Ich bitte um eine Einschätzung der Situation

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  • Ich denke nicht, dass man als Mutter jederzeit erreichbar sein muß. Eine halbe Stunde ist zumutbar.


    Ich benutze mein Handy auf der Arbeit nicht, ich kann da auch nur bedingt ans Telefon gehen und über den Arbeitgeber erreicht man mich auch nicht immer.


    Ich bin in meinem Job jedenfalls nicht ständig erreichbar, es sei denn, es geht um Leben und Tod.


    Dann kann man einen Streifenwagen zu mir schicken.


    Ansonsten würde ich doch darum bitten, die Kirche im Dorf zu lassen.


    Das Kind ist in einer Ganztagsschule? Ujd was sagt die Schulpflicht, wenn er diese nur noch teilweise besuchen darf?


    Ich würde da nochmal das Gespräch suchen und fragen, warum da jetzt mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird und warum die Erzieher mit einem Grundschulkind so überfordert sind, dass es wegen einem umgeworfenen Stuhl nicht mehr in die Betreuung darf. Eigentlich ein Armutszeignis...

  • Nein, aber das irgendjemand erreichbar ist, ist dann schon wünschenswert.

    Und über das Zeitfenster kann man streiten. Aber wenn ein Kind krank ist, dann gibt es kaum etwas Ätzenderes, wenn man niemanden erreicht. Diese mir-egal-Haltung kenne ich auch beruflich. Großartig, wenn eine Kollegin versucht Eltern ausfindig zu machen, die andere beschwichtigend auf das Kind eingeht mit "gleich kommt bestimmt jemand", die dritte (die bei uns pro Gruppe eigentlich gar nicht vorhanden ist) den Rest managt.

    Ja klar, ich schicke einen Streifenwagen:kopf.


    Egal, darum geht es hier auch nicht. Ich denke Karalina hat das selbst auf dem Schirm und auch hier kann man es argumentieren, aber ich denke es ergibt überhaupt keinen Sinn hier in diesem Punkt auf Konfrontation zu gehen. Letztlich war zeitnah niemand erreichbar. Wobei mir persönlcih auch weniger in den Sinn käme eine Mail zu schreiben. Abgesehen davon, dass diese Situation mich weniger veranlaßt hätte die Eltern erreichen zu wollen. Das päd. Handeln ist die Aufgabe der Schule.


    So ganz habe ich immer noch nicht verstanden, ob es sich um einen offene Ganztagsschule oder um eine gebundene Schule handelt.
    Ich würde aber in beiden Fällen tätig werden.

    Und was soll an dem Ausschluß zielführend sein? Wie soll es nach den Ferien weitergehen? Der Schwerpunkt sollte doch darauf liegen, dass er sich überwiegend einfügen kann. Drakonische Strafen, die dich auch noch in Existenznöte bringen könnten. Puh. Schon heftig.

  • Erreichbarkeit ist sicherlich für echte Notfälle vorzusehen, aber nicht als Ventil für pädagogische Unzulänglichkeiten der Betreuungskräfte wie hier im Fall.


    Vorpubertäre "Sackgassenläufe" aufzulösen, müsste eigentlich zum Standardwerkzeug einer Betreuungsperson gehören. Und auch zu verhindern, wie es hier geschildert wird, dass es anscheinend zu einem traumatischen Erlebnis der Gesamtgruppe wird. Das ist auf lächerliche Art und Weise unprofessionell (anscheinend durch sämtliche Hierarchien hindurch) - was allerdings die Klärung der sache eher kompliziert als vereinfacht. Denn diese Botschaft ist den Leuten natürlich eher nicht am Beispiel des eigenen, betroffenen Kindes so einfach zu vermitteln ...

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • So ganz habe ich immer noch nicht verstanden, ob es sich um einen offene Ganztagsschule oder um eine gebundene Schule handelt.
    Ich würde aber in beiden Fällen tätig werden.

    Und was soll an dem Ausschluß zielführend sein? Wie soll es nach den Ferien weitergehen?

    Ein Tag in der Woche ist verpflichtend. Die restlichen drei Tage (Mo-Do) können dazugebucht werden. Und sind dann für das ganze Schuljahr verpflichtend zu besuchen.


    Ich weiß nicht, was der Ausschuss gewährleisten soll...

  • Ich habe mehr als einmal einen Streifenwagen losgeschickt, um Eltern ausfindig zu machen, weil ich sie telefonisch nicht erreicht habe.


    Das war kein Scherz. Und das waren Fälle wo ich von einem Notfall sprechen würde.


    Und nur, weil man nicht rund um die Uhr telefonisch erreichbar ist, heisst das nicht, daß das eigene Kind einem egal ist.


    Und ganz sicher würde ich meinen Arbeitsplatz nicht fluchtartig verlassen, weil mein Kind einen Stuhl umgeschmissen hat! Genau genommen empfinde ich es als Frechheit, wegen eines umgeworfenen Stuhls auf der Arbeit als NOTFALL!!! angerufen zu werden. Das hätte man beibder Abholung besprechen können, oder um ein Gespräch bitten können.


    Genau genommen würde ich sogar erwarten, daß Pädagogen mit Sowas umgehen können und nicht gleich hyperventilieren, wenn Mutti nicht innerhalb von 15 Minuten angerauscht komnt um den Deliquenten zu entfernen.


    Wir reden hier von einem unbewaffneten Grundschulkind!

  • Ehrlich gesagt habe ich so etwas ja noch nie gehört... meine Tochter geht ca. 70 km vom Arbeitsort zur Schule und ich habe meine Vorlesungen. Während dieser bin ich telefonisch NICHT erreichbar, da im Vorlesungsraum kein Empfang und kein Telefon vorhanden ist? In 6 Jahren Schul-Eltern-Zeit musste ich noch nie auf Abruf bereit stehen...


    Im Notfall findet mich das Sekretariat immer aber das möchte ich mal sehen, dass der Rektor unserer Universität eine Professorin aus der Vorlesung herausholt, weil die Schulbetreuung nicht mit einer solchen Lappalie zurecht kommt? Ob mein Beitrag nun hilfreich ist, sei mal dahin gestellt aber irgendwie empfinde ich das Verhalten der Lehr/Betreuungskräfte auch Dir gegenüber respektlos. Du hast ja auch einen Arbeitgeber. Was machen denn Polizisten, Krankenschwestern, Ärzte, Anwälte oder Richter während einer Verhandlung? Sofern das Leben nicht in Gefahr ist, sehe ich keinen sofortigen Handlungsbedarf.


    Abgesehen davon tut mir Dein Sohn wirklich Leid. Das ist eine ganz blöde Situation und ich empfinde diese als überzogen. Es muss doch einfach eine maßvolle Reaktion geben.


    Ich würde dies an das Ministerium eskalieren und den Elternbeirat bzw. die Rektorin/Rektor involvieren.


    PS: Das erinnert mich daran, wie man meiner Tochter in der ersten Klasse in das Zeugnis schrieb (!), dass meine beruflichen Verpflichtungen oftmals dazu führten das Tochter keine Materialien für den Kunstunterricht dabei hatte. Wir bekamen immer 24h Vorlauf für unsere Einkäufe - leider an einem Tag an dem ich volle Vorlesung hatte und nach Einkaufsschluss nach Hause kam. Selbst meine Bitte frühzeitig informiert zu werden wurde abgelehnt mit der Begründung, dass andere Eltern dies dann vergessen würde und zwei emails wären zu viel.

  • Karalina , gibt es etwas neues? Liebe Grüße

    Es gab ein Gespräch, welches mit den Worten: "wir machen uns Sorgen" begann. Da steige ich ja schon aus.


    Es wurde null gefragt, was passiert ist. Die, die beim Gespräch beteiligt waren, waren in der Situation nicht dabei. Es war also alles "hörensagen". Das Gespräch hätte man sich auch sparen können.

  • Hm... Ich gehe am Montag mal zu meinem Arbeitgeber und sage ihm ich könnte an keiner Besprechung oder Workshop mehr teilnehmen. Zudem darf ich nur noch in Räumen mit Empfang arbeiten, sonst riskier ich den Ausschluss meiner Kinder aus der Betreuung. :lach Also da würde mir auch der Kragen platzen.


    Bei sowas gehe ich gerne mal auf Konfrontation. Wie andere schon geschrieben haben, steht's ja mit den pädagogischen Fähigkeiten der Einrichtung nicht besonders.


    Ich kann ehrlich gesagt kein Fehlverhalten bei dir oder deinem Sohn erkennen.

    Wenn ich mit bestimmten Personen nicht zusammen essen will, setz ich mich woanders hin. Nichts anderes wollte dein Sohn. Wird man nun gezwungen und unter Druck gesetzt, weiß man sich als Kind oft nicht mehr zu helfen. Gerade wenn eine erwachsene Person dahinter steckt. In der Not schmeißt man dann einen Stuhl um. Völlig normal, sollte jeder der mit Kindern arbeitet wissen.


    Ich würde mir das nicht gefallen lassen, auch wenn die "Schule" gegen einen ist.

  • An sich bin ich da auch niemand, der sich so was gefallen lässt. Das Problem dabei ist, dass mein Kind die Schule ja weiterhin besuchen muss. Streite ich mich da rum, ist er der Leidtragende und kriegt es ab. Ich habe am Dienstag einen Termin mit der Schulleitung und frage an, inwiefern der Ausschuss rechtlich in Ordnung war. Ans Telefon kriegt man die Gute leider nicht.

  • Das Problem dabei ist, dass mein Kind die Schule ja weiterhin besuchen muss. Streite ich mich da rum, ist er der Leidtragende und kriegt es ab.

    Ich glaube, das ist genau falsch herum. Er hat es ja auch jetzt abbekommen. Es könnte ebenso gut sein, dass sie ja dann wissen, Du wehrst Dich nicht; also "kann man es mit Deinem Kind ja machen." Ganz ehrlich - würde ich das Gefühl bekommen, dass mein Kind darunter leiden müsste, dass ich mich gegen eine Ungerechtigkeit gewehrt habe, würden sie mich erst recht kennenlernen...

    LG
    CoCo



    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht, und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.


    ~ Khalil Gibran ~





  • Es fängt ja schon im Kleinen an. Mein Kind hat die Situation aufgearbeitet. Er hat reflektiert, was er in dieser Situation hätte anders machen können und hat sich dazu entschlossen, einen Brief zu schreiben. In diesen Brief hat er seine Sicht dargestellt und sich für die Überreaktion entschuldigt. Als er dann zur Betreuungskraft gegangen ist und ihr den Brief gegeben hat, hat diese den Brief schweigend genommen, sich weg gedreht und ist gegangen. Kein Danke, kein schön, dass du dich entschuldigt hast, kein hey, ich hab auch nicht richtig reagiert. Nichts.


    Ein Neunjähriger reflektiert und macht sich Gedanken und von den Betreuungskräften kommt nichts um die Situation zu klären. Er wurde raus geworfen und damit hat sich die Sache..


    Wie gesagt, ich such das Gespräch mit der Schulleitung. Beim Rest sehe ich keinen Sinn irgendwie das Gespräch zu suchen. Ich glaube nicht, dass ich die Situation von außen irgendwie verändern kann. Da sowas in den letzten 1,5 Jahren nicht vorgekommen ist, hoffe ich darauf, dass es ein Einzelfall ist.

  • Ich hatte damals auch arge Probleme mit einem Kindergarten , den der Zwerg besucht hat, STÄNDIG musste ich da antanzen zum Gespräch.


    Jedes Fehlverhalten vom Kind wurde beäugt und hochgepusht.


    Sie hat einmal einen kleinen Gegenstand ( ungefähr ein halber Kuli) nach einer Erzieherin geworfen, die darauf hin hyperventiliert hat und der dann schwarz vor Augen wurde, woraufhin ein Krankenwagen gerufen wurde. Man wollte den Zwerg deswegen rauswerfen.


    Es wurde aus einer Kleinigkeit jedes Mal ein Riesenelefant gemacht. Ich musste mit dem Kind zum Psychiater und weiß nicht was. Sie Kita hatte die wildesten Ideen, warum mein Kind so ist. Ich natürlich AE, Kind vielleicht hochbegabt, oder wird vielleicht geschlagen, was auch immer.


    Ich habe dann Gespräche mit dem Jugendamt angeboten.


    Die Psychiaterin, zu der aich mich genötigt haben, hat dann den Kindergarten besucht und wir haben ein gemeinsames moderiertes Gespräch geführt. Danach war die Kita klein mit Hut. Die haben die derart eingenordet, seitdem hatte ich Ruhe, jedes Mal, wejj was war, konnte ich die Psychiaterin anrufen, sie hat mich dann beraten und vermittelt.


    Jetzt habe ich die Kurze da nach langer Überlegung angemeldet, nachdem sie zu alt für die Tagesmutter war.


    Die Leitung hat versucht, mich abzulehnen, wir mussten vor Zusage ein moderiertes Gespräch führen. Da hab ich den Mann hingeschickt, ich hätte mich nicht zurück halten können.


    Also seitdem gibt es KEINERLEI Probleme. Alles tutti. Alle sehr bemüht.


    Wobei ich mit den Erziehern auch vorher keine Probleme hatte, nur mit der Leitung.


    Als Zwergs Erzieherin gekündigt hat, hab ich sie mal beim neuen Arbeitgeber getroffen und sie kam zu mir und hat sich entschuldigt dafür, wie mein Kind damals behandelt wurde...


    Ich würde NIE WIEDER zulassen, daß mein Kind sosl stigmatisiert und behandelt wird.


    Wenn es was falsch gemacht hat, muß das erstmal ein Gespräch nach sich führen, wo es die Möglichkeit hat, sich zu erklären, DANN und erst DANN kann man nachdenken über Konsequenzen.

  • Vollkommen richtig dass der akademische Nachwuchs, völlig egal ob die Mutter lehrt oder praktiziert, vor dem übergriffigen Personal von Städten, Komunen und Gemeinden in Schutz gemommen wird!



    Die Leitung hat versucht, mich abzulehnen, wir mussten vor Zusage ein moderiertes Gespräch führen. Da hab ich den Mann hingeschickt, ich hätte mich nicht zurück halten können.

    DER Mann, der hier wegen seiner moderierenden Art und Weise gesperrt ist?

  • Nuja, wenn sich eine Erzieherin ungefragt und völlig unerwartet auf einem Kitafest zu uns setzt ind sich ihr Herz ausschüttet, wie schrecklich sienes fand, wie meine Tochter damals behandelt wurde, wenn die auf Wunsch des Kindergartens hinzugezogene Psychiaterin im miderierten Gespräch mit dem Kindergarten mitteilt, dass die Aktionen von der Leitung überzogen und nicht zielführend waren, ja, dann bin ich als Mutter der Meinung, ich hätte früher auf mein Bauchgefühl hören sollen.


    Achso, die Erziehungsberatung, zu der ich dann noch gegangen bin, hat ins selbe Horn geblasen.


    Und was meine Ausbildung damit zu tun hat, weiß ich nicht. Allerdings bin ich schon der Meinung, daß ich mein Kind am Besten beurteilen kann und vor allem bin ich der Meinung, daß ich besser beurteilen kann, ob mein Kind eine psychiatrische Erkrankung hat, wie die Kitaleitung meinte, diagnostitieren zu müssen. Was im Übrigen höchst unprofessionell ist. Aber auch da, um eine Fehleinschätzung als Beteiligte zu umgehen, habe ich einen Facharzt für Kinder und Jugendpsychiatrie hinzugezogen.


    Und was meinen Mann angeht, der ist in der Tat sehr diplomatisch, es sei denn es werden hilflose Mütter verunsichert, indem man ihnen prophezeit, es werde Himmel und Hölle über ihnen zusammenbrechen, sollten sie schwanger oder mit Kind umziehen.


    Was das mit dem Thema zu tun hat, weiß ich alkerdings nicht. Schlecht geschlafen?

  • Karalina,


    wir hatten übrigens in der letzten Woche unserer Schulferien eine sehr ähnliche Situation. Meine Tochter erzählte mir ganz aufgeregt davon. Die Leiterin der Betreuung hat den anderen Kindern einfach nur erklärt, dass das betreffende Kind sensibel auf diese bestimmte Provokation reagiert und die anderen Kinder angehalten, dass im Umgang miteinander zu berücksichtigen.


    Wir sprachen grade zu Hause darüber und dachte, ich müsse das doch noch einmal an Dich kommunizieren, da die Situation doch recht vergleichbar war.