Beiträge von JayCee

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    Vielen Dank für eure Antworten. [Blockierte Grafik: http://www.allein-erziehend.net/forum/wcf/images/smilies/danke.gif]


    Dann werde ich wohl nochmal das Gespräch mit ihr suchen und, falls das nicht wirkt (was ich allerdings befürchte) den Weg zur Chefin antreten.



    Das Labor, auch nur für 10 Minuten, unbesetzt zu lassen, geht leider nicht... da ist der Teufel los. Ich meine, wir verwalten ja z.B. auch Blutkonserven und so weiter. Wenn da ausgerechnet in dieser Zeit was kommt... das geht leider nicht. Aber das mit der schriftlichen Übergabe halte ich mal im Hinterkopf, das ist eine gute Idee.

    Hallo zusammen,


    ich habe ein Problem mit einer Kollegin, und weiß nicht so recht, was ich machen soll. Vielleicht erstmal das ganze "Drumrum"


    Ich arbeite Nacht- und Wochenenddienste in einem Krankenhauslabor. Unter der Woche fängt der Dienst abends um 18:30 an und endet um 7:30 am nächsten Morgen. Während dieser Zeit ist meine Kleine bei meinen Eltern - beide ebenfalls berufstätig. Sie müssen um 8:00 das Haus verlassen. Da ich ca. eine viertel Stunde Arbeitsweg habe, eigentlich kein Problem. Ich übernehme dann die Kleine (4), gebe ihr den "letzten Schliff" - meist Zähneputzen und Kämmen - und bringe sie in den Kindergarten, wo sie um 8:30 spätestens sein soll.


    Wie gesagt, ein recht straffer Zeitplan, aber es haut hin.


    AUSSER... besagte Kollegin löst mich in der Früh ab - was relativ häufig ist, weil sie hauptsächlich morgens arbeitet. Jedes Mal - und ich meine wirklich jedes Mal - kommt sie ca. 10 Minuten zu spät (Ich habe kein Problem damit, wenn es MAL passiert. Wirklich nicht. Aber ich bin jetzt seit über einem Jahr dort, und die Male, die sie auch nur annähernd pünktlich war, kann ich an einer Hand abzählen). Bis dann Übergabe gemacht ist, ich bei meinem Auto bin, ist es dann 10 vor 8, und der ganze schöne Zeitplan ist futsch. Bis ich daheim bin, scharren schon meine Eltern mit den Hufen, weil die natürlich auch ärger bekommen, wenn sie zu spät in der Arbeit sind. Die Folge: Ich gestresst, Eltern gestresst, und in der Folge auch Mini gestresst, denn die bekommt das natürlich mit. Dadurch dreht sie total auf, alles dauert länger, wir kommen zu spät in den Kindergarten - noch mehr Stress.


    Außerdem stinkt mir, dass ich quasi auf "ihre Zeit" arbeite. (Ich werde dort nach Stunden bezahlt, und die zu spät kommerei läppert sich ganz schön, das macht im Monat fast eine Stunde aus). Klar, das ist jetzt ein bisschen kleinlich. Und wie gesagt, wenn es nur vereinzelt passieren würde, wärs mir echt egal. Aber so, wie die Situation ist, finde ich das echt frech.




    Nun weiß ich nicht recht, was ich tun soll. Ich habe versucht, mit der Dame zu reden. Danach war's einmal gut, und dann wieder das Selbe wie vorher.


    Ich fix und fertig umgezogen, strenger Blick zur Uhr, wenn sie kam - null Effekt. Und nun?



    Einfach pünktlich gehen? Fällt aus, ich kann das Labor ja nicht einfach unbesetzt lassen, und eine Übergabe muss ich natürlich auch machen.


    Versuchen, es mit ihr persönlich zu klären? Hat nichts gebracht. Und viel sagen traue ich mich auch nicht, da die Dame sehr schnell mit Anwalt und Betriebsrat wegen Mobbingvorwürfen bei der Hand ist. Warum sie so ist - keine Ahnung, vielleicht ist da vor meiner Zeit mal was vorgefallen, auf jeden Fall braucht man nur mal schief schauen, und sie fühlt sich gemobbt.


    Bei der Chefin melden? Dieses Denunziantentum liegt mir so garnicht. Vor allem, da diese Kollegin - nun sagen wir mal - nicht zu den Beliebtesten im Kollegenkreis zählt. Da will ich nicht noch dazu beitragen, dass gegen sie Stimmung gemacht wird. Bis jetzt habe ich es prima geschafft, mich aus der ganzen Sache rauszuhalten (das ist das Praktische daran, wenn man fast nur alleine arbeitet), und ich fürchte, wenn ich jetzt was sage, gerate ich zwischen die Fronten.



    Aber irgendwas muss ich jetzt mal machen. Heute früh kam sie um DREIVIERTEL ACHT (!!!) reingeschlappt und meinte ganz gönnerhaft: "Wenn du willst, kannst du jetzt gehen." Mir wär beinahe die Hutschnur hochgegangen. Hab einfach nur meine Sachen geschnappt und bin gegangen (zum Übergeben war Gott sei Dank heut nichts).


    Ich habe Angst, dass meine Eltern auch irgendwann mal genug haben. Die Jüngsten sind sie ja auch nicht mehr, und Stress haben sie auch ohne meine Kollegin zur Genüge - ich übrigens auch, aber das betrifft ja nur mich. Und natürlich fände ich es für Mini auch schöner, wenn keine gestresste, genervte Mama nach Hause kommt. Ich meine, ich bin eh schon ein bisschen dünnhäutig, wenn ich in der Früh heimkomme - wenig Schlaf, viel Action, da brauch ich nicht noch zusätzlich so einen Schmarrn.




    Was würdet ihr denn an meiner Stelle tun?

    So, wie Rosefield ihren... Partner beschreibt, würde ich auf keinen Fall das Gespräch in den eigenen 4 Wänden suchen (wenn ich denn wirklich noch das Bedürfnis hätte zu sprechen) Wenn er so dermaßen versucht, sie zu kontrollieren, dürfte er doch beim kleinsten Anzeichen, sie würde sich dieser Kontrolle entziehen, vollends durchdrehen. Zumindest würde ich vorsichtshalber damit rechnen und meine Vorkehrungen treffen - sprich, erst mal mich und vor allem die Kinder in Sicherheit bringen (inklusive Pässen, Krankenkarten, Bank- und Versicherungsunterlagen etc.). Selbst wenn dieser Mann Hilfe braucht, glaube ich nicht, das Rosefield in dieser Situation diejenige ist, die sie ihm bieten kann. Da müssen Experten ran.


    Just my 2 Cents...

    Ich würd dir raten: Raus da, und zwar besser heut als morgen. Das nötigste zusammenpacken, wenn er mal nicht da ist, und ab zu Freunden, Eltern, Verwandten... zur Not ins Frauenhaus o.ä. Klar braucht er vielleicht Hilfe. Aber mir würde die Unversehrtheit meiner Kinder vorgehen. Ich würd mich nicht drauf verlassen, dass diese Ausraster sich nur auf mich beschränken. Oder nur dann stattfinden, wenn die Kinder außer Haus sind. So, wie du ihn beschreibst, ist er unberechenbar.


    Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute [Blockierte Grafik: http://www.allein-erziehend.net/forum/wcf/images/smilies/troest.gif]

    Ich habe mittlerweile vor einem dreiviertel Jahr eine Beistandschaft beantragt, und im März hat das JA einen pfändbaren Titel gegen meinen Ex erwirkt. Im Allgemeinen lief die Zusammenarbeit mit dem Amt sehr gut, wenn ich mir auch immer die Stichtage im Kalender notiert und ein oder zwei Tage später bei meiner Sachbearbeiterin den aktuellen Stand der Dinge erfragt habe. Sie war nie ungeduldig, hat sich immer Zeit für mich genommen und auch (finde ich sehr beachtlich) immer gewusst, wer ich bin und um was es geht, ohne erst meine Akte rauskramen zu müssen. Allerdings habe ich mich wirklich immer dahinter geklemmt, dass es weitergeht - wie gesagt, mich zu den Stichtagen gemeldet und das weitere Vorgehen besprochen.


    Außerdem hat, während meine Scheidung gelaufen ist (bis Oktober), meine Anwältin bei jedem Telefonat nachgefragt, wie es denn bei der Unterhaltsfront so steht und mir gesagt, in welche Richtung sie jetzt gehen würde. Das fand ich auch sehr hilfreich - ich habe immer gewusst, wo die Reise hingehen soll und wie ich auch am Ziel ankomme.


    Ich wünsch dir auf jeden Fall mehr Glück mit deinem neuen Sachbearbeiter und ggf auch mit deinem neuen RA

    Ich hab nochmal eine Frage zu den Aktivitätspunkten. Gibt`s die noch? Bei mir werden die seit dem Update nicht mehr angezeigt. Da ich doch gerne mal am Chat teilnehmen würde, würde mich schon interessieren, wie das nun geregelt wird. :hae:

    Hallo Dragonia,


    habe einen ähnlichen Fall durch, wobei sich bei uns mittlerweile gottseidank alles zum Friedlichen gewandt hat.


    Mein Ex hat auch nach längerer Zeit des rein virtuellen Kontakts beschlossen, unsere Kleine 3 Wochen zu sich zu holen (damals war sie 3), um sie seiner (mittlerweile Ex) Next vorzustellen. Hatte ich auch prinzipiell nichts dagegen, ich habe nur angeregt, dass es vielleicht klüger wäre, nicht drei Wochen am Stück zu machen, sondern erstmal kürzere Etappen in geringeren Abständen - erst ein verlängertes WE, dann vielleicht eine Woche, dann zwei Wochen. Ich hätte mich sogar an den Fahrtkosten (bzw. Übernachtungskosten, falls er hier bei uns hätte übernachten wollen) beteiligt. Da er zu dieser Zeit arbeitslos war, wäre es auch zeitlich kein Problem gewesen.


    Langer Rede, kurzer Sinn, es wurde ein Riesenfass aufgemacht. Ich habe dann wider besseren Wissens dem Aufenthalt zugestimmt. 2 Wochen lief es wohl ziemlich gut, dann war es der Kleinen offensichtlich zu viel. Da hat sie wohl massiv angefangen nach mir zu weinen usw. Als sie dann nach drei Wochen wiederkam (nach einem riesen HickHack, weil ihm plötzlich angeblich alles mögliche dazwischen kam, weswegen er die Kleine auf keinen Fall zum vereinbarten Zeitpunkt zurückbringen könnte), hatte ich ein total verstörtes Kind (Aussage KITA, Freunde, Familie). Ich bin dann erstmal zu nem Kinderpsychologen mit ihr gegangen, der mir auch gute Tipps gegeben hat, wie ich ihr helfen konnte, mit dieser Situation umzugehen. Vor allem, da ich ihr den Vater ja nicht madig machen wollte (was mir echt schwer gefallen ist, da ich einen ganz schönen Hals hatte).


    Besagter Psychologe hat mir übrigens auch gesagt, dass Telefonieren oder SKYPE für so kleine Kinder viel zu abstrakt sind, um eine Bindung aufzubauen - soviel zum Thema, dein Kleiner "kennt" seinen Vater ja, weil 1x die Woche SKYPEt.


    Zeitgleich kam ein Brief seines Anwalts, in dem mir Kindeswohlgefährdung vorgeworfen wurde - aus den fadenscheinigsten Gründen. Weil ich im zweiten Stock wohne z.B. Oder weil ich arbeiten gehe (logisch, muss ich ja, wenn er keinen Unterhalt zahlt), er aber arbeitslos ist und deswegen viel mehr Zeit hat, sich um das Kind zu kümmern. Und noch eine ganze Liste von an den Haaren herbei gezogenen Sachen, über die meine Anwältin nur den Kopf geschüttelt hat (soviel zum Thema Kompetenz des gegnerischen Anwalts. Der hat nicht mal den Namen unserer Tochter richtig geschrieben. :nanana


    Naja, nach einem halben Jahr Schlammschlacht haben wir dann bei unserer Scheidung eine Umgangsvereinbarung geschlossen, die besagt, dass die Kleine im Quartal ca. 2 Wochen bei ihm verbringen kann. Alle 2 Wochenenden wäre einfach nicht praktikabel gewesen. Mit dieser Lösung leben wir alle recht gut. Telefonieren tun die beiden auch recht häufig.


    In unserer "Heißen Phase" ist es aber bei uns fast genauso abgegangen wie bei euch. Vielleicht macht dir das ein bisschen Mut. Ich mein, dass das ganze Elend irgendwann ein Ende hat und Frieden einkehrt. Das hätte ich vor einem Jahr auch noch nicht gedacht. Also, Kopf hoch, und halt die Ohren Steif :troest


    LG, JayCee

    Hallo Marian,


    hier meine Erfahrungen mit einem Papa aus Entfernung:



    Mein Ex wohnt ca. 600 km von uns entfernt, und nachdem jetzt die "heiße Phase" der Trennung vorbei ist, klappt es mit dem Umgang ganz gut. Er sieht unsere Tochter (4 1/2) im Quartal jeweils für ca. 2 Wochen (länger klappt noch nicht... da wird das Heimweh bei ihr dann doch zu groß) und dazwischen wird ziemlich viel telefoniert - auch mit der "neuen" Frau an Papas Seite, zu der unser Sonnenscheinchen ein hervorragendes Verhältnis hat. Wenn sie mal in der Schule ist, werden wir sehen müssen, wie wir das regeln... doch mittlerweile bin ich recht optimistisch, dass wir das hinbekommen.


    Klar ist diese Lösung nicht das Optimum - das schönste für alle Beteiligten wäre es natürlich, in einer intakten, friedlichen Familie zu leben. Aber ich glaube, dass es einem Kind viel mehr schadet, wenn ein Partner auf Dauer mit seiner Lebenssituation todunglücklich ist. Im Moment schaut es bei uns so aus, als ob jeder seine Nische in diesem Arrangement gefunden hat, und wir sind alle recht zufrieden damit.


    Mein Fazit: Die Anfangszeit war ziemlich besch... eiden. Vor allem für uns Erwachsene. Unsere Tochter - obwohl ziemliches Papakind - hat das Ganze echt gut weggesteckt. Und auch der Papa kommt ganz gut damit zurecht. Ob es für euch auch so funktionieren würde, kann ich natürlich nicht beurteilen. Aber vielleicht kann ich dir mit unserer Erfahrung ein bisschen weiterhelfen.


    LG

    Hallo zusammen,


    ich bin alleinerziehende Mama einer vierjährigen Tochter. Wir beide leben mit unserem Hund Sammy im Süden Bayerns. Ohne Papa sind wir seit fast zwei Jahren, die Scheidung war im letzten Oktober. Nach einigem Hickhack haben wir aber wieder recht vernünftigen Kontakt, und er sieht unsere Kleine ziemlich regelmäßig.


    Da unter meinen Bekannten leider (bzw. Gottseidank) keine geschiedenen Elternpaare sind, hoffe ich, mich in diesem Forum über die "Alltagsprobleme" von Alleinerziehenden austauschen zu können.


    LG, JayCee