Haus gemeinsam aber nicht im Grundbuch

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  • Hallo liebe Forengemeinde,


    ich bin neu hier und habe erstmal die wichtigste Frage.


    Wir haben das Trennung Jahr hinter uns und sind in der Zugewinngemeinschaft verheiratet. Haben Kinder.


    Während der Ehe haben wir gemeinsam Haus gebaut, die Verträge laufen auf beide, aber ich stehe nicht im Grundbuch mit drin.


    Während der Ehe hat er das Grundstück zum Bau bekommen von Angehörigen.


    Ich würde gerne wissen wie sich das ganze bei Scheidung verhält. Er will mir nichts abgeben und sagt das es seins ist. Aber ich hafte auch dafür.


    Solange er sich bzgl Unterhalt auch noch weigert wird das eh erstmal nichts. Aber ich hab Existenzängste und die Anwältin sagt erstmal ist der Unterhalt dran. Aber ich werde alles einklagen müssen weil immer Fristen nicht eingehalten werden usw.


    Vielen Dank schon mal für die Auskünfte.


    Liebe Grüße

  • Hallo Mabelle,


    ich bin natürlich kein Rechtsexperte, aber ich versuch's mal :)


    Wenn er im Grundbuch steht, gehört es ihm. Das heißt aber nicht, dass du leer ausgehst. Schließlich ist das Grundstück erst während der Ehe dazu gekommen. Also hat sich euer Vermögen während der Ehe um Grundstück und Haus erhöht.

    Somit gehört es zwar ihm und er kann drinnen bleiben, muss dich aber um die Hälfte des Werts des Zugewinns auszahlen.


    Bitte korrigiert mich jemand, der sich eventuell besser auskennt.


    Gruß Jul

  • Danke schon mal für die Antwort.


    Ja er kann ja auch gerne drin bleiben usw. Kein Problem. Ich möchte nur einfach meinen Teil was ich rein gesteckt habe ect.


    Er ist ja der Meinung das ich rückwirkend in die Gütertrennung einwillige ect.

  • Wir haben eine ähnliche Voraussetzung. "Unsere Immobilie" gehört laut Grundbuch nur mir. Ich habe auch in den ersten Jahren vor der Ehe alle Zahlungen alle alleine getragen. Nun aber wäre mein Mann im Falle einer Trennung über den Zugewinn auszuzahlen. Die Immobilie gehört aber mir. Leer würde ein Partner aber nur dann ausgehen, wenn die Immobilie an Wert verliert. Das ist aber in der heutigen Zeit eher seltener der Fall - es kommt natürlich auf die Lage an.

  • Danke Rosenfield... Ja die Immobilie hatte zu der Zeit wo gebaut wurde einen Preis Kubikmeter umbauter Raum von 210, heute liegt der bei 430 Euro ca.. Plus Grundstück ect. Klar ist es noch verschuldet aber auch trotzdem reden wir von einem fast 6 stelligen Betrag.

  • Schließlich ist das Grundstück erst während der Ehe dazu gekommen. Also hat sich euer Vermögen während der Ehe um Grundstück und Haus erhöht.

    Somit gehört es zwar ihm und er kann drinnen bleiben, muss dich aber um die Hälfte des Werts des Zugewinns auszahlen.


    Bitte korrigiert mich jemand, der sich eventuell besser auskennt.

    Tja,

    dann korrigiere ich mal.

    Genau DAS stimmt nämlich nicht.

    Wenn er das Grundstück als Schenkung bekommen hat, dann gehört es auch nur Ihm und wird im Rahmen der Vermögensauseinandersetzung als Anfangsvermögen gerechnet. Dem Partner steht nur ein ggf. entstandener Anteil an der Wertsteigerung während der Ehe zu.


    Grob ist die Rechnung:


    Zugewinn Partner = (Aktueller_Wert_Haus_mit_Grundstück - Verbindlichkeiten - Wert_des_Grundstücks_bei_Überschreibung) / 2