Wie könnte Unterstützung aussehen?

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  • Das stimmt, aber was gibt es denn für Alternativen?

    Wiedereingliederung wird schwierig, weil der AG hier auch nur die Kündigung sieht.

    Meine Mutter ist ja noch immer arbeitsunfähig- so wurde sie ja auch aus der Reha entlassen.

    Ein Pluspunkt, sie ist dort schon sehr lange angestellt und dementsprechend ist es auch eine längere Kündigungsfrist. Danach müsste sie 2 Jahre irgendwie überbrücken und versuchen mit 63 Jahren in Rente zu gehen. Aber wie finanzieren wir diese 2 Jahre?

    Das ist ja noch das unkalkulierbare Risiko, die Finanzen mit Haus und Hof.

  • Wenn die 72 Wochen um sind, müßte sie entweder wieder arbeiten oder Erwerbsminderungsrente beantragen.

    Da hat der Betriebsarzt relativ wenig mit zu tun. Für die Fahrten mit dem ÖVPN gibt es Mobilitätstrainer, das sollte die Rentenversicherung zahlen,

    ebenso Anpassungen am Arbeitsplatz.


    Grundsätzlich tut ihr euch mit den Konstellation zuhause keinen Gefallen, das war auch schon schlimm, als deine Eltern nicht krank waren.

    Wenn jetzt noch die Finanzen eng werden, solltet ihr wirklich über ein Ende der Wohnsituation nachdenken, wenn beide in Rente gehen, knallt es dann doch eh in der Gemeinschaft und die Finanzierung des Lebens platzt.

  • Ja genau darum geht es ja- der AG sagt mit dem Betriebsarzt zusammen, eine Anpassung ist nicht möglich, sie kann im Betrieb mit ihrer Gesundheit so nicht mehr eingesetzt werden.


    Unsere Wohnsituation steht leider so nicht mehr zur Verhandlung- so oder so müssen wir drin bleiben, es gibt keinen Markt in Sachen Eigenheim hier. Dafür ist das Haus + Grundstück + Wirtschaftsgebäude + Landwirtschaft viel zu groß.


    Nunja, wenn meine Mutter ja noch arbeiten würde, wäre sie mit 63 in Rente gegangen, also in drei Jahren und alles wäre in trockenen Tüchern gewesen.

    Aber jetzt müssen wir ja die Zeit irgendwie überbrücken- daher ja die EU Rente.


    Die Rentenversicherung will nicht zahlen, sondern auf Biegen und Brechen den AG dazu verdonnern sie weiter zu beschäftigen. Der AG wird ihr dann so oder so kündigen und die Agentur für Arbeit wird sie zur Rentenversicherung schicken.


    Das habe ich mit meinem Vater schon durch (hier hatte sich der AG allerdings tot gestellt und das Ganze versucht auszusitzen und das Arbeitsamt, inkl. Sozialmediziner hat sich selten dämlich verhalten). Da war die Rentenversicherung mehr auf Zack.


    Mittlerweile bin ich schon "gefühlt" ein Profi im Anträge ausfüllen/ stellen. Rentenantrag, GdB, Reha... . Ich versuche auch den Überblick über die Anträge zu behalten, aber ohne weitere Gesundheitsinfos bleibt es beim Versuch.

    Mein Dad ist der Terminmanager und erinnert an ihre selbstgemachten Termine usw.


    Ich hoffe, dass die Rentenversicherung sie nicht doch begutachtet inklusive eines Psychologen und da auch mal in der Richtung etwas getan wird. Ihre Hausärztin macht ja nichts.


    Ich bin gespannt was noch kommt.. ich werde heute Abend mal mein Büro wieder aufräumen und flottmachen- ich werde wieder die gesamte Büroarbeit übernehmen. Die beiden verstehen teilweise nur die Hälfte und meine Mutter noch weniger.

  • Nun ein kleines Update:


    Meine Mutter hat es schleifen lassen und wir haben sie auflaufen lassen.

    Sie hat es schließlich schriftlich bestätigt bekommen von der betriebsärztlichen Gutachterstelle, dass sie nicht mehr einsatzfähig ist und dass sie den Arbeitsweg alleine nicht mehr schafft (selbst Autofahren und ÖPNV wurde ausgeschlossen).


    Nun ist sie ausgesteuert und vom Arbeitsamt gibt's auch nix, es fehlt die Bescheinigung vom AG. Der meldet sich Coronabedingt auch nur mit großen Abständen.

    Die Rentenversicherung stellt sich weiterhin tot, Aussage/ Meldung von denen, wegen Corona wird aktuell nichts bearbeitet bzw. alles stark zeitverzögert. Beim Hinweis, dass der Antrag bereits vor mehr als 3 Monaten gestellt wurde, zuckte man quasi mit der Schulter, ist halt Coronazeit.


    Jetzt harren wir der Dinge, die da kommen.


    Mehr als warten geht ja auch nicht.

  • Dann muss sie zum Arbeitsamt wenn die 78 Wochen Krankengeld um sind und der Antrag auf Erwerbsminderung nicht durch ist, dann muss sie ALG wegen Arbeitsunfähigkeit beantragen, sonst ist dienlichst mehr krankenversichert.

  • Dann muss sie zum Arbeitsamt wenn die 78 Wochen Krankengeld um sind und der Antrag auf Erwerbsminderung nicht durch ist, dann muss sie ALG wegen Arbeitsunfähigkeit beantragen, sonst ist dienlichst mehr krankenversichert.

    Sie hat ja ALG 1 beantragt, bekommt aber kein Geld, weil die Krankenkasse und der AG die Nachweise der Geldleistungen/ Entgeltnachweis nicht schicken - wegen Corona. Und solange das Arbeitsamt den Antrag bearbeiten kann/ kein Geld fließt ist sie ja nicht krankenversichert- was auch die KK weiß, es aber geflissentlich ignoriert.

  • Ein kleines Update:

    Es gibt weiterhin kein Geld und sie kümmert sich nicht wirklich.

    Jetzt nimmt sich der Betriebsrat der Sache mit der Rentenversicherung an, da die Antragsstellung mehr 6 Monate her ist. Der AG ist aus der Corona Lethargie erwacht und hat die benötigten Unterlagen direkt ans Arbeitsamt geschickt.


    Ihr Verhalten wird auch immer grenzwertiger, wir werden dem einfach nicht mehr herr. Der ist nichts mehr wichtig.

  • wohl eine handfeste Depression?

    Verweigert sie auch einen Arztbesuch?

    Ja, sie ruft nur noch in der Praxis an, wenn sie ihre Rezepte für ihre Diabetes Kram benötigt (der Arzt gibt die in die Apotheke) und holt es in der Apotheke ab.

    Sie macht vorallem meinem Vater das Leben zur Hölle. Mit uns spricht sie nicht mehr, blökt uns an, bzw. ist sehr aggressiv.

  • Oh je

    das klingt zwar nicht aufbauend, aber ich fürchte, da kann man erstmal wenig helfen.

    Vielleicht kannst du mit deinem Vater mal alleine etwas machen, ohne deine Mutter? Damit er mal rauskommt?

    Und so schwer das ist, du und auch dein Vater braucht dringend Abgrenzung von ihren Launen. Und auf gar keinen Fall mehr nach ihrer Pfeife tanzen (wenn das immer noch so ist)

    gibt es bei euch in der Ecke Anlaufstellen fürAngehörige von Depressiven bzw. psychisch Erkrankten? Vielleicht wäre das etwas für euch/dich?

  • Klar, er versucht ja Abstand zu bekommen, klappt halt nicht so.

    Eine Anlaufstelle haben wir hier in der Nähe nicht. Wir müssen ja quasi auch auf Abruf stehen, wenn meine Mutter wegfahren will, sie soll ja nicht mehr selbst fahren.

  • Ein kurzes Update: der Rentenbescheid ist da!


    Dennoch wird das Sehen nicht besser. Wir gleichen es zwangsläufig mit aus, was weiterhin Spannungen verursacht und sie total beleidigt (Untertreibung des Jahres, aber ich kann es nicht anders beschreiben) reagiert.


    Hilfsmittel hat sie keine und erhält wohl auch keine, nach ihrer Aussage- woran ich durchaus Zweifel habe.

    Ist denn jemand in Sachen Hilfsmitteln bewandert?