Umgang mit psychisch kranker KM

  • Hallo Sockenbuegler, K1 und ich, wir sind durch ähnlichen Mist gewatet wie ihr (andere Diagnose bei KV). Der Manipulator wirft allen anderen Manipulation vor, der Säufer den anderen Alkoholmissbrauch...


    Ich habe damals vieles zu nachgiebig und konfliktscheu (manchmal ängstlich, verunsichert, "nicht mehr könnend"...) versucht, freundlich zu lösen, von K1 wegzuhalten. War auch nicht die Lösung, hat sie nur noch mehr verunsichert.

    Als sie älter war, habe ich klarer gesprochen, so konnte sie auch klarer sprechen. Rückblickend hätte ich das schon früher machen sollen, nichts beschönigen, nichts "deckeln". Inzwischen ist sie volljährig und der Kontakt zum KV beschränkt sich auf wenige kurze Treffen im Jahr - sie ist nicht drüber weg, sie hat ihre psychischen Verletzungen und es war und ist Therapie hilfreich, aber sie hat ein eigenes Standing und sie ist grundehrlich mit ihrem Vater und ich bin beeindruckt, wie empathisch sie dabei dennoch ist und wie sehr sie bei sich bleiben kann in ihren Aussagen, und darf sich bei mir und Freund*innen auskotzen und ausweinen. [Aktuell arbeitet er zum x-ten Mal an einer paranoiden Psychose, seine Compliance hinsichtlich Medikation und Therapie ist quasi nicht existent, die "Zwangseinweisung" ist sozusagen nur eine Frage der Zeit, er wird nicht freiwillig in die Klinik gehen, never did that...]


    Ich finde: Du machst das wirklich wirklich gut! Sei aufrichtig mit deiner Tochter, so dass deine Aussagen und dein Tun mit deinen Gefühlen übereinstimmen. Ich glaube, das ist das wichtigste, dass sie dich als ehrliche Haut, als sichere Bank, als zuverlässig wahrnimmt.

    Zu Postings und Äußerungen deiner Ex ggü. Dritten: Meine Erfahrung ist, dass Dritte meist sehr gut einordnen können, was glaubhaft ist und was nicht, einfach, weil sie euch kennen.


    Es dauert ein paar Jahre, bis man selbst sich wieder traut, aber es wird besser!

  • Vielen vielen Dank für die zahlreichen Antworten <3


    Ich war sehr verzweifelt als ich den letzten Beitrag schrieb. Viele Worte konnten mich schon etwas aufbauen.

    Es tut gut zu lesen, dass man nicht alleine ist und Andere schon ähnliches durchmachen mussten.


    Ich werde noch ausführlicher antworten. Gerade brauche ich noch ein bisschen Abstand.

  • Ich finde mich teilweise in Deinem Beitrag wieder. Mir hat das hier unser Forum ungemein geholfen aber ich bin auch zur Erziehungsberatung im Jugendamt gegangen und habe wir dort Unterstützung gesucht und zugleich habe ich Therapie für mich angefangen, damit ich den Prozess überhaupt durchhalte.


    Mir ging es genauso - ständig schauen, dass man nichts falsch macht, die Kinder auffangen, nicht negativ beeinflussen ... es war so anstrengend. Ich habe heute leider immer noch mit den Ausläufern zu kämpfen, da die Kinder einiges mitbekommen haben und nun verarbeiten.


    Ich hätte meinen Kindern Eltern gewünscht, die getrennt leben aber zusammen Eltern bleiben. Ich wünsche Dir viel Kraft!

  • Ich möchte dir noch auf den Weg geben, da du auch geschrieben hast, dass deine Kindheit nicht gut war, dass du jetzt sehr auf dich selber aufpassen musst/ solltest.

    Also wirst auch du jahrelangem verborgenen Stress ausgesetzt gewesen sein - und dieses ständige kooperativ sein, ist ein ständiges Verbiegen deiner Selbst - ebenfalls Stress.


    Höre auf deinen Körper, löse dich von toxischen Menschen , Grenze dich ab. Sag NEIN.

    Sonst wirst du krank werden.

    Buchempfehlung siehe " Was lest ihr gerade "


    oder wie auch vorgeschlagen, mache eine Therapie, um das Ganze von außen zu betrachten und zu lernen, wie du damit besser umgehen kannst und vorallem, ob du das eigentlich kennst von früher.

    Bevor du mit dem Kopf durch die Wand gehst, überlege zuerst.........

    Was mache ich im Nebenzimmer ? (unbekannt)

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    G e l a s s e n h e i t .....................#atmen....