nicht mehr könnend"...) versucht, freundlich zu lösen, von K1 wegzuhalten. War auch nicht die Lösung, hat sie nur noch mehr verunsichert.

    Als sie älter war, habe ich klarer gesprochen, so konnte sie auch klarer sprechen. Rückblickend hätte ich das schon früher machen sollen, nichts beschönigen, nichts "deckeln". Inzwischen ist sie volljährig und der Kontakt zum KV beschränkt sich auf wenige kurze Treffen im Jahr - sie ist nicht drüber weg, sie hat ihre psychischen Verletzungen und es war und ist Therapie hilfreich, aber sie hat ein eigenes Standing und sie ist grundehrlich mit ihrem Vater und ich bin beeindruckt, wie empathisch sie dabei dennoch ist und wie sehr sie bei sich bleiben kann in ihren Aussagen, und darf sich bei mir und Freund*innen auskotzen und ausweinen. [Aktuell arbeitet er zum x-ten Mal an einer paranoiden Psychose, seine Compliance hinsichtlich Medikation und Therapie ist quasi nicht existent, die "Zwangseinweisung" ist sozusagen nur eine Frage der Zeit, er wird nicht freiwillig in die Klinik gehen, never did that...]


    Ich finde: Du machst das wirklich wirklich gut! Sei aufrichtig mit deiner Tochter, so dass deine Aussagen und dein Tun mit deinen Gefühlen übereinstimmen. Ich glaube, das ist das wichtigste, dass sie dich als ehrliche Haut, als sichere Bank, als zuverlässig wahrnimmt.

    Zu Postings und Äußerungen deiner Ex ggü. Dritten: Meine Erfahrung ist, dass Dritte meist sehr gut einordnen können, was glaubhaft ist und was nicht, einfach, weil sie euch kennen.


    Es dauert ein paar Jahre, bis man selbst sich wieder traut, aber es wird besser!

    Unser 🥷 wird von K1 grundsätzlich fürs Erwärmen und Aufbacken der Teenager-Fertigfraße (Pizza, Kühltheken-Gedöns) genutzt, die nicht wie Asianudeln einfach mit heißem Wasser übergossen werden. [Ich atme immer tief durch und erinnere mich an mein erstes Semester vor gefühlt 100 Jahren, danach war ich dann geheilt von Fertiggerichten.]


    Meine liebe Freundin und Nachbarin hat mir jetzt ein Vegan/Vegetarisch-Kochbuch für den Airfryer geschenkt. Wirklich coole Sachen drin, da freu ich mich auf neue Kombinationen - wobei ich die Tartes und Quiches klassisch im Ofen machen werde - der leider keine Umluft hat, nur Ober- und Unterhitze, sein Backtempo lässt sich umschreiben mit "Alter Mann ist kein D-Zug!", aber es wird alles gut von Kuchen bis Auflauf.

    Ich zieh die Frage nach Airfryer-Erfahrungen und -Tipps mal hier rüber und eröffne.

    Im Herbst hab ich mir eine Ninja Foodimax zugelegt, 2 getrennte Fächer, diverse Funktionen, Beschichtung PTFE.


    Grundsätzlich: Ich hab sonst in meiner Küche keine besonderen Extrageräte, kein Thermomix, keine Mikrowelle, nur eine elektrische Kaffeemühle, die meine French Press ergänzt und eine selten genutzte 80er-Jahre-Bosch-Küchenmaschine von Oma, die fast ausschließlich fürs Gemüseraspeln eingesetzt wird, wenn die Masse für die Handreibe zu mühsam ist.


    Die Airfryer hab ich jetzt bei Freund*innen begutachtet und immer nachgefragt. Alle topp zufrieden, sogar Leute mit ähnlich karg ausgestatteten Küchen wie meiner.


    Und jetzt kommt die Werbung: Ich find das Teil super. Schnell, praktisch, sauber, fettarm, lecker. Besonders gut find ich es bei selbstgemachten Pommes Frites, Süßkartoffeln, veganen und fleischigen Frikadellen, Maiskolben (die sind echt wie vom Grill), alles "Ofengemüse" - und zum schnellen Aufwärmen. Fleisch am Stück hab ich noch nicht getestet, das gibt es bei uns einfach selten.

    Ich mag es, wenn ich nicht ständig in der Pfanne wenden muss, sondern das Essen nebenbei gart. Also bin ich jetzt Heißluftfriteusenfan.

    Durch 2 Fächer kann ich auch entweder große Mengen oder verschiedene Sachen zubereiten. Das mag ich.


    Bei den verschiedenen Geräten muss man dann wohl für sich gucken, was am besten passt und gefällt.

    Da kann ich doch hier mal den Faden kurz mit Tränen und Kopfschütteln füllen: Und plötzlich erwischt mich der Liebeskummer. Mein Kopf ist ja immer total gut, alles wegzurationalisieren und ich kann mir die Kontrolle über mich selbst vorgaukeln. Und dann schafft es eine gaaanz kurze (und schöne und geheime, die will ich nicht missen) friends+ Liaison mit meinem Ex, über den ich doch gefühlsmäßig schon längst weg zu sein glaubte in all den Jahren, in denen er noch nicht über mich hinwegkam - also, diese paar Tage schaffen es, die ganze nicht gesehene Trauer über unser damaliges Scheitern und den Verlust der Möglichkeiten hochzubringen und mich mich wieder ein bisschen verlieben zu lassen - unglücklich, logisch! Und selbstverständlich weiß mein Hirn, woran wir scheiterten und dass wir da immer weiter dran scheitern würden, weil wir da beide keinen so großen Kompromiss machen können. Aber plötzlich tut es weh und raubt mir Schlaf und Appetit.

    [Und wenn ich überlege, wie er damals gelitten hat, dann ist es auch nur fair, das Leid zu teilen, sozusagen.] Nee, an Karma und Schicksal glaube ich nicht. Aber daran, dass es gut ist, dass die Trauer noch kam und das Lernen daraus für mich und für mein Leben, auch wenn es so schmerzt. Selbst das geht hier gerade gleichzeitig. Macht es nicht einfacher, dass er ein wirklicher Freund ist inzwischen und dass wir das auch bleiben wollen - auf die lange Sicht seh ich das auch wirklich so, ich hab ihn einfach auch furchtbar gern als Mensch.

    Hab ich aber auch nicht mit gerechnet bei mir, sondern hatte eher Sorge, dass er gefühlsmäßig rein- und abstürzt. Na, Urtica, haste dir selbst ein Bein gestellt, wurde auch mal Zeit, dass ich mich mehr mit diesen Gefühlen auseinandersetze, ich alte Erwachsene bin doch bislang aus jeder Beziehung meist so raus, dass ich nicht verletzt wurde (wahrscheinlich bin ich auch schon so rein...), time to grow up and learn how to suffer. Seufz. Musste das nur mal aufschreiben.

    Hey, Vollbio!

    Ich geh davon aus, dass du als Begleitperson mitgehst, gibt es die Option, dass die jüngere Schwester mitkommt UND noch ein Freund? Einladen und wieder ausladen ist immer doof, egal, wie gut die Gründe sind und egal, um wen es geht.

    Und was ist die attraktive Alternative für die kleine Schwester an dem Tag bzw. an einem anderen, wenn es nicht geht? Also, z.B. ein Schwesterntag?

    Und, ganz wichtig: Nicht nochmal rumeiern, sondern klare Regelung treffen.

    Also, ich hab hier ja lange sehr wohlwollend und immer die beste Absicht unterstellend mitgelesen, Vollbio. Ich versuche das weiterhin: Dir gute Absicht wohlwollend zu unterstellen. Es fällt mir schwer. Aus deinen letzten Posts springt mich die "Benutzung" von anderen Menschen wieder so an, mir fällt kein besseres Wort ein.

    SPFH und EB? Nützliche Mittel, keine eigenständigen Subjekte mit Fachkompetenz; und wenn die Kinder nicht bei dir bleiben, dann lohnt die Evaluation nicht, gell?

    Kinder? Nützliche Objekte, in denen du dich spiegeln kannst, wenn es gut läuft, wenn nicht, sind andere schuld.

    Deine Frauen? Vermutlich waren die auch nützlich für dein eigenes männliches Selbstbild oder so, k.A.

    Deine Therapeutin? Wie lange wird sie dir noch nützlich sein? Solange, bis sie mit dir die heißen Eisen anpacken will und es ans Eingemachte geht?


    Und was soll denn heißen: Die Kinder sind weg? Du wirst doch wohl Umgang haben werden? Wäre es da nicht "nützlich", jetzt mit der SPFH und später vielleicht mit einem EB ab und an zu reflektieren?


    Menschen sind keine Maschinen, wir haben keine Kontrolle über andere, Kinder tun nicht, was wir sagen, Expartner*innen auch nicht - umgekehrt sind wir doch auch Subjekte und möchten als solche gesehen werden. Aushandeln, Kompromisse, sich verzeihen, Fehler machen und diese wiedergutmachen (als Eltern), 5 gerade sein lassen, Vertrauen statt Kontrolle; das ist schwer, keine Frage, aber versuch das doch mal an den Umgangstagen mit deinen Kindern - fürs Lernen ist der Mensch ja nie zu alt.

    Eine Dahlie für A., Mamas gute Freundin. Du hast so lange mit dem Krebs gerungen und hast ihm über Jahre gezeigt, dass du stärker warst - mit damenhafter Würde und einer Contenance, dass man dachte, der Fiesling wäre längst weg. Am Ende, aber wirklich erst ganz am Ende, hast du kapituliert. Danke, dass deine Freundinnen dich bis zuletzt besuchen durften, sie vermissen dich sehr.

    Eine Kerze für meinen Papa, es sind heute abend schon fünf Jahre ohne ihn. Oft fehlt er mir. Immer noch frage ich ihn und horche in mich rein, was er mir rät. Und immer freue ich mich, dass er da war - und in uns ein bisschen noch ist.