Trennung, gemeinsames Haus, was nun?

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  • guten morgen zusammen , mal wieder neues von der Front . zu den Umzug ist es leider nicht gekommen kann man in der die Vermieterin vor sich die ausgedrückt so einige psychische Probleme hatte und die Wohnung nicht ist gemäß gewonnen tut mittlerweile habe ich aber wieder eine andere Wohnung , die ich voraussichtlich ab 1. November mieten kann. Das Verhältnis mit dem Kindesvater ist alles andere als entspannt, und mittlerweile stoße ich auf immer größere Probleme. Für mich war natürlich klar, dass auch bei einem Wechselmodell der große Sohn in die Schule in Friedrichshagen geht, also wo ich hin ziehe. Ich habe wieder alleine alle Anträge fertig gemacht, und jetzt sperrt sich der Mann und sagt er unterschreibt den Umschulungsantrag nicht. Er möchte dass das Kind in das jetzige Einzugsgebiet in die Schule geht, damit beide Elternteile gleich lange Fahrtwege haben. Und natürlich hat er derzeit bessere Chancen, weil er ja noch in unserem Haus wohnt, was nah an der Schule ist. egoistisches Er hätte also einen deutlich kürzeren Fahrt Weg. Des Weiteren hat er sich vor ein paar Tagen zwei Grundstücke angeschaut die nicht mal mehr in Berlin liegen, sondern ca 20 km von unserem jetzigen Wohnort entfernt. Dadurch braucht er umso mehr auf eine Schule die in der Mitte von seinem zukünftigen Wohnort und Friedrichshagen liegt. Von wegen, dass Fähre Fähre und alles andere wäre total egoistisch von mir. Ich habe argumentiert, dass eine Schule mittendrin doch sehr ungünstig wäre für Freundschaften pflegen, Hobbys nachgehen ecetera. Und man ja auch nicht ständig den Chauffeur für seine Kinder spielen möchte. Also eine feste Sozialstruktur finde ich schon sehr wichtig. Das ist ihm egal, er meinte man müsse ja nur 10 Minuten mit dem Auto fahren, was ja so nicht ist. Jeder kann bei Google Maps nachschauen. Jetzt melde ich uns umso natürlich erstmal im jetzigen Einzugsgebiet an, das ist klar. Aber der Mann sperrt sich dermaßen gegen die Schule in meinem zukünftigen Wohnort, da weiß ich nicht was ich machen soll. Ich hatte auch schon ans Familiengericht gedacht, die könnte wohl dann die Unterschrift des jeweiligen Elternteils sozusagen ersetzen. Aber mein Anwalt sagt mir bereits, dass meine Chancen gering sind, weil zum Zeitpunkt der Einschulung, der Vater natürlich noch im entsprechenden Einzugsgebiet wohnt. Aber der Umzug nach Brandenburg steht ja auch noch in den Sternen, ich kann mich doch nicht auf irgendwelche halbgaren Aussagen verlassen, wer weiß ob der Typ nicht noch in fünf Jahren im alten Haus wohnt. Habe ich da noch irgendwelche rechtlichen Möglichkeiten das ganze anzugehen. Mein Sohn brauche ich den Förderschwerpunkt Lernen, und der ist ja rein theoretisch auch an Regelgrundschule möglich. Ich kann also auch nicht argumentieren, dass die Schule in meinem zukünftigen Wohnort die wesentlich bessere ist. Klar sind die da personell gut ausgestattet und haben bereits Kinder mit dem Förderschwerpunkt Lernen, aber das ist ja wahrscheinlich nicht Argument genug.😏

  • Wie dein Anwalt dir schon gesagt hat: Du willst die bestehende Absprache mit dem Vater verändern. Dazu brauchst du die zustimmung des Vaters. Ein Gericht würde im Streitfall anhand der Bedeutung der Argumente entscheiden. Dass du wegziehen willst und dabei dir die Wege zu verkürzen planst, ist dein gutes Recht. Aber das wiegt nicht schwerer als das gleiche Argument des Vaters. Und da ein Herausreißen aus dem bisherigen gewachsenen und guten Umfeld für Kinder per se als Belastung gesehen werden kann, ist es wohl so, wie dein Anwalt sagt: in der Praxis hast du keine Chance, deine Wünsche gegen den Vater umzusetzen mit Gerichtshilfe.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • ganz ehrlich, dass die Rechte der Väter gestärkt wurden ist eine tolle Sache, in meinem Fall aber sowas von scheiße. Gewachsenes Umfeld zählt nicht, da die Kinder keine Freunde haben im Umfeld, da gibt es nur alte Leute und keine Spielplätze. Freunde haben die Kinder auch in der Kita nicht, also das Argument würde dann auch nicht zählen. Es wäre eben einen Neustart. Und dann zählen wohl die Gründe einer Mutter, die sich die ganzen Jahre gekümmert hat, gemacht und getan hat, nichts gegen den Vater der einfach mehr Kohle hat und dann das Haus alleine noch halten kann und deshalb dann sozusagen mehr Rechte hat? Sorry, ich bin einfach nur frustriert. Dann werde ich im Prinzip für die Wohnungsmarktlage in Berlin bestraft oder was? Ich meine ich habe konkrete Pläne, und dass ich nun den Wohnort nicht wählen konnte, aufgrund dessen dass ich eben nicht Kohle im Überfluss habe und mir eine schulnahe Wohnung suchen kann, ist doch nicht mein Verschulden. Und es ist doch überhaupt nicht sicher, ob der Vater nach Brandenburg rauszieht. Der hat das Grundstücke gerade mal besichtigt. Das ist doch auch alles total wage, und er macht mir ständig einen Strich durch die Rechnung. Ich organisiere alles aber er sagt dann kurz vor Schluss, obwohl wir es leider Gottes nur mündlich besprochen habe, dass er dann doch gegen unsere eigentliche Vereinbarung ist. Wir hatten ja in einer Familienberatung schon festgelegt, dass der Hauptwohnsitz der Kinder bei mir in Friedrichshagen ist, und unser großer Sohn dann dort auch zur Schule geht. Jetzt gilt das alles für ihn nicht mehr, weil diese Vereinbarung ja von Juni war, und er ausgegangen ist, dass ich im Juli ausgezogen bin. Der kann machen und tun was er will und meint er hat die Fäden in der Hand. Das ist doch sowas von ungerecht😢

  • Nein. Er kann nichts ohne dich machen und verändern in Bezug auf die Kinder. Und du kannst nichts ohne ihn machen und verändern in Bezug auf die Kinder. Ihr sollt und müsst euch einigen - oder euch streiten und vor Gericht ziehen.


    Ihr seid im Moment in der heißen Trennungsphase. Jeder von euch ändert - aufgrund von sich ändernden Begebenheiten - dauernd seine Pläne. Und der andere übt dann erst einmal Macht aus und verweigert dort die Zustimmung, wo sie nötig wäre. Da ihr nicht mehr als paar die Dinge vorbesprecht, sondern jeder seine eigenen ideen und pläne entwickelt, wird der jeweilige Ex erst sehr spät in die Pläne mit einbezogen. Das ist offensichtlich für euch beide jeweils zu spät. Ihr werdet euch entweder wie die Kesselflicker streiten oder eine zielführende Kommunikation zwischen euch entwickeln müssen.

    Etwaige "Vorteile" hat von euch derzeit keiner. Ihr könnt ziemlich auf Augenhöhe streiten, wenn ihr das wollt. Ob das der eigenen Seele gut tut und denen der Kinder, ist eine andere Frage.

    Liebe Grüße



    Bap



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  • Hallo Sensei38!

    Ich bin neu hier und habe mit Spannung deine Berichte gelesen. Deine Ausführungen ähneln sehr meinen Erfahrungen mit meinen Ex und meiner Trennung. Ich habe ca 1Jahr gebraucht um mich wirklich zu trennen und mit den Kindern (2 und 5 Jahre) auszuziehen. Nun leben wir seit Januar 2020 im Haus meiner Mutter und uns (auch mir) geht es gut! Die Beschreibung deines Expartners trifft auch auf meinen zu, ich würde sogar so weit gehen, dass da narzisstische Züge zu erahnen sind. Ein gemeinsames Haus existiert auch noch, da warte ich noch auf Termine mit der Bank (worum er sich kümmern wollte).

    Mich würde aber interessieren wie es weiter ging und wo du jetzt stehst und vor allem wie es dir geht!!

    Liebe Grüße!!!