Pubertät und Borderline

  • Danke @diejenigen, die mir privat geantwortet haben. Manchmal frage ich mich durchaus, ob ich aktuell zu hart bin.


    Was kann passieren? Es sind noch rund 4 Wochen, dazwischen liegen 2 Wochen Mamazeit. Ich glaube zwar nicht, dass sie das schafft, aber sicher bin ich mir mittlerweile nicht mehr. Mama ist momentan so toll, so lieb, die Beste überhaupt. Nein, ich bin nicht eifersüchtig und natürlich darf ein Kind seine Mutter lieben - es ist immerhin die leibliche Mutter! Aber ich betrachte die momentane Entwicklung mit Sorge. Es ist der KM durchaus zuzutrauen, dass sie auch die Kleine dahingehend bearbeitet, dass sie lieber mit ihrem Papa und ihrer Schwester daheim bleiben möchte. Wenn das passiert, dann weiß ich nicht, ob LG sich durchsetzt und ansagt, dass wir gemeinsam fahren. Und vor allem, ob das dann noch ein entspannter Urlaub - oder einer durch Rückzug geprägter sein wird. Mich hat die Aussage mit der Zikade der Kleinen geschockt - das war nie Thema, sondern bisher einfach nur riesengroße Vorfreude.


    Es steht schon jetzt gefühlt zwischen mir und LG. Er kennt meine Meinung (und die der übrigen Familienmitglieder), die ja auch informiert und involviert sind. Aber als wir ihn gestern fragten, warum er die Mittlere einlädt und sich anschließend abfertigen lässt, reagierte er genervt mit einem "Darf ich das nicht alleine entscheiden?" Klar darf er! Es ist sein Leben, seine Entscheidung, es sind seine Kinder. Ich bin da gefühlt nur eine Randfigur, die Wochenendbeziehung halt. Aber: auch ich bin ein Mensch mit Gefühlen.


    Ich habe immer einen Plan B. Meistens auch einen Plan C und D. Mein Plan B ist, dass ich alleine fahre. es ist kein Hexenwerk, ein Gespann zu ziehen, wenn man Pausen macht. Meine Freundin, der ich das nie zugetraut hätte, tut dies auch. Ich kann das Markisenvorzelt auch alleine aufbauen und es mir richtig gemütlich machen. Materiell habe ich alles, was ich brauche, ich bin auch nicht auf den Mund gefallen. Es gibt so viele Alleinreisende CamperInnen.


    Aber wenn es tatsächlich soweit kommt, dass auch diese gemeinsame Zeit wegfällt... wobei... noch glaube ich das nicht.

  • Ich habe letztens einen Vortrag von Jens Corssen angesehen and he made my day.


    https://www.youtube.com/shorts/O2EUJZTnXN8


    Wenn ich noch laufen könnte, würde ich das glatt machen.


    Einer seiner Sätze ist: Wo ich bin, will ich sein.

    Denn wenn ich da nicht sein will, dann bin ich dafür verantwortlich, das zu ändern.

    Bevor du mit dem Kopf durch die Wand gehst, überlege zuerst.........

    Was mache ich im Nebenzimmer ? (unbekannt)

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    G e l a s s e n h e i t .....................#atmen....

  • Danke für den Link! 👍💐


    Grundsätzlich bin ich da, wo ich sein möchte. Aber die Vorstellung ist klasse🤣. Da fehlen mir meine verstorbenen Freundinnen - mit den beiden war sowas möglich❤️. Wir waren auch durchaus so verrückt, auch mal völlig aus der Reihe zu fallen - wohlgemerkt: privat! Nicht beruflich 😉.

  • Vielleicht wäre das auch was für deinen LG

    Bevor du mit dem Kopf durch die Wand gehst, überlege zuerst.........

    Was mache ich im Nebenzimmer ? (unbekannt)

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  • Otterson

    "Denn wenn ich da nicht sein will, dann bin ich dafür verantwortlich, das zu ändern."


    Na ja, ganz SO einfach ist das am Ende alles nicht. Wir sind fast alle in irgendeinem Korsett gefangen. Und das stets und ständig.


    LG

    ... unn denn bin ick in mir jejangen, war aber ooch nüschd los! :drink ...

  • Außer man mag über alle und alles gnadenlos hinwegbügeln, ohne Rücksicht auf Verluste. So Leute gibts. Aber das steht ja jetzt hier überhaupt nicht zur Debatte.

    Richtig ist, dass man nur sich bzw. seine Haltung anderen gegenüber ändern kann. Daraus folgt aber leider nicht, dass die Konsequenzen in die gewünschte Richtung gehen, wenn das Gegenüber "nicht mitspielt".

  • Ich bin gestern nicht mehr zum antworten gekommen.

    Der Satz der Kleinen lässt aufhorchen. Ich denke sie sitzt auch in der Zwickmühle. Auf der einen Seite freut sie sich auf den Urlaub, sie kennt die Gegend ja schon und weiss was sie vdort erwartet. Auf der anderen wird ihr das halt im Moment vom Mama und Schwester madig gemacht. Wie soll sie denn anders reagieren, als mit vorschobenen Gründen, warum sie sich nicht freut.
    Sie kann nicht sagen "wenn Schwesterchen" nicht mitfährt, dann will ich auch nicht. Ich denke dazu freut sie sich auch wieder zu sehr auf diese Reise.

    Was wird kannst weder du, noch ihr Vater wirklich beeinflussen. Sie kann mitkommen und völlig gelöst sein, sie kann mirkommen und euch den Urlaub zur Hölle machen und sie kann gar nicht mitkommen. Ihr und vor allem dein LG muss sich für alle Alternativen Strategien zurechtlegen.

    Variante A ist die einfachste. Da habt ihr einen schönen Urlaub.

    Bei Variante B muss dein LG (natürlich mit dir zusammen) vorher überlegen, ob er dann den Urlaub abbricht und sie zurückfährt und du alleine bleibst.

    Variante C ist die besch.... Entweder er knickt ein und nimmt die Große mit oder sagt eben dem Wunsch dieser entsprechend den Urlaub ab. Esteres wirst du nicht mitmachen, zweiteres bedeutet, dass du eben alleine fährst und die Große Oberwasser bekommt und sie ihn weiterhin immer unter Druck setzten kann, um ihre Ziele zu erreichen (ich würde mich übrigens nicht wundern, wenn dr Psycchologe oder jemand vom JA in kontaktiert, um ihn dazu zu bewegen sie mit zu nehmen)

    Der Mutter würde ich an Stelle deines LG mitteilen, wenn die Kleine auch nicht mitwill, dann muss eben sie beide Kinder mitnehmen. Ich glaube, dann wird das Thema schnell vom Tisch sein. Er sollte eben nur das Rückgrat haben klarzustellen, dass er den Urlaub nicht absagen wird.


    LG hingegen leidet innerlich. Klar möchte er der Papa sein, der seinen Kindern alles ermöglicht. Und ich denke auch, dass er vermutlich die Mittlere durchaus gerne mitnehmen würde.

    Das ist verständlich. Ich kenne das von meinem Mann. Und ich glaube so geht es ja jedem Elternteil. Manchmal muss der eigene Leidensdruck sehr groß sein, um einen Grenze zu ziehen oder man muss sich rational so mit der Situation/Erkrankung auseinandergesetzt haben, dass man aus dieser Rationalität die Konsequenzen zieht. Bei uns hat das lange gedauert. Auch mal den Satz, dass ich nikcht mit einem Waschlappen zusammesein will, der nach der Pfeife der Ex und der einen Tochter tanzt. Aber bei uns eben auch die feste Zusage, dass ich ihn unterstütze und ihm auch immer wieder gesagt habe, dass er kein schlechter Vater ist, wenn er Grenzen zieht, wenn er nicht immer nachgibt oder alles ermöglicht, sondern dass es eben zum Vatersein dazugehört, dass man "nein" sagt. Vom wem sonst können sie lernen nicht über ihre Grenzen zu gehen, wenn die Mutter es ihnen nicht beibringen kann.


    Inzwischen haben beide Kinder zu ihm ein gutes Verhältnis. Die Große hat irgendwann gesagt: "ich habe jetzt verstanden, dass du damals gehen musstest, um als Vater bleiben zu können". Dazwischen liegen aber auch Monate des Kontaktabbruchs, der Beschimpfungen, der Forderungen und der Verzweiflung auf seiner Seite.


    Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5)


    Nicht anders, nicht schlechter, nicht besser, sondern neu

  • Kann man die Kleine nicht mal fragen, was sie eigentlich wirklich will - ohne das Eingerede von Mutter und Großer ? Das Kind darin bestärken, dass es auch eigene Wünsche haben darf und dass sie sich nichts einreden lassen soll weder von der Mutter noch von der Schwester.

    Sie hat ein Recht auf ihre eigenen Wünsche


    Ja, das was rainbowfish sagt, würde ich auch machen - ich glaube, dann würde sich das ganz schnell ändern :

    "Der Mutter würde ich an Stelle deines LG mitteilen, wenn die Kleine auch nicht mitwill, dann muss eben sie beide Kinder mitnehmen. Ich glaube, dann wird das Thema schnell vom Tisch sein. Er sollte eben nur das Rückgrat haben klarzustellen, dass er den Urlaub nicht absagen wird. "

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  • oh, meine Masken habe ich schon länger abgelegt. Irgendwann hatte ich nicht mehr die Kraft ständig die Masken zu wechseln oder überhaupt noch eine zu tragen.

    Ich bin so wie ich bin .


    Wichtig ist, dass man mal anfängt : an dem Korsett oder an dem Spinnennetz oder dem gefangen sein, zu arbeiten. Das sollte jeder für sich selber entscheiden.


    gugg gugg :)

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  • Außer man mag über alle und alles gnadenlos hinwegbügeln, ohne Rücksicht auf Verluste. So Leute gibts. Aber das steht ja jetzt hier überhaupt nicht zur Debatte.

    Richtig ist, dass man nur sich bzw. seine Haltung anderen gegenüber ändern kann. Daraus folgt aber leider nicht, dass die Konsequenzen in die gewünschte Richtung gehen, wenn das Gegenüber "nicht mitspielt".

    hm, meist ist es aber so, dass wenn man sich oder seine Haltung gegenüber etwas oder jemandem ändert, ändert sich automatisch die Dynamik und die Kommunikation.

    Bevor du mit dem Kopf durch die Wand gehst, überlege zuerst.........

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  • Danke euch! Momentan steht nicht zur Debatte, dass er den Urlaub absagt - das hat er der Mittleren klar gesagt.


    Es sind im Moment nur "es könnte sein, dass"- und "was, wenn"-Überlegungen von meiner Seite aus. Damit es mich nicht wieder überfährt, wenn es anders kommt als gedacht/geplant, ich innerlich vorbereitet bin und mich Änderungen dann nicht unter Stress setzen.

  • hm, meist ist es aber so, dass wenn man sich oder seine Haltung gegenüber etwas oder jemandem ändert, ändert sich automatisch die Dynamik und die Kommunikation.

    All diese Gedanken sind ja nichts Neues - ich habe sie nur nie so explizit geschrieben.


    Es gibt nur den Unterschied, dass ich jetzt sage "Hey, ich bin auch noch da!" bzw. "Vieles ist vielleicht ein wenig zu selbstverständlich".


    Wenn man zusammenlebt, ist es meines Erachtens einerseits einfacher, weil man direkt "dran" ist, andererseits aber auch schwieriger im Falle einer Trennung. Ich war zweimal verheiratet und zum Zeitpunkt der Hochzeit beide Male fest überzeugt, dass ich mit diesen Männern alt werde. Meine erste Ehe war - vielleicht - "fairer", sie war nicht von Anfang an auf Lügen von Seiten des Partners aufgebaut. Aber es waren immerhin gemeinsame Leben und nicht wie jetzt zwei an sich getrennte Leben mit Berührungspunkten, bzw. eng umgrenzte zeitlich stark befristete Phasen, in denen man sich - meistens mit seinen Kindern - sieht.


    Ich bin im Prozess, meine Haltung zu ändern. Früher war ich der Auffassung, dass alles machbar ist - so lange man zusammenhält und ehrlich miteinander umgeht. Heute erziehe ich mich selbst in die Richtung, nicht alles und jeden (hier: vor allem die Kinder) "retten" zu können, sondern stärker den Fokus auf mich selbst zu legen. Es nervt mich schon lange, dass sich alles um die Mittlere und die KM dreht, ich habe diese Gedanken nur nicht in dem Maße so wie jetzt zugelassen - und erst Recht nicht so wie jetzt klar geäußert.


    Warum haben nicht auch wir mal die Option, ein paar Tage nur für uns - als Paar - zu haben? So, wie sich die KM das regelmäßig nimmt?


    Mein "Nein" zu seiner Tochter im Urlaub setzt ihn automatisch zwischen die Stühle und in Zugzwang. Auf der einen Seite zerrt die Mittlere an ihm, auf der anderen Seite ich als Freundin - die aber weit weg wohnt. Gut geht es damit keinem.


    Auch mir fällt "loslassen" schwer, wenn ich mich mal auf einen Menschen eingelassen habe. Boah, wenn ich das so lese - ich bin maximal urlaubsreif...

  • Die Option müsst ihr euch nehmen. Oder wartet ihr da auf das Einverständnis von der KM ?


    Solange der LG und du da Energie reingebt, wird das nicht besser werden, denke ihc.

    Klare Abgrenzung.

    Finde schon mal gut, dass du für dich sagen kannst, dass du das so und so nicht möchtest - hoffe dann nur, dass du das auch durchziehst - auch wenn es doof ist.


    Letztendlich muss der LG klare Kante zeigen und auch durchhalten und nicht wieder einknicken - dann wird sich auch was ändern. Wenn nicht, dann will er das weiterhin so.

    Und mit jedem Mal einknicken, wird es schlimmer werden - sowohl im Verhalten der beiden ihm und dir gegenüber , als auch in seinem Körper . So was geht nicht einfach so an der Psyche vorbei.


    Er könnte sich mal fragen, wenn jemand aus seinem Freundeskreis so mit ihm umgehen würde, wie würde er sich da verhalten? Ich denke, da wäre das Ergebnis klar wie kloßbrühe.

    Ein schlechtes Gewissen zu haben - die Zeit kann man nicht mehr zurück holen - also ist das schlechte Gewissen für nichts und ist nur zum Nutzen von Großer und KM, um ihn weiterhin emotional zu missbrauchen.

    Möchte er sich weiterhin emotional missbrauchen lassen ?


    Dein "Nein" gegen seine Tochter würde ihn nicht zwischen die Stühle setzen, wenn er mal seinen Kopf hebt, sein Rückgrat streckt und mal zu sich und zu dir steht.

    Bevor du mit dem Kopf durch die Wand gehst, überlege zuerst.........

    Was mache ich im Nebenzimmer ? (unbekannt)

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