Ferien- und Umgangsregelung komplett verändern

  • Sorry, aber was ihr da gemeinsam (!) einem kleinen Kind zumutet, ist echt der Knüller in Tüten... Da bekommt man vom Kopfschütteln ein Schleudertrauma. Lernt bitte aus dieser Erfahrung.

    »Ich rebelliere!«, ruft das Känguru, als es in die Küche kommt.

    »Aha«, sage ich. »Wogegen rebellierst du denn?«

    »Gegen die Zustände.«

    »Verständlich«, sage ich. »Löblich geradezu.«

    »Rebellierst du mit?«, fragt das Känguru.


    Marc-Uwe Kling, "Die Känguru-Rebellion"

  • Der 1wöchige Herbstferien-Umgang ist festgelegt nur in DE (oder evtl. EU?) und sie darf bis zu 4 mal je 4 Stunden in der Woche zuvor und danach haben.

    (Das stammt alles von der Verfahrensbeiständin)
    Und die 1 Woche Weihnachten verbringen sie seit der Trennung sowieso mit ihrer Community im Schwarzwald.

    Die Fahrt vom Flughafen in ihren Heimatort dauerte ca. 6 Stunden mit dem Bus.

    Immerhin etwas....


    Wie heißt es so schön? Wenn sich zwei streiten...

  • Ich denke, das ist nicht Vollbios Problem, sondern das der Mutter. Einerseits hat sie die Entfernung geschaffen, andererseits waren es lt. Vollbio ihre Umgangswünsche.


    Vielleicht lehne ich mich gerade zu weit aus dem Fenster... aber ich finde es unfassbar, wie eigene Interessen hier (ohne Rücksicht auf Verluste) zugunsten durchgesetzt wurden, gerade auch hinsichtlich der 2 Wochen Osterferien. Da ist schon jetzt Ärger vorprogrammiert.


    Demgegenüber 4 Wochen Sommerferien - okay, das ist gut machbar.


    Man darf gespannt sein, wie diese Umgangsregelung schlussendlich umgesetzt wird.

  • War das Kind überhaupt schon mal im Heimatland der Mutter?

    Sie war schon 2 mal dort, ist ganz begeistert von ihren vielen Verwandten dort - die in unserer Kultur zwar eher als Nachbarn bezeichnet werden, dort aber alle mit verwandtschaftlichen Titeln wie Tante, Bruder, etc. angesprochen werden.


    "Das sind aber viele Flüge im Jahr - aber viele Flüge im Jahr - könnt ihr euch das leisten?"

    Ich könnte mir theoretisch vorstellen, zusammen mit dem Kind dorthin zu fliegen und es die Hälfte der Sommerferien mit der Mutter-Familie zu lassen um sie in der anderen Hälfte der Ferien dort selbst zu betreuen, in der "Stiefmutter"-Familie oder mit ihr auch schöne Plätze dort gemeinsam zu genießen.


    "Theoretisch" deshalb , weil die Ex notorisch lügt und somit keine verbindlichen zuverlässigen Absprachen möglich sind.

  • ich finde es unfassbar, wie eigene Interessen hier (ohne Rücksicht auf Verluste) zugunsten durchgesetzt wurden.


    Man darf gespannt sein, wie diese Umgangsregelung schlussendlich umgesetzt wird.

    beides spricht mir aus der Seele, wobei ich hier nicht eigene Interessen meinerseits umgesetzt sehe, sondern ausschließlich die der Ex, genauso wie sie mich damals ...

    Egal, alles Schnee von gestern.


    Ich hätte die Kleine auch aufgeben können, sie mit der Mutter ziehen lassen können.


    Ich hatte das AS beantragt, im Glauben, dadurch das Kind vor der nächsten egoistisch motivierten Zerstörung der kindlichen Lebenswelt bewahren zu können.


    Was könnte ich jetzt noch besser machen?

  • Nur in Bezug auf dein "gemeinsam", frage ich dich, was könnte ich anderes tun?

    Ja, gut, jetzt nicht mehr viel, nun ist die Problematik ja geschaffen. Du kannst nur noch draus lernen und nicht noch ein Kind in ähnlicher Konstellation in die Welt setzen oder krampfhaft versuchen, deiner Tochter hier in DE eine Ersatzmutter nach der anderen vorzusetzen in dem Glauben, die könnten das an Stabilität irgendwie retten, was das Kind eigentlich braucht.

    »Ich rebelliere!«, ruft das Känguru, als es in die Küche kommt.

    »Aha«, sage ich. »Wogegen rebellierst du denn?«

    »Gegen die Zustände.«

    »Verständlich«, sage ich. »Löblich geradezu.«

    »Rebellierst du mit?«, fragt das Känguru.


    Marc-Uwe Kling, "Die Känguru-Rebellion"

  • Sorry, aber was ihr da gemeinsam (!) einem kleinen Kind zumutet, ist echt der Knüller in Tüten... Da bekommt man vom Kopfschütteln ein Schleudertrauma. Lernt bitte aus dieser Erfahrung.

    da war er sich ein paar Seiten vorher nicht sicher, ob er daraus etwas gelernt hat, als ich ihm das sagte....




    beim nächsten Kind würde ich auf jeden Fall auch einen Vaterschaftstest machen lassen

  • Patchwork ist fast immer ätzend und ganz oft gibt es nur Verlierer - so zumindest meine Erfahrung. Man kann gar nicht auf Augenhöhe sein. Man lernt auch nie aus! Man lernt immer wieder Dinge kennen, bei denen man sich fragt, ob es sie wirklich gibt, d.h. ob man wach ist oder gerade ganz schlecht träumt.


    Aber BTT.


    Vollbio


    Als allererstes würde ich an deiner Stelle bei mir selbst anfangen. Du hast kürzlich von deinem Traum einer "heilen Familie" geschrieben. Vergiss es, das gibt es nicht - zumindest nicht mehr ab einem bestimmten Alter. Es kann sein, dass man mit Anfang 30 oder vielleicht auch mit 40 noch mal Glück hat, aber mit 50, 60 oder auch 70 ist der Zug abgefahren und es ist - meiner Meinung nach - äußerst unwahrscheinlich, dass man da noch mal hinkommt. Eigentlich solltest du diese Lektion des Lebens mittlerweile gelernt haben?!


    Klar kannst du immer wieder reinbuttern, unterstützen, Wünsche erfüllen, mit Finanzen winken, andere zumindest versuchen zu "retten" (was letztendlich nichts anderes ist, als Menschen finanziell oder emotional zu kaufen bzw. sich emotional kaufen zu lassen!). Schlussendlich besteht jedoch zumindest die ganz große Gefahr, dass du fallen gelassen, "entsorgt" wirst, übrig bleibst, wenn du die Wünsche dann zum Beispiel nicht mehr umgehend erfüllst oder gar "nein" sagst. Sorry, ich weiß, wovon ich rede, wie so viele andere auch, die diese oder ähnliche Kröten schlucken und sich entscheiden mussten, ob sie draus lernen oder nicht.


    Ich möchte nicht ausschließen, dass es Menschen gibt, die auch in "späteren Jahren" noch einmal oder generell ihr "großes Glück" gefunden haben - ABER: ich selbst kenne niemanden, zumindest nicht persönlich. Und ich höre auch in allen möglichen "Kreisen", "Blasen" oder wie auch immer man das nennen mag, leider nichts anderes.


    Das wäre für mich Punkt 1.


    Dass man seine eigenen Interessen, seine eigene Wertigkeit höher stellt, anstatt Wünsche zu erfüllen und dem anderen wie auch immer "gerecht" zu werden.


    Punkt 2 wäre, dass ich sehr vorsichtig wäre, meinem Kind eine neue Freundin oder Bekannte vorzustellen. Gerade in dem Alter, in dem deine Kleine momentan gerade ist, braucht sie vor allem Sicherheit und Verlässlichkeit und dies kann ihr - wenn ich es richtig verstanden und gelesen habe - nur du geben. Und nicht irgendeine neue erwachsene Frau, die sie erst seit kurzem kennt. Keine Chance! Schlimmstenfalls lässt sich deine Kleine auch emotional auf diese neue Frau ein. Was passiert, wenn auch sie plötzlich "Geschichte" ist? Dann kommt erneut ein Verlust, Unsicherheit etc. oben drauf auf das, was deine Kleine ohnehin schon erleben durfte. Ich wäre da an deiner Stelle äußerst vorsichtig, was heißt: ich würde mich vorerst nur mit einer neuen Freundin, Bekannten oder was auch immer treffen, wenn ich alleine ohne Kind wäre und das Kind in der Zeit gut untergebracht und auch aus der Perspektive des Kindes sicher ist.


    Punkt 3, der aber nicht dich, sondern möglicherweise deine Ex betrifft und an dem du rein gar nichts machen, außer geflissentlich ignorieren kannst, ist das Thema "Daddy".


    Ich kenne eine Mutter, die von ihren Kindern erwartet, dass sie den neuen Lebensgefährten als "Papa" ansprechen. Entweder ist der Frau in keinster Weise bewusst, in welche Loyalitätskonflikte sie ihre Kinder bringt oder sie handelt sehr bewusst und gezielt so. Einerseits, um den leiblichen Vater "auszubooten", andererseits, um dem leiblichen Vater richtig einen reinzuwürgen. Beides finde ich verachtenswert und indiskutabel. Die Kinder haben Eltern, sie haben eine Mama und einen Papa - nicht mehr und nicht weniger. Eine neue Partnerin oder ein neuer Partner kann meiner Meinung nach nicht die Rolle als Mutter oder Vater übernehmen, weil sie bzw. er es nicht ist. Es kann klappen, wie bei meiner Tochter und Ex2, es kann aber auch völlig in die Hose gehen (wie bei meinem Sohn und Ex2, die bis heute so rein gar nicht miteinander "können").


    Nun hat deine jüngste Tochter deine neue Freundin (wie lange kennt ihr euch??) bereits kennengelernt. "Günstig" finde ich das nicht. Richtig finde ich jedoch, dass deine Tochter sie mit Vornamen anspricht. Die Frau kann für dich vielleicht eine ernstzunehmende neue Partnerin / Freundin sein, das heißt aber nicht, dass sie sofort auch "Ersatzmama" für deine Tochter ist. Auch hier winken ggf. massive Loyalitätskonflikte für das Kind bzw. können irgendwann "aufflackern".


    Mein Rat: sei "einfach" mal ein bisschen vorsichtiger und brich nicht sofort in Euphorie aus, dass dich - wie du es irgendwo mal geschrieben hast - überhaupt noch jemand "will". Meinst du - für dich -, dass du nicht doch ein wenig mehr "wert" bist, als "überhaupt noch gewollt" zu werden? Und selbst wenn dich keine mehr "will" - man kann sich das Leben auch so gestalten, dass man auch alleine gute, schöne Dinge erlebt!


    Was man allerdings haken kann, ist, dass man gemeinsam mit einem Partner, mit dem man den größten Teil seines Lebens verbracht hat, irgendwann im Garten, auf dem Balkon oder von mir auch auch vorm Wohnwagen sitzt und gemeinsam auf die Zeit zurückblickt. Das ist meines Erachtens Utopie. Entschuldige bitte die vielleicht hart rüberkommenden Worte!


    Und ja, ich weiß, wovon ich spreche, auch ich durfte lernen. Dabei gehöre ich durchaus auch zu den Menschen, die lieber geben als nehmen und wo dann die Gefahr besteht, ausgenutzt zu werden. Es ist ein Lernprozess und der ist kein Spaziergang im Sonnenschein. Aber er ist machbar.


    Edit: diverse Ergänzungen und Rechtschreibkorrektur.

    Viele Grüße

    Omama

    Einmal editiert, zuletzt von Oma2025 ()

  • Volle Zustimmung, Oma2025!

    Vollbio Das mit der "heilen Familie", die notwendigerweise aus mindestens Vater, Mutter und Kind bestehen muss, ist auch aus Sicht des Kindes totaler Rotz. Siehst du doch hier im Forum, da gibt es genügend Beispiele, wo man sich nicht neu verpartnert hat und aus den Kids wird trotzdem was. Anekdotische Evidenz, ja, aber: Ich bin ab dem Alter von ca. 12 Jahren von meinem Vater allein betreut und erzogen worden. Was er mir nicht vermitteln konnte: Schminken, Frisieren und wie man in High Heels läuft. Letzteres ist easy, das kann Frau sich selbst beibringen, die anderen beiden Sachen hätte meine Mutter auch nicht gekonnt und meine mangelnde Kenntnis auf diesem Gebiet war komischerweise weder fürs Studium noch für die anschließende Promotion oder die Partnersuche (so sie mich denn mal überkommen hat) ein Problem.
    Lange Rede, kurzer Sinn: Man kann auch heile Familie mit nur einem Erwachsenen (m/w/d) sein.

    »Ich rebelliere!«, ruft das Känguru, als es in die Küche kommt.

    »Aha«, sage ich. »Wogegen rebellierst du denn?«

    »Gegen die Zustände.«

    »Verständlich«, sage ich. »Löblich geradezu.«

    »Rebellierst du mit?«, fragt das Känguru.


    Marc-Uwe Kling, "Die Känguru-Rebellion"

  • Meine Freundin wurde hier so bezeichnet; im Moment ist sie aber meine Freundin.


    Jetzt doch wieder? Kürzlich hast Du geschrieben, dass Ihr Euch (zum wievielten Mal in vier Wochen) getrennt hattet?


    Das ist genau das:


    Schlimmstenfalls lässt sich deine Kleine auch emotional auf diese neue Frau ein. Was passiert, wenn auch sie plötzlich "Geschichte" ist? Dann kommt erneut ein Verlust, Unsicherheit etc. oben drauf

    LG
    CoCo




    Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen.
    ~ Elisabeth Beatrice Hall 1906 im Buch "The friends of Voltaire" ~



  • Vollbio Das mit der "heilen Familie", die notwendigerweise aus mindestens Vater, Mutter und Kind bestehen muss, ist auch aus Sicht des Kindes totaler Rotz. …

    .

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    Lange Rede, kurzer Sinn: Man kann auch heile Familie mit nur einem Erwachsenen (m/w/d) sein.

    Volle Zustimmung Leslie 👍

    Ich habe drei Söhne allein großgezogen und ja, auch Mama kann zeigen, wie ein Rasierer funktioniert (mal so als profanes Beispiel)

    Für manches gab es Lehrer, Jungs aus der jeweiligen Gruppe oder was auch immer 😉

    Ich befürchte aber, dass Vollbio eher darauf hofft, für sich selbst jemanden zu finden und es bei dieser Suche an nötiger Reflexion mangeln lässt und zu wenig an die Folgen fürs (jeweilige) Kind denkt.

  • Ich frage mich wirklich, wie du jemals auf den Gedanken gekommen bist, dass AS zu bekommen.

    Hast du dich da von einem Anwalt beraten lassen ?


    nun ja, das Kind ist jetzt richtig heftig in den Brunnen gefallen.

    Unglaublich finde ich die Entscheidung vom Gericht.......

    Bevor du mit dem Kopf durch die Wand gehst, überlege zuerst.........

    Was mache ich im Nebenzimmer ? (unbekannt)

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    G e l a s s e n h e i t .....................#atmen....

  • Wenn die Ex notorisch lügt, wie kannst du dann sicher sein, dass deine Tochter nach einem Besuch bei ihr wieder zurück kommt ?

    Bevor du mit dem Kopf durch die Wand gehst, überlege zuerst.........

    Was mache ich im Nebenzimmer ? (unbekannt)

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    G e l a s s e n h e i t .....................#atmen....

  • Wenn deine Tochter immer wieder eine Bezugsperson verliert, weil der Papa mit der Frau mal wieder nicht zurecht kommt, dann wird sich das irgendwann gegen dich wenden.

    UND deine Tochter verliert ihr Vertrauen - sie wird sich irgendwann nicht mehr auf einen Menschen einlassen können, weil sie eh davon ausgehen muss, dass der/ diejenige nach kurzer Zeit wieder weg sein wird.

    DAS ist das , was DU ihr mitgibst - du verkorkst ihr Leben.


    Manche werden Systemsprenger.

    Bevor du mit dem Kopf durch die Wand gehst, überlege zuerst.........

    Was mache ich im Nebenzimmer ? (unbekannt)

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    G e l a s s e n h e i t .....................#atmen....