Umgang Krankheit Vater

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  • es handelt sich um eine großen Betrieb (Milchkühe) und nicht um den kleinen Bauernhof zu Haus. Auf dem bin ich auch aufgewachsen und fand es toll. Daher gibt es hier bei mir einen Garten zum Pflanzen, Pflegen, Schauen und hauptsächlich zum Maschen und selbst Ernten.


    Soviel wie in einer Kleinstadt möglich ist.

  • Ich schließe mich den Vorrednern an. Du musst dich unabhängig von seiner Betreuung machen und deine Erwartungen an ihn stark reduzieren. Plane ohne ihn und freu dich für die Kids wenn er sie doch nimmt. Vielleicht macht er das auch wieder regelmäßiger , wenn er merkt, dass er dich damit nicht mehr ärgern kann.


    Schließe dich Evtl. Einer Mutter Kind Gruppen an Und sprich mal mit der Ferienbetreuung, ob deine Kinder im Notfall spontan einen Platz bekommen können.


    Mein ex hatte zu Beginn der Trennung auch solche Allüren. Dem hat das Jugendamt allerdings ordentlich den Marsch geblasen ( Verantwortung usw. ). Seitdem gehts und meine Kinder waren auch schon älter als deine. Außerdem war mein Job sehr flexibel.

  • Die Dame vom JA hat wohl Recht und ich muss an den Punkt kommen wo mir solche Sachen egal sind. Einfach ist das aber nicht.


    Es liegen noch viele Jahre vor mir.


    Nun weiß ich dank Euch, dass ich keine wirkliche Handhabe gegen ihn hab. Ich danke für die Rückmeldungen.


    Vielleicht darf ich ja bei Euch im Forum bleiben und mich ab und zu mal zu Wort melden.

  • Gerade bei solchen Treffen ist öfters auch mal die Betreuung der Kids mit dabei, dass man mit Erwachsenen in ähnlichen Situationen reden kann ohne dass die Kinderohren auf Empfang sind. Gehe hier jede Woche hin, egal ob Hr. Zwerg bei mir ist oder nicht. Oft gibt es dort auch noch extra Beratung durch Fachkräfte.

  • Ich arbeite ebenfalls (wie viele andere hier auch) ebenfalls daran, dass ich nicht vom Vater vor vollendete Tatsachen gestellt werde, wenn er einen Umgang ausfallen lassen/verschieben/verkürzen will/muss.

    Sondern dass wir sozusagen gemeinsam eine Lösung finden und er sich aber durchaus (mehr) der Verantwortung bewusst ist, dass man den Umgang nicht mal einfach so umplanen kann wg. Krankheit/Arbeit/Tod von xy(Coronakrise. Gründe gibt es immer viele.


    Wir AE's können uns ja auch nicht einfach krank ins Bett legen.

    Ich lege in die Umgangszeiten auch immer meine Spät- und Wochenenddienste (arbeite im Krankenhaus) und stehe dann ebenfalls vor größeren Problemen, wenn der Umgang umgeplant werden soll.

    (Erleichternd ist es bei uns, dass Sohn inzwischen schon fast 10 ist.)


    Wenn also der Umgang nicht wie geplant eingehalten werden kann, kommuniziere ich dem Vater, dass Sohn dann halt z.B. einige Stunden vor/nach dem Umgang alleine sein wird, da ich auch meine Arbeit nicht ohne Weiteres umplanen kann.

    Damit gebe ich den Ball und die Verantwortung an ihn zurück, er muss dann die Entscheidung treffen. (interessant dabei: früher fand er es wohl nicht so gut, wenn Sohn mal alleine war zu meinen "Betreuungszeiten". Inzwischen ist es für ihn OK, wenn es seinen geänderten Umgangszeiten dienlich ist. Ich hoffe, es ist klar, was ich sagen will. Dient auch etwas der Normalisierung und der Anpassung an die Realität).


    Übrigens hat unser SB beim Jugendamt dem Vater kommuniziert, dass der Umgang auch einer zeitweiligen Entlastung des AE-Elternteils dienlich ist. Juristische Lage hin oder her.


    Der Betreuungselternteil hat in meinen Augen auf jeden Fall die moralische Verpflichtung, sich um eine Lösung zu bemühen und vor allem so früh wie möglich zu kommunizieren, wenn Umgang nicht wie geplant stattfinden kann.


    Vielleicht war die Krankheit auch vorgeschoben, weil er sich selbst unwohl mit dem Umgang fühlt, vielleicht sogar seine eigenen Schwierigkeiten damit sieht?

    So schwierig es sein mag, vielleicht kannst du dennoch außerdem mithelfen, den Vater in seiner Vaterrolle und Verantwortung stärken, so dass er besser in die Rolle hineinwachsen kann?


    Ja, und ein gutes soziales Netzwerk ist auf jeden Fall Gold wert.

    Wenn man 2-3 Leute im Hinterkopf hat, mit denen man sich in Betreuungsnotfällen ggf. aushelfen und abwechseln kann, ist das viel wert und entlastet mental. Auch wenn so ein Netz erstmal geschaffen werden muss.


    Übrigens: "zur Selbstständigkeit erziehen" oder "3-4Jährige alleine mit dem Hund lassen und seiner Arbeit auf dem Hof nachgehen" sind für mich schon sehr unterschiedliche Dinge.;)