Und täglich grüßt das Murmeltier: Kinderarmut wächst erneut

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  • Erneut hat die Bertelsmann-Stiftung eine Untersuchung über Kinderarmut in Deutschland vorgelegt. Nicht zum ersten Mal. Aber die Zahlen sind weiterhin bedrückend: Fast zwei Millionen Minderjährige waren in 2015 auf Sozialleistungen angewiesen. Das sind 14,7 Prozent aller Kinder. 2011 waren dies noch 14,3 Prozent. Oder in Menschen ausgedrückt: 52 000 Kinder mehr lebten in 2015 "in Armut", wie es Projektleiterin Sarah Menne ausdrückte.


    Fast die Hälfte aller betroffenen Kinder (gut 45 Prozent), leben nur mit einem Elternteil, sind also in einer AE-Familie.


    "Kinderreichtum" birgt die Gefahr von Armut. Familien mit drei und mehr Kindern machen einen Anteil von über 37 Prozent der "armen Kinder" aus.



    Folgen: Arme Kinder seien häufiger von Gesundheitsproblemen betroffen, führte Menne aus. Es fehle meist an gesundem Essen. Und oft seien Kinder und Jugendliche "sozial isoliert". Sie könnten Vereinen nicht beitreten. Ein anderer Faktor sei die Bildung: "Arme Kinder" hätten oft kein eigenes Zimmer. Hausaufgaben und lernen für die Schule sei erheblich erschwert. Dazu käme, dass diese Armut nicht vorübergehend sei: Kinder leben häufig über einen längeren Zeitraum in Armut. Im Alter von sieben bis fünfzehn Jahren seien 57,2 Prozent der armen Kinder bereits seit mehr als drei Jahren von Sozialleistungen abhängig.


    Alles - grob gesehen - keine neuen Zahlen. Wir haben das hier schon oft diskutiert in den vergangenen Jahren. Schlimm ist: Das Problem ist erkannt, aber es verbessert sich nichts. Sondern es wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Die Politik scheint machtlos - oder willenlos. Angekündigt wird eine Kindergelderhöhung von 2 Euro vom Finanzminister (der allerdings einzig dafür zuständig ist, dass die Inflationsrate berücksichtigt wird). Familienministerin Schwesig stellte gestern immerhin fest, dass die Idee, Kindern "an die unterste Grenze der Sozialhilfe" finanzielle Unterstützung zu geben, nicht der Weisheit letzter Schluss sei. Es müsse mehr geschehen. Nur: Sie wäre für Ideen und Konzepte verantwortlich. Gern würden wir AEs dazu etwas hören. Doch es herrscht Schweigen im Walde.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Es ist nunmal nicht von politischem Interesse. Kinderarmut zu beseitigen kostet Geld und bringt kaum außenpolitische Wirkung.


    Mit Wirtschaft und Militär ist den Lobbyisten viel mehr Genüge getan.


    Traurig ist vor allem, dass die Steuerüberschüsse weder in o.a. Problematik noch in Bildungspolitik investiert werden. Stattdessen werden Milliarden in der Türkei versenkt.


    Kinder und Familien haben bei einer kinderlosen Kanzlerin nunmal keine Lobby. Sie profitiert ja vom Ehegattensplitting.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Naja lasst uns ein bissl Frau Merkel sein - Wir schaffen das.............


    ich liebe deine ironie mit einem hauch sarkasmus :love::D

    ^^ superkalifragelistischexpialigetsich ^^


    "ich bin gerade wie ich bin, weil ich mich jetzt genauso brauche"


    lg chia :wink

  • Naja lasst uns ein bissl Frau Merkel sein - Wir schaffen das.............


    Oder, nur für den Fall, dass wir es selbst nicht schaffen, Frau Merkel zu sein, können wir uns ja immerhin doch daran erinnern, dass wir in Deutschland Zehntausende, ja Hunderttausende Angela Merkels haben, in jedem Dorf, in jeder Stadt. Hat Peter Altmeier behauptet, und der muss es schließlich wissen. Angela Merkels sind also sozusagen ein Geschenk Gottes, wie hier nachzulesen ist. Kann man sich nur noch fragen: welchen Gottes?

  • Die Politik scheint machtlos - oder willenlos.


    Die Familienpolitik in diesem Land ist mindestens seit 30 Jahren auf dem Holzweg.
    Es hat ja seine Gründe, warum wir in Deutschland zu wenig Kinder haben.
    Was brauchen junge Familien denn in erster Linie, damit sie sich für Kinder entscheiden bzw. sie sich leisten können und ev. mit 1 bis 1 1/2 Gehältern zurecht kommen?
    Ein Nest = günstigen, bezahlbaren Wohnraum mit ausreichend Platz in Form eines Einfamilienhauses u. einem kl., zum Spielen geeigneten sicheren Garten.
    Geringe Kosten bei der Unterhaltung der Immobilie = vergünstigte Preise bei Strom, Gas u. Wasser.


    Anstatt da Förderungsprogramme aufzulegen, hat man zugelassen, das Grundstückspreise explodiert und Baukosten ständig gestiegen sind.
    Von den Milliardengewinnen, die mit Strom, Gas u. Wasser erzielt werden, wovon dicke Vorstands-Gehälter und die Dividenden der Aktionäre bezahlt werden, ganz zu schweigen.
    Für junge Paare bzw. Familien wurde nichts getan. Das Verbleiben an der Macht hat die Politik lieber mit teuren Geschenken an die Rentner "erkauft".
    Jetzt jammert man rum, das Deutschland zu wenig Kinder hat. :radab


    Warum man aktuell der Kinderarmut nicht entgegen steuert, liegt doch auf der Hand.
    Die Nutznießer ev. Wohltaten wären in der Mehrzahl kaum deutsche Kinder, da es davon zu wenige gibt.
    In unserem Schulbezirk z.B. gibt es Klassen, wo gerade noch 2 deutsche Kinder sitzen.


    Keine Partei in unserm Land hat sich in der Familienpolitik mit Ruhm bekleckert. Es wurde stets hauptsächlich das eigene Klientel bedient.
    Wenn ich diese Heuchler sehe, könnte ich ehrlich :kotz


    LG
    Joachim

    Einmal editiert, zuletzt von bay-of-russel ()

  • Kinder, vor allem arme Kinder und deren alleinerziehendes Elternteil haben keine Lobby. Niemanden, der in Berlin sich mit den Abgeordneten trifft und sie mit Infos füttert. Kaum politisch aktive Parteimitglieder an der Basis, die eigene AE-Erfahrung haben. Und in den Parteigremien sicherlich keine AE-Betroffenen, die von Hartz-IV abhängig sind und nicht in den Job kommen, weil die Kinderbetreuung nicht funzt oder der angehende Arbeitgeber lieber wen kinderloses einstellt.


    Keine Gewerkschaften, die Arbeitnehmer mobilisieren. Keine Ansprechpartner für Journalisten, die wirklich für die breite Masse der natürlich nicht organisierten AEs sprechen können. Keine datensicheren strukturellen Untersuchungen (sondern nur immer wieder erschreckende Untersuchungen, die AEs und ihre Kids am Rande "mitbetrachten").


    Unsere Politik und unsere Gesellschaft hat die AEs aus dem Blick verloren. Andere Themen sind mehr "sexy".


    So geht unser Justizminister gestern und heute vor die Presse, um für die Entschädigung Homosexueller zu kämpfen, die vor 1969 strafrechtlich verurteilt worden sind. Sicherlich ein wichtiges Thema. Allerdings 50.000 Menschen betreffend, von denen ein Großteil heute bereits verstorben ist. (Da kann man groß reden und wenig zahlen, sag ich mal ...).


    Begründet wird das mit der hehren Aussage: "Aus heutiger Sicht war das ein klarer Verstoß gegen die Menschenwürde und damit verfassungswidrig", so Maas. "Ein Rechtsstaat sollte auch die Kraft haben, seine eigenen Fehler zu korrigieren."



    Nur seltsam mutet es einen an, wenn man sich daran erinnert, dass vor wenigen Jahren das Verfassungsgericht die finanzielle Situation vieler Kinder als verfassungswidrig bezeichnet hat und die Regierung zum substantiellen Handeln aufgefordert wurde. Da könnte doch der Rechtsstaat mal etwas zeitnaher auf die Menschenwürde achten und aus eigener Kraft die eigenen Fehler korrigieren.


    Aber Fehler anderer aus der Vergangenheit richtig zu stellen, ist vielleicht einfacher. Ist halt Pech für AEs und ihre Kinder ...

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Vielleicht ist der Ansatz auch die Ausbildung der Eltern? Die Wahl der Berufe? Die Berufserfahrung der Eltern bevor sie Kinder bekommen?
    Gestern hatte ich ein langes Gespräch mit einer Dame die Statistiken erhebt. Wieviel Mütter arbeiten heute selbstverständlich?
    Wie hoch ist das Monatseinkommen und wofür wird es ausgegeben? In den ersten Jahren mit Kleinkind hatte ich oft nur 200 Euro zum leben
    und Klamotten kaufen, von Investionen ganz abgesehen. Da hat sich Arbeiten "nicht gerechnet" - nach 10 Jahren auf lange Sicht schon und
    was kommt nach den Jahren als Elternteil ? Schafft man den Einstieg/Aufstieg mit 50 oder gar älter? Reicht es dann für ein Polster für die 3.
    Lebenszeit? Sollte es die Rente dann noch leistungsorieniert geben - wurde ausreichend eingezahlt?
    Solange viele Menschen mehr Geld in Autos, wie in Bildung investieren, wird sich die Schraube weiter drehen.
    Meine größte Angst ist Krankheit .... und an der Baustelle arbeite ich gerade ganz persönlich - ich möchte Handlungsfähig/Gesund bleiben.

  • Vielleicht ist der Ansatz auch die Ausbildung der Eltern? Die Wahl der Berufe? Die Berufserfahrung der Eltern bevor sie Kinder bekommen?


    Solange viele Menschen mehr Geld in Autos, wie in Bildung investieren, wird sich die Schraube weiter drehen.
    Meine größte Angst ist Krankheit .... und an der Baustelle arbeite ich gerade ganz persönlich - ich möchte Handlungsfähig/Gesund bleiben.


    Wenn ich in dieses Horn tute, dann heißt es schnell: "Klar sind Kids in AE-Familien arm. Denn die schlampige Mutter hat sich, statt Schule und Berufsausbildung zuende zu machen, lieber ein Kind von einem Hallodri andrehen lassen. Guckt jetzt den ganzen Tag bildungsfernes RTL 2 und lebt von Hartz-IV. Prekariat halt ..."



    Und genau weil dieses Denken in den Köpfen vieler ist, das Wissen um die tatsächliche Situation nicht vorhanden ist, haben wir diesen desaströsen Strudel, in den man als AE ganz schnell reingerät und nicht mehr rauskommt.


    Oder andersherum gesagt: Wenn ich nicht höchstes Glück gehabt hätte mit einem mehr als verständnisvollen Arbeitgeber und einem großen Team an Mitarbeitern und Kollegen, die mich absolut unterstützt haben: Meinen Job wäre ich los gewesen, als ich AE mit drei Kids, davon eines im Windelalter, geworden bin. Trotz "akademischer Bildung". Und dann wäre ich schnell "verarmt". Und hätte, das ist die Krux, die Ausbildung der Kids nicht finanzieren können.



    Nein. Den Schuh: AEs haben ein Bildungsproblem und deshalb stecken sie in einem finanziellen Problem, den sollten sich AEs nicht anziehen. Es sind in Deutschland festgeschriebene strukturelle Probleme, die nahezu in einem Automatismus dazu führen, dass jeder zweite AE auf kurz oder lang durchs soziale Raster fällt.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Nein. Den Schuh: AEs haben ein Bildungsproblem und deshalb stecken sie in einem finanziellen Problem, den sollten sich AEs nicht anziehen. Es sind in Deutschland festgeschriebene strukturelle Probleme, die nahezu in einem Automatismus dazu führen, dass jeder zweite AE auf kurz oder lang durchs soziale Raster fällt.


    das war nicht auf AE's gemünzt - sondern allgemein auf Eltern. Im Alltag treffe ich täglich viele Menschen mit sehr wenig Einkommen, viele die Aufstocken müssen. Fast immer - außer bei chronisch Kranken - ist es aber der Beruf die "krux" - oft paßt der Beruf nicht zum Menschen oder den Beruf gibt es nicht mehr. Die Bereitschaft in Bildung zu investieren - und sei es nur Zeit in einer bezahlten Fortbildung haben viele nicht. Das ist sehr schade. Da fehlt es an der Perspektive für die nächsten Jahre und Jahrzente. Das hat sich gewandelt - in den 80ziger und 90zigern - gerade bei uns im Pott - machte man eine Ausbildung für die Lebenszeit. Ausbildung - Geselle und dann einfach 40-50 Jahre durchziehen und Gehaltserhöhungen abwarten - selbst da war schon die Bereitschaft für Zusatz-Qualifiktionen gering.
    Und ja, oft sind es auch Mütter mit Kindern - die dann die Kinderbetreuung für die nächsten 10-15 Jahre anführen, warum ein Job mit 2-3 halben Tagen in der Woche nicht möglich ist. Nur mit 40 oder 50 sind die Chancen auch nicht größer - dann aber die Kinder.


  • Da stimme ich Dir zu voll und ganz... :thanks:


    Ich frage mich nur immer wieder, warum nichts geschieht? Das "Heer" der Alleinerziehenden wird immer größer und nichts, aber auch gar nichts ändert sich in der Politik. Ich habe einen "Steuervorteil" von 30,00 € zu einem Single (Steuerklasse 1) und es wird als die "Errungenschaft" schlechthin gefeiert. :rolleyes:


    Vor den Wahlen wird regelmäßig "schwadroniert" und Versprechen gegeben, aber passieren tut nicht viel. :hä


    Ich hoffe, dass meine Tochter mal nie alleinerziehend sein muss, es wird nicht besser werden.... :hm...

    Alles, was Ihr also von anderen erwartet, dass tut auch Ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten Mt 7,12

    Einmal editiert, zuletzt von Nicole39 ()

  • Es ist in Deutschland einfach schwer Beruf und Kinder unter einen Hut zu bringen.
    Auch Mütter, die mit ihrem Partner noch zusammen leben, werden viele Steine im Berufsleben in den Weg gestellt.
    Da braucht man wirklich einen verständnisvollen Chef und Kollegen, die mitziehen.
    Meist sind es dann die Kinderlosen, die quer schießen und für schlechte Stimmung sorgen.


    Was das Thema Politik angeht, das verstehe ich auch nicht. Warum thematisiert man die Alleinerziehenden nicht mehr.
    Und es muss eindeutig mehr für die jungen Paare getan werden. Dann bekommen vielleicht wieder mehr Menschen Lust, Kinder in die Welt zu setzen.
    So ist es doch auch in der Rente ein klarer Nachteil, wenn man Kinder bekommt. Obwohl man doch die nächsten Rentenzahler großzieht??!!
    Die Anzahl der Kinder, die man versorgt muss eindeutig mehr in die Rentenberechnung berücksichtigt werden.


    Stattdessen, was passiert?


    Ich dachte der Verband der Alleinerziehenden wäre eine Möglichkeit?
    Aber so richtig erreichen die auch nicht viel, oder?

    :sonne :sonne :sonne :sonne :sonne

  • Kinder, vor allem arme Kinder und deren alleinerziehendes Elternteil haben keine Lobby. Niemanden, der in Berlin sich mit den Abgeordneten trifft und sie mit Infos füttert. Kaum politisch aktive Parteimitglieder an der Basis, die eigene AE-Erfahrung haben.


    Das sehe ich allerdings ein wenig anders. Es gibt nach meiner Kenntnis eine Reihe von Personen, die nahtlos von der Geschäftsführung der Armutsverwaltungsverbände als Funktionäre in die Ministerien hinüberwechseln. Es sind also sehr wohl solche Schnittstellen vorhanden. Deren Aufgabe ist es aber gerade nicht, die Situation für Alleinerziehende zu verbessern, sondern die Fleischtöpfe der Verbände immer randvoll zu halten und die Geldströme aus dem Sozialetat des Bundes in die entsprechende Richtung zu lenken. Hätten die Bertelsmänner erklärt, es gäbe in Deutschland keine armen Kinder mehr und die Situation der Alleinerziehenden sei prächtig, das wäre ja entsetzlich für VAMV, Caritas, Diakonie u. DRK, Arbeiterwohlfahrt & Co. Die hätten teilweise ja gar keine Existenzberechtigung mehr.


    Die Armutsverwaltung ist ein Millionenmarkt. Beispielsweise hat die Stadt Neuss im Jahr 2009 pauschal 260.000 Euro an die Wohlfahrtsverbände von AWO, Caritas, bis DRK überwiesen. Ein Jahr später "nur noch" 234.000 Euro.


    http://www.wz.de/lokales/rhein…uss-an-verbaende-1.153324


    Armut ist politisch gewollt. Frei nach dem Motto:"Halt du sie dumm, ich halt' sie arm" (Frei nach Reinhard Mey).


    Die Überlegungen des ehem. Sozialrichter Borchert finde ich recht überzeugend. Ich hoffe, er kommt diesmal beim BVerG mit seinen Anträgen wg. unzulässiger
    "Doppelbesteuerung" von Familien durch.


    http://www.t-online.de/eltern/…kgabe-von-diebesgut-.html


    http://www.t-online.de/eltern/…ter-fordert-aufstand.html


    Wer sonst gerade nichts zu tun hat, kann ja auch, wie in dem 2. Artikel geschildert, eine Verringerung der Sozialversicherungsbeiträge beantragen
    und sich dann durch die Instanzen klagen.


    Also vom Staat ist nüscht zu erwarten. Es bleibt nur ein bißchen steuerfinanzierte Betroffenheitsstatistik für die Folienpräsentation.
    Wie? Steuerfinanziert?


    http://www.derwesten.de/politi…mann-aimp-id11991459.html


    5.000.000 Euro für Beratungsleistung und Schulung von NRW an Bertelsmann für 2 Sozialprojekte. In Worten: Fünf Millionen Euro. Kein einziger
    Eurocent für die Reinvestition der Infrastruktur. Was man dort lehrt? Netzwerken! Soziale Kontakte knüpfen und wie die Kommunen (durch "Bildungspräventation") Geld sparen können.
    Der Flyer für das Programm ist der Hammer, da steht drin, das man Gelder nicht mehr nach dem Gießkannenprinzip verteilen will, sondern da einsetzt, wo sie gebraucht werden.
    Wo das genau ist, sagt uns für nur 5 Mio. die Stiftung Bertelsmann. Wir benutzten keine Gießkannen mehr, sondern geben das Geld gleich den Leuten aus Gütersloh.


    Ach, die Klassenzimmer sind seit 20 Jahren immer noch nicht gestrichen und der Kindergarten bleibt ein Sanierungsfall? Über solche
    Lapalien wollen wir uns aber mal nicht aufregen. Da kommen die Bertelsmänner dann bestimmt bald zu den Familien nach Hause und geben da Einzelunterricht
    in der "musikalischen Grundschule".


    Ich muß jetzt glaube ich, aufhören, sonst wird mir gleich noch schlecht.


    Ende September fahre ich zur nationalen Armutskonferenz in Berlin. Mal sehen, was die so zu erzählen haben.

  • Ich frage mich nur immer wieder, warum nichts geschieht? Das "Heer" der Alleinerziehenden wird immer größer und nichts, aber auch gar nichts ändert sich in der Politik. Ich habe einen "Steuervorteil" von 30,00 € zu einem Single (Steuerklasse 1) und es wird als die "Errungenschaft" schlechthin gefeiert. :rolleyes:


    Vor den Wahlen wird regelmäßig "schwadroniert" und Versprechen gegeben, aber passieren tut nicht viel. :hä


    Ich hoffe, dass meine Tochter mal nie alleinerziehend sein muss, es wird nicht besser werden.... :hm...

    Warum sollte auch was passieren? Welche Motivation hätte ein Politiker oder Wirtschaftslenker da massiv etwas zu ändern?
    Bei der Gruppe der AEs gibts nix zu holen, es gibt keine Anschlusspöstchen für Politiker und die Gruppe dürfte einen erheblichen Anteil an nichtwählern haben.....
    Es geht dabei um das Sichern von Pfründen, nicht umsonst verschiebt sich Bildung immer mehr zu denen die etwas haben.
    Arbeitsplätze werden immer weniger und dafür werden "Jobs" geschaffen. Da soll doch bitte nicht der Balg von ner armen Mami einen Arbeitsplatz bekommen sondern der eigene Sohnemann denn man hat es schließlich in der Gesellschaft zu was gebracht, der Mann fährt nen A6 als Firmenwagen ;) Das ist ein elitäres Denken welches immer weiter um sich greift.
    Wieso sollte ein Politiker ein ernsthaftes Interesse haben daran was zu ändern? Seine Kinder gehen in die "richtigen" Schulen, bekommen Nachhilfe und Hausaufgabenhilfe, das Umfeld besteht da in der Regel auch zu 95% aus einem Personenkreis dessen Lebensstandard ähnlich ist......ist doch alles super! Die "Assis" sind doch selber schuld" die Einstellung ist in den meisten Köpfen drin auch wenns keiner zugeben würde.
    Klar über Verbesserungen der Armen reden kommt gut, 2€ mehr Kindergeld kann man als "sozial" verkaufen, Schäuble entlastet den "Steuerzahler" und 2017 sind Wahlen. Wobei auch das gerade in den Hintergrund rückt, so ein syrisches Mädchen mit riesigen Knopfaugen und zerlumpten Klamotten zieht einfach besser als die zwei Balgen von Mandy aus Cottbus. Da kann man auch kritiker viel einfacher kalt stellen "sie fieser rechter was wagen sie zu fragen für fas die 5800€ Monatlich pro Flüchtlingskind genommen werden" und schwups hat man Zivilcourage gezeigt im Kampf gegen rechts."Wir schaffen das" auch so was, einfach mal einen sau blöden Spruch in
    den Raum geworfen und jeden gnadenlos als rechten abbügeln der
    hinterfragt "Wann und vorallem wie?". :thumbsup: An dem Thema arbeiten sich derzeit alle ab und feiern sich für ihren Standpunkt.
    Extrem ehrlich fand ich die Aussage eines CDU Abgeordneten nach der Wahl in McPomm "Die stimmen für die AfD sind schlimm! Ich habe kein Mandat mehr und muss meine Mitarbeiter entlassen" Es ging ihm nur darum das er sein Pöstchen los ist.


    Siehe weiter oben, wieso sollte sich irgendjemand der in der Lage wäre Veränderungen an zu schieben auch nur im Ansatz für eine Alleinerziehende Mama und deren Kind interessieren?



    F4tH3R F16URE
    sehr richtig, es geht um das Verteilen von Pfründen, da hab ich die "Wohlfahrts"Verbände mal weg gelassen sonst schreib ich mich in Rage.

  • Naja, vielleicht ändert sich in 30 Jahre etwas, wenn es 90 % Alleinerziehende gibt, weil Verheiratete ja lieber in Urlaub fahren und schicke Häuser kaufen als Kinder zu bekommen, die wenigen Reichen, welche sich 3 oder 4 Kinder leisten können, zählen dann nicht mehr als große Masse. :anbet Dann werden wir vielleicht - wie die Rentner heute - von den Politikern "gepampert".... :daumen

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  • Wie sollen denn die Reichen immer reichen werden ohne es von den Armen zu nehmen?
    So ist das System gewollt, drum wurde es so gebaut. Am Ende steht immer der Crash, der meist einhergeht mit Blutvergiessen. Dann stellen wir alles auf Null und fangen, ohne etwas zu ändern, von vorne an.


    Und genau so wählt und verhält sich der mündige Bürger. Bildungspolitik und Politikschauspieler sein Dank.

  • Naja, vielleicht ändert sich in 30 Jahre etwas, wenn es 90 % Alleinerziehende gibt, weil Verheiratete ja lieber in Urlaub fahren und schicke Häuser kaufen als Kinder zu bekommen, die wenigen Reichen, welche sich 3 oder 4 Kinder leisten können, zählen dann nicht mehr als große Masse. :anbet Dann werden wir vielleicht - wie die Rentner heute - von den Politikern "gepampert".... :daumen

    ......glaube ich nicht, das die Bundeswehr im innern eingesetzt werden soll hat ja auch nix mit "Terror" zutun den wir im grunde ja garnicht haben.
    Wenn man sieht wie das in RAF Zeiten abging und das was die "Islamisten" heute abziehen sind das echte Schnarchnasen. Hat ja auch einen Grund weshalb wir täglich verrückt gemacht werden obwohl es in deutschland noch nicht einen einzigen Anschlag gab.
    Ich denke es geht den englischen/südafrikanischen oder US Weg.
    Die Wohlhabenden sammeln sich in Vororten oder bewachten Wohnanlagen und der große Rest wird sich selbst überlassen eine Tendenz ist ja eindeutig zu sehen. Privatschulen waren zu meiner Zeit wirklich nur für die Geldelite da, heute gehen schon Kinder von besser gestellten Angestellten dort hin. Die Schulen in Hamburg Plankenese, Stuttgart am Killesberg oder in Berlin Dahlem/Grunewald sind in ordnung und da muss man seinen Kindern auch keine Hartz4 Kinder "zumuten".
    Meine persönliche Prognose ist das sich erst dann etwas ändert wenn sich der Staat kein Harzt4 mehr leisten kann und es zum Bürgerkrieg kommt....ob das positiver für Alleinerziehende ist.....ich glaubs fast nicht.

  • .... ach und übrigens, auch wenn Ihr mich hier "tuppert" - ich kann und werde meiner Tochter nicht empfehlen, in Deutschland Kinder zu bekommen (ohne Absicherung durch den Mann) Das Risiko, mit Kindern dazustehen und in die Armut zu "sinken", ist mir viel zu groß.


    Es ist vielleicht falsch, aber Sie soll sich ganz auf Ausbildung oder Studium konzentrieren und dann leben. Das, was ich erfahren musste und täglich erlebe, möchte ich ihr ersparen... :(


    Mit dieser Meinung gehe ich übrigens mit allen meinen alleinerziehenden Freundinnen konform... :D

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  • Nicole39


    Ihr habt aber auch grundsätzlich was verkehrt gemacht!
    Ihr glaubt der Propaganda von Roth und Künast das Frau es alleine packen kann.
    Siehe USA und England, die kluge Frau schaut darauf was der Mann für einen sozialen Status hat und was er verdient und dann wird sich arrangiert.
    Sie repräsentiert die Familie und er ist für das Geschäftliche da.
    Jetzt kommt mir keiner mit Liebe, erfülltem Leben usw. das wird immer irrelevanter.
    Ich weis ist unromantisch und blöd aber das wird immer entscheidender.
    Wer das nicht will hat in Zukunft immer öfter pech gehabt und muss mit den Konsequenzen leben.


  • :strahlen :bigkiss genau, nur dass ich keiner Propaganda geglaubt habe, sondern einem Mann, welcher sich - wie manchmal in Deutschland üblich - aus der finanziellen Verantwortung stiehlt. Es muss aber auch gestattet sein, neue Familien zu gründen und die alten "adacta" zu legen. :rauchen :rauchen Das ist aber mein persönliches Pech und kann ich niemand anlasten. Schließlich bin ich selbst an der Situation schuld und keiner Mühe wert... :-D



    So, nun genug "Frust" abgelassen, es bleibt wie es ist, der tägliche Überlebenskampf muss geführt werden... :drink

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