Schlechtes Gewissen bei Kinderbetreuung

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  • Hallo,
    kollidieren bei euch auch so oft die eigenen Interessen mit denen des Kindes? Vieles davon ließe sich lösen, wenn man Kinderbetreuungen in Anspruch nimmt. Es gibt Fitness-Center mit Kinderbetreuung, es gibt Mini-Clubs im Urlaub, es gibt Babysitter für abends...
    Aber meine Kleine ist gerade 2,5 Jahre alt. Ich finde, dass sie eh schon ein ganz schön wildes Leben hat: Bei mir, in der Kita, im Durchschnitt 1,5 Tage pro Woche beim Papa, ab und zu bei der Oma (auch mit Übernachtung alleine). Da bringe ich einfach zu viel Unsicherheit und Unruhe in ihr Leben, wenn ich sie auch noch wildfremden Leuten in die Hand drücke.


    Die andere Seite ist aber natürlich, dass ich schon langsam merke, dass das ewige Zurückstecken an mir zehrt. Ich würde ECHT gerne wieder regelmäßig Sport machen (mache ich jetzt auch, aber halt Aerobic-DVDs vor dem Fernseher...), abends weggehen etc.


    Es ist doch irgendwie blöd, dass man sich entscheiden muss, wer von beiden (man selbst oder das Kind) jetzt einstecken muss. Kennt ihr diese Gedanken?

    Nur weil ich paranoid bin, heißt das nicht, dass ich nicht verfolgt werde! :D

    Einmal editiert, zuletzt von RubySoho ()

  • Früher ging ich immer einmal pro Woche zum Schwimmen, dann kamen die Kinder und wollten mit. Ich war nur noch im Wasser. Geschwommen bin ich aber nicht mehr. Der Große hat vor kurzem sein erstes Abzeichen gemacht und die Kleine schwimmt schon Schwimmhilfe. Es reicht noch nicht ganz für das Seepferdchen. Aber ich kann jetzt auch wieder mal ein paar Bahnen schwimmen und die Kilos gehen wieder runter.[Blockierte Grafik: http://www.allein-erziehend.net/forum/wcf/images/smilies/f015.gif]


    Machmal braucht man etwas Geduld.


    Für meinen Kinder ist es wichtig das sie einen festen Rhythmus haben, wann sie bei anderen Elterteil sind. So kommt für sie keine Unruhe auf. Ob das schon mit 2,5 klapp weiß ich nicht. Meine Kleine zählt immer schon die Tage.

    Ein freundliches Wort oder ein Lächeln kann einen regnerischen Tag in Sonnenschein verwandeln. :strahlen

  • Einen festen Rhythmus will ich seit der Trennung (also seit Geburt). Leider weigert sich der KV aber vehement. Er nimmt sie zweimal wöchentlich, aber die Tage und Uhrzeit wechseln.
    Und was will ich dagegen machen? Wir haben bis auf das eigentlich ein ganz gutes Verhältnis, also will ich das nicht gerichtlich regeln. Auf der normalen, menschlichen Art (und auch auf der etwas vehementeren Art) habe ich es mehrfach versucht und bin immer gegen Wände gelaufen. Zwingen kann ich ihn schlecht :frag

    Nur weil ich paranoid bin, heißt das nicht, dass ich nicht verfolgt werde! :D

  • Ich mache tatsächlich fast nur Dinge ohne Kinder, wenn diese beim KV sind, aber das ist auch wesentlich öfter als bei Dir der Fall. Ausserdem arbeite ich Vollzeit und alle Kinder verbringen die Wochentage in Bildungseinrichtungen ;-), da habe ich einfach keinen Bedarf noch mehr Zeit ohne meine Kinder zu verbringen.

  • Mein Kind geht gerne zu vielen Veranstaltungen - mit den Jahren zieht man sich dann als Elternteil zurück - ich jogge während meine Tochter beim Schwimmen ist - oder sie bleibt mal bei den Nachbarn und ich gehe shoppen. Auch im Urlaub geht sie in den Kids Club - sie freut sich darauf und ich gammel am Pool.


    Schlimmer finde ich die Eltern die ihre Kinder mit durch die Einkuafszenter ziehen oder die sich am Pool langweilen oder zuhause vor der Glotze geparkt werden.


    Unser ist Leben ist bunt - da gibt es viele Betreuungsformen und es gibt viele Stunden am Tag an den ich mich zurücknehmen und funktionieren muss - aber wenn das Kind außerhalb meines Dunstkreises Spaß hat - dann nutze ich die Zeit.


    Wenn dein Kind bei Oma & Papa unter der Woche ist - dann nutze die Zeit - einen zusätzlichen Babysitter für abends fände ich wahrscheinlich auch to much.

  • Es ist einfach verdammt wenig Zeit. Ausgehen ist 1 Abend in 14 Tagen - da muss ich dann schon gut überlegen, mit welchen meiner Freunde ich dann mal etwas mache. Aber gut, das ist so mit Kind, damit kann ich auch leben.


    Sport wird da schon schwieriger. Sie ist einen halben Tag beim KV: da muss ich arbeiten. Dann eben entweder einen halben oder einen ganzen Tag oder eine Übernachtung beim KV - in der Zeit muss ich dann Großputz machen, Dinge erledigen wie mal zum Recyclinghof etc. und eben Sport machen. Da ist jede Minute komplett verplant. Und einmal die Woche Sport bringt jetzt auch nicht soooo viel.

    Nur weil ich paranoid bin, heißt das nicht, dass ich nicht verfolgt werde! :D

  • Ich habe wirklich allergrößten Respekt vor allen AEs, die gar keine Unterstützung durch KV/KM oder Großeltern haben. Das muss echt hart sein...


    Nichtsdestotrotz finde ich es immer wenig hilfreich, wenn man zu einem Problem sagt, dass es noch schlimmer sein könnte. Natürlich bin ich gottfroh um den einen Abend alle 14 Tage und natürlich gibt es viele, die das nicht haben.
    Das ändert aber nichts an der eigentlichen Ausgangssituation.

    Nur weil ich paranoid bin, heißt das nicht, dass ich nicht verfolgt werde! :D

  • Es ist doch irgendwie blöd, dass man sich entscheiden muss, wer von beiden (man selbst oder das Kind) jetzt einstecken muss. Kennt ihr diese Gedanken?


    Muss wirklich immer einer einstecken?
    Das kommt doch stark auf das Kind, und einen selber an...
    Mein Sohn hat es z.B. geliebt, im IKEA im Kinderland "abgegeben" zu werden- meine Tochter hat es gehasst!- dafür konnte ich Tochterkind jederzeit irgendwo "parken", wo Pferde oder Ponies waren- da hatte (und habe ich bis heute :brille ) keine Chance gegen-


    Die Frage ist ja auch, ob es Dich entspannt, und glücklich macht-
    Meine persönliche Erfahrung ist, dass Zeit, die ich mit meinen Kindern verbracht habe, nicht immer so genutzt wurde, dass es wirklich immer sogenannte "Qualitätszeit" war- und mEn. kommt es nur auf die an- und die ist aus meiner Sicht nicht wirklich vorschreibbar, oder gar mehr, wenn man mehr Zeit hat-


    Klar, heute, wo die Kids gross sind, bedauere ich so manche Zeit, die ich nicht mit ihnen verbracht habe- allerdings erinnere ich mich auch an unenspannte Zeit mit ihnen, wo es uns allen besser getan hätte, ich hätte sie (z.B. während einem Fitnesstudiobesuch) dort in der Kinderbetreuung abgegeben....

    Lieber Gruss


    Luchsie


    Dein Denken kann aus der Hölle einen Himmel und aus dem Himmel eine Hölle machen.


    Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug. (Epikur)

  • Ja, ich kann das verstehen.


    Ich hatte die kids einen tag die woche in der OGS. Im ersten halbjahr weil ich nicht wusste wo ich arbeit finde und oma an dem tag außerhalb arbeitet. Im zweiten halbjahr hatte ich sie drin gelassen obwohl es mit dem job nicht nötig gewesen wäre. Einfach um einmal die woche nixt gleich nach der schicht mit kochen und hausaufgaben weiter zu machen.


    Nun fingen beide an zu maulen deshalb und ich hatt ein schlechtes gewissen weil sie in der betreuung waren obwohl ich zu hause war. Deshalb habe ich sie abgemeldet.


    Ich habe hier ja das luxusmodell der kinderbetreuung. Ich könnte, dadurch das ich mit den kids bei meinen eltern wohne, jederzeit abends weg. Da ich aber 2-3 mal die woche eh spätdienst habe, nutze ich das nicht so oft. Aus schlechtem gewissen und weil ich am nächsten tag früh raus muss.


    Klar muss man einerseits auf die belastungsgrenze der kinder achten, und der eine hat eher, der andere später ein schlechtes gewissen.

  • Ich finde auch, dass es auf das Kind ankommt.
    Meine Tochter schlief gerne bei der Oma und wir wechselten uns im Freundeskreis ab, mal schliefen dort 4 Kinder - die Mütter gingen aus.
    Am nächsten WE schliefen die Kinder woanders und die Mütter gingen aus. 8)
    Damals war ich noch sehr jung und es gab in der Hinsicht überhaupt kein Problem.
    Meine Tochter, inzwischen selbst Mutter, fand es sogar toll, da immer viele Kinder zusammen waren.


    Mit meinem Sohn wäre das nicht gegangen, dieser schlief nur bei Mama. Bei Oma nur, wenn ich Nachtdienst hatte - und da musste ich ihn nach dem Dienst abholen.


    Da geriet ich oft an meine Grenzen, war erschöpft.


    Im Prinzip finde ich es gut, wenn Mütter an sich denken, da sie dann meist ausgeglichener sind.
    Ausgeglichene, entspannte Mutter = glückliches Kind.


    Liebe Grüße


    Schneeeule


    Fitness Studio mit Kinderbetreuung würde ich einfach einmal ausprobieren. Da siehst du dann schon, ob es funktioniert.