Beiträge von campusmami

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    Was ich noch immer nicht verstehe, ist dass das Jobcenter die Weitergabe des Kindergeldes an dich unterstützt hat.

    Im Wechselmodell wird doch eher eine Ausgleichszahlung von dem der mehr Einkommen hat an den anderen ET berechnet.... Und wenn die Einkommen nicht sehr ähnlich sind, wird da bestimmt kein Kindergeld weitergereicht. So eine Einkommensquelle, die die Bedürftigkeit senkt, wird vom Jobcenter doch bestimmt nicht übersehen...

    Ich kann mich dunkel an Zeiten erinnern, wo das Jobcenter mich mal nach Einkommensnachweisen angefragt hat, als Exilein eine temporäre Bedarfsgemeinschaft beantragt hat. Genauso wie Exceltabellen, wann die Kinder beim Vater waren, selbstverständlich minutengenau:rolleyes2:. Das war nicht mal ein Wechselmodell.... Und ich habe mich mit meinem Anwalt dagegen gewehrt, weder ein "Fahrtenbuch" über meine Kinder zu führen noch Auskunft mein Einkommen zu geben. Ich habe lediglich bestätigt, dass ich das Kindergeld komplett alleine verprasse 8).

    Es gibt Bundesländer beispielsweise Niedersachsen, die keine Lehrmittelfreiheit haben. D. h. man kann die Schulbücher selbst kaufen oder gegen Gebühr ausleihen.

    Aber ich habe nochmal nachrecherchiert: Wenn man alg2 erhält, kann man sich mit entsprechendem Nachweis von der Leihgebühr befreien lassen.

    Ich finde 150 Euro wenig...

    Kind 6 Klasse Gymnasium (also kein Schulwechsel mit neuer Schultasche oder ähnlichem) :

    75 Euro Schulbuchmiete

    19,90 Euro Schließfachmiete

    15 Euro Kopierkostenpauschale

    46 Euro für Arbeitshefte

    10 Euro Klassenkasse

    Mappen, Hefte weiß ich nicht mehr. Umsonst waren die aber nicht.

    Hallenturnschuhe 39,95 Euro (das geht sicher günstiger, macht den Kohl aber auch nicht mehr fett:tuedelue).

    Hallo ihr Lieben,

    es war aus verschiedenen Gründen lange ruhig mich... Es gab so viel zu tun, dass einfach nicht mehr dazu kam hier aktiv mit zu schreiben. Ich hoffe, ihr habt mich nicht vergessen :schwitz.

    Nun hat die treuelose Tomate ein Problem :brille. Ich würde sehr gerne auf eine für mich sehr wichtige Tagung fahren, die nicht unbedingt die Ecke ist. Diese liegt direkt vorm 3. Oktober . Sprich Montag Anreise, Dienstag und Mittwoch Tagung und Donnerstag (3. Oktober) zurück. Kind 1 ist inzwischen 14 und hat am 1. und 2. Wegen einer Lehrerfortbilung schulfrei, Kind 2 ist 10 und müsste zu Hause bleiben und von wem auch immer betreut werden. Das findet Kind 2 richtig doof und lehnt jegliche Betreuungsvorschlag von mir ab. Habe ich eine realistische Chance eine Schulbefreiung für Kind 2 zu bekommen? Wie gehe ich das am besten an? Funktioniert die Argumentation, dass die Betreuung zu Hause nicht gesichert werden kann? Hat jemand Erfahrung mit sowas?

    Na super, wieder etwas wovon ich nix hab. Zur Schule geht mein Keiner noch nicht und Wohngeld bekomm ich nicht, da ich 35,73€ zu viel verdiene. Klasse...

    Na ja, ich denke Sozialpolitik kann man nur schwerlich daran messen, ob man selbst etwas davon hat....

    Ich finde die Bereitstellung von Lehrmaterialien in dem Umfang, wie er auch anfällt gut und richtig. Letztendlich ist doch Bildung der effektivste Weg, soziale Herkunft nicht über Generationen zu zementieren. Und jedes Kind muss früher oder später zur Schule... Also alles eine Frage der Zeit. Sicherlich wäre bundesweite Lehrmittelfreiheit der schönere Weg... Denn diverse Studien ergeben immer wieder, daß Menschen Leistungen, die ihnen zustehen, nicht abrufen. Aber mal wieder ein kleiner Schritt in eine gute Richtung.

    Wo Zahlungen fürs Kind beim einen gekürzt und dem anderen ausgezahlt werden ("Essensgeld"), ist die Sache sicherlich grenzwertig. Wo der bisher als Umgangselternteil titulierte Elternteil im Sozialrecht einen Zuschuss zur Miete erhält wegen der notwendig größeren Wohnung, wäre alles gut.

    Wenn aber Unterhaltsleistungen nach Tagen berechnet werden "im Nachhinein" - das riecht schier nach Krach und Ärger.

    Ich stelle mir gerade Exileins Gesicht von gestern vor, wenn ich ihm ne Rechnung mit der 40/60 vorgelegt hätte:lach. Sein Kommentar zu Kinds neuen Schuhen war nur: "Na, hat er dich wieder weichgekocht" .

    Wir wissen glücklicherweise inzwischen beiden, dass unsere Kinder mehr Kosten verursachen, als die DD berechnet. D.h. wir zahlen beide, damit es dem Nachwuchs gut geht. Das könnte man sicherlich reduzieren, muss man aber nicht. Ich stelle es mir total schwierig vor über jede Anschaffung erstmal zu konferieren und das dann auch noch festzuhalten und abzurechnen... vor allem müsste dann irgendwie zumindest ein Minimalkonsens für notwendige Ausgaben bestehen. Das triftet bei uns in den verschieden Lebensbereichen schon sehr auseinander.

    Im Sozialrecht dürfen sich die Eltern doch auch schon um die Regelsätze für das wechselseitig betreute Kind kloppen. Wieso sollte das nicht auch für

    Kinder gelten, die nach BGB alimentiert werden? Naja, man muß abwarten, ob und was davon praktisch umgesetzt wird. Denke aber mal nicht, daß es noch zu der Zeit so weit gediehen ist, daß unsere Familie davon "profitieren" könnte.

    Das finde ich ein gutes Argument. Die Frage wäre für mich, entschärft diese Handhabe im SGB 2 Konflikte oder kommt es durch solche absurden Regelungen zu mehr Zwist vor Familiengerichten? Ich würde mal zweiteres vermuten... aber wenn jemand ne Studie kennt, dann immer her damit!

    Laufende Kosten für das Kind sind meiner Meinung nicht vom Aufenthaltsort des Kindes abhängig... Schulmittagessen wäre ein Beispiel für einen ziemlich regelmäßigen, höheren Betrag der meist von einer Person getragen wird unabhängig davon, wo das Kind sich nach der Schule aufhält. Ähnlich läuft es mit Musik und Nachhilfeunterericht, Netflix und Co. oder der Handyflat (ich rede von Teenys nicht von U3 Kindern, wo Betreuung wirklich harte Arbeit sein kann)...

    Ich finde interessant, dass zum ersten Mal Betreuung mit Geldvorteil beachtet wird...und damit Carearbeit anerkannt wird. Ein bissle paradox, dass damit explizit die Väter angesprochen werden:p).


    Ich bin gespannt, was es da für Lösungen gibt... Projekt Kind mit exakter Buchführung über Einnahmen und Ausgaben, damit die Ausgaben entsprechend des Betreuungsumfangs gequotet werden können:frag. Denn ich dachte immer Der KU wäre für die Lebenshaltungskosten des Kindes und eben nicht die Entlohnung für den Betreuungsumfang, den man leistet:rauchen... Wir werden sehen.

    Ich glaube, das Zufriedenheit und Anspruch sehr davon abhängt in welchem Umfeld man sich alltäglich bewegt.

    Wenn ich mal auf meine ehemaligen Kommulitonen, finde ich den ÖD beispielsweise eher unterbezahlt denn privilegiert.... Altervorsorge hin oder her, da wäre mir das 6 stellige Gehalt und die Gewinnbeteiligung in Form von Aktien des AGs lieber:pfeif. Gucke ich mir hingegen die Bertelsmannsstudien an, bin ich davon überzeugt, dass es mir und meiner Familie sehr gut geht.

    Was ich sagen möchte ist... Ich gönne jedem Familienmitglied ein eigenes Zimmer unabhängig von Lebensleistung und Einkommen. Jedes Kind sollte den Raum haben, in Ruhe leben und lernen zu können. Das wäre einer der vielen kleinen Schritten dahin, dass sich die soziale Herkunft nicht immer weiter reproduziert. Ich glaube nämlich nicht daran, dass sich jeder seinen Lebensstandard selbst hart erarbeitet hat. Das treten nach Unten ist übrigens ein ganz beliebtes Instrument um diese Reproduktionsmechanismen am Laufen zu halten :tuedelue.

    Ich stelle mir einen Eintieg in die 2. Klasse eher schwierig vor, da es in der ersten Klasse vor allem auch darum geht das System Schule zu verstehen:frag.

    Vielleicht gibt es eine Zwischenlösung... wenn dein Sohn beispielsweise besonders in Mathe begabt ist, dass er am Matheuntericht der 2. Klasse teilnimmt. Das ist hier ein gängiges System einzelenen Begabungen zu begegnen. Wobei ich bei deinem Eingangstext noch gar nicht erfassen konnte, warum der Vorschlag 2. Klasse auf dem Tisch liegt. Kannst du dazu mehr schreiben?

    Mich ärgert es halt einfach, dass erst mal gar nicht auf meine Frage eingegangen wurde. Ich kenne die junge Frau noch nicht mal, meine Tochter hat mich gebeten, da mal nachzuforschen. Es wird einfach davon ausgegangen, dass die junge Frau und ihr Partner sich auf ALG II ausruhen und das wissen wir eben nicht.

    Es ist halt schwer eine Antwort zu geben, wenn man die Story nicht genau kennt. Wir wissen weder das Alter der Kinder noch welche anderen Umständen vorliegen... Vielleicht löst ein zusammenziehen ein Betreuungsproblem und führt langfristig dazu, dass überhaupt keine Leistungen mehr bezogen werden müssen.

    Ich verstehe diese pauschalen Verurteilungen nicht. Ich würde heute auch nicht mit Partner und 2 Kindern in einer 3 Zimmer Wohnung leben wollen.... Und kann den Anspruch/Wunsch oder auch eine gewisse Schockreaktion auf die Absage der Arge verstehen.

    Sicherlich befinden wir uns gerade allgemein in einer schwierigen Situation. Der Wohnraum in Ballungsgebieten ist knapp und wird immer unbezahlbarer. Da ist es auch verständlich, dass jemand der in Vollzeit arbeitet noch Abzug der Miete kaum mehr in der Tasche hat als jemand der Sozialleistungen bezieht, befremdlich auf solche Ansprüche reagiert.

    Ich glaube aber das Problem ist ein anderes. Es liegt nicht an den Leistungsbeziehern oder deren Ansprüchen sondern an der Lohnentwicklung, die der Mietpreisentwicklung nicht hinterher kommt.

    Ich habe mich gerade mal durch den 15-Seitigen Leitfade zur "angemessenen KDU" unseres Landkreise gekämpft. Da steht defintiv keine Anzahl der Zimmer, sprich hier ist das absolut irrelevant.

    Die Angemessenheit scheitert dann aber wahrscheinlich an den Gesamtkosten... ich finde die Tabellenwerte jenseits der Realität, wenn man gerade auf Wohnungssuche wäre. Was mir aber deutlich geworden ist, ein Umzug (wahrscheinlich geht es in deinem Fall genau darum) ist nur dann notwendig, wenn er die Kosten senkt, die Intergration in den Arbeitsmarkt erleicht oder aus gesundheitlichen Gründen notwendig ist. Ein Verpartnerung scheint in der Logik der ARGE hier nicht vorzukommen. Wobei mich das wundert, denn rein wirtschaftlich ist eine Verpartnerung für den Leistungsbezug doch eher förderlich, da Bedürftigkeit in der Regel abgebaut wird. Oder habe ich da jetzt einen Denkfehler?

    So würde ich das nicht interpretieren. Da schwingt sicherlich eine gewisse Haltung der Sachbearbeiterin mit... zu der man, wie man an der Diskussion hier ja schon sieht, durchaus geteilter Meinung sein kann.

    Letztendlich ist es aber keine Lüge, da das SGB 2 ja diverse Ermessenspielräume einräumt, und es durchaus sein kann, dass in diesem Jobcenter das Geschlecht der Kinder die Angemessenheit der Zimmeranzahl bedingt... Nobody knows