Unterhaltsvorschuss 2017 - auch für Kinder über 12 Jahre?

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  • Ganz egoistisch und für mich gesprochen, es wäre toll wenn die Änderung käme, Tochterkind ist 13 und ich bekomme keinen Cent Unterhaalt.
    Da ich genug verdiene, um keinerlei Ansprüche auf irgendwelche Leistungen zu haben, wäre es toll wenn da ein wenig mehr Geld zur Verfügung stände.

  • Das wird wohl zum 1.1.2017 eher nichts, wenn überhaupt wohl eher zum 1.7.2017

    Mal Hand aufs Herz... hätte es jemanden geschmerzt, wenn gleich der 1.7.2017 als Datum der Gesetzesänderung genannt worden wäre?
    Ich für meine Teil hätte das nicht minder gefeiert und sicher nicht darauf bestanden, das ich das alles früher durchgesetzt haben mag.


    Den 1.1. als Datum haben Frau Schwesig und das Familienmisterium in sonnengelb rausgetwittert und noch letzte Woche hat Frau Schwesig in einem SWR Interview
    verlässlich versichert, es bliebe beim 1.1.2017


    Nun fühle ich mich vorgeführt auf Kosten von übersteigertem politischem Geltungsbedürfnis.


    Ich glaub jetzt gar nix mehr.....

  • Nun fühle ich mich vorgeführt auf Kosten von übersteigertem politischem Geltungsbedürfnis.


    Du hast es auf den Punkt gebracht. Wenn man das bisherige politische Engagement von Frau Schwesig betrachtet und dies mit den "Erfolgen" ihrer medienwirksam angekündigten, politischen Ziele vergleicht, dann bleibt außer der Medienpräsenz der Ministerin wirklich wenig übrig.

  • hi,


    "meine" SB von der Beistandschaft sagte eben, sie und ihre Kollegen würden fest mit der Gesetzesänderung rechnen.


    floe

  • Diese Spekulationen und vielen unterschiedlich Streuungen von Infos durch Politik/Medien usw. finde ich ehrlich gesagt bei diesem Thema besonders tragisch.


    Leider kann man nur abwarten.

  • Von einem Versprechen bar Kontokralle habe ich nicht gesprochen. Vielmehr vom Versprechen, dass das Gesetz dann da ist mit dem Wissen, dass es locker 6 Monate dauern kann, bis den tatsächlichen was auf dem Konto ankommt. Man sieht es doch an den Reaktionen derer, die sich durch solche Aussagen schnellere Hilfe versprochen haben. Sogar hier im Forum.

    Ja, gut, vielleicht bin ich "vorbelastet" durch die Arbeitsjahre im öD. Das das nicht auf ex geht war klar, genauso wie das Gegreine der Städte/Gemeinden bzgl. Finanzierung und Personal.


    Wichtig ist imho das der Anspruch ab dem 01.01. besteht. Wann das gezahlt wird, kann für die die
    a) nicht unmittelbar drauf angewiesen sind oder
    b) denen es ohnehin leider verrechnet wird, erstmal egal sein. Weil für die ändert sich nichts. Klar, wäre es schöner, wenn ich Ende Januar (wird das im Vorraus bezahlt? Weiß es nicht mehr), noch ~200,- extra auf dem Konto hätte. Aber wir müssen nicht hungern, wenn dem nicht so ist.
    Die, die auf der Kippe zwischen Sozialleistungen oder eigenem Verdienst+UVG stehen, dürften angeschmiert sein. Weil sie erstmal weiter die aufwendigeren Anträge stellen bzw. weiter knapsen müssen.


    Wenn das Gesetz im Juli erst verabschiedet wird, ist vielleicht schon ein bißchen Personal vorrätig, aber die Software noch nicht umgestellt usw. Das Beispiel mit den Tarifverhandlungen habe ich ja schon genannt - das dauert Monate, bis das auf den Konten einläuft.
    Die BTW ist schon im Herbst. Sprich: Die Chancen das die SPD/Schwesig keinen großen Gewinn durch Wählergunst bekommt, weil die Wahl schlicht schon durch ist, stehen nicht allzu schlecht.
    Und vielleicht sollte man auch die Argumentation der CDU etwas unter diesem Blickwinkel verstehen. Denen ist es auch nicht dran gelegen, dass die SPD durch so etwas Punkte macht. Mag ja sein, das sachliche Gründe gegen eine schnelle Umsetzung sprechen. Aber so ein Hauch Wahlkampf ist eben auch. Sowohl für SPD als auch CDU.

    Einmal editiert, zuletzt von butterblum ()

  • Ich bin gespannt ob sie nicht vielelicht einen Kompromiss einführen 87% bekommen ihn nicht weil sie sozialleistungen beziehen und 12% verdienen zuviel und das 1% muss so komplizierte Antragswerke ausfüllen das von denen 95% darauf verzichtet......... :D
    Herr Landsberg hat schon recht, die größte Masse der AEs sieht eh keinen Cent davon und die 13% die es betrifft sind keine relevante Größe für die es sich lohnt Geld aus zu geben......klassischer deutscher Neidsatz zieht hier "...der/die hat doch eh schon genug sonst würde der/die ja sozialhilfe bekommen...".


    Ich würde also zu den 13% gehören...gehe aber auch Vollzeit arbeiten... Wenn ich den von Dir genannten Satz höre von wegen bekommt eh mehr als Sozialhilfe könnte ich regelmässig :kotz denn immerhin musste ich Betreuungskosten zahlen etc. als die Kids noch klein waren, denn ich hatte ja angeblich genug. Nach allen Zahlungsverpflichtungen aber weniger als bei H IV. Auch jetzt, da Kids größer und sehr selbständig sind, könnte ich bei dem Satz :kotz Denn ich arbeite VZ und mag da schon mehr haben, als jemand der nicht arbeitet. OK, habe ich. Aber wenn da ein bestimmtes Einkommen zählen würde, ahne ich, daß ich wieder mal leer ausgehe. Der Staat meint ja schon seit knapp 9 Jahren, ich habe kein Kind zu ernähren. Bald habe ich in diesem Sinne kein zweites zu ernähren. Bekomme weder Unterhalt noch sonstiges als Unterstützung. Lebe mit zwei Kids von einem Einkommen mit dem wenig mehr über Steuerklasse 2. Die nicht zahlenden KV ziehen aber ohne Umgang ihren Teil des Kindergeldes ein. :cursing: Und dann kommt noch vom JA, wenn KV unerwartete hohe Ausgaben hat, z.B. defektes Haushalstgerät hat, zahlt er weinger...sorry, aber das habe ich abgelehnt! Denn immerhin leben wir seit einem Jahr ohne Backofen. Geht halt nicht, kommt ja seit 1 1/2 Jahren kein Unterhalt mehr. :kopf

  • Sandra, ich stimme dir 100% zu. Ich habe auch nur das geschrieben was ich in meiner Kristallkugel sehe....gut ich hab keine aber ich habe in meinem "früheren Leben" erschreckend tiefe einblicke in die Welt der Politik bekommen.
    Ich stand selber schon auf diesen parlamentarische Abenden auf Ständen eines Industrievertreters bzw. saß am Tisch und habe Hände geschüttelt bzw. den Abgeordneten/Minister umschleimt. Da wird dann auch mal über sowas geredet......wirklich interessant wird es wenn ein bekannter "Sozialpolitiker" von "Minderleistern" (wir) referiert, da erwartest du nichts mehr. Da sind mir leute wie Schäuble oder Stoiber lieber bei denen merkst du gleich das wir AEs oder andere die es etwas schwieriger haben nichts zu erwarten haben und nicht dieses verlogene Wahlkampfgewäsch alá Frau Schwesig.
    Faselt was davon das sie uns ein hochleistungs Rennpferd hinstellen will dabei sieht sie im Augenwinkel schon das bei dem einzigem beinamputierten Pony im Stall schon der Pferdemetzger mit dem Bolzenschussgerät steht.....erbärmlich.
    Naja das entsetzen und die Betroffenheit wird groß sein bei der nächsten Wahl und keiner hat das ahnen können, wie bei Trump.

  • Lebe mit zwei Kids von einem Einkommen mit dem wenig mehr über Steuerklasse 2.


    Das ist ja ein bisschen die Krux, drei Menschen leben von einem Einkommen, selbst wenn das überdurchschnittlich ist, wird es immer schwieriger, als würde sich diese gleiche Einkommen auf zwei Erwerbstätige verteilen, selbst wenn diese nicht verheiratet sind. Das hat jetzt wenig mit dem Unterhaltsvorschuss zu tun, aber man kann den eben auch ein wenig als Ausgleich sehen, für die restliche Steuergeschichten, die ja sowieso auch nur bei einem Bruchteil ankommen... Das System trägt der Tatsache, dass einer den ganzen Schice allein macht eben nur wenig Rechnung.


    Zum Thema Steuern gibt´s übrigens ne ganz spannende öffentliche Verhandlung nächste Woche vorm Finanzgericht in Hannover... da klagt eine AE Mutter, weil sie die Steuerklasse 2 für verfassungswidrig hält.


    Aber zum Thema, weiß jemand wie diese ominösen 13 % erhoben wurden? Dass die Umfrage hier im Thread ne andere Tendenz zeigt ist klar, weil die Menschen, die hier im Thread lesen und schreiben schon auch ein persönliches Interesse daran haben, dass das Gesetzt kommt :lach .

    LG Campusmami



    Sonne muss von Innen scheinen :sonne


    Das Leben findet draußen statt :rainbow: .

  • Aber zum Thema, weiß jemand wie diese ominösen 13 % erhoben wurden? Dass die Umfrage hier im Thread ne andere Tendenz zeigt ist klar, weil die Menschen, die hier im Thread lesen und schreiben schon auch ein persönliches Interesse daran haben, dass das Gesetzt kommt :lach .


    Das sind ja die Angaben von Guido Landsberg vom Städte- und Gemeindebund. Das hat er im Interview mit dem MDR so gesagt und steht auch im Sendeskript so.
    Wie die Kommunen an die Zahlen gekommen sind, sagt er nicht direkt (wurde er aber auch nicht gefragt). Aber er erzählt, dass die Kommunen halt geguckt und geprüft haben, was sie für einen personellen Aufwand haben werden durch die geplante Gesetzesänderung, welche Kosten auf sie zukommen und halt auch, welche Auswirkungen das Gesetz hat. Und dabei scheinen sie diese 13% ermittelt zu haben.
    Das Verfahren an sich ist klassisch für Gesetzesverfahren. Solch ein Prüfauftrag ist Standard. Allerdings etwas früher, also bevor man an die Öffentlichkeit tritt. Hier scheint es andersherum gelaufen zu sein. Was ja eine politische Entscheidung ist.


    Im Normalfall muss man davon ausgehen, dass die ermittelten Zahlen einigermaßen stimmen. Wenn nicht, haben wir ein strukturelles Problem: Diese zahlen haben ja die selben Leute ermittelt, die auch sonst alle Daten und Fakten ermitteln, wenn der Bund Gesetzesvorlagen in die Wege leitet, die Länder, Städte und Kommunen betreffen.


    Trotzdem kann ich irgendwie nicht glauben, dass - so wäre ja der Umkehrschluss - es nur 13 % Alleinerziehende gibt mit Kindern jenseits der zwölf Jahre bzw. mit bis zu 12 Jahren aber versiegtem Unterhaltsvorschussbezug, die keine Sozialgelder beziehen. Nur die würden ja profitieren.
    Aber: Das FamMinisterium hat nicht widersprochen. (Kann aber auch daran liegen, dass die Öffentlichkeitsarbeit von Schwesig eh unter allen Kanonen ist ...)

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Trotzdem kann ich irgendwie nicht glauben, dass - so wäre ja der Umkehrschluss - es nur 13 % Alleinerziehende gibt mit Kindern jenseits der zwölf Jahre bzw. mit bis zu 12 Jahren aber versiegtem Unterhaltsvorschussbezug, die keine Sozialgelder beziehen. Nur die würden ja profitieren.


    Genau, das macht mich stutzig... das ganze ist ja ne Reaktion auf die Bertelmannsstudie, und da beziehen erschreckend viele AEs Sozialgelder, aber so viele dann doch nicht... ganz davon abgesehen, dass die Wahrscheinlichkeit sich selbst finanzieren zu können, mit dem Alter der Kinder steigt :rauchen

    LG Campusmami



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  • Zum Thema Steuern gibt´s übrigens ne ganz spannende öffentliche Verhandlung nächste Woche vorm Finanzgericht in Hannover... da klagt eine AE Mutter, weil sie die Steuerklasse 2 für verfassungswidrig hält.


    Hallo campusmami, was genau meint die AE ist denn verfassungswidrig?
    Die Steuerklasse 2 ansich oder so wie sie aktuell gültig ist?


    VG
    Lale

    :sonne :sonne :sonne :sonne :sonne

  • Die Steuerklasse 2 ansich oder so wie sie aktuell gültig ist?


    Ich glaube es geht darum, dass der Steuerabzug so hoch ist, dass das Nettoeinkommen unterhalb des Existenzminimums liegt und das nicht sein darf... :hae: Ich habe nur die Pressemeldung gelesen und bin kein Finanz- oder Rechtsexperte :frag

    LG Campusmami



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  • Unter weact. campact.de gibt es eine Petition von VAMV.de , VAMV-NRW, starkundalleinerziehend.de, mama-arbeitet.de und phoenix-frauen.de an Herrn Lieber ( CDU ), Herrn Weinberg (CDU ) und Herrn Rix ( SPD ) mit dem Titel „ Lassen Sie Trennungskinder nicht noch länger im Stich“.


    Die sollte sich jeder hier im Forums mal durchlesen und mitzeichnen, wenn er dafür ist.


    Gestern hatte ich mir nämlich die ganze Haushaltsdebatte vom Bmfsfj aus der Mediathek des deutschen Bundestages angeschaut. Tenor der CDU: Wir wollen das neue UVG auch, aber.......tausend Ausreden. Und dass es nicht zum 1.1.2017 umgesetzt werden kann, daran sind alle anderen schuld.

  • Vielleicht wäre eine Aufforderung an die Familienministerin hilfreicher, eine abgestimmte und mehrheitsfähige Gesetzesvorlage vorzulegen, bevor man laut in der Öffentlichkeit die Posaune bläst, passender.
    Was hier derzeit passiert, ist einfach handwerkliche Schlamperei des Familienministeriums. Und geschlampt wird auf Kosten der AEs.
    - Wenn alles sauber und klar wäre, könnte sich Schwesig doch vor eine Kamera stellen - es wird schon eine da sein - und alles aufklären. Käme besser als halbgare Verheißungen via Facebook.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • ganz davon abgesehen, dass die Wahrscheinlichkeit sich selbst finanzieren zu können, mit dem Alter der Kinder steigt :rauchen


    Genau.
    Das ist so eine politische Halbwahrheit, die die eigene These unterstützt. RTL-Gucker Fakten.
    Aber wäre ja noch "schlimmer", wenn es 20-30% AE bzw. deren Kinder wären die aufgrund der Gesetzesänderung das UVG zusätzlich bekämen.

    Einmal editiert, zuletzt von butterblum ()