Studium oder 2tes Kind mit 33?

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  • Einen guten Morgen an alle!
    Habe mal eine Frage. Ich habe einen 2,5 Jahre alten Sohn und würde gerne noch ein Studium der sozialen Arbeit beginnen.Allerdings bin ich schon 33 und habe Angst das ich nach dem Studium zu alt bin für ein zweites Kind.Habr auch einen neuen Partner mit dem ich gerne ein Kind hätte. Das Ding ist das ich in einem Beruf arbeite in dem man kaum Austiegschancen und nur ein sehr geringes Einkommen hat.Daher der Wunsch nach einer beruflichen Umorientierung.Habt ihr Erfahrungen mit einem Studium mit über 30?

  • Hier :winken: :D


    Ich bin 34 Jahre jung, habe mit 29 und 3 Kindern mein Abi nachgeholt und mit 30 begonnen Soziale Arbeit zu studieren, im ersten Semester wurde ich verlassen und bin nun in den Endzügen. Es war das beste was ich tun konnte und in meinem Studiengang haben auch einige im Studium Kinder bekommen. Falls du spezifische Fragen hast, kannst du dich gerne auch per PN melden, es ist kein Problem im Studium ein Jahr wg. einem Kind auszusetzen...


    LG
    und viel Erfolg


    Josie


    edit: wir haben zwei in unserem Studiengang die über 50 sind...

  • Na ja, Soziale Arbeit ist nicht unbedingt der Studiengang, der mir als erstes einfällt, wenn es darum geht, mehr Geld zu verdienen. Also wenn das dein Ziel ist, würde ich diesen Plan überdenken. Ich habe in meinem Bekanntenkreis zwei Freundinnen, die diesen Studiengang auch mit Kindern und jenseits der 30 gemacht haben, die ein arbeitet nun als Sozialarbeiterin in einer JVA -S12 und die andere betreut ein Camp für Jugendliche in Portugal, das weiß ich den genauen Verdienst nicht, glaube aber nicht, dass es das Geld war, das sie motiviert hat dort hinzugehen. Wichtig ist vielleicht auch, dass später viele Stellen in dem Bereich, familieninkompatible Arbeitszeiten haben. Also wo möchtest du hin? Und wie sieht es dort Stellentechnisch aus?


    Musst du denn nebenher arbeiten, um das Studium zu finanzieren? Ich würde sagen, damit steht und fällt das Ganze so ein bisschen. Auch mit dem Rückhalt in der Partnerschaft, und ob du wirklich motiviert bist.


    Ich bin selbst jenseits der 30, habe zwei Kinder und eine 80% Stelle und seit nem halben Jahr zur Promotion eingeschrieben und sehe da kein Land... aber vielleicht ist das aber auch ein schlechtes Beispiel, denn ein Studiengang, erfordert auf Grund seiner Organisation weniger Selbstdisziplin. Und noch viel fataler, ich mache mir da selbst keinen Druck und meine Motivation ist gerade eher mäßig. Studiert habe ich mit zwei Kleinkindern... ich weiß nicht, ob ich das heute nochmal durchziehen würde... aber ich hatte auch keinen Partner, der mir da den Rücken freigehalten hat.


    Ach ja, der Baclor dauert 3 Jahre, der Master 2, danach wärst du also immer noch im gebärfahigen Alter, allerdings ist eine Schwangerschaft während des Berufseinstiegs eher kritisch, wenn man nicht ganz viel Glück hat. So hat eine Studentische Hilfskraft von mir ihren Master im 2. Schwangerschaftsmonat abgeschlossen und so als die Schwangerschaft noch nicht öffentlich war ihren Festvertrag unterschrieben. Ein bisschen Glück gehört also auch dazu.


    Was sich sonst noch geändert hat, ist dass die Hochschulpolitik in den letzten Jahren, sich das Label der "Familienfreundlichkeit" zumindest offziell auf die Fahnen schreibt. Wie sehr das umgesetzt wird, ist ein wenig abhängig von der Hochschule und der jeweiligen Fachkultur. Ich denke, damit bist du bei sozialer Arbeit schon mal viel besser dran, als in irgendeinem MINT-Fach. Vielleicht gehst du mal zur Studienberatung und/oder zum Familienservice der Uni oder Hochschule an der du studieren würdest und lässt dich beraten.

    LG Campusmami



    Sonne muss von Innen scheinen :sonne


    Das Leben findet draußen statt :rainbow: .

  • Ich habe einen 2,5 Jahre alten Sohn und würde gerne noch ein Studium der sozialen Arbeit beginnen.Allerdings bin ich schon 33 und habe Angst das ich nach dem Studium zu alt bin für ein zweites Kind.Habr auch einen neuen Partner mit dem ich gerne ein Kind hätte.


    Warum solltest Du nach dem Studium (mit 36?) zu alt für ein zweites Kind sein? Mir ist dazu eingefallen, dass der Altersunterschied zwischen Deinem Sohn und dem erwünschten Kind in drei Jahren schon recht groß ist - je geringer der Altersunterschied, desto eher würden sie tatsächlich zusammen aufwachsen können.


    Ich würde mir tatsächlich eher die Frage stellen, wie stabil Eure Beziehung ist - und damit meine ich nicht nur Eure Paarbeziehung, sondern auch, wie gut Ihr als Familie funktioniert. Wie gut unterstützt Dich Dein Partner in Deinen Plänen und Vorhaben? Was meint er denn dazu?


    Wie gut kennst Du ihn schon? Die Formulierung oben, dass Du einen neuen Partner hast, ist nicht ganz eindeutig zu verstehen. Jedenfalls denke ich, dass ein Kind Euch nicht näher zusammenbringen wird als Ihr im Moment seid. Garantien gibt es wohl keine, aber wenn die Basis (Eure Paarbeziehung) stimmt, dann ist alles andere auch möglich.


    Warum soll es nicht möglich sein, nach der Elternzeit ein Studium zu beginnen?

  • Der Studiengang ist optimal, um Kinder zu bekommen. Wir hatten in der FH sogar eine eigene Kinderbetreuung, notfalls konnte man die Kinder ins Seminar mitnehmen, war überhaupt kein Problem. Ganz viele haben während des Studiums Kinder bekommen. Um gutes Geld zu verdienen, da muss ich mich leider meinen Vorgänger anschließen, ist es leider die falsche Studienrichtung. Da sollte schon eine ganz große Portion Idealismus dabei sein.

  • Wir hatten in der FH sogar eine eigene Kinderbetreuung, notfalls konnte man die Kinder ins Seminar mitnehmen, war überhaupt kein Problem. Ganz viele haben während des Studiums Kinder bekommen.


    Das kann man so nicht wirklich verallgemeinern. Ich würde sagen, das kommt zum einen darauf an, was für ein Kind man hat, zum anderen, wie das Umfeld reagiert. Richtig ist, dass nirgendwo geschrieben, steht, dass das mitbringen von Kindern verboten ist, genauso wenig ist geschrieben, dass es offiziell erlaubt ist. Aus meiner beruflichen Praxis kann ich sagen, dass es da hin und wieder die absurdesten Geschichten gibt... Dozenten können da sehr einfallreich sein. Das geht auch mal zu anonymen Abstimmungen, ob das Kind nun stört oder nicht :crazy. Okay, vielleicht gucke ich da auch mit der falschen Brille drauf, denn auf meinem Schreibtisch landen ja eher die Fälle, bei denen etwas ganz offensichtlich nicht funktioniert.


    Allgemein kann ich sagen, dass es noch immer einen signifikanten Zusammenhang zwischen, wie gut, schnell und wie lange kann ich mein Kind fremdbetreuen lassen und Studienrfolg gibt. Die meisten Studierenden mit Kind gibt es übrigens unter den Humanmedizinern -das fand ich zunächst völlig absurd, aber auch diese Phänomen lässt sich ganz gut erklären. Sprich wer sein Kind die ersten 1 oder gar 3 Jahre selbst betreuen möchte, sollte das Studium auf eine andere Lebensphase verschieben. Sprich so etwas, wie ein familienfreundliche Kultur gibt es an Hochschule noch nicht,man entscheidet also eher das entweder oder und stellt wenn es hart auf hart kommt einen "Nachteilsausgleich-Antrag", dessen Ausgang immer ein bisschen ungewiss ist.


    Sorry, das hört sich alles so negativ an, wahrscheinlich viel negativer, als es gemeint ist :lach , wie gesagt ich habe es ja auch so gemacht und es ist gut gegangen. Kinder bedeuten ja auch immer, dass es eine Ausstiegszeit, oder zumindest ein Kürzertreten gibt, also unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten wäre der ideale Zeitraum für eine Geburt in einer Qualifizierungs- /Erwerbskarriere: NIE! Und gerade weil du ja schon einen Knirps hast, ist es wahrscheinlich am sinnvollsten, die Lebensphase der Familienverantwortung nicht all zu weit zu strecken :frag .


    Was mich ein bisschen verwundert hat, war das "Oder" in deiner Fragestellung. Also ist es für dich so, dass Plan A, Plan B ausschließt und umgekehrt? Und warum ist das so?

    LG Campusmami



    Sonne muss von Innen scheinen :sonne


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  • Nein, verallgemeinern kann man das mit Sicherheit nicht, kann nur von unserer FH sprechen und da kam man (und Frau) sich am Ende vor wie in einer Schwangerensprechstunde beim Frauenarzt oder einer Mütterberatung. Im Gegensatz dazu habe ich mal kurze Zeit was anderes studiert, da wurden Kinder in Vorlesungen überhaupt nicht toleriert. Vielleicht lag es auch an den Alt-68er Dozenten (und Traditionen), welche sehr, sehr locker waren. Die sterben aber leider auch aus. Kann inzwischen auch anders sein. :)


    Vielleicht schaust Du Dir das an Deiner Wunschuni auch einfach mal an und fragst wie sie das z.B. mit den Spätvorlesungen handhaben.