Sorgerecht..

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  • hallo.. ich bin neu hier.. und zwar geht es um meine Tochter.


    Ich bin von dem Vater der kleinen getrennt, ich habe mich dafür entschieden aus vielen Gründen. Wir haben uns anfänglich für das Wechselmodell entschieden, von meiner Seite aus aber nur unter der Bedingung das die kleine damit zurecht kommt.

    Ich finde jetzt nach 3 Monaten das es nicht funktioniert alleine das er nicht mit mir redet was die Erziehung angeht. Ich habe mit ihr hier Zuhause feste Zeiten.. 19:30 Schlafenszeit.. er fährt mit ihr teilweise bis 21 Uhr rum irgendwo.. um kurz klarzustellen ich bin 130 km weit weggezogen weil ich es dort nicht mehr ausgehalten habe..


    Wir hatten die kleine als 1. Wohnsitz bei ihm gemeldet damit wir den Kita Platz nicht verlieren. (Sie ist noch in der eingewöhnung). Jetzt ist es aber so das er tatsächlich absolut keine Anstalten macht sich nach mir auch mal zu richten, was unsere Zeiten hier angeht, sie fühlt sich hier wohl usw..

    Ich hab mich halt erkundigt und ja, leider spät.. aber ich merke das das Wechselmodell für sie nichts ist, für mich persönlich auch nicht. Ich vermisse sie auch tierisch. Ich wollte anfänglich das er genauso viel Kontakt hat zu ihr wie sie mit mir. Aber es funktioniert nicht jede Woche ist es ein neuer "akt" das reinzubekommen. Ich will ihm die kleine nicht wegnehmen.. jedenfalls möchte ich aber das sie zu mir nachhause kommt..


    Jetzt weiss ich natürlich nicht wie es aussieht weil sie bei ihm gemeldet ist und dort den Kita Platz hat. Ich als Mutter fühle mich elendig das er sich nicht bereit erklärt und nicht im Interessen der kleinen handelt sondern nach seinen.. :-(


    Ich hab die ganze Elternzeit mit ihr verbracht und auch danach in Teilzeit gearbeitet..

    Ich habe die Möglichkeit von Zuhause aus zu arbeiten sodas man den Kitaplatz wegfallen lassen könnte sodass sie noch ein Jahr mit mir hier bleiben kann, hier hätte sie nächstes Jahr auch ein Kitaplatz.


    Er meint entweder kommt sie ganz zu ihm oder wir lassen das Konzept so. Er würde nicht nochmal Unterhalt zahlen (er hat bereits ein Kind).

    Sie hat sogar nur was mit meiner Familie zutun, mit seiner fast gar nicht. Er ist sogar auf meine Familie angewiesen wegen der Arbeit usw..

    Ich kann seit Tagen nicht schlafen.. ich kriege kein Auge zu.. es macht mich fertig wie stehen da die Möglichkeiten das ich sie zu mir holen kann.. ? :-(

  • Bei ihm gemeldet und Kita Platz. Das spricht nicht für dich. Sieh zu das du wieder in ihre Nähe ziehst.

    Wenn es hart auf hart kommt, spricht der Kita Platz und die Meldeadresse für den Papa.

    Du kannst jetzt wirklich schlecht kommen und dem Papa erklären der Kleinen bekommt das alles nicht. Und sie ist bei dir besser aufgehoben.

    Das musst du schon hieb- und stichfest belegen können und beim Wechselmodell leben Kinder in zwei Welten. Dh auch unterschiedliche Zeiten um ins Bett zu gehen.

    Es ist besser,
    ein eckiges Etwas zu sein,
    als ein rundes Nichts.

  • Hallo,


    Wie hast Du Dir das WM denn vorgestellt, wenn Du 130 km wegziehst?


    Den Alltag lebt bei Getrennten jeder für sich mit dem Kind. Und in seiner Zeit bestimmt er über diese Dinge. Er wird Dir auch keine Vorschriften machen in deiner Zeit.


    Ich denke auch, ein Rückzug in Wohnortnähe des Kindes ist unumgänglich, wenn das WM dauerhaft gelebt werden soll. Und zu was anderem ist der Vater nicht bereit. Irgendwann muss das Kind auch mal in die Schule. Das funktioniert mit der Entfernung nicht.


    Wenn das Kind dauerhaft bei Dir leben soll, musst Du das Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragen. So wie die Dinge im Moment aber sind, gehen da die Chancen gen Null, weil der Vater andere Ansichten hat und am längeren Hebel sitzt.

    Grüsse Tani :wink



    Du bist nicht das was Du sagst, sondern das was Du tust!

  • Und noch eine Frage: Wie lange seit ihr denn schon getrennt? Ist das erst kurz oder praktiziert ihr das Wechselmodell schon länger? (Und ihr seid/wart nicht verheiratet, habt aber gemeinsames Sorgerecht?)

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Grundsätzlich finde ich die Dauer von 3 Monaten zu kurz, um festzustellen, ob eine Umgangsregelung funktioniert, da es meist etwas Zeit braucht, bis Kinder sich an eine neue Situation gewöhnt haben.

    Aber bei einer Entfernung von 130km halte ich das Wechselmodell generell für nicht umsetzbar und eine Zumutung für ein Kind.

    Da du weggezogen bist und der Vater einem Mitzug des Kindes nicht zustimmt, wird es wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass du wieder zurück ziehen musst.

    Die Begründung, dass du, da du von zuhause aus arbeiten kannst, dass Kind dann komplett zuhause betreuen kannst und nicht in den Kindergarten geben musst, halte ich auch für etwas unüberlegt, da konzentriertes Arbeiten/ Homeoffice erfahrungsgemäß schwer umsetzbar ist mit Kleinkind zuhause.

    Insgesamt scheint deine Ausgangslage nicht sehr vorteilhaft zu sein. Ich würde dazu raten, eine Beratung bei einem Anwalt in Anspruch zu nehmen.

  • Wir haben selber das Wechselmodell und bei uns läuft es top. Wohnen allerdings im gleichen Ort, daher ist für das Kind das komplette soziale Netzwerk geblieben. Ich verstehe mich auch mit meinem Exmann und wir können gut miteinander reden.


    Eine Entfernung von 130km ist zuviel. Da sind Probleme vorprogrammiert und es wird nicht funktionieren.


    Was spricht denn aus der Sicht des Kindes dagegen, wenn es bei Papa seinen Lebensmittelpunkt hat? Ein Kind kann ja auch bei Papa leben, was nicht heißt, dass du keine Rolle mehr im Leben eures gemeinsamen Kindes spielst.

  • Wir haben zwar nie das WM praktiziert, aber 130km Entfernung halte ich auch für zu viel.

    Wenn WM, dann nur im gleichen Ort.


    Jetzt weiss ich natürlich nicht wie es aussieht weil sie bei ihm gemeldet ist und dort den Kita Platz hat. Ich als Mutter fühle mich elendig das er sich nicht bereit erklärt und nicht im Interessen der kleinen handelt sondern nach seinen..

    handelst du denn im Interesse der Kleinen, wenn du verlangst, dass die Kleine zu dir kommen soll/muss? Was du von ihm verlangst, kann er mit gleichem Recht von dir erwarten. Warum kann sie nicht beim Papa bleiben? Was spricht dagegen?


    So wie Elin schreibt, deine Karten stehen wahrscheinlich schlecht. War es denn so unerträglich dort, dass du gar nicht mehr zurückziehen kannst?