Beiträge von Urtica

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    Habt ihr einen Betriebsrat? Klassische Frage für diesen.

    Ich habe auch meinen Grundvertrag in TZ, dazu kommen befristete Zusatzvereinbarungen für festgelegte Zeiträume, wenn ich geplant für längere Zeit mehr Wochenstunden arbeite. Wir haben einen BR, Gold wert, ehrlich, weil Verträge und Vereinbarungen zur Mehrarbeit eben immer dort durch müssen und gecheckt werden.

    Liebe Hopefull,


    hängst DU noch am Expartner, in welcher emotionalen Beziehung auch immer?

    Wie lange wart ihr Partner/ in einer Paarbeziehung?

    Hast du bei ihm schon mal klar und deutlich gesagt, was du von ihm als Vater erwartest? Wie gehst du emotional damit um, dass er nicht den engen Umgang mit eurem Kind pflegt, den du dir wünschst?

    Welche Pläne hat er für seine Zukunft? Kommt euer Kind darin irgendwie vor?

    Du schreibst, dass du seine Familie wg. der Sprache eh nicht verstehen könntest. Ist dein Expartner in einer Familie aufgewachsen, in der sich die Mutter (und nur sie bzw. andere Frauen) um Säuglinge und Kleinkinder kümmern und Väter erst dann ins Spiel kommen, wenn es schon Richtung Schule geht? Gibt es also aufgrund eurer unterschiedlichen Sozialisation hier Konflikte bzw. einfach Differenzen in der Interpretation der Situation? Wenn es so sein könnte, verbalisiert ihr das?


    Viele Fragen... ich wünsch dir jedenfalls weiterhin und immer noch, dass du für dich ein klareres Standing findest, unabhängig vom Handeln und Nichthandeln des KV. Schwer isses.

    BET hat es doch so vorgeschlagen, somit scheint es für sie ok zu sein

    Zur Klärung meines Verständnisses: Ich gehöre zu den Menschen, die tatsächlich etwas mehr Planungsvorlauf brauchen, auch, weil der Umgang des KV tw. zeitlich so liegt, dass ich da arbeite, da brauche ich mehr als 4 Stunden Vorlauf.


    Ich finde Absagen 4 Stunden vorher nicht i.O., sofern da nicht ein triftiger Grund wie Krankheit vorliegt. Ich plane doch meine Zeiten _ohne_ Kind/Kinder für Dinge, die ich eben nur ohne sie tun kann. Und da erwarte ich vom KV, dass er Absprachen einhält.


    Spontanbesuche sind auch bei mir möglich, wenn es denn passt.

    Aber nicht die Regel, ich ändere meine abgestimmte Planung nicht zwingend, weil der KV spontan hereinschneien will.


    Aber gut, so verschieden sind wir Menschen halt.


    Für mich verstärkte dieses 4-Stunden-Ding einfach meinen Eindruck, dass Hopefull da eine großzügige Laissez-faire-Haltung ggü. dem KV einnimmt, die schwer mit dem Wunsch nach mehr Bindung und häufigerem und verbindlichen Kontakt fürs Kind vereinbar ist. Jetzt beim Niederschreiben fällt es mir auf:

    Verbindlichkeit?

    4 Stunden vorher? Na, das nenne ich "auf Abruf". Sei mir nicht bös, ich habe den Eindruck, dass deine eigene Beziehung zu deinem Expartner ein deutliches Machtgefälle zu deinen Ungunsten aufweist, und dass es viel eher um diese Beziehung geht als um euer Kind. Was ist da ungelöst?


    Warum du das selbst so haben möchtest, warum du auf Unterhalt und Vaterschaftsanerkennung verzichtest und zugleich für die sporadischen Pflichtbesuche dich so anbiederst (4 Stunden vorher zu- oder absagen?), da solltest du mal hinschauen, finde ich. Alles andere an 'Tipps' läuft doch nur darauf hinaus, dass du bittest und bettelst und dich hübsch klein und konfliktausweichend und gefügig verhältst.

    Welchen Nutzen ziehst du daraus? Du, nicht euer Kind?


    Wie immer: Fragen für dich, nicht unbedingt fürs Forum. :)

    Danke für deine Antwort. Ich glaube, nach dem, was du über das Verhalten des KV schreibst, ist deine Anstrengung vergebene Liebesmüh. Du möchtest ihn mehr einbinden, er entzieht sich, du erklärst und bittest, seine Tochter scheint ihm trotzdem nicht wichtig genug zu sein, er zeigt dir den Vogel.


    Tipps nützen nichts, wenn der andere Elternteil nicht mitmacht. Die guten Ideen hast du ja selbst schon. Und trotzdem spielt der KV nicht mit, sondern spielt sein eigenes Spiel (bei dem du mitspielst...).


    Versuch, emotional unabhängig vom KV eine zuverlässige Mutter für euer Kind zu sein, finanziell unabhängig bist du ja schon.

    Wenn der Vater nicht will, kannst du nichts machen, vergeude deine Kraft nicht in einem Kampf, den du verlierst, nutze sie dort, wo du wirklich was ändern kannst.


    Eine Frage hab ich doch noch: Die Besuchstermine, wer macht die aus? Fragst du, wann er kommt? Oder sagt er von sich aus, wann er kommen will?

    Liebe Hopefull,

    du hast Recht, deine Frage bezog sich nicht auf Unterhalt sondern auf Umgang. Wir haben einiges in Kombination überlegt und dazu geschrieben, zumindest von meiner Seite auch, weil meine Erfahrung ist, dass wir das als Eltern oft gar nicht so strikt emotional trennen können und weil even auch sachlich oft verschiedene Faktoren miteinander verknüpft sind.


    Dann man nur zum Umgang noch was: Derzeit sind die Besuche so selten und so kurz, dass das eher wie Besuche eines Onkels erscheint, zumindest eben in dem jungen Alter. M.E. lässt sich so keine Vater-Kind-Bindung aufbauen, bevor hier Missverständnisse kommen: Muss ja auch nicht. Du schreibst ja oben, dass ihr ihn nicht braucht (finanziell) und als Vater eingetragen werden soll er auch nicht,

    er ist also aus dee Verantwortung fein raus.


    Was erhoffst du dir von dem seltenen Umgang? Was erhoffst du dir vom Vater? Und was soll dieses Forum leisten? Also, wünschst du dir so Handbuchtipps: Erhöhe den Umgang auf alle 3 Wochen, Papa soll eine Audiodatei besingen etc. Und das ganze bei einem Vater, der nach außen, so sagst du, den stolzen Erzeuger mimt, aber Besuche zugunsten von Kumpels absagt?


    Mein Eindruck ist, dass das das Problem nicht löst.

    Du schreibst, dass du Sorge bzw. das Gefühl hast, dass er dann ganz weg ist, wenn du "Druck" machst.

    Also, mein Senf dazu: Auf Zuverlässigkeit und Verantwortungsübernahme zu bestehen halte ich nicht für Druck machen. Du verlangst doch nichts Unmögliches von ihm.


    Und der 2. Punkt, den anitadr schon bemerkt hat: Dein Kind ist wertvoll - und du auch. Mach dich nicht klein.


    Was ist deine Angst hinter diesem Gefühl, das er dann weg sein könnte? Ist die hilfreich?

    Ich kehre nochmal zu deinem Eingangspost zurück, in dem du u.a. schreibst, dass du finanziell auch zu knapp seiest, um ihm zu helfen, du begründest das auch mit fehlendem Unterhalt.


    Und natürlich hast du ursprünglich gefragt nach Ideen, den Umgang irgendwie besser, bindungsgebender zu gestalten.


    Zum Finanziellen zuerst mal kurz meine eigene Erfahrung: Ich habe über 1 Jahr aus Nettigkeit und falscher Rücksicht und falschem Stolz auf UH bzw. UHV verzichtet, aus heutigem Blick schön doof, das war Geld zum Sparen oder für n Urlaub mit den Kids oder oder. Die Elternbeziehung hat unter meiner Forderung nicht gelitten, sie ist nur klarer umd verlässlicher geworden.

    Rechtliche Ansprüche sind dazu da, geltend gemacht zu werden. Ja, auch ohne verdiene ich genug zum Leben, na und?🙂

    Verzichte nicht auf etwas, was dir bzw. hier deinem Kind zusteht.

    Gleiches gilt für die Vaterschaftsanerkennung.

    Warum die "Angst" vorm JA? Die sind gerade in diesem Bereich hilfreich und zurückhaltend und rechtlich informiert.


    Bzw. beantworte dir für dich ehrlich die Frage, warum du das nicht angehst, was dich hindert, warum du zögerst und wachse an deinen Antworten.😉


    Zur Beziehung und zur Verbesserung:

    Das ist nicht deine alleinige Verantwortung (wie das Finanzielle auch nicht). Ohne die Kooperation des KV wirst du nichts allein verändern, wenn es ihn auch betrifft.


    Auch hier Fragen zum Nachgehen: Warum willst du seine Kooperation da, verzichtest aber auf offizielle Anerkennung der Vaterschaft? Was erhoffst du dir von deiner sehr entgegenkommenden Verhaltensweise? Wie geht es dir, wenn er einen Termin kurzfristig absagt? Was wünschst du dir und wie sieht die Realität aus? Welche Alternativen gibt es und wie fühlen die sich an? Wo und wie ziehst du Grenzen in Konflikten mit ihm? Ergänzend: Welche Konflikterfahrung miteinander trägst du mit dir? Wie war eure Beziehung? usw. Welche Rolle spielt das jetzt?


    Du musst das nicht hier darlegen, aber manchmal hilft es, den Problembereich mal ins Große zu erweitern und für sich genauer hinzugucken, ehrlich mit sich selbst zu sein, auch wenn es unangenehm ist.

    Danke, dass du das nochmal genauer erklärt hast. Ich würde sagen "Lass alle Hoffnung fahren"! Also die auf einen Vater, der regelmäßig zuverlässig da ist.


    Ich schließe mich Volleybap an in seinen guten Ausführungen v.a. bezüglich des Spiels, das ihr Erwachsenen da spielt: Er agiert, du reagierst, du ärgerst dich und wünschst dir, weichst dem Konflikt aus, immer im Kreis.


    Du hast jetzt ein Weile so mitgespielt, aber obwohl du keine finanzielle Forderung an ihn richtest, entzieht er sich dem Umgang und das auch noch so, dass du nix anderes planen kannst.


    Als Imperativ formuliert:

    Zieh deine Grenze und stellvertretend die eures Kindes.

    Beantrage UHVorschuss, lass die Vaterschaft feststellen, mach dir Gedanken um das Jetzt und Morgen (tatsächlicher Kindesunterhalt), das ferne Übermorgen wird für sich selbst sorgen (eventuelle Pflegekosten).


    Leb dein Leben mit dem Kind selbstbestimmt. Plane nicht für und mit dem KV.


    Steh den Konflikt durch, Hilfe vom JA kriegst du, eine RAin oder einen RA auch (Verfahrenskostenhilfe), wenn es sein muss.


    Befreie dich von dem Wunsch nach einer irgendwie heilen getrennten Elternschaft - wenn er kein Vater sein will, dann musst du nicht so tun als ob er es wäre und sein könnte.

    Sei einfach eine Mutter/ein Elter für euer Kind.


    Ich kann dir sagen, manchmal muss man halt durch den Streit durch, dann wird man auch ernstgenommen.


    Ich drück dir die Daumen.

    Hallo!

    Dein Kind ist noch ein Säugling/Tragling, ja? Und der KV wohnt weiter weg, so dass sich häufigere Treffen nicht leisten kann? Und du hast keinen Kindsunterhalt? OK, 1. Unterhaltsvorschuss kannst du beim Jugendamt beantragen, anrufen, formloser Antrag, die sagen, was sie brauchen.


    (Ich bin ab Geburt alleinerziehend beim Kind2, der KV sieht sein Kind mindestens einmal pro Woche, eher mehr, immer für ein paar Stunden. Manchmal sind wir zusammen, manchmal nutze ich die "freie" Zeit.

    Videotelefonie machen wir, aber das bringt m.E. nur was, wenn dein Kind eine gute Bindung und Beziehung zum KV real aufgebaut hat, dann weiß es, wer das ist und kann das positiv verbinden.)

    Nur alle zwei bis drei Monate ist ja arg happig in dem jungen Alter.

    Hast du Möglichkeiten, zum KV zu fahren mit dem Kind?

    Habt ihr besprochen, wie ihr das in den nächsten Jahren machen wollt und in den nächsten Monaten?

    Was wünschst du dir und was wünscht sich der KV? Geht das beides zu vereinbaren?


    Du musst das hier nicht darlegen, ist eher gedacht für dich zum Prüfen und mit dem KV drüber reden.


    Ich hab keine Lösung, aber vielleicht könnt ihr kommunikativ eine finden?

    Liebe Anonymous,


    den ersten Schritt hast du wohl gemacht und hier gefragt, den zweiten auch, denn du hast irgendeine Beratungsstelle (?) informiert und dir Hilfe gesucht. Der dritte Schritt ist, aufrichtig mit Jugendamt und Gericht umzugehen. Warum? Wenn du versuchst, das für dich Unangenehme zu vertuschen, kommt es woanders raus und du stehst schlechter da, als wenn du ganz offen und ehrlich kommunizierst.

    "Unangenehm" schreibe ich nicht als Euphemismus, sondern, weil ich das so wahrnehme, dass es dir, Anonymous, unangenehm ist. Überleg dir, welche Ehrlichkeit du vom KV und vom Jugendamt usw. erwartest und sei genauso ehrlich.


    Das mal ganz abgesehen davon, dass du die Verantwortung für das körperliche und seelische Wohl deines Kindes trägst, die wiegt schwer und die lastet auch auf einem, ich weiß. Nichtsdestotrotz kannst du sie tragen. Such dir Unterstützung, die beim tragen hilft:

    Eine Erziehungsbeistandschaft, eine SPFH (sozialpäd. Familienhilfe), die helfen dir beim Tragen und sie helfen dabei, dass die schwierige Situation besser wird für dich und dein Kind. Geh das offensiv an, frag beim Jugendamt nach Hilfe.


    Hab keine Angst! Geh weiter auf dem Weg, den du begonnen hast.

    Hallo MarcoDo,

    ich schließe mich Volleybap gern an und möchte das Gesagte unterstreichen. Es gibt sehr unterschiedliche Richtungen im Islam, genau wie im Christentum, dass deine Tochter über türkische Freundinnen an eine gefährliche Strömung gerät, muss jetzt nicht zwingend sein. Teenager sind ja spirituell oft Suchende, wenden sich Angeboten zu, die andere sind als die der Eltern. Frag sie doch einfach mal neugierig und interessiert, was sie da spannend findet, was ihr diese Religion gibt. Und parallel kannst du dich selbst informieren und dich vielleicht auch mit Muslimen in deiner Umgebung austauschen, bei der örtlichen Türkischen Moschee fragen etc. (Als Atheistin würde es mich vermutlich genauso "erschrecken", wenn mein Kind plötzlich zur nächsten Baptistengemeinde liefe, aber es hilft doch als Eltern nur aufrichtig sein, offen sein, interessiert am Kind und seinem Leben, selbst Kritik annehmen können und die Bindung halten.


    Ich geb dir hier noch ein paar Stichworte zum Googlen, die nutze ich auch gern. Schau mal bei der Alhambra-Gesellschaft, das ist ein Verein von progressiven deutschen Muslimen*as, die auch interessante Blogartikel und Bildungsangebote haben. Viele Infos über Dtl. hinaus findest du bei qantara, einer Infoseite zu Weltpolitik und Islam mit fundierten wissenschaftlichen Artikeln. Und bei ufuq.de kannst du auch viele Infos bekommen.


    Und nicht vergessen: Dein "Dönermann" ist höchstwahrscheinlich auch Muslim, findest du den gefährlich? ;) Der mediale Fokus liegt so sehr auf islamistischen Terroristen, dass das die Wahrnehmung beeinflusst und wir vergessen, dass unsere muslimischen Nachbarn, Friseurinnen, Automechaniker, Lehrerinnen, Bankberater und Fußballkumpels genauso gläubig oder eben nicht sind wie die christlichen. (Nein, ich will hier nix schönreden oder relativieren, es hilft nur uns allen nicht, wenn wir irgendwann glauben, dass jede türkisch-deutsche Nachbarin Islamistin sein könnte.)

    Liebe RosefieldRd!

    Ich bin neu hier und kenne deine Geschichte nicht in Gänze, ich erkenne aber Teile von meiner Geschichte wieder - nicht genauso, wir sind ja verschiedene Menschen in verschiedenen Leben, aber so Grundhaltungen.

    Mit dem Vater meines Kind1 (14 Jahre) haben wir ähnliche Probleme, schon vor der Trennung und seitdem (vor 5 Jahren Scheidung) immer wieder massiv. "Lass alle Hoffnung fahren!" Da ist kein vernünftiges Lösungfinden mgl., weil das Gegenüber gar nicht wie du vernünftig und elternverantwortlich denkt und handelt, sondern egozentrisch und womöglich narzisstisch oder anders psychisch begründet, was letztlich egal ist.


    Wo ziehst du deine Grenzen? Welche Verbündeten hast du? Anwältin, Jugendamt, Therapeuten... Spiele keines seiner Spiele mit.


    Für eure Kinder musst du nicht allein die zuverlässige Position sein, eventuell kann ihnen externe Hilfe guttun? Mein Kind1 arbeitet mit seinem Therapeuten vieles auf und auch viele aktuelle Themen, reflektiert und findet eine eigene Position.

    Mir selbst hat tatsächlich geholfen, ganz klar meine Grenzen zu markieren, auch mit Polizei, Sozialpsychiatrischen Dienst, Anwältin, Kindertherapeut... Hilfe zu suchen, auch wenn es manchmal nur ein Gespräch ist, weil es keine rechtliche Handhabe gibt - es gibt dann eine Aktennotiz fürs nächste Mal.


    Und ganz abgesehen von so Ideen, die du vermutlich eh durch hast: Es ist so energiezehrend, da hilft wirklich nur innere Abgrenzung und wenn schon keine Hoffnung besteht, dass man getrennt gute Eltern sein kann, weil einer nicht will, dann zumindest die Hoffnung, dass es besser wird, je größer die Kinder werden.


    Ich wünsch dir gute 'Energiequellen' und gute Nerven!

    Etwas spät, aber hier die versprochene Rückmeldung zum weiteren Gang der Dinge:

    Mit Brief durch RA haben wir die Zustimmung bekommen, das Gericht hat der KV dann wohl doch vermeiden wollen und ich tippe mal, dass er mir schlicht nicht geglaubt hat, dass ich ernst mache, sonst hätte er vermutlich schon früher eingelenkt. Jetzt warten wir auf die Rückmeldung der Klinik, wann das Kind hinkommen kann. Und ich hoffe sehr, dass der KV zumindest gelernt hat, dass ich sozusagen bereit bin zu beißen und nicht bloß zum Spaß knurre, wenn es um die Gesundheit unseres Kindes geht...


    Da sich die rechtl. Dinge erst einmal erledigt haben, lasse ich diesen Faden ruhen. Für den anderen Haufen psychischer Belastung(sgefühle) mache ich dann einen neuen Faden auf, wenn ich genug Schwung habe, das mal aufzuschreiben und mir Feedback einzuholen. Bis dahin lese ich mit und lerne "am Modell".

    Gibt es denn eine Einweisung vom Doc? Abgesehen vom Theater mit dem KV evtl. noch die Krankenkasse kontaktieren wg. Kostenübernahme, besonders, wenn Kind sich sozusagen "selbst einweist".

    Verordnung Krankenhausbehandlung ist mit genauer Klinikbenennung vom Pädiater gemacht plus Bericht vom Therapeuten. Es geht ja weder um eine Psychiatrie noch um Reha, die Psychosomatische und psychologische Klinik liegt dazwischen sozusagen.


    Volleybap: Langer Weg muss dann wohl, wenn es nicht anders geht. Mit KV zusammen ginge erst, wenn er selbst wieder durch Psychiatrie durch wäre, sein Zustand derzeit ist so, dass die Realität nicht mehr in seine Sicht passt und er nicht mal mehr ansatzweise erreichbar scheint für Bedürfnisse seines Kindes. Im Gegenteil, leider.
    Letzte Hoffnung vor dem rechtl. Weg ist da seine Next, doch ich vermute, dass ihr Einfluss begrenzt ist.

    Danke nochmal euch allen!


    Beim JA ist der Zuständige erst morgen da, der sozialpsychiatrische Dienst des Kreises hat mir empfohlen, 1. dass mein Kind der Klinik selbst nochmal versichert, dorthin zu wollen, damit die evtl. aufgrund des Alters sie dann so aufnehmen und 2. mit dem JA im Rücken das alleinige SR zu beantragen, um langfristig auch für Führerschein etc. sicher zu sein.
    Nun, dann mal auf.

    Vielen Dank euch allen. Einvernehmlich bzw. neuer Anlauf hat sich erledigt - Kindsvater ist schon fast am Grund einer akuten Episode/Krise, die Mails heute zeigen mir, dass da weder Einsicht noch Wille sind, nur Projektion. Sehr anstrengend für Kind1 und ein Mosaikstein mehr für die Therapie.

    Morgen frage ich ich beim JA durch und schicke alle Papiere schon mal mit Vermerk zur Klinik und gebe eine Info an den ambulanten Therapeuten, sofern der noch nicht im verdienten Urlaub weilt.
    Ich halte euch auf dem Laufenden über den hier (RLP) dann gangbaren Weg.

    Hallo, ich bin neu hier und suche Rat zu:

    Mein Kind1 (14 J) möchte und soll eine stationäre Therapie in einer psychosom. Klinik machen, ambulante nimmt sie bereits wahr, ihr Therapeut unterstützt sie, ihr Pädiater auch und ich.

    Nun hat ihr Vater bei ihrem gestrigen Papawochenende einen riesen Aufriss veranstaltet, die schriftliche Erklärung nicht unterzeichnet sondern zerrissen und mit ihr rumgebrüllt, dass seine neue Partnerin ihn aus dem Zimmer geworfen hat. Kind wurde dann auch heute noch vor 7 Uhr heimgebracht... Seine eigene, von ihm bevorzugt ignorierte bzw. am Umfeld ausagierte, psych. Erkrankung ist mit ein Grund für all das, aber darum soll es hier nicht gehen (vielleicht mal anderswo, wutschnaub).


    Wie gehe ich vor? Gem. Sorgerecht besteht. Die Zustimmung müssen beide unterzeichnen.

    Jugendamt? Dann Gericht? Ich habe keinen Anwalt oder eine Rechtsschutzversicherung.

    Gibt es andere Wege? Ärztl. Schreiben oder vom Therapeuten?

    Hat das hier jmd. durch und kann Tipps geben?

    Merci und euch einen guten 4. Advent!

    Hallo in die Runde,


    hier fix meine "Eckdaten", bevor ich mich ausführlich umschaue und mitschreibe:

    weiblich, Anfang/Mitte 40, 1 Kind mitten in der Pubertät, 1 Kind im Krippenalter, je Kind 1 Vater samt Ehe 🙄, 1 davon geschieden, eine getrennt, beides auf meine Initiative, mit 2. Kind schon kurz vor Geburt allein, zwischen Partnerschaften 4 Jahre ohne Mann; 30 Stunden die Woche Erwerbsarbeit, mangels Krippenplatz bis vor 3 Wochen seit Juni mit Kleinkind in Jonglage zwischen Büro, home office, Vater..., 2020-lädiert, nicht nur wg. Corona, Todesfall eigener Elternteil, schwierige und auch das Kind1 belastende Lage mit KV1 (chronische, schwere psych. Erkrankung, mangelnde Einsicht), anstrengend mit KV2 (unselbstständig und kommunikationszehrend). Und wenn ich das selbst lese, zweifle ich gerade arg an meiner Fähigkeit für Partnerwahl und Beziehung und aktiviere die letzten Reste Sarkasmus als Überlebenshilfe.

    Humor ist die einzige intellektuelle und psychische Allzweckwaffe, die ich noch habe, die nicht destruktiv ist, also hüte ich sie gut.8o

    Und nun schau ich mich um.

    LG Urtica