Beiträge von Maumau

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Das AE-Team wünscht euch ein schönes neues fröhliches Jahr 2021 und viel Gesundheit :)

    Danke lieber Yogi für deine Rückmeldung und auch, dass du so offen bist und zugibst, bzw. erzählst, dass du in Therapie warst. Das tun die Wenigsten, vor allem auch nicht "öffentlich" und ich weiß das sehr wohl zu schätzen. * Blümchenrüberreich* ;).


    Ich selbst stehe Therapien sehr offen gegenüber. Eine Therapie kann ausgesprochen hilfreich sein. Und ich kenne einige Leutchen, denen professionelle Hilfe äußerst gut tun würde, weil sie gar nicht merken, was sie tun bzw. bei anderen bewirken / auslösen. Allerdings gibt es auch Therapeuten, die man schlicht und ergreifend in die Tonne treten kann. UND: Therapeuten sind Mangelware. Die meisten sind auf Monate hinweg ausgebucht. Des weiteren kann ein Therapeut immer nur dann helfen, wenn man auch tatsächlich bereit ist, sich helfen zu lassen. Das heißt letztendlich, dass man den Mut und den Willen haben muss, etwas zu ändern. Zu erkennen, was schief gelaufen ist, wo auch die eigenen "Anteile" an dem liegen, was nicht gut war und an einer "Verbesserung" aktiv zu arbeiten, kann äußerst und zwar wirklich richtig, richtig fies weh tun. Es ist viel einfacher, sich mit irgendwelchen Nebenbaustellen abzulenken oder die "Schuld" immer wieder auf andere zu schieben.


    Ich für mich muss dringend aufhören, in der Vergangenheit zu wühlen. Ich kenne meine Vergangenheit und habe verstanden, dass meine Vergangenheit an bestimmten Stellen auch das "hier und jetzt" im privaten Bereich unbewusst bzw. so, dass ich es in dem konkreten Moment nicht merke (!). beeinflusst. Momentan bin ich "dran", mir sozusagen "Stopschilder" einzubauen.

    Mit zunehmendem "Wissen" entsteht "Bewusstsein", dieses sich seiner selbst "bewusst" sein. Und das ist gut. Aber es ist auch erschreckend... und manchmal tut es auch irrsinnig (wirklich!) weh...


    Wirklich gut geht es mir momentan nicht. Sorry. Ich hätte es gerne anders, ehrlich. Aber ich habe langsam aber sicher meine alte "Stärke", u.a. diesen unbedingten Durchhaltewillen wieder - und die Hoffnung, dass es irgendwann vielleicht doch noch mal gut, vielleicht sogar richtig gut wird. Ich habe nie aufgegeben und ich werde es auch jetzt nicht tun. Mein "innerer Halt", der sich letztes Jahr komplett verabschiedet hatte, kommt zunehmend wieder. Aber manchmal könnte ich trotzdem einfach nur schreien, weil mich alles, aber auch wirklich ALLES so derartig ankotzt... Nur: schreien hilft nicht, mir zumindest nicht. Ich muss an anderen Stellen ansetzen.


    Wie gesagt: Danke - euch allen und das ist nicht nur "dahingesagt", ich meine das ernst.

    Erst mal danke euch allen für das Feedback und die Rückmeldungen!


    "Es" ist gestern wieder "aufgebrochen", warum auch immer. "Früher" wäre mir das nicht passiert, überhaupt: bis vor 2 Jahren wäre all dies, was ich so von mir gegeben habe gar nicht passiert. Es wäre noch nicht mal ein "Thema" gewesen.


    Und da will ich wieder hin. Midlife-krise, Hormonumstellung :D, Coronafolgen -> vermutlich ein Mix aus allem. Auf jeden Fall wird es Zeit, dass ich aufhöre, rumzueiern und mir um jeden "Mist" Gedanken zu machen. Es wird Zeit, mal wieder einfach nur zu leben und so die anstehenden Dinge durchzuziehen - so, wie ich das eigentlich immer getan habe.


    Es tut mir ehrlich leid, dass ich gestern teils so "pöbelig" drauf war. Glaubt es mir bitte. Heute ist es mir höchst peinlich. Aber heute ist auch ein neuer Tag.


    In diesem Sinne: Habt einen guten Start in die Woche!

    Ja, danke für deine Erklärung.


    Ich denke nicht, dass ich vollkommen überbordende "Erwartungen" habe. Meine sind eher zu niedrig angesiedelt... oder waren es zumindest immer.


    Um das mal abzuschließen: ich bin seit langem einfach nur noch genervt, angeätzt, angepisst und fühle mich teils von vorne bis hinten veralbert. Mag auch an Corona liegen. Ab und zu gibt es mal einen Lichtblick, ein paar ganz gute Tage, aber insgesamt kotzt mich mittlerweile einfach alles nur noch an. Es ist vieles so unglaublich verlogen... und ich weiß nicht, ob ich das den Rest meines Lebens ertragen mag. Sorry.


    Interessant ist jedoch, dass ich sofort, wenn ich irgendwen kennenlerne, wieder aus dem Tritt komme und mir tausend Gedanken um ungelegte Eier mache. Da habt ihr durchaus Recht. Ich fange im privaten Bereich sofort wieder an zu "drehen". Das war früher nicht so. Mag auch an dieser absolut beschissenen Isolation liegen. Ich BIN einfach kein Mensch, der ohne Kontakte zu anderen so etwas wie "zufrieden" oder gar "glücklich" ist. Und in diese Richtung KANN ich mich auch nicht selbst erziehen. Das ist meines Erachtens aber "Typsache".

    Also ich denke, es ist schon schwierig, den für sich passenden Partner zu finden, wenn man selbst ne gewisse Vergangenheit mit ehemaligen Beziehungen und/oder Ehen hat. Ich selber habe mich nach meiner letzten Trennung dann nur noch um mich selbst gekümmert, versucht zu mir selbst zu finden usw. Habe mich in Selbstliebe geübt bzw. damit beschäftigt und vor allem habe ich durch die letzte Beziehung gelernt, dass man von seinem Partner nichts erwarten sollte. Sonst wird man womöglich enttäuscht. Diese Haltung habe ich mittlerweile eingenommen, vom Gegenüber nichts zu erwarten, was ich meine, wie er laut meiner Vorstellung handeln solle... Ich denke mittlerweile, wenn man sich nicht selbst lieben kann, also sich selbst mit seinen Stärken und Schwächen, zu akzeptieren, dann kann man nur schwer jemand anderen lieben. Das mit der Selbstliebe sehe ich jetzt auch daran, dass ich mir aufgrund der Gastritis jetzt sehr viel Ruhe gönne. Tja, dann bleibt jetzt das Fernstudium mal auf der Strecke und ich komme nicht voran. Na und? Irgendwann werde ich das alles schon aufholen wieder usw. Was einen neuen Partner betrifft, denke ich bei mir selbst auch, dass es schwierig ist, dass mich ein Mann so akzeptiert wie ich bin, mit all meinen Vorerkrankungen (sind nicht grad wenige), mein Sohn mit ADHS, mein Trauma mit Ex-Mann usw. Ich denke, nicht jeder Mann macht sowas bereitwillig mit. Nur jemand, der es wirklich ernst mit einem meint!

    Gar keine Erwartungen empfinde ich als "kompliziert". Natürlich hat man Erwartungen an den anderen. Wir haben es in Wünsche, Erwartungen und Ansprüche gegliedert.


    Ansprüche sind fix, absolute No-gos. Für mich gehört beispielsweise Fremdgehen dazu. Da war und ist bei mir sofort Feierabend. Ich "teile" nicht und mag auch mich selbst nicht "aufteilen" - Punkt. Eben weil ich der Auffassung bin, dass in eine "heile", funktionierende Beziehung kein Dritter "eindringen" kann. Die Ausnahme sind "offene" Beziehungen. Ob man das möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden. "Meins " ist es nicht.

    Wünsche sind das, was man sich eigentlich wünscht, aber verhältnismäßig flexibel "verhandelbar" ist. Der berühmt-berüchtigte "Tanzkurs" gehört z.B. in diese Kategorie. Es ist kein "Muss", wäre aber schön.

    Erwartungen liegen irgendwo dazwischen. So erwarte ich z.B. Ehrlichkeit und werde knurrig, wenn ich merke, dass ich angelogen werde. Das ist aber je nachdem kein sofortiger Trennungsgrund. Blödes Beispiel - aber mir fällt gerade kein Besseres ein.


    Mein Noch hat immer davon gesprochen, er habe keine "Erwartungen" mehr. Auf solche Aussagen reagiere ich mittlerweile etwas allergisch.;)

    Aber Maumau, eben WEIL du jetzt so große, weitreichende Entscheidungen treffen musst, ist dann jetzt wirklich der richtige Zeitpunkt, dich mit Onlinedating und sonstiger Partnersuche aufzureiben? Solltest du dann nicht deinen Fokus in diesen drei Monaten genau darauf legen, dich zu entscheiden, wo du den Rest deines Lebens verbringen wirst? Wenn es dich "ans andere Ende der Welt" verschlägt, was willst du denn dann mit einem Partner, der hier verwurzelt ist und dich womöglich wieder in deinen Entscheidungen einschränkt?


    Und... Wie aussichtsreich ist es, einen "richtigen" Partner zu finden, wenn du einen anderen Mann als "große Liebe" bezeichnest? Wenn dein Herz nicht frei ist, wie möchtest du dann einen Partner finden, der dir sein Herz voll und ganz schenkt?

    Ach Quatsch... meine "große Liebe" war Anfang der 90er - sagt ihr sowas nie?! Hattet ihr sowas nicht? Da liegen zwei langjährige Ehen dazwischen und das sagt doch eigentlich alles?! Es ist lange her. Ich kann es auch in "Jugendliebe" oder was auch immer ändern :rolleyes:. Da ist rein gar nichts mehr und wird auch nie wieder was sein. Und ist auch gut und richtig so. Seit vielen Jahren.


    Edit: Ich persönlich finde es nicht "schlimm", wenn man zu seinen Ex-Partnern noch oder wieder Kontakt hat - im Gegenteil! Die Grenzen müssen halt klar sein. Ich werde eher misstrauisch, wenn man auch nach Jahren immer noch aufeinander eindrischt und sich gegenseitig fertigmacht.


    Abgesehen davon habe ich noch nie kapiert, warum immer wieder mit zweierlei Maß gemessen wird. Und auch das macht mich irgendwie ziemlich wütend, sorry. Beim Vater meiner Kinder war es vollkommen okay, dass er direktamente von der Ehe in die Folgebeziehung gegangen ist. Das "Aufräumen" hat er mir überlassen. :rolleyes: Meines Erachtens ist es viel wichtiger, dass man ein paar Dinge kapiert hat und dann zumindest versucht, diese auch umzusetzen. Sonst fällt man immer wieder auf seine eigenen, z.T. uralten "Muster" rein. Mir fällt da nicht nur mein Ex ein. Ich war nach jeder Beziehung (und genau genommen waren es vier - zwei hielten ungefähr 2-3 Jahre, die erste Ehe 14 und die zweite 7 Jahre) ziemlich lange Single und ganz ehrlich: diese Zeiten waren zwar "spannend" und "interessant", schön ist aber was anderes - zumindest in meiner Wahrnehmung. Übrigens: auf online-Portalen kann man auch einfach so Menschen kennenlernen - ohne dass man gleich den Volltreffer erwischt. Und das habe ich genau so auch weiter oben geschrieben:

    Zitat

    Ich bin wie gesagt seit längerem auf einer Singleseite angemeldet - auch, um Menschen kennenzulernen, mit denen man einfach ganz normal etwas unternehmen kann. Es muss für mich gar nicht unbedingt in Richtung "Beziehung" hinauslaufen - wobei das natürlich der "Hauptgewinn" wäre. Aber nach dieser letzten Erfahrung im Dezember / Januar habe ich mich die letzten 8 Wochen erst mal unsichtbar geschaltet. Ich mag einfach nicht mehr. Verbrannte Erde. Mir tun solche "Kontakte" nicht gut.

    Warum kommt das jetzt schon wieder so rüber, als ob ich "ohne" nicht "könnte"???

    Ich habe äußerst schlechte Erfahrungen damit gemacht, Verantwortung abzugeben. Weißt du... ich war nicht immer so hin- und hergerissen, so "gebeutelt" wie in den letzten 1,5 - 2 Jahren. Eigentlich wusste ich immer ziemlich genau, was ich wollte und habe das auch durchgezogen - früher oder später.


    Bei sich selbst ankommen heißt für mich, dass ich meine Stärken wie auch meine Schwächen sehr genau kenne - und eben nicht wegschaue.

    Jaycee, erst mal Danke für deine Rückmeldung. Teils hast du Recht, teils sind da Dinge durcheinander gekommen.


    Der Zusammenbruch kam Anfang Februar 2020. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt beruflich irre viel im die Ohren. Beruflich wäre das für mich aber kein Problem gewesen, ich kann arbeiten, bin auf der Arbeit strukturiert und habe "ein Händchen" dafür, wie man schwierige Situationen entschärft. Abgesehen davon macht mir die Arbeit Spaß. Ich gehe da schon ziemlich drin auf und hatte eigentlich immer gute bis sehr gute Rückmeldungen.


    Die Probleme hatte ich daheim. Der Umbau, die absolute Unfähigkeit meines Noch-Mannes, seine "Baustellen" anzugehen ("Maumau macht ja, die kann das auch...") gipfelten darin, dass ich für mich Mitte 2019 feststellte, dass ich an meinen absoluten Grenzen war und mich von ihm trennen wollte. Daraufhin drohte er mit Suizid, er drohte nicht nur, er war im Prinzip dabei, diesen Suizid umzusetzen. Weil ich wusste, dass ich das nicht stemmen konnte, habe ich ihn an diesem Abend in die Psychiatrie gebracht. Eine Woche später versprach er mir das blaue vom Himmel und ich ging darauf ein. Das war der erste "richtige" Fehler.


    5 Wochen später starb mein Hund. Im Nachhinein war das der Wendepunkt, ab dem es abwärts ging. Ich habe es nur nicht erkannt.


    Es folgten haufenweise massivst schwierige private Situationen, die mich weit über meine Grenzen brachten. Normalerweise weiß ich durchaus, wo es lang geht und was ich "will", im Herbst 2019 war ich jedoch bereits so kaputt, "geschwächt", dass ich das nicht mehr "gesehen" / "erkannt" habe - was ebenfalls völlig untypisch für mich ist.


    Der Zusammenbruch kündigte sich bereits im Herbst 2019 an. Aber wie das so ist - man macht ja weiter. Ich bin damals mit einer guten Freundin nach Italien gefahren und erinnere mich noch, dass ich, als wir angekommen waren (ich bin gefahren) körperlich so fertig war, dass ich nicht aus dem Auto aussteigen konnte, sondern einfach noch eine halbe Stunde sitzen geblieben bin. Die 5 Tage Italien bewirkten jedoch eine kurzfristige Regeneration, es war ein kurzzeitiges Luft holen, so dass ich danach wieder weitermachen konnte. Das war der zweite "richtige" Fehler.


    Kurz vor Weihnachten ging mein Auto kaputt und stand 3 Wochen lang in der Werkstatt. Ich hätte mir sonst Auto, Wohnwagen und je nach Gusto auch meine Kinder mitgenommen und wäre "abgehauen". Das ging aber nicht und war der 3. Fehler.


    Ende Januar kam dann die Trennung. Es folgte eine "Kurzbeziehung", ich bin quasi "abgehauen", auch durch Corona bedingt. In Kurzfassung: danach kam der richtige Zusammenbruch mit allem drum und dran. Ich konnte nicht mehr "denken". Auch das war völlig neu - denken konnte ich vorher immer. 4 Monate Klinikaufenthalt in einer psychosomatischen Fachklinik (keine Psychiatrie - die ist für die "harten" Fälle, ich aber hatte lediglich einen satten Burnout mit privaten Ursachen). In der pschosomatischen Fachklinik wurde mir klar, dass ich - weil ich es mir selbst WERT bin - nicht zurück in mein Haus ziehen kann und darf. Dann wären die ganzen Spielchen von vorne losgegangen. Also habe ich mir ad hoc eine Wohnung gesucht, die mir zunächst erst mal gut gefiel - für den Übergang.


    Im Spätsommer habe ich jemanden kennengelernt, letztendlich lief es auf einen One-night-stand hinaus - was jedoch überhaupt nicht mein "Ding" ist. Ich brauche was "anderes". Das war der nächste Fehler und bewirkte einen Rückschritt. Ich hätte das nicht tun sollen.

    Edit: Eine "Geschichte" habe ich gerade unterschlagen - was zeigt, wie "unwichtig" das für mich letztendlich war und ist. ich wurde Mitte Dezember über ein Internetportal angeschrieben und habe geantwortet. Es folgte ein wochenlanges, schriftliches Hin und Her, persönlich getroffen haben wir uns coronabedingt nie (heute bin ich froh darüber!), aber wir haben durchaus ein paar Mal telefoniert.


    zweites Edit: Mein erster Therapeut in der Psychosomatik (es kam urlaubsbedingt LEIDER!!! zu einem Wechsel), war der erste Mensch, durch den ich tatsächlich so etwas wie "verstanden" habe, wie ich "ticke". Er war grandios. Von ihm kam auch der Spruch, dass ich nicht irgendeine besondere therapeutische "Richtung" brauche, sondern einen "Menschen", dem ich VERTRAUE, auf den ich mich im Rahmen der therapeutischen Beziehung verlasse, bei dem ich auch "loslassen" kann.

    Dieser Therapeut - dem ich voll und ganz vertraut habe - meinte, ich könne bzw. solle mich ruhig "umschauen", mich aber sofort und selbst schützend zurückziehen, wenn ich merke, das Ganze wird für mich "heikel".


    Mitte November bin ich über Wiedereingliederung wieder in meinen Beruf eingestiegen. Er macht mir Freude, ich bin da "wirksam", bekomme durchaus positive Rückmeldungen. Dieser Beruf ist einfach "meins" - auch wenn es gerade aktuell alles andere als "Routine" ist.


    Das, was momentan ansteht, ist folgendes:


    - Die Wiedereingliederung gut durchziehen - läuft. Mein Beruf macht mir Spaß, ich habe Freude dran. Aber mein Beruf war auch nie das "Problem".

    - Hausverkauf - und das zu meinem möglichst guten Preis. Wir sind mittlerweile bereits bei rund 150.000 € mehr als am Anfang. Die Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Ich habe jetzt nur 2 Wochen "pausiert", weil meine Schwiegermutter plötzlich und unerwartet verstorben ist. Aber das geht ab der kommenden Woche weiter.

    - An der Baustelle "Herkunftsfamilie" kann ich nichts mehr machen - der Zug ist abgefahren. Ich habe seit knapp 1 Jahr keinen Kontakt mehr - und das ist für mich auch okay so. Ich habe mich innerlich bereits verabschiedet. Sollte sich meine Mutter und / oder mein Bruder melden, werde ich fahren.

    Meine "Familiengeschichte" ist im Wesentlichen "abgefrühstückt". Es ist nur sozusagen in mit noch nicht wirklich "Friede" eingekehrt. Das wird jedoch vermutlich erst dann der Fall sein können, wenn ich mir irgendwo "angekommen" fühle. Im Moment bin ich "gefühlt" auf der Durchreise.


    und... mir zu überlegen, was ich mit der mir verbleibenden "Lebenszeit" anfange. Was will ich, was brauche ich, wo will ich hin? Und das ist an sich die momentan definitiv schwierigste Frage in meinem Leben. Es geht JETZT darum, die Weichen zu stellen. Das, was aktuell ist, ist nur eine Übergangszeit. und da gibt es mehrere Optionen:


    a) ich bleibe hier in Deutschland und versuche - sofern sich nicht noch was anderes ergibt - wieder zurück nach NRW.

    b) ich gehe erst mal zurück nach NRW und lasse mir noch 1 Jahr Zeit mit der Frage, ob ich irgendwo auf dieser Erde noch einmal komplett neu anfange. Aber ich habe nicht mehr allzuviel Zeit für diese Entscheidung. Ich werde nicht jünger und es gibt Altersgrenzen.

    c) ich mache mir meinen jahrzehntelangen Traum war (eigentlich seitdem ich 16 war) und GEHE. Da gibt es zwei Optionen: die USA oder tatsächlich Neuseeland.


    Diese Entscheidung muss ich JETZT, in den kommenden 3 Monaten treffen. Und genau diese Entscheidung fällt mir wahnsinnig schwer - eben weil mir (noch) nicht klar ist, was "richtig" und was "falsch" ist. Fakt ist: ich möchte irgendwann einmal in nicht allzuferner Zeit irgendwo "ankommen".


    Alles andere wird sich finden. Früher oder später. So sehe ich das momentan.

    Dieses mit sich selbst beschäftigen... hatte ich 2020 reichlich. Ich bin mir nach wie vor nicht sicher, ob es mir wirklich so sehr "geholfen" hat. Mittlerweile stehe ich auf dem Standpunkt "schlafende Wölfe soll man nicht wecken".


    Mein Elternthema war etwas, wo ich nie drangehen wollte. Ich habe mich da lange geweigert. Und wenn ich EINS im Jahr 2020 gelernt habe: Traumata sollte man niemals aufreißen, wenn sie nicht von selbst massiv "anklopfen". Man sollte sie ruhen lassen. Es besteht die Gefahr, dass es zu einer Büchse der Pandora kommt und man das Ganze nicht mehr dicht kriegt.


    Diese Geschichte mit der Kindheit (was da bei mir war) habe ich kapiert. Sie darf nun wieder ruhen. Genauso verhält es sich mit den beiden Ehen. Das ist "abgefrühstückt". Momentan klappt es noch ab und zu mal auf. Aber es ist im rl definitiv nicht so, dass ich keine anderen Themen als meine Kindheit oder die Ehen habe. Gestern war dieser ganze Komplex kein Thema. Im RL spreche ich da eigentlich gar nicht drüber. Gleiches gilt für meine Zeit als junge Erwachsene. Die Vergangenheit ist tot, unveränderbar und sie wird auch nicht wieder lebendig, wenn man drüber spricht. Im Gegenteil, es reißt eher auf.


    Erst mal danke euch allen für euren input, ich hab ne Menge Dinge die ich durchgrübeln werde! :)

    Das sind alles Dinge, die ich mache... ich hab 2020 bewusst Rituale im Alltag eingebaut. Strukturen, die Halt geben. Das Kochen, Backen, Stricken, Ordnungsstrukturen und Systeme anz bewusst, quasi "achtsam" einzuhalten.


    Mag sein, dass auch die Corona-Einschränkungen da momentan eine Rolle spielen. Diese Nummer mit der Ausgangssperre hier hat mich völlig aus der Fassung gebracht. Es wäre durchaus "hilfreich", wenn ich mich mal wieder so richtig beim Schwimmen austoben könnte. In die Sauna oder sich zum essen gehen treffen. Einfach mal rauszukommen. Mir fehlt das wirklich!

    Danke Kaj!


    Das sind genau die zentralen Fragen, die ich mir seit Monaten stelle, und mit denen ich bisher gefühlt keinen einzigen Schritt weitergekommen bin.


    Was will ich und wo will ich hin?


    Ich weiß es nicht! Ich würd sonstwas dafür geben, es endlich mal zu wissen! Und es nervt mich selbst unendlich, dass ich das ganz einfach nicht weiß. Nur, dass ich es so, wie es aktuell ist, einfach sch... finde.


    Die einzige Konstante aktuell ist mein Beruf.


    Stille, Bewegungslosigkeit war noch nie "meins". Zur Ruhe bin ich gekommen, wenn ich mich bewegen konnte. Klassisch adhs ;). Ich vermute, dass auch das ein Teil meiner Unruhe ist. Und das ist die physische Kiste, da bin ich dran.


    Früher konnte ich entspannen, abschalten, wenn ich im Garten gebuddelt habe. Oder mit meinem Hund im Wald unterwegs war, mich mit ihm an den entsprechenden Stellen hingehockt und auf Rehwild gewartet habe. Beides gibt's und geht momentan nicht. Und das ist das, was 2019/20 mit dem Tod meines Hundes und dem Auszug aus dem Haus weggebrochen ist. Ich weiß noch, wie ich damals Anfang Februar meiner Freundin gesagt habe, dass ich mich "haltlos", wie im freien Fall fühle.


    Ich falle nicht mehr. Es gibt Ideen, in welche Richtung es gehen könnte. Aber schlussendlich habe ich nach wie vor keine Ahnung, höchstens Ideen... es fehlt der "Pol", die Peilung sozusagen.


    Und auch das war 2010 und 2014 anders. 2010 hatte ich mein Haus, meine "Fluchtburg", mein Zuhause. Die Kinder waren klein, es war klar, wie es weitergeht. 2014 der Bodensee - das war wirklich der Wunsch / die Hoffnung, an diesem Ort "anzukommen" und mit diesem Mann alt zu werden. Aus heutiger Sicht ein Trugschluss und definitiv eine falsche Entscheidung, aber damals wusste ich es nicht besser.


    Es ist tatsächlich die Frage, was will ich und wo will ich hin?


    Tut mir ehrlich leid, wenn es anstrengend rüberkommt... ja, es ist anstrengend. Aber die Rückmeldung ist trotzdem gut!

    Ganz ehrlich? Wenn „ich kann alleine, aber schöner wär zu zweit“ ein maßgebliches Kriterium für bescheuert sein ist, dann ist der überwiegende Teil der Menschheit restlos bescheuert, viele hier angemeldete eingeschlossen, mich z.B. ;)


    Natürlich kannst du alleine. Jede/r *kann* theoretisch alleine, aber alleine können und alleine wollen sind zwei Paar Schuhe und mit einem *passenden* Partner ist Partnerschaft physisch und psychisch langfristig bestimmt die gesündere Option, da gibt‘s ja nun Studien zu und dass der Mensch von Hause aus kein Einzelgänger ist, wissen wir ja auch nicht erst seit gestern. Aber ich als klassisches Einzelkind und mit Vollzeitjob und Kind kann jetzt auch nicht behaupten, dass ich weinend und flehend auf den Burgzinnen stehe und melodramatisch mit irgendeinem Disney-Song meinen Retter auf dem weißen Streitross herbei singe. Wenn zufällig einer vorbei geritten käme, der nett zu sein scheint, ok, aber mit der aktiven Suche und dem zufrieden geben mit irgendeinem verzogenen Prinzlein (oder einfach nur jemandem, der ganz ohne negative Wertung nur einfach nicht zu mir passt) bin ich nach ein paar ergebnislosen Versuchen (s.o.) erstmal durch. Dass du das ähnlich siehst, wundert mich so gar nicht, ich würde eher denken, dass die Mehrheit der Singles zumindest z.T. ähnlich gestrickt ist. Wundern tut es mich eher, dass du denkst bzw dass dein Umfeld dir das Gefühl vermittelt, diese Denkweise sei irgendwie schräg oder fehlerhaft. Da würde ich mir eher mal Gedanken darüber machen, mit was für Leuten du da so Umgang pflegst und inwieweit die ihre eigenen Baustellen ggf auf dich projizieren :/

    Danke!:*


    zu rot: Nein, GANZ GANZ sicher nicht!!!!!!! :D:D:D:D:D Herrlich formuliert, superklasse, danke dir hierfür!!!

    @ gutes team: danke dir für deine Worte, ich habe das Gefühl, du verstehst, was ich meine.:)


    Alltag war phasenweise schon und durchaus problematisch, aber eher organisatorisch. Ich hatte zu viele Termine, zu viel um die Ohren und das alles zu koordinieren und evrnünftig auf die Reihe zu bekommen, war nicht immer ganz einfach. Es ist mir - gebe ich zu - auch nicht immer gelungen. Die außerfamiliäre Kinderbetreuung war damals noch nicht so wie heute bzw. wie sie vor dem Lockdown und den Schulschließungen war. Eine "Notbetreuung" hätte es damals nicht gegeben. Davon mal ganz abgesehen: meinen Kindern ging es definitiv daheim besser. Wenn sie zeitlich betrachtet zu lange in der Schule und anschließend im Hort waren, hat ihnen das nicht gut getan.


    Alltag für mich war abgesehen von der Dreifachbelastung Kinder, Haushalt, Beruf machbar und in Ordnung. Ich hatte halt keine Zeit für mich, bin über die Jahre hinweg zu kurz gekommen. Aber ich wusste ja, dass es mit zunehmendem Alter und zunehmender Selbstständigkeit der Kinder auch wieder einfacher wird. Damit habe ich mich selbst getröstet.


    Wirklich betroffen gemacht hat mich die Aussage von jemandem, der mir letztes Jahr noch glaubhaft versicherte, er könne nicht nachvollziehen, dass ein Single-Leben tatsächlich so viel angenehmer und schöner sei als "zu zweit", die Leute, die dies behaupten, würden eher sich selbst anlügen, mir nun erklärt hat, "alleine" und nur noch für sich selbst verantwortlich zu sein, sei viel angenehmer, unkomplizierter. Das hat mich ziemlich "zerrupft", "enttäuscht" und auch mir irgendwie tatsächlich sehr weh getan. Aber vielleicht ist das genau der "Graben", den ich brauche, um loszulassen. Denn das ist eine Sichtweise, die ich - sorry - nicht teilen kann und auch nicht teilen will.

    Könnt ihr mir wahrscheinlich gar nicht beantworten...


    Ich habe mich in den letzten Monaten immer wieder gefragt, WAS mit mir nicht stimmt. Wo der Fehler im System ist.


    Fakt ist: Ich komme alleine klar. Wirklich "brauchen" tue ich niemanden. Auch verlasse ich mich am liebsten auf mich selbst und ich weiß, dass ich mich am besten auf mich selbst verlassen kann. Wenn es wirklich hart auf hart kam in meinem Leben, war ich stets gezwungen, alleine "aufzuräumen". Da war niemand.


    Tatsache ist: meine Eltern haben ganz große Scheixxe gebaut. Ich war NICHT daran schuld. Aber es hat auch mich sehr stark betroffen. Ich hatte über jahre Hinweg die Verantwortung für verschiedenste Dinge, damit sie ihren und den Kopf meines Bruders über Wasser halten konnten. Dieses Gefühl, den eigenen Eltern, der eigenen Herkunftsfamilie verpflichtet zu sein (immerhin hat mich meine Mutter geboren, ohne sie gäbe es mich nicht), wurde mit zum Teil massivstem Druck verstärkt. Gleichzeitig wurde enormer Druck ausgeübt, dass ich finanziell von ihnen unabhängig bin. Für meinen Bruder galten komplett andere Regeln. Ich hatte während meines gesamten Studiums stets mindestens 2-3 Nebenjobs. Und es gab diverse "familiäre Aufgaben, die ich übernehmen musste und auch übernommen habe. Ich "durfte" nicht mein eigenes Leben leben. Da ist meine Mutter "dazwischengegangen", als ich 21 jahre alt war. Es ist etwas, was ich hier öffentlich niemals erzählen werde. Ich kann auch überhaupt erst seit Mitte 2020 darüber sprechen... Aber ich habe alte Texte, Tagebucheinträge wiedergefunden, die zeigen, WIE STARK ich auch Jahre danach noch damals heimlich für mich getrauert habe.

    Nichtsdestotrotz bin ich davon überzeugt, dass sie wirklich das Beste für mich wollte und dass sie das, was sie damals getan hat bzw. was sie verhindert hat, nicht böse gemeint hat. Sie konnte einfach nicht anders. Es ist also verzeihbar und irgendwie habe ich ihr "für mich" - alleine, ohne Aussprache - auch verziehen. Ich mag sie nur nicht sehen, wenn sie das nicht möchte. Und ich werde nicht von mir aus zu ihr fahren. Dann hätte ich für mich erneut das Gefühl, ich würde mich selbst "verlieren". So aber ist es in Ordnung.


    2020 wurde mir immer wieder erklärt, man habe den Eindruck, ich könne nicht "alleine". Was völliger Blödsinn ist. Das kann ich sehr wohl. Es fällt mir zugegebenerweise schwer, Verantwortung - gerade auch für mich selbst - abzugeben. Es hat für mich eine gewisse "Schutzfunktion", damit ich die Dinge, die ich als junge Erwachsene erlebt habe, nie wieder erleben muss. Ich habe immer die Fäden lieber selbst in der Hand gehabt. Und habe auch Dinge für meinen Noch-Mann geregelt. Ich kann das... es ist für mich kein Thema, ich helfe gerne, sofern ich kann. Absolute Parallele zu meinen Eltern.


    Aber auch mein Noch-Mann hat massivsten, einen wirklich irrsinnigen Druck ausgeübt. Anfang 2020 war ich so fertig, dass ich die Fäden nicht mehr halten konnte, sie sind mir einfach aus der Hand gerutscht. Ich bin zusammen gebrochen. Und dann kam da jemand, der meinte "Ich helfe dir. Zusammen schaffen wir das. Ich weiß, wie das geht und wie du da herauskommst." Ich habe - so ziemlich zum ersten Mal in meinem Leben - die Verantwortung abgegeben, mich auf den anderen verlassen. Das war fatal. Ich habe damit auch mich selbst "verlassen", in dessen Folge ich dann tatsächlich "verlassen" war. Das widerum führte direktamente in meinen eigenen Lockdown - wo ich dann wochenlang überhaupt nicht mehr wusste, wer ich eigentlich bin.


    Da habe ich mich 2020 rausgearbeitet. Ich bin schon lange wieder "bei mir selbst"...


    Aber: obwohl ich das alles "handeln" kann, ich habe keine Probleme, z.B. den Wohnwagen alleine zu fahren, auf- und abzubauen, einzuparken etc. und obwohl es okay ist und ich es "aushalten" kann, alleine unterwegs zu sein, finde ich es definitiv NICHT schön. Es macht mir nicht wirklich "Spaß", abends alleine vor dem Hänger zu sitzen und was zu trinken. Man muss nicht immer reden, man kann auch einfach mal still sein - aber schöner finde ich es, wenn jemand da ist. Ich fühle mich in Gesellschaft deutlich wohler.


    Dies kam aber immer so an, als "könne" ich nicht alleine. Und mir wurde immer wieder geraten, Dinge auch mal "alleine" zu machen :rolleyes:. Ich müsse das "lernen". Ich würde andere mit meinem Bedürfnis nach Gesellschaft überfordern.


    Dass dies auch Menschen von sich geben, dass Menschen mir dies raten, die noch nie in ihrem Leben überhaupt mal wirklich "alleine" waren, die immer irgendwen und seien es die Eltern, Geschwister, Verwandte oder auch Partner als Unterstützung hatten, macht mich mittlerweile richtig, richtig wütend. Weil gerade diese Menschen überhaupt keine Ahnung haben, wie es ist, wenn man wirklich "alleine" ist. Sie waren nie "alleine". Ich aber, die es an sich gar nicht anders kennt, die mit kleinen Fitzelchen an Brotkrümchen stets schon "zufrieden" war (siehe die beiden Ehen), soll das "lernen"? Sorry, aber das passt nicht.


    Und dann telefoniere ich mit einem Menschen, für den es völlig selbstverständlich und absolut in Ordnung ist, wenn man sagt "Mir macht "alleine" nicht so viel Spaß, es ist okay, es ist in Ordnung, ich komme klar, aber eigentlich hätte ich es schon irgendwie gerne anders." Und der sagt: "Ja, ich verstehe das, mir geht es ähnlich. Und das ist doch auch völlig normal, dass vieles zu zweit schöner ist." Einfach diese Aussage, dass das tatsächlich sagt und zugibt: "Da fehlt was, da fehlt jemand." Und zwar nicht in dem Sinne, dass man sich sofort den Nächstbesten sucht. Da fehlt jemand "Besonderes".


    Die Leute, die ich kenne, leben Familie, leben Partnerschaft, die allermeisten seit vielen Jahren. Aber genau diese Menschen äußern sich mir gegenüber, dass alleine doch viel schöner sei. Sie fragen sich, warum ich das nicht so empfinde und ob ich denn wirklich mal über einen längeren Zeitraum Single gewesen sei. Dass ich diese Lebensform mal "entdecken" solle. Und wenn ich dann erkläre, ja, war ich, mehrfach, ich bin nie (bis auf dieses eine Mal Anfang 2020) direkt von einer Beziehung in die nächste gegangen und hatte auch nie zwei Sachen parallel am Laufen, und nein, ich fand es auch damals schon nicht sonderlich schön, kommt ungläubiges Staunen. Echt????? Warst du wirklich mal über einen längeren Zeitraum Single???? Ja, war ich.:rolleyes:


    Und eben weil ich das nicht mehr hören kann und mir antun mag, habe ich in den letzten Wochen mächtig "aufgeräumt".


    Vielleicht bin ich ja doch nicht so bekloppt, so "unnormal", wie ich die letzten Monate immer dachte. Es gibt Männer und Frauen, die eine besch... laufende Ehe aushalten, sich nicht lösen, sich nicht trennen, weil sie "alleine" gar nicht könnten. Das kann ich aber sehr wohl. Als mir der Vater unserer gemeinsamen Kinder einen solchen "Deal" anbot, habe ich mich getrennt und damit die Ehe beendet. Vielleicht bin ich ja doch nicht so bekloppt, so "falsch", wie ich die letzten Monate immer fürchtete. Vielleicht ist es für viele ja tatsächlich "normal" und völlig in Ordnung, dass vom Grundsatz her "zu zweit" schöner ist als "alleine"?!

    Nun hat mir vergangenes Wochenende erneut jemand erklärt, auch er wolle nun keinerlei Bindung / Beziehung mehr, er "tauge" nicht mehr dazu. Bindung / Beziehung mache das Leben kompliziert. Soweit so gut - es ist "seins".


    Im Prinzip habe ich 2020 und bis heute also zwei- (drei)mal Vergleichbares erlebt. Und damit komme ich nicht, und zwar in keinster Weise, klar.


    Ich finde diese Haltung des "ich mag nicht mehr" absolut "schrecklich", furchtbar, konnte aber bis gestern Abend aber gar nicht so genau benennen, warum es MICH so "angreift", wenn ein Mann so denkt und fühlt, sich aber dennoch widersprüchlich verhält. Denn eigentlich ist es "seins", es ist nicht mein Problem. Wenn jemand diese Haltung / Einstellung hat: bitteschön, soll er, soll er damit glücklich sein bzw. werden. Ich "muss" niemanden mehr von Gegenteil "überzeugen", brauche ich nicht, kostet mich lediglich eine wahnsinnige Kraft, Energie, möglicherweise auch Einsatz - mit ungewissem Ausgang. Und das ist dann auch nicht mehr die "Augenhöhe", die ich mir eigentlich wünsche.


    Freitag Vormittag habe ich in der Sonne auf einer Bank gesessen und ziemlich spontan aus dem Bauch heraus mein Profil auf der Kontaktseite wieder sichtbar geschaltet. Und unter "zu mir" reingeschrieben, dass ich zwar nicht "suche", es aber dennoch schön wäre, wenn man sich irgendwie "finden" könnte. Und das sehe ich auch tatsächlich so.


    Sinngemäß: Dass ich mir tatsächlich diesen einen "Lieblingsmenschen" wünsche, mit dem ich und der mit mir durch dick und dünn geht, mit dem man Pferde stehlen kann, bisher nicht dauerhaft "gefunden" habe. Respekt, Achtung, Ehrlichkeit, Wertschätzung. Und der mir BITTE auch nicht NACH einer gewissen Zeit erklärt, er wolle ganz grundsätzlich eigentlich keine Beziehung mehr, er sei mit seinem Leben genau so, wie es ist, gut ausgelastet und zufrieden, es sei so herrlich "unkompliziert". Der lediglich eine Affaire oder maximal eine "Freundschaft plus" wolle und als solche könne man diese Verbindung auch gerne weiterführen. Wenn überhaupt, dann würde ich was "Ernstes" "suchen".


    Ich habe daraufhin seit Freitag Mittag einige Zuschriften bekommen. Natürlich waren dort auch die üblichen "Kannst du dir vorstellen, was miteinander anzufangen, bis wir beide was "Richtiges" gefunden haben?" dabei. <X<X<X Nein, kann ich mir definitiv nicht vorstellen.:thumbdown::rolleyes:

    Es kamen mehrere "Hey, Maumau, du hast ein unglaubliches Lächeln und tolle Augen, würde mich freuen, wenn du mal zurückschreiben würdest", o.ä.

    Und dann kam eine Nachricht von einem Mann, der sich mein Profil tatsächlich auch durchgelesen hat und auf das, was ich dort hineingeschrieben habe, eingegangen ist. Ihm habe ich geantwortet. Gestern Abend haben wir 3,5 Stunden 8| lang telefoniert. Auch er hat eine "Geschichte". Ich finde das nicht "schlimm". Ab einem gewissen Alter ist man einfach nicht mehr "druckfrisch" oder "flammneu", jeder hat seine (pech)schwarzen Momente erlebt. Das ist das Leben, es ist nicht immer alles eitel Sonnenschein.


    Verbrannte Erde. Dieses "verbrannte Erde" kam von ihm, obwohl ich diese Worte auch schon öfters mal in meinem Leben "benutzt" habe. Ich habe das nicht "gebracht". Aber dass man halt manchmal denkt, da sei so viel verbrannte Erde, dass da nie wieder etwas wachsen könne. Dass man kurz davor ist, "aufzugeben". Seine zweite Frau ist gestorben, er ist Witwer. Aber sie ist nicht "alleine" gestorben, er hat sie eben nicht alleine gelassen, er war bis zum Schluss bei ihr. Ich hoffe sehr, es ist nicht zu viel, dass ich das jetzt schreibe. Aber er meinte, dass es manchmal nicht "reicht", einfach zu warten, bis auf der eigenen verbrannten Erde etwas wächst, sondern dass man die verbrannte Erde manchmal auch etwas "aufbereiten" muss. Ehrlich gesagt: das hat mir mächtig imponiert.


    Wir sind so verblieben, dass er mich demnächst mal wieder anruft. Keine Ahnung, ob oder was draus wird, aber dieses eine Telefonat hat mir extrem gut getan. ich hatte endlich mal NICHT die Sorge, "zu viel" werden zu können oder zu sein. Und das alleine schon war es absolut wert.


    Nachtrag: Ich habe irgendwann gesagt, dass ich dieses "Ich mag nicht mehr vertrauen" nie wieder hören möchte. Er meinte dazu, rein vom Grundsatz her könne er solche Worte zwar nachvollziehen, er fände es jedoch dennoch schade / traurig, weil man damit andere von vornherein "verurteilt". SO habe ich das bisher nicht gesehen, aber irgendwie stimmt es auch. Und es deckt sich genau mit dem, was ich darüber denke.

    Guten Morgen!


    Ich bin gerade etwas nachdenklich und hätte gerne ein feedback. Es geht jetzt etwas vom ursprünglichen Thema "Neustart" weg, passt aber m.E. doch irgendwie rein - finde ich. Weil es das Thema weiterführt. Leslie, bitte entschuldige, wenn ich dir dein ursprüngliches Thema jetzt "klaue", ich hoffe, das ist okay.


    Das Stichwort ist "verbrannte Erde".


    Ich bin seit längeren auf einem "Kontaktportal" registriert. Mein Ziel, meine "Intention" war und ist, neue Menschen kennenzulernen. In meinem Freundeskreis im "real life" gibt es eigentlich fast nur Menschen, die seit vielen Jahren "verpartnert" / verheiratet sind und genau das "leben", was ich mir eigentlich wünsche. Natürlich ist auch dort nicht immer "eitel Sonnenschein", aber es sind Ehen, Beziehungen, Verbindungen, die gut "laufen". Respekt, Wertschätzung, Zusammenhalt usw. - und natürlich (und damit sind wir wieder beim "Thema"!) "Liebe" - was auch immer das ist.


    Mir geht es momentan so, dass ich es kaum "aushalte", mich dort bei diesen Leuten aufzuhalten, ich "sehe" dann halt, was mir in meinem Leben tatsächlich fehlt. Bitte nicht falsch verstehen! Ich komme rein "materiell" gut klar. Ich brauche niemanden, der mir meine Finanzen in Ordnung bringt, für mich Wände streicht und tapeziert, Deckenlampen an den Strom anschließt. Und es ist zwar schön, wenn mir jemand in Sachen Auto usw. hilft - aber "können" tue ich das auch alleine. Und erst Recht nicht muss ich bei jemandem "einziehen", weil meine Wohnung mir zu klein ist und / oder auf den Keks geht. Das kann ich alles selbst - dazu brauche ich niemanden!


    Und es ist auch eben nicht so, dass ich jemanden als emotionale Stütze oder "Krücke" brauche, weil ich emotional alleine nicht klarkomme. Ich komme klar. Es ist in Ordnung. Ich kann mich sehr gut selbst beschäftigen, habe meine Hobbies, Dinge, die mir Spaß machen und brauche auch "Luft" und "Raum" für mich. Und im Gegenzug "muss" ich auch meinen Partner nicht "dauerbelagern" und ihm seine "Hobbies" verbieten - ganz im Gegenteil. Im vergangegen Jahr wurde mir nun aber nach der Trennung immer wieder (vor allem von den seit Ewigkeiten "verpartnerten" Leuten) gesagt, ich solle erst mal "bei mir selbst ankommen". Mir wurde gespiegelt, dass dieses Single-Leben doch supertoll sei und ich es bitteschön genießen solle. Männer seien eh Scheisse.


    Und es ist auch tatsächlich so, dass ich letztes Jahr ausschließlich Männer kennengelernt habe, denen ich nicht "reichte". Die mich " auf links" drehen wollten, ODER aber die sich vermutlich in irgendeiner Art und Weise "bedrängt" fühlten, weil ich es für mich als nicht unbedingt "schön" und "befriedigend" empfinde, mal eben so ins Bett zu gehen. Für mich gehörte immer und gehört da nach wie vor "mehr" dazu. U.a. auch deswegen habe ich mich oft gefragt, ob mit mir alles "in Ordnung" ist, ob ich noch alle Tassen im Schrank habe, eben weil ich mir durchaus "mehr" wünsche als eine Affaire oder eine Freundschaft plus. Egal...ich war jedenfalls im vergangenen Jahr nie "richtig".


    Dies hat - neben meiner Ehe - ganz tief verbrannte Erde hinterlassen. Bereits nach meiner ersten Ehe dachte ich, dass auf dieser Erde nie wieder etwas "wachsen" könnte. Aber irgendwann wuchs doch etwas - halt die Beziehung / Verbindung zu meinem Noch-Mann. Es ist nicht so, dass ich meinen Noch-Mann zumindest die ersten Jahre nicht "geliebt" hätte (wobei ich mich immer noch bzw. mittlerweile wirklich frage, was "Liebe" überhaupt ist...). Da gab es durchaus einiges, was uns "verbunden" hat. Nur: er (und wahrscheinlich auch ich) hat sich nach unserem Umzug so stark verändert, dass ich da nicht mehr "mitgekommen" bin. Das, was für mich in den ersten jahren unsere Beziehung so lebens- und auch liebenswert gemacht hat, war "weg". ich finde es bei aller Freiheit auch schön, wenn man etwas hat, was man gerne gemeinsam unternimmt. Bei meinem Noch-Mann war es das Tanzen, das Wandern, gemeinsame Unternehmungen auch mit anderen in einer Gruppe. Das war nach unserem Umzug "weg" und ging auch nicht mehr. Ich wollte das aber "wiederhaben" - ich wusste ja, was wir am Anfang unserer Beziehung gemeinsam hatten. Es wurde aber durch seine finanziellen und gesundheitlichen Themen überlagert - und so habe ich mich im Lauf der Jahre aufgerieben, bis ich nicht mehr konnte und zusammengebrochen bin. Egal. Diese Beziehung ist Geschichte.


    Mitte / Ende 2020 habe ich 2 Männer "kennen"gelernt, alles alleinerziehende Väter mit heftigen Trennungsgeschichten. Sie haben mir jeder für sich und natürlich zeitlich versetzt (ich spreche hier von einem ganzen Jahr!) erklärt, dass sie auf Grund ihrer "schlechten Erfahrungen" keine Beziehung mehr wollen. Sie wollten nicht mehr "vertrauen". Statt dessen könne man ja erst mal sich gepflegt im Bett austoben und anschließend weitersehen. Einmal (im Spätsommer) habe ich mich darauf eingelassen - es war scheisse, sorry. Mir hat das alles andere als gut getan, es hat mich noch weiter "runtergerissen". Die "Signale" waren auch tatsächlich ambivalent. Stundenlange Telefonate, in denen es auch ans "Eingemachte" ging. Gleichzeitig aber immer wieder dieses "Wegdrängen", "Wegschieben, die "Platzverweise". Damit bin ich nicht klargekommen und bin dann wieder ins "Drehen" geraten.


    Oder der Typ, der Mitte Dezember noch vor dem ersten Treffen mir erklärte, er würde - weil ich ja am Telefon so höchst sympathisch rüberkomme - am nächsten Tag "in die Vollen" gehen und freue sich unbändig aufs Küssen und auf den Sxx. Ob ich denn schon mal im Auto... Hääääää???! Daraufhin habe ich das Treffen abgesagt - das war mir dann zu viel.


    Ich bin wie gesagt seit längerem auf einer Singleseite angemeldet - auch, um Menschen kennenzulernen, mit denen man einfach ganz normal etwas unternehmen kann. Es muss für mich gar nicht unbedingt in Richtung "Beziehung" hinauslaufen - wobei das natürlich der "Hauptgewinn" wäre. Aber nach dieser letzten Erfahrung im Dezember / Januar habe ich mich die letzten 8 Wochen erst mal unsichtbar geschaltet. Ich mag einfach nicht mehr. Verbrannte Erde. Mir tun solche "Kontakte" nicht gut.


    Geht gleich weiter...

    Mir wäre das an Stelle deiner Tochter ganz eindeutig zu viel! Es ist nett gemeint, aber du würdest damit signalisieren, dass du nicht bereit bzw. in der Lage bist, die von ihre gesetzten Grenzen zu beachten. Das, was du vermutlich erreichen möchtest, nämlich ihr zu vermitteln, wie wichtig sie und der Kontakt zu ihr dir ist, Wertschätzung, könnte ins krasse Gegenteil umschlagen.


    Sei vorsichtig, behutsam. Weniger ist manchmal mehr.

    Hallo Vollbio,


    du weißt es selbst. Nun musst du dir irgendwie "Stop-Schilder" einbauen, die dich auch zum innehalten bringen.


    Was ich so herauslese... es ist eine sehr vorsichtige, zurückkhaltende Annäherung. Wenn sie dir den kleinen Finger gibt, reiß ihr nicht gleich den ganzen Arm aus.


    Offen, zugewandt, interessiert - aber bitte nicht aufdringlich oder gar übergriffig. Das wird vermutlich eine Gratwanderung für dich werden. Weniger ist manchmal mehr, wenn sie sich überfahren fühlt, kann es sein (so, wie es bei mir jetzt ankommt), dass dieses Treffen eine einmalige Sache wird.


    Freu dich darauf, dass deine Tochter es zulässt, dass ihr euch treffen und eine Stunde spazieren gehen könnt. Aber erwarte nicht sofort das volle Programm. Und auch nicht das halbe... Warte erst mal ab. Schön ist, dass ihr euch überhaupt sehen werdet.


    Alles Gute!

    Es lief bei beiden Kindern absolut (!) stressfrei.


    Unsere Tochter war noch in der Schule, als sie 18 wurde und lebte bei mir. Herr KV hat den durch die Beistandsschaft errechneten Betrag weiterhin (ich bin mir nicht ganz sicher, meine aber...) bis zum Abi auf mein Konto überwiesen. Als unsere Tochter dann ihr Abi hatte und auszog, ging der Unterhalt auf ihr Konto. Seitdem bin ich "raus". Die beiden haben es untereinander geklärt.


    Meine Tochter ist ein "Fuchs". Sie hat von sich aus jeden Monat einen ziemlich hohen Betrag gespart - fand ich echt gut, stolze Mutter :D;). Allerdings hatte sie während ihrer Ausbildung auch eine zieeeeemlich gute Vergütung.


    Als es jetzt für uns beide (Elternteile) bei ihr um den Barunterhalt ging, haben wir uns zu dritt per Videokonferenz zusammengesetzt und gemeinsam verhandelt. Nach ca. 5 -10 Minuten hatten wir eine für uns alle gut machbare Lösung gefunden und konnten zum Tagesgeschehen übergehen.:thumbup:Allerdings: jeder von uns hatte schon vorher gerechnet.


    Herr Sohn hat mit (17?) eine Ausbildung angefangen. Der Unterhalt wurde entsprechend seiner Ausbildungsvergütung angepasst und wird seit seinem 18. Geburtstag auf das Konto meines Sohnes überwiesen. Mein Sohn liefert jeden Monat seinen Anteil für Kost und Logis bei mir ab. Anders geht es momentan leider nicht. :( Aber das ist eine Frage der Zeit...