Ersparnisse der Kinder - Darf ein Elternteil diese einfach auflösen?

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  • Hallo zusammen,


    meine Frage steht schon im Titel. Die Kinder haben Ersparnisse. Wir haben dort das Geld zur Taufe, Geburt etc eingezahlt und dann monatlich pro Kind einen Betrag x bis zur Trennung. Danach hat UET weiter eingezahlt und ich habe separat gespart. Die ersten Jahre waren wir das aber gemeinsam.


    Mittlerweile hat sich hat sich recht viel angesammelt und wir haben uns als Eltern geeinigt, dass die Kinder dies einmal für Ihre Ausbildung bekommen. KV möchte das Geld nun abheben und für die laufen Ausgaben seiner Immobilie nutzen. Seine Logik ist: Ich habe in den letzten Jahren alleine eingezahlt und irgendwann erben die Kinder das ja wieder zurück.


    Ich habe damit Bauchschmerzen weil ich es nicht richtig finde. Ausserdem ist meine Erfahrung, dass KV halt Geld nicht unbedingt wieder zurück geben mag. Da ist er recht geizig aber vielleicht tue ich ihm unrecht.


    Nun meine Frage: Darf er das überhaupt? Sollte er nicht zumindest mit den Kindern reden? Ich mache mir Sorgen, dass die Kinder eines Tages auch mal mit mir sauer werden, weil ich KV nicht gestoppt habe.


    Liebe Grüße

    Rosie

  • Wenn Ihr gemeinsames Sorgerecht habt, dann heißt das auch, dass ihr gemeinsam die finanzielle Sorge/Vermögenssorge habt. Also muss alles, was über den Alltag hinaus geht, besprochen und einvernehmlich entschieden werden. Handelt jemand ohne Einverständnis des anderen Elternteils, ist er ggfls. ersatzpflichtig.

    Klagen könntest Du heute. Sobald sie 18 sind, die Kinder gegen den Vater oder gegen Dich oder gegen Euch beide. Gegen den Vater, weil er das Geld ggfls. verbraucht hat. Gegen Dich, weil du der Finanzsorge nicht ordnungsgemäß nachgekommen bist.


    Aber wie immer gilt: Wo kein Kläger ...

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Wir reden hier von ca. Eure 25000 pro Kind. Das sind keine kleinen Summen. Ich habe ein unglaublich schlechtes Bauchgefühl damit, wir hatten uns immer (früher) geeinigt, dass die Gelder in die Ausbildung fliessen werden.


    Also werde ich wohl irgendetwas unternehmen müssen. Das kann nicht gut gehen... ich habe da ein unglaublich schlechtes Gefühl. Ich möchte nicht, dass die Kinder irgendeinmal denken, es ist okay Geld von anderen zu nehmen (der Zweck heiligt die Mittel).


    Ausserdem habe ich damals recht gute Aktienfonds ausgesucht und die Kinder würden ja auch für die nächsten Jahre kein Zuwachs mehr realisieren können. Ich gehe davon aus, dass der KV die Opportunitätskosten nicht berücksichtigt bzw. nicht den Zinsverlust ausgleichen wird.

  • Wie wäre es wenn KV nur das abgeben darf was er selbst eingezahlt hat über die Jahre? Alles was ihr gemeinsam angespart habt bleibt auf dem Konto.

    Das würde ich fair finden.


    Wir haben das Konto unseres Sohnes damals so angelegt das wir nur mit beiden Unterschriften Geld auszahlen lassen können. Ich verwalte es und spare für Sohn immer noch darauf, aber eben weil ich sicher bin KV kann alleine keine Auszahlung/Auflösung vornehmen.

  • Ich könnte es heute nicht mehr sicher sagen was ich eingezahlt habe, was eigentlich von meinen Großeltern kam bzw. von anderen Familienmitgliedern. Natürlich sind die Zahlungen nach der Scheidung ganz klar dem KV zuzuordnen. Aber er hat dafür auch immer den steuerlichen Vorteil kassiert.


    Ich denke es wird nicht ganz einfach sein, dass sauber zu trennen. Oder sehe ich das einfach zu buchhalterisch?

  • Kann er denn das Geld allein abheben? Wenn nicht, gib halt Deine Zustimmung nicht und fertig.

    Ansonsten... soll kein Neid sein... aber wer solche Summen in so kurzer Zeit zusammenbringt, wird doch hoffentlich die laufenden Kosten seiner Immobilie zahlen können?

  • tut mir leid aber ich finde buchhalterisch trifft es sehr gut :rotwerd Ich weis was Zinsverlust ist und Zuwachs, jedoch Opportunitätskosten müsste ich googeln :lach



    Falls ihr keine Vereinbarung wie wir getroffen habt wird es schwer ihn davon abzuhalten das Geld einfach abzuheben. Darum wäre es vielleicht gut einen Kompromiss einzugehen und ihn das ungefähre Geld welches er alleine eingezahlt hat abholen zu lassen und anschliesend das Konto so zu regeln, das nur mit beiden Unterschriften Geld abgehoben werden kann. Es ist bestimmt irgendwie möglich den Kontostand vor der Trennung in Erfahrung zu bringen. Wichtig finde ich schon das das Geld welches ihr gemeinsam angespart habt erhalten bleibt!!!

    Einmal editiert, zuletzt von SilentGwen ()

  • Lieben Dank für Eure Rückmeldungen. Das hilft mir jetzt schon einmal, das Ganze in eine andere Perspektive zu bringen. Letztendlich sind wir ja "Familie" also zumindest die Kinder mit ihm.


    Ich habe grade einen wütenden Anruf bekommen, dass es alles "sein hart erarbeitetes Geld sei"... Ich möchte es ja auch nicht haben. Aber es muss ihm doch klar sein, dass das Konto der Kinder das Geld der Kinder beinhaltet.


    Yikes - jetzt ist auch bei uns mal wieder der Wurm drin. Dabei war es doch so schön ruhig.