Kann ich das, Versöhnung - Erwartungen runterschrauben - Veränderung

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  • Mein Bursche ist mit 3,5 Wochen lebensbedrohlich erkrankt, das er überlebt hat, ist ein Wunder.

    Entlassen wurden wir mit, er ist ab jetzt schwerbehindert. Glaubst Du allen ernstes, daß meine Welt irgendwas mit der von normalen Babies zu tun hatte?

    Zu hören das normale Babies es sich ja auch unterschiedlich entwickeln, das ist eher ein Schlag ins Gesicht, als das es tröstet.

    Jeder hat seine Vorstellungen fürs Kind und man freut sich.malt sich eine schöne Reise mit dem Kind aus. Dann wird alles ganz anders, die geplante Reise wird es nie geben.

    Das Leben, was man sich fürs Kind aber auch für sich selber gewünscht hat, wird es nicht geben.

    Das haut Dich komplett um.

    Es braucht Zeit und Menschen, die ähnliches erlebt haben, um sich auf eine andere Reise einlassen zu können.




    Zu Deiner Frau Sorry das kalte Herz, sehe ich da bei ihr.

    Diese Klugscheißerei, man solle sich ja nicht auf die Defizite konzentrieren, von jemanden die keine Ahnung hat, Fall in Ohnmacht Smiley. Ganz ehrlich Eltern mit normalen Kindern haben keine Ahnung und sollten das mal kapieren ud diese wenn vielleicht auch gut gemeinte Besserwisserei lassen.

    Werd definiert denn wahre Mutterliebe ,Du Deine Frau wie sieht die denn aus? Wie bei Euch ist es perfekt, ganz schön vermessen.


    Es gab /gibt Zeiten, da konnte/kann ich normale Eltern deswegen echt nicht ertragen.


    Foccusier Dich auf Deine Nummer mit Deiner Tochter, nicht auf deren Leben mit einer behinderten Tochter.


    Sie wird ihren Weg da schon gehen, der braucht Zeit und Menschen ,die sie einfach sein lassen.

    Ich empfehle ihr da mal das Forum Rehakids.

    Nichts ist so wichtig wie zu erfahren das es zig andere in der gleichen Situation gibt, die wissen, was man meint, wie es einem geht.

    Mir hat das gerade in den Anfangsjahren sehr geholfen.


    Ich hatte über 18 Jahre Zeit zu lernen, das darfst Du beim Lesen meiner Beiträge nicht vergessen.


    Selbst Ich trauere auch heute noch ab und an der eigentlich geplanten Reise mit meinem Burschen hinterher.


    Liebe Grüße


    Ute

  • :/ mmmh...ich hatte das Bild mit dem „kalten Herz“ jetzt eher so wahr genommen, daß Frau Vollbio versucht ihrem Mann zu erklären, welchen Anteil die eigene Kindheit der Tochter die Ihre Eltern gestaltet haben, sie als Kind und jetzt als Mutter, zum rationalisieren oder zur emotionalen Abgrenzung gezwungen haben.

    Das lernt ein Kind ja nicht freiwillig oder gerne....

    Das lernt ein Kind um emotional zu bestehen und um zu überleben.


    Aus meiner Sicht schuldet Vollbio seiner Tochter ein großes Stück Elternschaft, oder wenigstens Vaterschaft. Nicht mehr, aber eben auch keinen mm weniger..



    vg von overtherainbow

    Achtsamkeit. Achtung. Selbstachtung.

  • Ich würde nach einigen Tagen eine kurze Mail/SMS oder sowas schreiben mit: "Hab mich riesig gefreut, Dich wieder zu sehen und mein Enkelkind kennenzulernen. Wenn ich Dich irgendwie unterstützen kann, melde Dich bitte. Liebe Grüße auch an Deine Famile, Vollbio"


    Und dann die Füße still halten. Keine Erwartungen (bis zum nächsten Mal...) oder (Auf-)Forderungen (Meld Dich mal!). Falls sie sich nicht meldet, in einigen Wochen vllt. mal kurz fragen wie es ihr geht. Ohne "wann sehen wir uns mal wieder...?"


    Das mit dem kalten Herz hab ich auch so verstanden wie overtherainbow.

    Davon ab, nicht jede Mutter, selbst mit einem gesunden Kind, ist voller Überschwang wie aus der Milupa-Reklame. Manchmal muß man sich halt erstmal dran gewöhnen. Von Ts Situation, wo NICHTS so läuft wie geplant und vorgestellt, wo alles von jetzt auf gleich ganz anders und zwar schlimm ist, wo Angst herrscht um das Kind, um dessen Zukunft und auch um die eigene, da MUSS man sich emotional ab und zu ein bißchen raus nehmen, sonst dreht man nämlich durch. Das hat mit fehlender Liebe gar nichts zu tun. Noch dazu, wo T und Vollbio ja quasi Fremde sind. Da würde ich mich an Ts Stelle auch zurück halten.

  • So im Nachgang.

    Du schiebst fast alles an erhalten Deiner Tochter auf ihre eingeschränkte Tochter, das Lebens mit ihr.


    Ein wenig einfach gedacht, oder?


    Versuche mal Dir vorzustellen, wie die Gefühle Deiner Tochter Dir gegenüber sein müssen.


    Sollte mein Vater, den ich als Kind ertragen musste, jemals Kontakt suchen, wäre ich auch distanziert, traurig, wütend und vorsichtig.


    Ganz ehrlich freue Dich, das Deine Tochter so mutig und so offen ist sich überhaupt mit Dir zu treffen.


    Einen Neuanfang, ganz ehrlich das geht doch nicht, lass mal zu das da ein Haufen Mist zwischen Euch steht.

    Vielleicht könnt ihr den irgendwann als Dünger für was Schönes nutzen.



    Liebe Grüße


    Ute

  • Ratte

    Ich habe gerade verstanden, du meintest "Du schiebst fast alles an Verhalten Deiner Tochter ..."

    Es ist schade, dass das so rüberkam.

    Nein, ich weiß schon, dass die "Schwierigkeiten", mir fällt jetzt kein passender Begriff ein, zwischen ihr und mir nicht von ihrem Leben mit T herrühren, sondern zuerst aus den Jahren der Trennung. Und auch daraus, dass sie in meinen beiden Kindern ihr eigenes Schicksal nochmals vor Augen geführt bekommt - was ihr momentan zu viel ist.

    Natürlich freue ich mich riesig, dass es überhaupt wieder zu einer Begegnung kam.

    Ich habe eigentlich während unseres Treffens nicht wirklich und in letzter Konsequenz kapiert, was es bedeutet hat, was sie mir von der OP und den Folgen gesagt hat. Ich weiß es auch jetzt noch nicht, und ich glaube, sie hat es auch noch nicht in vollem Umfang erfasst. Oder sie wollte oder konnte mir es nicht sagen. Sie ist noch sehr am Hoffen, da ist wie ich verstanden habe noch ein riesiges Spektrum, wie weit die Einschränkung reichen könnte und wie viel kompensiert und aufgearbeitet werden kann. Im Moment gibt es noch keinen festen Befund sondern es ist alles noch in der Entwicklung, wenn ich das richtig verstanden habe.


    Übrigens, hat sie mir heute früh geschrieben, sich für unser Geschenk bedankt. T hat es schon angenommen und fängt was damit an. Das war natürlich wieder große Freude. Und sie meldet sich, wegen dem nächsten Treffen in 2 Wochen.

    Leute, bei aller berechtigten Kritik hier, habe ich es dann doch auch nicht nur vergeigt, denke ich.


    Nächstes Wochenende wird T ein halbes Jahr alt. Ich hätte ihr bzw. den Eltern gern einen Kuchen gebacken. Statt Eier und Mehl in die Schüssel zu hauen Frage ich jetzt aber lieber erst mal, passt das, oder ist das dann schon wieder zu viel?

    Ach die Liebe hat's so eilig, nur die Feindschaft wird nie langweilig ... (Rio Reiser)

  • Nächstes Wochenende wird T ein halbes Jahr alt. Ich hätte ihr bzw. den Eltern gern einen Kuchen gebacken. Statt Eier und Mehl in die Schüssel zu hauen Frage ich jetzt aber lieber erst mal, passt das, oder ist das dann schon wieder zu viel?

    Da deine Tochter geschrieben hat, dass sie sich bzgl. des nächsten Treffens meldet, würde ich keinen Kuchen backen.

    Du kannst ihr ja an dem Tag kurz schreiben, um zu zeigen, dass du an sie und ihren Sohn denkst, aber ansonsten denke ich, dass hier Zurückhaltung die Devise sein sollte.

  • Mir wäre das an Stelle deiner Tochter ganz eindeutig zu viel! Es ist nett gemeint, aber du würdest damit signalisieren, dass du nicht bereit bzw. in der Lage bist, die von ihre gesetzten Grenzen zu beachten. Das, was du vermutlich erreichen möchtest, nämlich ihr zu vermitteln, wie wichtig sie und der Kontakt zu ihr dir ist, Wertschätzung, könnte ins krasse Gegenteil umschlagen.


    Sei vorsichtig, behutsam. Weniger ist manchmal mehr.

    Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben aber muss man es vorwärts.:strahlen

    (frei nach Sören Kieerkegard)

  • Lies dich selbst nochmal und denk mal drüber nach:

    Sie will offenbar nicht, dass wir einen normalen Neuanfang miteinander haben, der darauf zielt, einmal ein normales Verhältnis der Familien miteinander zu haben, sondern sie will für sich alleine mit mir in Kontakt kommen, dabei aber mich nicht in Ihre Privatsphäre eindringen lassen.


    Und außer, dass sie mich nicht in ihrer privaten Welt haben möchte, will T auch meine private Welt = meine Familie nicht in Berührung mit ihr gebracht bekommen.


    Da ich keine Begrenzungen brauche, T diese aber in ganz hohem Maß braucht und setzt, haben wir vereinbart, dass sie sich wegen eines nächsten Treffens meldet.

    Genau.


    Nächstes Wochenende wird T ein halbes Jahr alt. Ich hätte ihr bzw. den Eltern gern einen Kuchen gebacken. Statt Eier und Mehl in die Schüssel zu hauen Frage ich jetzt aber lieber erst mal, passt das, oder ist das dann schon wieder zu viel?


    und

    Vielleicht möchte sie gar nicht einen Neuanfang, so wie ich ihn mir vorstellen würde. So dass wir in vielleicht einem oder in zwei Jahren ganz normal uns zumindest zu den Geburtstagen besuchen.

    Das sind deine Bedürfnisse, nicht ihre.

    warte ich jetzt einfach ab.

    Mach das doch einfach.



    Sie hat klar formuliert, dass sie ein weiteres Treffen vereinbart und sie dich nicht in ihrer Privatzone haben möchte.

    Und nun möchtest du im Ernst, dich am halben (ist mir auch neu) Geburtstag deiner Enkelin beteiligen? Willst du den Kuchen mit der Post verschocken oder gar selber da auftauchen?

    Fällt dir nicht selbst was auf, wenn du das liest?

    Braucht es da wirklich unseren Rat?

  • Sie sagt ganz klar, sie möchte NUR sie und dich. Nicht ihre Familie, nicht deine Familie, sondern nur ihr zwei. Sie möchte keine Picklerdreiecke für ihre Tochter von dir, nicht, dass du mit ihrem Partner irgendwas machst, keinen Kuchen. Vielleicht irgendwann mal, aber nicht jetzt. Das sagt sie (nach deiner Schilderung) ganz klar. Dann hör ihr zu und halte dich dran.


    Sie streckt jetzt grad ganz zart und vorsichtig wieder die Fühler in deine Richtung aus. Da kannst du nicht mit der Dampfwalze kommen und sie niederwalzen. So wird das nix.


    Konfuzius sagt (und laut Google ist das tatsächlich eines seiner Zitate)

    Was du liebst, lass frei. Kommt es wieder, gehört es dir - für immer.


    Also lauf ihr nicht nach, lass sie auf dich zukommen, respektiere ihre Grenzen. Das braucht Geduld, das geht nicht von heute auf morgen und es geht nur in winzigen Schritten. Nach dem, wie du hier schreibst, ahne ich, dass das nicht deine Stärke ist. Aber wenn du das nicht lernst, und zwar schnell, wirst du sie für immer vergraulen.

    Man sitzt insgesamt viel zu wenig am Meer...

  • Scheinbar kannst du deine Erwartungen nicht herunterschrauben...


    Auch das Verhalten dieser Tochter wird bis auf das Kleinste analysiert, für dich Befremdliches verurteilt.


    Hast du irgendwann mal deine eigene Kindheit analysiert/analysieren lassen ?

    Warum ist dein Bedürfnis hier privateste Dinge deiner Kinder/ deiner Frauen ausbreiten zu wollen so groß,

    dass du sie hier immer wieder aufschreiben bzw ein neues Thema aufmachen "musst"?

  • Deine letzten Zeilen: Das habe ich mich auch schon öfter mal gefragt. Ein Tagebuch zum Aufschreiben wäre ja auch eine gute Lösung.

    "Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar" (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Ich teile hier, um aus den Rückmeldungen zu lernen und um auf bessere Ideen zu kommen. Ich glaube nicht dass ein Tagebuch das ebenso gut leisten könnte.

    187 Wörter im Text. Tochter und Enkelkind bekommen ein Kürzel.

    Du versuchst in ellenlangen Texten rational zu verarbeiten, was Dir emotional nicht

    gelingt.

    In Anspruch zu nehmen, daß dies andere für Dich tun, finde ich nicht verwerflich.

    Nein kein aber!

    Ein gleichzeitig.

    Gleichzeitig wünsche ich Dir, dass Du das selber kannst. Einfach weil es eine Bereicherung ist.

    Im Moment wirkt es auf mich, als könntest Du super auf der Autobahn fahren. Da macht Dir keiner was vor. Wenn Du dann mal zum tanken abfahren musst, ist die nächste Auffahrt nicht weit.

    Wäre es nicht schön, wenn Du überall fahren könntest?

    Alleine ohne Beifahrer und Navigator. Mit Deinen Liebsten als Passagiere...


    Meine 2 Cent...


    vg von overtherainbow

    Achtsamkeit. Achtung. Selbstachtung.

  • Ich finde auch den (naiven?) Optimismus nicht so wirklich angebracht.

    Manchmal brauchen Kinder auch nur die Bestätigung, dass es keinen Sinn macht sich auf ein Elternteil ein zu lassen, weil es ist wie es ist.


    vg von overtherainbow

    Achtsamkeit. Achtung. Selbstachtung.

  • ... was eigentlich Kern des Problems ist: Erst denken, dann agieren.

    ...

    Denken-agieren.

    Vielleicht solltest du deine Frau mal bitten, wenn du so "auf Droge bist" dir deine Kontaktmöglichkeiten zu nehmen. 8)

    Es hat zwar eine Woche und einiges an Arbeit von Rückmeldungen gebraucht, aber mittlerweile habe ich den Abstand zu unserem Treffen und meinen beiden danach zuerst verfassten Beiträgen, dass ich es sehen und dir Recht geben kann.

    Und ich habe eingesehen, für eine Tagebuchfunktion ist ein öffentliches Forum nicht geeignet.

    Ach die Liebe hat's so eilig, nur die Feindschaft wird nie langweilig ... (Rio Reiser)