Ein gefühlter fliegender Wechsel vom Freund setzt mir grad etwas zu. Völlig wertfrei, man kann es sich nicht aussuchen, wann man sich verknallt und er war auch nicht der Trennungsgrund. Der Neue ist das krasse Gegenteil von seinem Vorgänger und ich muss trotzdem aufpassen, dass ich ihn nicht versehentlich mit dem falschen Namen anspreche. 
Beide wollen ausziehen von daheim, was für Azubis nicht so einfach ist, aber nach wenigen Wochen Beziehung eine gemeinsame Wohnung? Da brüllt mein eh schon geplagtes Mutterherz, denn ich sehe sie schon heulend vor der Tür stehen und dann hängt sie neben dem Liebeskummer noch in einem Mietvertrag fest, also wird die kleine Wohnung auf unserem Hof nun fix ausgeräumt und dann können die beiden von mir aus dort das gemeinsame Leben üben.
Ich fürchte eh, dass es sich dann schnell wieder erledigt hat, weil sie schon die ersten Spannungen hatten. Der Neue halt kein Ja-Sager, wie der Ex, aber das ist dann nicht so schlimm, obwohl, ich finde ihn irgendwie schon cool, der ist wenigstens lebendig und ich hoffe, dass er uns noch etwas länger erhalten bleibt. Interessant auch, wie anders sich meine Tochter verhält. Der Neue ist ganz schön frech und sie ungewohnt zahm. Der Ex hätte das nicht überlebt, der arme Kerl hat sich die ganzen Jahre kaum was getraut und nur ihr Wille zählte. Ach Mist, ich muss aufhören zu vergleichen. 