Kindergeld soll neu aufgestellt werden

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  • Die SPD plant eine Umgestaltung des Kindergeldes. Nachdem bereits Arbeits- und Sozialminister Heil letztens ebenso wie Familienministerin Giffey entsprechende Andeutungen gemacht hat, berichtet nun Malu Dreyer, kommissarische Parteivorsitzende, von einem Konzept, das auf dem SPD-Parteitag im Dezember beschlossen werden soll.

    Ziel sei es, die verschiedenen Geld- (und auch Steuer-)Leistungen - "Familienleistungen" - zusammen zu fassen. Und das Kindergeld soll "gestaffelt sein nach Einkommenssituation der Eltern".


    Nach konkreten Zahlen gefragt, nannte Dreyer einen Basisbetrag von 250 Euro je Kind/Monat und einen Höchstbetrag von 478 Euro.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Wieder so ein dämlicher Vorschlag!


    Die, die Kindergeld absolut nicht brauchen, bekommen es weiterhin.


    AE Hartz 4 Empfänger haben von einer Kindergelderhöhung nichts, weil es als Einkommen der Bedarfsgemeinschaft angerechnet wird.

    Damit profitiert ein großer Personenkreis stark Bedürftiger von der Reform überhaupt nicht.


    Das ist Sozialpolitik nach Art der SPD.

  • Ich kenne jetzt das Konzept nicht vollständig. Aber der Denkansatz geht mir schon in die richtige Richtung: Wer weniger an Einkommen zur verfügung hat, bekommt mehr Kindergeld.


    Bisher ist es umgekehrt. Da Kindergeld eine Steuererleichterung ist - wobei das auch jeder bekommt, der gar keine Steuer zahlen muss - hat der Gutverdienende am meisten davon gehabt. Jedes Kind hat seine Steuerbelastung im Spitzensteuersatz verringert. Das waren dann regelmäßig deutlich mehr als die 204,- Euro Mindestauszahlung.


    Die SPD plant da anscheinend die Umverteilung: Einkommensstarke Eltern bekommen nur noch höchstens 250,- Euro je Kind (Steuererleichterung?). Einkommensschwache 478 Euro ausgezahlt. AE-Kinder könnten mit dieser Summe und dem Unterhaltsvorschuss je nach Alter auf 628,- bis 850,- Euro kommen. Ob diese Summe dann bei dem AE-Elternteil auf die Bedarfsgemeinschaft angerechnet würde, müsste man erst einmal abwarten. Aber immerhin das Kind wäre die Ämterabhängigkeit erst einmal los.


    In die richtige Richtung geht das, finde ich.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Das ist Sozialpolitik nach Art der SPD.

    Seit wann betreibt die SPD im realen leben (nicht das Gelaber) Sozialpolitik ??? Schröders Agenda 2010 hat die Armut massiv in die Gesellschaft zementiert. Da war nix sozial.

    SPD betreibt von je her Klientelpolitik ähnlich wie die Grünen, Linke oder die FDP.

    Die SPD Klientel sind halt weder Arbeitslose noch Akademiker mit hohem einkommen sondern die Arbeiter und die profitieren vom Kindergeld....blöd nur für die SPD das ihre Klientel immer kleiner wird.


    Ansonsten finde ich PERSÖNLICH(!) gerade beim Kindergeld sollte das Einkommen keinerlei Einfluss auf die Höhe haben.

    Ein Kind ist ein Kind egal wie viel die Eltern verdienen. Klar in einer Kultur des Neids schwer zu vermitteln. Alle Menschen sind (für mich) bei ihrer Geburt erst mal gleich und da sollte man keinen Unterschied machen finde ich. Heißt ja KINDERgeld also was was fürs Kind gezahlt wird und nicht Elterngeld.

    Wie Vollebap schon richtig anmerkte sollte man eher mal über die Kinderfreibeträge nachdenken.

  • Seit wann betreibt die SPD im realen leben (nicht das Gelaber) Sozialpolitik ??? Schröders Agenda 2010 hat die Armut massiv in die Gesellschaft zementiert. Da war nix sozial.

    Naja wie lange ist die CDU am Ruder, die freuen sich doch nen Ast ab, das die SPD und die Grünen immer noch für die Auswirkungen von ALGII verantwortlich gemacht werden.

    Man hätte ja auch etwas ändern können, so gewollt :pfeif


    Ich finde die Idee ,das Kindergeld dem Einkommen anzupassen gut.


    Was das mit Neid zu tun hat erschliesst sich mir nicht.



    Liebe Grüße


    Ute

  • Das war auch nur ein Beispiel dafür das die SPD noch nie dafür stand im realen Leben eine soziale Partei zu sein.



    Siehe oben, ich halte nix davon Kinder schon bei Geburt in die sozialen Kasten ein zu teilen. :frag

  • Die SPD plant da anscheinend die Umverteilung: Einkommensstarke Eltern bekommen nur noch höchstens 250,- Euro je Kind (Steuererleichterung?). Einkommensschwache 478 Euro ausgezahlt. AE-Kinder könnten mit dieser Summe und dem Unterhaltsvorschuss je nach Alter auf 628,- bis 850,- Euro kommen. Ob diese Summe dann bei dem AE-Elternteil auf die Bedarfsgemeinschaft angerechnet würde, müsste man erst einmal abwarten. Aber immerhin das Kind wäre die Ämterabhängigkeit erst einmal los.


    In die richtige Richtung geht das, finde ich.

    Minderjährige Kinder sind ihren Eltern nicht unterhaltspflichtig, daher ist dieser Ansatz richtig gut, gerade für Familien und AEs mit geringerem Einkommen.


    Mir fehlt hier noch eine fairere Besteuerung. Ich finde es nach wie vor total ungerecht, dass wir AEs über die Steuer fast gar nicht entlastet werden, Ehepaare ohne Kinder aber wenig Steuern zahlen - bei häufig doppeltem Einkommen.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Mir fehlt hier noch eine fairere Besteuerung. Ich finde es nach wie vor total ungerecht, dass wir AEs über die Steuer fast gar nicht entlastet werden, Ehepaare ohne Kinder aber wenig Steuern zahlen - bei häufig doppeltem Einkommen.

    LSK 3 für AEs wäre ja schon mal was aber wir haben ja die 2 und das ist doch prrriiiiimaa ;)

    Das Klima schützen auch primär Einkommensschwache, z.B. eine AE-Friseurin aufm Dorf . Die darf jetzt zum wohle des Planeten mehr miete, mehr strom, mehr KFZ steuer und mehr fürs Benzin zahlen. Was will die denn mit mehr Kindergeld?

    Danke liebe CDU und SPD so läufts


    Gut klar das ist jammern und wimmern auf hohem Niveau, die Dame könnte ja auch ganz einfach in eine Großstadt ziehen. Inkamann hat da anscheinend konkrete Orte wo das locker von der Hand geht. (lehrer Beitrag)

    Ist ja jetzt günstig da wir den Mietdeckel haben und dadurch bezahlbare Wohnungen wie Pilze aus dem Boden sprießen.

    Rot-Rot-Grün in Berlin machts vor wie es laufen muss damit einkommensschwache nicht weiter abgehängt werden.

    Das Leben ist schön

    2 Mal editiert, zuletzt von Agrippa ()

  • Das sehe ich anders, dass es ALG2-Beziehern nichts bringt. Ihr unterschätzt glaube ich den enormen Druck, der da auf einem lastet... Mir ging es in dieser Zeit extrem schlecht und ich habe teilweise Probleme gehabt, den Alltag zu meistern, sogar ohne diese ständige Angst, etwas zu vergessen, falsch zu machen... Zu wissen und auch immer wieder angedroht zu bekommen, dass sie einem die Bezüge kürzen, weil man vielleicht einen Nachweis zu spät eingereicht hat usw... ich war froh über jeden € der nicht vom Jobcenter kam und somit sicher war. Und einige Aufstocker könnten so sogar aus dem Bezug rausfallen.


    Finanziell SIND Kinder nun mal von Geburt an aufgeteilt. Sie sind abhängig vom Einkommen ihrer Eltern, so würde es zumindest diese Abhängigkeit ein kleines bisschen auflockern.


    Interessant fände ich auch die Regelung für Studenten, die nicht mehr bei den Eltern wohnen und selber Kindergeld beantragen. Für Bafög-Bezieher doch vielleicht eine ziemliche Entlastung. Ich kann an der Idee erstmal nicht so viel negatives finden...

  • Solange das BVerfG daran fest hält, daß Kindergeld ureigenstes Einkommen des Kindes ist, wird es auch auf Sozialleistungen
    angerechnet werden, wenn der Gesetzgeber das nicht auch mal ändert. Den armen oder armutsbedrohten Familien ist somit kein Stück geholfen,

    egal, ob 250 oder 478 Euro ausgeschüttet werden. Das sieht Joachim schon ganz richtig.
    Besser wäre eine Kindergrundsicherung.

  • Natürlich wirkt sich ein Kind auf die Steuerbelastung aus, wenn Einkünfte erzielt werden.

    Das tun andere Faktoren aber auch.


    Wer weniger an Einkommen hat, bekommt mehr Kindergeld.

    Gut und richtig!

    Und wer kein Einkommen hat, also zu den Schwächsten in unserer Gesellschaft gehört und damit am Bedürftigsten ist, weil AE und Bezieher von Hartz 4, bekommt jetzt auch mehr Kindergeld.

    Prima, tolle Sache!


    Leider geht das JC her und rechnet jetzt neu:

    Das monatlich zu berücksichtigende Einkommen erhöht sich durch die Kindergelderhöhung um Summe x.

    Da der Gesamtbedarf der Bedarfsgemeinschaft unverändert bleibt, das Einkommen = Kindergeld und KU abgezogen wird, steht der Bedarfsgemeinschaft nun nur noch Summe x an Leistung zu.


    Damit geht die tolle Kindergelderhöhung an allen AE Hartz 4 Beziehern spurlos vorbei. Sie haben nicht einen Cent mehr in der Tasche.

    Sie geht an den Ärmsten der Armen vorbei.

    Sie ist toll für Personen mit Einkommen aus einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis und für Selbstständige.

    Darunter sind auch Personen mit einem Einkommen p.a. von 100.000 € und mehr.

    Auch die bekommen weiterhin Kindergeld UND können ZUSÄTZLICH noch den steuerlichen Vorteil durch ein Kind nutzen.


    Das ist - in meinen Augen - nicht der richtige Denkansatz.

    Bleiben durch eine Reform die auf der Strecke, die wirklich dringend mehr Geld bräuchten, denn die Kinder dieser Leute leiden deutlich, stimmt in diesem Land etwas in Sachen Gerechtigkeit nicht.

  • Dafür brauchst du aber keine Kindergeldreform, politiker die sich profilieren wollen und irgendwelche wichtigen Ausschüsse mit dem millionsten Konzept.

    Einfach die Praxis beenden das das Kindergeld auf Hartz 4 angerechnet wird und fertig aus.

    .....wäre im übrigen mein Vorschlag dazu.

    Klar das ist zu leicht und nicht verkopft genug.

    Siehe oben Kindergeld ist für mich Geld welches jedes Kind egal ob arm, reich, schwarz, weiß, gelb oder grün bekommen sollte.

    Quasi ein monitäres Symbol das hier wirklich jeder vor dem Staat erst mal gleich ist

    Das Leben ist schön

    Einmal editiert, zuletzt von Agrippa ()

  • Auch in einer Bedarfsgemeinschaft hat das Kind einen eigenen Bedarf. Auf diesen Bedarf werden Unterhalt und Kindergeld angerechnet. Ist das Einkommen des Kindes höher als der Bedarf, bleibt der Überschuss dem Kind, denn er darf dem Elternteil/den Eltern nicht angerechnet und damit dem Kind abgezogen werden, weil ein minderjähriges Kind nicht unterhaltspflichtig ist. Niemandem!

    Gegenteilige Behauptungen sind schlichtweg falsch und reine Propaganda.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Dafür brauchst du aber keine Kindergeldreform, politiker die sich profilieren wollen und irgendwelche wichtigen Ausschüsse mit dem millionsten Konzept.

    Einfach die Praxis beenden das das Kindergeld auf Hartz 4 angerechnet wird und fertig aus.

    .....wäre im übrigen mein Vorschlag dazu.

    Klar das ist zu leicht und nicht verkopft genug.

    Siehe oben Kindergeld ist für mich Geld welches jedes Kind egal ob arm, reich, schwarz, weiß, gelb oder grün bekommen sollte.

    Ob das Kindergeld jedes Kind bekommen sollte, ist eine grundsätzliche Frage.


    Kindergeld ist eine staatliche Leistung, finanziert aus Steuer.

    Kindergeld bekommen nicht Kinder auf ihr Konto, sparen es an und haben dann eines Tages Betrag x angespart.

    Kindergeld bekommen die Eltern der Kinder.

    Also auch sehr vermögende Personen, die sicher keine staatlichen Leistungen benötigen.


    Und da finde ich, darf man auch aus Gründen des sozialen Friedens in diesem Land durchaus die Frage stellen, ob das im Sinne der Allgemeinheit ist.

  • Auch in einer Bedarfsgemeinschaft hat das Kind einen eigenen Bedarf. Auf diesen Bedarf werden Unterhalt und Kindergeld angerechnet. Ist das Einkommen des Kindes höher als der Bedarf, bleibt der Überschuss dem Kind, denn er darf dem Elternteil/den Eltern nicht angerechnet und damit dem Kind abgezogen werden, weil ein minderjähriges Kind nicht unterhaltspflichtig ist. Niemandem!

    Gegenteilige Behauptungen sind schlichtweg falsch und reine Propaganda.

    Der AE bildet mit seinem Kind eine Bedarfsgemeinschaft.

    ALLE Einkünfte der Bedarfsgemeinschaft (KU + Kindergeld) werden vom Gesamtbedarf der Bedarfsgemeinschaft abgezogen.


    Das ist keine Propaganda, das sind Fakten.

  • Nuja der von dir erwähnte 100.000€+ zahlt auch mehr steuern als ein Hartz4 ler und wenn von den paar Kröten die fürs Kindergelt für alle der soziale Frieden gefährdet ist haben wir andere Sorgen.


    Allerdings sehe ich dieses kleingeistige gekittel an solchen Banalitäten sowieso kritisch.

    Grundsätzliche Fragen z.B. das die Industrienation Deutschland derzeit abgewickelt wird, keinen juckts und keiner hat einen Plan wo unsere Kinder mal arbeiten sollen ....da erledigt sich die Frage nach Sozialleistungen vielleicht eh von alleine ;)

  • Bay of Russell, mir ist jetzt das Gesamtkonzept der SPD nicht bekannt, das auf deren Parteitag beschlossen werden soll. Ich kenne nur das Malu-Dreyer-Statement. Ich kann also nicht sagen, ob das Kindergeld aus dem Bereich der Steuervergünstigung herausgelöst werden soll. Und wie der zukünftige Geldzufluss bezüglich Hartz 4 angedacht ist. Da könnte ich nur raten. Weißt du mehr?

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Der AE bildet mit seinem Kind eine Bedarfsgemeinschaft.

    ALLE Einkünfte der Bedarfsgemeinschaft (KU + Kindergeld) werden vom Gesamtbedarf der Bedarfsgemeinschaft abgezogen.


    Das ist keine Propaganda, das sind Fakten.

    Da widerspreche ich dir. Meine Jungs sind mit Kindergeld und Unterhalt zusammen immer aus dem Bedarf herausgefallen. Der Überschuss ging aber nicht an mich, sondern blieb den Kindern. Ich hab das Schwarz auf Weiß.


    In der Mehrheit ist es nur leider so, dass die Kinder trotz KG und KU immer noch Bedarf haben, weil der KU so niedrig ist.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Da widerspreche ich dir. Meine Jungs sind mit Kindergeld und Unterhalt zusammen immer aus dem Bedarf herausgefallen. Der Überschuss ging aber nicht an mich, sondern blieb den Kindern. Ich hab das Schwarz auf Weiß.


    In der Mehrheit ist es nur leider so, dass die Kinder trotz KG und KU immer noch Bedarf haben, weil der KU so niedrig ist.

    Kaj,


    schau dir dir die Regelbedarfsstufen ( Anlage zu § 28 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch SGB XII) an.


    Nach DDT haben wir einen Mindest-KU.

    Mit Mindest-KU + KG bist du fast immer über dem Betrag der Regelbedarfsstufen.

    Nur falls der Mindest-KU nicht gezahlt wird, sondern die 160 € Unterhaltsvorschuss, bleibt man unter dem Betrag aus den Regelbedarfsstufen.


    Bedeutet: zahlt der BET Mindest-KU (und daran kommt man so leicht nicht vorbei) und Kind erhält KG, bist du über dem Betrag aus den Regelbedarfsstufen.