Hello in die Runde!
Mal so ne Frage, wieviel hat euch die/eine strittige Scheidung gekostet?
Was würdet ihr im Nachhinein anders machen?
Ich habe den Eindruck, es wird bei einer Trennung/Scheidung genauso viel gelogen wie bei der Erziehung ![]()
Hello in die Runde!
Mal so ne Frage, wieviel hat euch die/eine strittige Scheidung gekostet?
Was würdet ihr im Nachhinein anders machen?
Ich habe den Eindruck, es wird bei einer Trennung/Scheidung genauso viel gelogen wie bei der Erziehung ![]()
Kommt auf die Ausgangssituation an?
Gemeinsames Eigentum?
Vermögen?
Beide angestellt/Vermögensausgleich?
mmmh...kann ich gar nicht mehr so genau sagen.
Aber Stand heute hatte ich länger was davon, als von der Ehe ![]()
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Ach Cola, was für ein Mist ...
Scheidungskosten berechnen sich durch den sog. "Streitwert". Wenn ich es richtig im Kopf habe, wird der mittlerweile nach dem dreifachen Nettomonatseinkommen der Ehegatten berechnet. Hinzu kommen 10% der Summe, über die im Versogungsausgleich verhandelt wird (Rente und Co. ...).
Und dann der "Vermögensausgleich" (Hauswert, Autowert, Kapitalanlagen etc.). - Lässt man überall den Deckel drauf, setzt das Fam-Gericht bei einer Standardscheidung gern pauschal einen Streitwert von 5.000 Euro an.
Aus dieser Gesamtsumme berechnen sich die Gerichtskosten. Das ist in der Regel erträglich. Teuer sind die jeweiligen Anwaltskosten (da gibt es eine Liste, nach welchem Streitwert der Anwalt welche Kosten in Rechnung stellen darf.
Kommt es infolge der Scheidung auch noch zu Sorgerechtsauseinandersetzungen (Wer nimmt die Kinder, wer zahlt Unterhalt), dann kommen da auch noch einmal Kosten (klassisch: Gutachten; Verfahrensbeistand - und natürlich die Anwälte ...)
Einvernehmliche Scheidungen bekommt man in der abgespeckten Version (ein Anwalt, kein Vermögensstreit, kein "Kinderstreit") incl. Gerichtskosten vielleicht mit gut 1.000 Euro durch. Geht der Streitwert nach oben, wird es mehr. (Hier kann man im Netz ein bisschen rechnen: https://www.rvg-rechner.de/ )
Bei mir die erste Scheidung - wenn ich mich richtig erinnere - 2500 , maximal 3000€ insgesamt für beide. Wir waren uns in alle Punkten einig, kein Ehegattenunterhalt, kein Versorgungsausgleich (wir haben fast gleich viel verdient).
Die zweite Scheidung war deutlich teurer und zog sich auch ewig hin, was allerdings an mir und meinen damaligen Chaos lag. Mit Anwaltswechsel schätze ich rund 5000€.
Die hochstrittige Scheidung meines Ex lag bei schätzungsweise 15000€. Keine gemeinsamen Kinder, der Zugewinn war auch raus (Ex hatte einen deutlich negativen „Zuwachs“), es ging rein um die Finanzen. Da stimme ich dir zu: es wurde von Seiten der Ex gelogen und irgendwelche vermeintlichen „Fakten“ in die Welt gestellt, was überhaupt nur möglich war.
Eine Scheidung kann einen durchaus ruinieren 🤷♀️.
Mein "Fehler" bei der Scheidung war: Ich habe immer gedacht, die Ex-Partnerin würde Lösungen wollen. Erst nach langen Jahren habe ich kapiert, dass sie sich "abarbeiten" wollte an mir. Ich konnte tun und machen, was ich wollte, Vorschläge unterbreiten: Sie hat immer ein Haar in der Suppe gefunden (und wenn sie es selbst hat reinfallen lassen ...).
Ist der Ex-Partner (oder man selbst ...) noch auf dieser wutgeprägten Aufarbeitungsebene der Beziehung, hat man bei "Verhandlungen" kaum eine Chance.
Ich war mit meinem Ex nur in zwei Punkten einig:Kinder bleiben bei mir und wir waren beide „geizig“ was die Kosten angeht. Deswegen haben wir vorher beim Notar eine Ehe- und Scheidungsfolgen-Vereinbarung (heißt das so? Kann mich nicht mehr genau erinnern) ausgehandelt. Ich weiß nicht, ob das bei Euch möglich ist, hat die Kosten aber insgesamt deutlich reduziert. Und die Dauer auch, ich glaub, nach einer Viertelstunde waren wir wieder draußen.
Ich hatte auch nach Beratung mit meiner Rechtsanwältin eine Ehescheidungsfolgenvereinbahrung dem Ex vorgelegt und dann beide beim Notar unterschrieben. War mir wichtig wegen Haus. Danach waren wir noch ungefähr 5 Jahre verheiratet, weil keiner das eingereicht hatte.
Scheidung an sich war dann nicht so teuer. Die Feier dazu aber auch schön.
Oja, war hinterher auch mit einer Freundin anstoßen.
Wie heißt es so schön: Eine Scheidung ist teurer als eine Hochzeit. Dafür hat man auch länger was davon…
Sarkasmus off und zurück zum Thema.
Grundsätzlich ist es eben so, dass jeder Punkt, auf den man sich im Vorfeld einigen kann, die Sache günstiger macht. Wenn sich einer blöd hat, kommt man natürlich nicht aus. Ich würde das dem Gegenüber aber trotzdem mal deutlich sagen, weil es ja auch sein Geld ist. Über eine strittige Scheidung freuen sich ausschließlich Anwälte, die da auch z T ganz schön hin langen. Kann ich an anderer Stelle mal eine Geschichte zum Besten geben.
Ich wünsche Dir, dass Du einen Weg findest *Daumen drück
Hallo!
Danke für eure Antworten!
Lena_1977: Meine Fragen gingen in Richtung eurer Erfahrungswerte. Zudem hatten wir ja in der Vergangenheit schon öfter den ein oder anderen Mitleser 😬
Wenn die Trennung offensichtlicher ist, bekommt man ja doch die ein oder andere Erfahrung erzählt. Um was man heute nicht mehr kämpfen würde oder an welchen Punkten man eher gekämpft hätte. Einige Bekannte in meiner Umgebung hatten mir den ein oder anderen Schwank erzählt.
Es gibt halt Zuversicht und manchmal einen guten Denkansatz, der die eigene Sicht verändert.
Die Einsicht, dass manch eine Person keine wirkliche Lösung finden möchte, ist wohl mit die wichtigste. Faszinierend, warum man es nicht einfach lassen und sich auf eine saubere Trennung konzentriert.
Ich bin gespannt, wie es sich bei uns löst. Lese ich zurück und insgesamt, ist es wohl die richtige Entscheidung.
LG cola