Wie geht Ihr mit chronischen Erkrankungen des anderen Elternteils um?

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  • Ratte : da hast Du sicher recht. Seinerzeit war der Einfluss der KM auf den Sohn noch größer, es konnte keine Beziehung zu mir und zur Schwester wachsen. Vieles hat sich auch äußerlich normalisiert. Nicht zuletzt haben die Kinder einen verlässlichen Lebensmittelpunkt.


    Siri2012 diese Verlässlichkeit kannst eben nur Du ihm geben, der KV nicht.

    Du warst also von Anfang an so wie heute, sorry anstatt mal zu zu geben das auch Du Fehler gemacht haben könntest ,nee,

    wie immer nur die KM hat " Schuld"

    Manche Dinge ändern sich eben nie.



    Ich unterschreiben mal faul bei friday


    Es ist nicht die normale Lebensituation ohne Vater aufzuwachsen.

    Selbst wenn dieser nicht so präsent ist.

    Er ist aber da, Kind lebt in einer klassischen Familienkonstellation .



    Wie gesagt ich empfinde den AE Status nicht als Makel , aber ich muss mir bzw besser den Kindern ,das auch nicht krampfhaft schön reden.


    Ach so für mich sind EhefrauenEhemänner deren Männer / Frauen keine Schweine sind, in keinster Weise mit Alleinerziehenden zu vergleichen.

    Sie sind nicht alleine.




    Liebe Grüße


    Ute

  • Du warst also von Anfang an so wie heute, sorry anstatt mal zu zu geben das auch Du Fehler gemacht haben könntest ,nee,

    wie immer nur die KM hat " Schuld"

    Manche Dinge ändern sich eben nie.


    Da sieht man einmal mehr, wie unterschiedlich gelesen wird, Ute. Für mich klang das wie "Ute, Du hast Recht. Ich habe damals anders geschrieben, weil ich mich hilfloser gefühlt habe, weil der Einfluss der KM auf den Sohn noch größer war, usw. Also überhaupt nicht so, als solle "Schuld abgewälzt werden"; wenn man überhaupt von "Schuld" sprechen kann.

    LG
    CoCo



    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht, und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.


    ~ Khalil Gibran ~





  • Da sieht man einmal mehr, wie unterschiedlich gelesen wird, Ute. Für mich klang das wie "Ute, Du hast Recht. Ich habe damals anders geschrieben, weil ich mich hilfloser gefühlt habe, weil der Einfluss der KM auf den Sohn noch größer war, usw. Also überhaupt nicht so, als solle "Schuld abgewälzt werden"; wenn man überhaupt von "Schuld" sprechen kann.

    Ja natürlich liest jeder unterschiedlich und:frag



    Ums Recht haben geht es mir hier übrigens auch nicht.


    Ich habe Schuld nicht ohne Grund in Anführungszeichen gesetzt, da interpretierst Du etwas rein, was ich nicht meinte.






    Liebe Grüße


    Ute

  • Ums Recht haben geht es mir hier übrigens auch nicht.


    Habe ich auch nicht gesagt...


    Ich habe Schuld nicht ohne Grund in Anführungszeichen gesetzt, da interpretierst Du etwas rein, was ich nicht meinte.


    Da wollte ich Dir auch nur zustimmen...


    Und wollte nur sagen, dass es ja vielleicht sein kann, dass Du musicafides da missverstanden hast und ihm deshalb Unrecht tust. Vielleicht habe aber auch ich ihn falsch verstanden - deshalb mein "so liest oft jeder anders".

    LG
    CoCo



    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht, und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.


    ~ Khalil Gibran ~





  • Warum meinst Du, den anderen Elternteil schlecht zu machen, wenn Du von seinen objektiv vorhandenen Einschränkungen erzählst?

    Ich bin da auch vorsichtig gewesen, wenn es darum geht "objektiv" zu erklären, warum der KV so handelt wie er es tut. Denn egal wie sehr ich mich bemühe, ich bin nicht objektiv wenn es um KV geht. Ich war mit ihm verheiratet, da sind viele enttäuschte Erwartungen und Hoffnungen im Hintergrund. Und sein Verhalten zeichnet die Kinder im negativen Sinne. Und da mir meine Kinder und deren Leiden nicht egal sind, bin ich trotzdem unterschwellig wütend auf KV, dass er es ihnen antut.


    Deshalb habe ich mir bewusst eine dritte Person gesucht, in einer Berstungsstelle für Trennungskinder, mit der die Kinder über solche Themen sprechen konnten.

  • Also ich habe nicht das Gefühl, dass die über präsenten Väter Sehnsucht auslösen. Die werden gefühlt eher mit mir verglichen. Eher die die selten da sind und dann einmal im Jahr bei Festen dabei sind.


    Mein Kind war übrigens total entsetzt , dass bei mehr Personen- Haushalten, die Kinder ihr Essen nicht selbst aussuchen dürfen . - es gibt also immer wieder Punkte, die man sich nicht schönreden muss. Es ist einfach anders. Und in unserem Fall ist alles individueller und relaxter.

  • Ich bin da auch vorsichtig gewesen, wenn es darum geht "objektiv" zu erklären, warum der KV so handelt wie er es tut. Denn egal wie sehr ich mich bemühe, ich bin nicht objektiv wenn es um KV geht. Ich war mit ihm verheiratet, da sind viele enttäuschte Erwartungen und Hoffnungen im Hintergrund. Und sein Verhalten zeichnet die Kinder im negativen Sinne. Und da mir meine Kinder und deren Leiden nicht egal sind, bin ich trotzdem unterschwellig wütend auf KV, dass er es ihnen antut.


    Deshalb habe ich mir bewusst eine dritte Person gesucht, in einer Berstungsstelle für Trennungskinder, mit der die Kinder über solche Themen sprechen konnten.


    So ähnlich geht/ ging es uns. Ich war wütend und konnte nicht verstehen, warum dieser Typ sein Kind so fallen lassen kann.

    Es hat Junior jedes Mal auch richtig belastet, sich immer wieder neu auf diesen Menschen einlassen zu müssen und am Ende dann diese Enttäuschungen. Das habe ich zu spät erkannt.

    Dieses Paket trägt der Kleine mit sich herum.

    Diese innere Unzufriedenheit vom Kind kommt partiell hoch, da ist es immer schwierig ihn heraus zu holen.

    Junior ist auch echt verschlossen mit seinen Gefühlen, es kommt nur Stückchen für Stückchen von ihm, quasi müsste man es ihm aus der Nase ziehen.

    Die Kinder von psychisch erkrankten Eltern/Elternteilen werden grundsätzlich im Regen stehen gelassen, wenn diese beim gesunden Elter leben. Es wird davon ausgegangen, der andere Elternteil unterstützt das Kind auf professioneller Ebene. Würde das Kind allerdings in der Familie aufwachsen, gäbe es Hilfe. Die anderen Kids haben halt Pech gehabt.

  • Kann man auf ein Elternteil, das auf Grund von Einschränkungen/Krankheit seinen Verpflichtungen nicht nachkommen kann böse sein?

    Es ist doch keine freie Entscheidung sich nicht ums Kind zu kümmern oder nur eingeschränkt.


    Ich meine nicht das man da immer und von Anfang an souverän sein kann.

    Doch nach einer gewissen Zeit, es hilft ja nix und vermiest nur das Leben der Kinder und das eigene.


    Siri2012


    Wieso gibt es da keine Hilfe hattest Du nicht das JA mit im Boot?


    Liebe Grüße


    Ute

  • Ratte nein, von denen habe ich keinerlei Hilfe erfahren. Ich wurde eher bedrängt, einer Einigung zuzustimmen um die ewigen Termine loszuwerden. Die SB von ASD war eigentlich immer sehr bemüht zu vermitteln, kam aber auch an ihre Grenzen, da man eine solche Konstellation so noch nicht hatte. Ergo wusste man auch nicht wie man uns, Kind und mich hätte unterstützen können.

    Ich bekam nur die Auskunft, bei Problemen die örtliche Psychiatrie für Kinder und Jugendliche aufzusuchen oder an eine Beratungsstelle der Diakonie zu wenden.

  • Für mich klang das wie "Ute, Du hast Recht. Ich habe damals anders geschrieben, weil ich mich hilfloser gefühlt habe, weil der Einfluss der KM auf den Sohn noch größer war, usw.

    Die Botschaft entsteht ja immer beim Empfänger. Das, was bei CoCo angekommen ist, entspricht eher dem, was ich gemeint hatte. Will heißen: als UET, der ich damals (auf den Sohn bezogen) war, hatte ich so mein Problem damit, dass mir nicht klar war, welche Auswirkungen die Erkrankung der KM auf ihn haben würde, zumal sie eigentlich gar nicht zulassen wollte, dass ich die wenige Zeit, die ich mit meinem Sohn hatte, alleine mit ihm verbringen wollte. Bis hin zu der Aussage, sie würde sich umbringen, wenn der Sohn zu mir käme (gut, das war in einer Akutphase, aber dahinter steht meiner Meinung nach auch immer eine gewisse Grundeinstellung, in dem Fall gegen den anderen Elternteil).

    Kann man auf ein Elternteil, das auf Grund von Einschränkungen/Krankheit seinen Verpflichtungen nicht nachkommen kann böse sein?

    Eigentlich nicht, aber ich verstehe schon, wenn man wütend ist bzw. wird. Allerdings empfinde ich es als sinnvoll, sich dann auch - in einer ruhigen Minute - zu überlegen, wie man mit dieser Wut im Bauch denn gut umgehen kann. Wenn ein Elternteil so gut wie nicht verfügbar ist, dann hilft es vielleicht, sich für ein gutes soziales Umfeld für das Kind einzusetzen. Wenn das Kind immer wieder nach seinem abwesenden Elternteil fragt, dann kann man ihm helfen, besser damit zurechtzukommen und seine Aufmerksamkeit auf die Dinge lenken, die gut und schön sind.

    nein, von denen habe ich keinerlei Hilfe erfahren. Ich wurde eher bedrängt, einer Einigung zuzustimmen um die ewigen Termine loszuwerden.

    Ist vielleicht auch die Frage, ob man die von dort angebotene Hilfe als solche empfindet oder nicht.

    Deshalb habe ich mir bewusst eine dritte Person gesucht, in einer Beratungsstelle für Trennungskinder, mit der die Kinder über solche Themen sprechen konnten.

    Solche Möglichkeiten, so es diese wohnortnah gibt, finde ich auch ganz wichtig. Wir haben schon seit ewigen Zeiten eine Familienhilfe mit im Boot, das waren anfangs auch zwei Termine pro Woche, die Kinder sind beide bei einem Verein für Kinder psychisch kranker Elternteile, der Sohn zusätzlich bei einer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin. Es ist auch eine Frage der persönlichen Einstellung, ob ich diese Termine nun der KM anlaste (wäre sie nicht erkrankt, bräuchten die Kinder diese Termine nicht), oder ob ich sie eher sehe als Unterstützung für eine positive Kindheit und Jugend. Ob ich die Stellen, die meine Kinder von außen sehen, als lästig oder gar bedrohlich empfinde, oder ob ich konstruktiv mit ihnen zusammenarbeiten kann.

    Die Kinder von psychisch erkrankten Eltern/Elternteilen werden grundsätzlich im Regen stehen gelassen, wenn diese beim gesunden Elter leben.

    Das sehe ich anders. Man muss sich eben selbst um passende Hilfe und Unterstützung kümmern. Auch da gibt es sicher je nach Wohnort unterschiedliche Möglichkeiten, und außerdem ist es abhängig davon, wie kompetent die Hilfe ist. Man kann natürlich lamentieren, wie schlecht es seinen Kindern geht bis dahin, dass man sich und die Kinder als Opfer sieht, aber ich halte es für sinnvoller, wenn man den Kindern eine positive Lebenseinstellung vermitteln kann.

  • musicafides Nur soviel das Empfänger Senderding ist da schon etwas komplexer;)


    Siri2012 Euro

    Warst Du denn mal bei der Diakonie?




    Ich kenne es auch, das Hilfe nicht an, nicht wollen ,sondern an mangelnden Ressourcen oder das gibt es gar nicht scheitert.




    Ganz allgemein glaube ich das Ziel sollte sein einen normalen Umgang mit dem nicht Normalen zu finden.


    Ich weiß nicht ob über eine gewisse Zeit hinaus dauernde Unterstützung Therapie hier Gespräche da hilfreich sind ankommen zu können im normalen Leben.




    Liebe Grüße


    Ute

  • ... oder Caritas?

    Ich war bei der Diakonie, wegen den Umgangsproblemen, die kurz nach dem betreuten Umgang auftraten. Ich wollte nicht gleich wieder zum JA.

    Es war eine Erziehungsberatung, aber die konnte da auch nicht recht helfen, da Junior einfach zu klein war und es dann schwer wurde passende Termine zu finden. Die Beratungsstelle ist 40 km uns entfernt, die das macht.

    Von den Gesprächen konnte ich schon einiges mitnehmen. Auch sie sagte, dass es in unserer Konstellation ziemlich selten ist.