Auskunftsklage gegen die Uni anstreben ?

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  • Hallo zusammen, :winken:


    bin gerade zur Mitternachtszeit auf dieses Forum gestoßen und finde es interessant. Mein Fall ist sehr speziell, aber endlich will ich die Probleme wieder selbst in die Hand nehmen, nachdem scheinbar auch das Jugendamt nicht weiter kommt und überfordert ist, bzw. man hört auf allen Seiten nur vom Datenschutz und erreicht nichts. Wertvolle Zeit verstreicht.


    Meine kleine Tochter (3 Monate) ist durch eine einmalige Affäre entstanden. Der Mann, damals noch Student, hat sich sehr bemüht seine Person so geheim wie möglich zu halten. Keine Handynummer, keine Wohnanschrift, kein Geburtsdatum und und und....vermutlich ist sogar sein Name nicht korrekt. Er lebte damals in einer Beziehung. Im November 2012 ließ ich ihn schriftlich (per Mail) wissen das er Vater wird. Er zeigte sich geschockt, heulte, wollte die Abtreibung und weiter seine schöne heile Welt und kein Geld zahlen. Soll sich doch ein anderer Vater für die Kleine finden. Er verwischte alle Spuren. Löschte Mailadressen usw. meldete sich auch bei Chat+Internet-Plattformen ab. Machte sich unsichtbar.


    Vor meiner Schwangerschaft wusste ich jedoch um seine Verteidigung der Masterarbeit an der Uni (Ort bekannt). Ich kenne das genaue Datum, die Uhrzeit und die Umstände der Verteidigung, seine Abschlußzensur, Gebiet: Ingenieurswesen, 5 Jahres-Studium, das eine Professorin prüfte usw., habe ja auch ein sehr gutes Gesichtsfoto von ihm...)


    Auch wenn der Name, sein Name, nicht stimmt, denke ich mit den vorhandenen Angaben muss eine Suche doch möglich sein oder? Ist ja erst 1 Jahr her. Dem Jugendamt und mir gibt die Uni keinerlei Auskunft. Deshalb würde ich eine Auskunftsklage im Namen der Tochter gegen die Uni stellen? Beim Familiengericht/Amtsgericht? Habe das noch nie gemacht und mich gerade ein wenig belesen. Formlos soll es wohl auch gehen. Erwähnt man in der Auskunftsklage auch die Unterhaltsansprüche? "Zur Feststellung der Vaterschaft zwecks Unterhaltsansprüche" oder wie könnte man es geschickter formulieren?


    Es ist wie ein Krimi, aber ich bin es meiner süßen, kleinen Tochter einfach schuldig. Ein leeres Feld unter "Vater" in der Geburtsurkunde ist schon schrecklich genug.
    Ich bin bestimmt keine Rächerin und will ihn jagen. Möchte nur wissen wer er ist und das Beste für meinen Sonnenschein.

    :sonne


    Danke für Eure Hilfe,
    Touwanda

  • Wird nichts werden... weil das was du möchtest wäre eine Rasterfahndung... und damit greifst du zwangsläufig in die Grundrechte der anderen Studenten mit ein sowas wäre nur bei schweren Straftaten zulässig.


    Du kannst versuchen über die email und den provider die adresse zu bekommen, evtl ist sie ja noch aktiv ODER er hat real daten bei der anmeldung angegeben... der Provider müsste auskunft geben WENN die Daten noch gespeichert sind.


    DU kannst versuchen an ein Jahrbuch der Uni zu kommen, da sind ja meist Bilder und Namen der Studenten drinnen.... DAS wäre dann legal.
    Dazu kämen, MIT EINVERSTÄNDNIS der Uni, das du nen Aushang an der Uni machst um nach Mitgliedern der Studiengruppe zu fragen.


    Sein EX.Prof darf dir auch bei zeigen des Bildes eigentlich keine Auskunft geben... Das könnte das nur das Gericht... weil das JA Datenschutzrichtlinien nicht aufheben darf

  • Hallo,


    Master-Verteidigungen sind in der Regel öffentlich, genauso wie Titel und Bearbeiter der Arbeit. Damit solltest Du auf jeden Fall einen Schritt weiter kommen. Beim Jugendamt hast Du die Möglichkeit eine Beistandschaft einzurichten, die es auch für die Vaterschaftsfeststellung gibt. Beistandschaften können son und solch sein...


    Meine Standard-Empfehlung zu rechtlichen Fragen sind Fachanwälte für Familienrecht mit Weiterbildungszertifikat, besser noch nach persönlicher Empfehlung - da ist die Chance größer, an jemand guten zu geraten.


    Gruß
    diadem

  • Oh, da bin ich ja erstaunt. So schnelle Antworten. :thanks:
    Beim Jugendamt Bad Oldesloe ist die Beistandschaft eingerichtet. Die bleiben dort aber auch beim Datenschutz hängen. Der Provider der Email-adresse beruft sich auch auf den Datenschutz. Dort komme ich leider auch nicht weiter. Zudem hat der Vater alle Spuren im November 2012 versucht zu verwischen. Auch die Emailadressen sind nicht mehr erreichbar.


    Bei Skype existiert noch ein Profil von ihm.


    So eben konnte ich eine Anwältin sprechen. Die hat mir empfohlen eine Strafanzeige bei der Polizei zu stellen. (nach § 170 "Verletzung der Unterhaltspflicht")


    Zur Verteidigung seiner Masterarbeit kenne ich nur den Tag, die Note 1,7 und den Tag, leider nicht den Titel und das es im Ingenieurswesen.



    "DU kannst versuchen an ein Jahrbuch der Uni zu kommen, da sind ja meist Bilder und Namen der Studenten drinnen.... DAS wäre dann legal.
    Dazu kämen, MIT EINVERSTÄNDNIS der Uni, das du nen Aushang an der Uni machst um nach Mitgliedern der Studiengruppe zu fragen."




    Das werde ich mal versuchen. Zur Not dachte ich schon an eine Reise zur Uni Rostock.



    "Asta probiert (Studentenvertretung)" Das sagt mir so nichts. Werde mal nachforschen. Ich habe mich sowohl bei StudiVZ, als auch bei Xing angemeldet und dort alles durchforstet. Bei StudiVZ habe ich eine Personensuche mit Fotos usw. eingestellt. Auch im Profil dort. Leider keine Antworten erhalten.




    Das Prüfungsamt an der Uni könnte vielleicht auch weiter helfen. Vielleicht wenn ich die prüfende Professorin ausfindig mache. Vielleicht hat ja noch irgendwo jemand ein Herz.

  • Hallo,


    Beim Jugendamt Bad Oldesloe ist die Beistandschaft eingerichtet. Die bleiben dort aber auch beim Datenschutz hängen. Der Provider der Email-adresse beruft sich auch auf den Datenschutz. Dort komme ich leider auch nicht weiter. Zudem hat der Vater alle Spuren im November 2012 versucht zu verwischen. Auch die Emailadressen sind nicht mehr erreichbar.


    Bei Skype existiert noch ein Profil von ihm.


    So eben konnte ich eine Anwältin sprechen. Die hat mir empfohlen eine Strafanzeige bei der Polizei zu stellen. (nach § 170 "Verletzung der Unterhaltspflicht")


    Das ist m.E. der beste Weg, weil dann die Polizei oder das Gericht auf Provider bzw. die Uni zugehen können. Datenschutz bedeutet nicht, daß Daten unbedingt geschützt sind, sondern daß sie vor /unbefugtem Zugriff/ geschützt sind. Ein polizeiliches Ermittlungsverfahren oder eine gerichtliche Anordnung sind die Schwelle, wann der Zugriff "Dritter" nicht mehr unbefugt sind.


    Zitat

    Zur Verteidigung seiner Masterarbeit kenne ich nur den Tag, die Note 1,7 und den Tag, leider nicht den Titel und das es im Ingenieurswesen.


    Damit weißt Du schon ein Menge, Du meintest auch, der Professor sei weiblich gewesen. Das reduziert die Suche auf vier Fakultäten in Rostock und grenzt auch die Institute ein. Wenn Du bei den Fakultäten anfragst (Agrar- und Umweltwissenschaft; Informatik und Elektrotechnik; Maschinenbau und Schiffstechnik; Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fak.), welche Masterverteidigungen an dem Termin stattfanden und wer der Betreuer war, dürftest Du schon fündig werden.


    Zitat

    "Asta probiert (Studentenvertretung)" Das sagt mir so nichts. Werde mal nachforschen. Ich habe mich sowohl bei StudiVZ, als auch bei Xing angemeldet und dort alles durchforstet. Bei StudiVZ habe ich eine Personensuche mit Fotos usw. eingestellt. Auch im Profil dort. Leider keine Antworten erhalten.


    Der Allgemeine Studentische Ausschuß, aka "Verfaßte Studentschaft", wird Dir nicht viel helfen können - selbst wenn Du eine Aster hast, die keine Schmalspur-Allgemeinpolitik macht, darf der AStA keine studentischen Daten haben. Wie Du Deinen Echs' beschreibst, hat er sehr stark auf seine Privatsphäre geachtet und war da wahrscheints nicht aktiv oder in Erscheinung getreten.


    Zitat

    Das Prüfungsamt an der Uni könnte vielleicht auch weiter helfen. Vielleicht wenn ich die prüfende Professorin ausfindig mache. Vielleicht hat ja noch irgendwo jemand ein Herz.


    Ich denke, Du wirst recht einfach eine Liste bekommen können, wer an dem Tag bei einem weiblichen Professor mit der Note 1,7 seine Masterarbeit verteidigt hat. Alles weitere muß dann das Jugendamt machen.


    Gruß
    diadem

  • Die Polizei hat heute die Mithilfe verweigert. Ich bräuchte einen Titel, meinten sie dort. Ansonsten soll ich mich ans Familiengericht werden. Das Jugendamt kann auch gerichtlichen Beistand einklagen, meinte die Polizei. Eine Straftatbestand liege nicht vor, weil erst die Anerkennung der Vaterschaft vorliegen muss. Tja, es bleibt spannend.

  • Wenn es eine Professorin war, dürfte das die Möglichkeiten weiter einschränken. Soviele Frauen gibt es bei den Ing.-Wissenschaften noch immer nicht :Hm

  • Master Arbeiten werden nicht verteidigt, sie werden abgegeben. Doktorarbeiten werden verteidigt. Jedenfalls kenn ich das so. Ich würde schlicht in die Uni fahren und die Arbeiten einsehen, die stehen oft frei zugänglich in der Institutsbib. Hier macht ein Versuch kluch. Bei Doktorarbeiten würde ich die nächste UB aufsuchen und mich im bibliographischen Zentrum beraten lassen. Der AStA hat keinen Zugriff auf Studentendaten/Martrikel.


    Falls er irgend einen Preis oder eine Ehrung erfahren hat, würde ich schlicht im Archiv bzw. der Pressestelle nachfragen. Sollte die Ehrung oder der Preis öffentlich gewesen sein, gibt es dann keine wirklichen Datenschutzprobleme.

  • ....vermutlich ist sogar sein Name nicht korrekt


    am wenigsten lügt man beim Vornamen-


    Ich würde beim Namen ansetzen, oder, wenn Du es Dir leisten kannst, eine Dedektei beauftragen- ich denke, dass wäre in diesem Fall der zielführendste Weg-
    Insbesondere, da Du ein Foto hast-

    Lieber Gruss


    Luchsie


    Dein Denken kann aus der Hölle einen Himmel und aus dem Himmel eine Hölle machen.


    Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug. (Epikur)

  • Zur Verteidigung seiner Masterarbeit kenne ich nur den Tag, die Note 1,7 und den Tag, leider nicht den Titel und das es im Ingenieurswesen.


    Wie Grünschnabel schon geschrieben hat: Sie werden nicht Verteidigt.


    Sind die Informationen sicher?
    Ich finde es gruselig, wenn ein Mensch ein Doppelleben führt und dann alle Spuren verwischen kann. Kommt mir eher nach falschen Fährten vor???

  • Hallo Touwanda,


    Zitat

    Der Mann, damals noch Student, hat sich sehr bemüht seine Person so geheim wie möglich zu halten. Keine Handynummer, keine Wohnanschrift, kein Geburtsdatum und und und....vermutlich ist sogar sein Name nicht korrekt.


    Und leider scheint ihr beide dabei nicht an eure Gesundheit gedacht zu haben (Geschlechtskrankheiten) oder wie kam es zu deiner Schwangerschaft, durch einen dir eigentlich wild fremden Mann. Aber egal, dass ihr beide euch nicht gerade verantwortungsvoll verhalten habt, jetzt geht es nur um euer Kind und sein Rechte!


    Zitat

    Er lebte damals in einer Beziehung.


    Da kannst du dir doch gar nicht sicher sein, oder?


    Zitat

    Die Polizei hat heute die Mithilfe verweigert. Ich bräuchte einen Titel, meinten sie dort.


    Ja natürlich, denn gegen welche Person sollen die Beamten denn ermitteln, gegen unbekannt?


    Meine Meinung dazu:


    1) Keine Polizei kann und wird dir nicht helfen!
    2) Das Jugendamt kann und wird dir nicht helfen!
    3) Der Rat der Polizei, du sollst dich ans Familiengericht wenden, wird dir und dem Kind auch nichts bringen!


    Du kannst dich nur auf dich verlassen und auf keinen sonnst!


    Mit freundlichen Grüßen,
    Vater 1971

  • Diplomarbeiten musste man noch verteidigen. Wusste gar nicht dass bei master das abgeschafft wurde.

  • Vielen Dank für eure Antworten. Bin noch auf der Suche. Habe diverse Mail-Anfragen an die Uni Rostock gestellt. Jetzt habe ich im Netz sogar veröffentlichte Prüfungspläne der Uni gefunden und das Jahresbuch 2011 - immerhin. Es bleibt sehr spannend.