Baby schreit Brust an...

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  • Hallo, ich habe ein neues Problem mit meinem Kleinen...


    Normalerweise stille ich ihn nachts um 4, dann morgens gegen 9, gegen 12, dann wieder so um 15 Uhr und dann nochmal um 18 Uhr... heute hat er die 12 und 15 Uhr Mahlzeit ausgelassen und war dann um 17 Uhr hungrig wie ein Tiger... Allerdings hat er nicht getrunken... Ich habe ihn ab 14 Uhr regelmäßig im 30 Minuten Takt angelegt, aber er hat nur geschrien, er hat den Kopf zur Seite weggedreht und immer nur zweimal kurz gesaugt, bevor er wieder angefangen hat zu schreien. Einen Pilz im Mund oder sonstige medizinische Probleme kann ich nicht feststellen, evtl ein bisschen Zahnen. Um 17 Uhr dann habe ich ihm, weil ich mir nicht anders zu helfen wusste, 180ml tiefgefrorener Muttermilch aus einer Flasche gegeben. Die hat er ohne Probleme total gierig getrunken.


    Als ich ihn dann um 20 Uhr nochmal angelegt habe, hat er nach einigem Zögern mittelmäßig getrunken.


    Ich weiß nicht was ich machen soll??


    Die Hebamme vom Rückbildungskurs hat gesagt, ich soll es einfach aussitzen, wenn er wieder nicht will soll ich bloß nicht die Flasche geben...


    Was meint ihr dazu??


    Ein paar Daten zu ihm:
    Geboren am 29.1. ist er jetzt knapp 17 Wochen alt, hatte am Anfang Startschwierigkeiten, er hatte einen niedrigen Puls, so dass er eine Woche auf einer Intensivstation überwacht wurde, dabei hat er teilweise Pulsabfälle bis runter auf 70bpm gemacht. Es wurde aber nichts rausgefunden. Geburtsgewicht war 3340g, jetzt wiegt er geschätzt 5500g (U4 am 29.4. 5095g) Größe 52cm jetzt 63cm.


    Habt ihr da Erfahrungen gemacht? Was kann ich tun, um uns beiden das Stillen zu erleichtern? Oder sollte ich abstillen und Fläschen geben und mit zufüttern anfangen? Ich würde mich über ein paar Tipps echt freuen...

  • Ich schätze er war schon zu hungrig und hatte nicht die 'Geduld' die Milch richtig in Gang zu bringen. Ich würde einfach früher anlegen, dann haben die Kleinen mehr Ruhe weg.

  • Dann mach vielleicht einen warmen Waschlappen auf die Brust bevor du ihn weckst und anlegst, damit es gleich losgeht.


    Der Schlafrhytmus ändert sich ja bei den kleinen, dann solltest du das anlegen auch anpassen.


    Ich hab immer bei Bedarf gestillt und nicht nach Zeit, das klappte bei uns besser.

  • ich stille auch nach bedarf, die zeiten sind nur grob... sobald er wach wird hat er meistens hunger, aber heute hat er so angefangen... also hab ich gedacht ich warte noch ein bisschen, aber es hat nicht geklappt mit anlegen...
    eigentlich hab ich auch keine problem mit dem milchfluss. und ich kann nie sagen wann er wach wird und hunger hat, aber das nächste mal, wenn es geht, probiere ich das mit dem waschlappen... :)

  • okay, also werde ich das alles mal die nächsten tage beobachten...
    was halt auch noch dazu kommt ist, dass ich nächste woche nach belgien fahre... wenn es nicht klappt, dann müsste ich ja fläschchen und alles mitnehmen...??

  • Das klappt schon!
    Ihr seit doch schon ein gutes Team. Mach dir nur keinen Stress. Wenns schwierig wird zieh dich zurück und gib euch Zeit.
    Du kannst aber gerne was für den Notfall mitnehmen, man ist ja doch entspannter wenn man weiß das man einen Plan B in der Hinterhand hat, auch wenn man denn dann gar nicht brauch.

  • Warum hat die Hebamme dir die Flasche verboten? Wenn Du gut zwischen Brust und Flasche wechseln kannst, dann ist das doch kein Problem. Ich würde tatsächlich abpumpen und für Unterwegs Flaschen mitnehmen, um Stress zu vermeiden.
    Was das Brust anschreien angeht: es kann auch sein, dass Du nach so langer Pause ziemlich starken Milchstrahl hattest und das hat das trinken verhindert. Am besten eben den warmen Lappen und vielleicht vorher schon ein bisschen Milch ausstreichen, dass die ruhiger läuft.
    Ich würde an deiner Stelle nicht abstillen, das wird sich schon wieder einpendeln :)

  • Mein Mini hat das damals hat auch gemacht. Es war allerdings nur die re. Seite.


    Irgendwann war das vorbei.


    Hast Du schon mal einen Positionswechsel versucht? Statt normaler Stillposition evtl. Rugbyposition?

  • Ich seh da auch übehaupt kein Problem die Flasche zu geben.Heutzutage ist"Dagegen sein"wohl einfach In.Gegens Impfen,Gegen die Flasche,gegen Zufüttern,gegen dies ,gegen das.
    Jaja Saugverwirrungen und der Quark-gibts aber muß nicht sein. Nur weil man mit der Flasche nachhilft muß man doch mit dem Stillen nicht komplett aufhören.
    Wenn das Problem öfter auftaucht,würde ich abpumpen und mit der Flasche zu ggf. füttern.


    Ist die Milch denn sonst ausreichend? Bzw hast du genug? Zu dem Thema hab ich nämlich mal gelesen,dass Babys sowas tun(also die Brust anschreien ,Hunger haben aber nicht trinken) weil zu VIEL auf einmal rauskommt. Oder zu wenig...da gibts wohl mehrere Faktoren die ne Rolle spielen können.Ich würde mal einfach die Hebamme fragen,sofern du sie für kompetent auf dem Gebiet hälst. )Da gibts ja solche und solche)



    Achja,genau und mal ne andere Position würde ich auch vorher versuchen! Das "einfach aussitzen" finde ich einen,verzeihung,verdammt blöden ratschlag.Hat ja meist Gründe dafür die man nachgehen sollte.

  • Ich hatte auch Theater mit dem Stillen, meiner war auch zu ungeduldig.
    Geholfen hat uns für den Anfang so ein Stillhütchen, damit das Baby besser was zu fassen kriegt, und da konnte man auch schon so ein paar Schlückchen reinlaufen lassen, dann hatte der Zwerg sofort Milch im Mund.


    Bettina

  • Vielleicht ist er bloß wütend, weil da zunächst bloß dünne Plörre - vulgo Vormilch - kommt, die kein bißchen satt macht, obwohl er doch soooo großen Hunger hat. Vielleich kannst Du darauf achten, daß die Pausen nicht zu lang werden, damit sein Hunger nicht so groß wird und er auch weniger Vormilch wegtrinken muß, bevor der leckere, sattmachende Anteil kommt.

  • Vielleicht machst Du das eh schon, aber Du könntest darauf achten, die Milch "vorzuholen" beim anlegen, wenn er dolle Hunger hat, also die Brust massieren, so dass das "Reservoir" aus den Milchseen vorkommt. Dann ist der Frust beim ersten Saugen nicht so groß, falls gerade wenig kommt. Und falls die Brust voll ist, schießt die Milch nicht so.


    @ Flasche: Ich kann verstehn, dass die Hebi abrät (von "Verbot" kann ja nicht die Rede sein), wenn es sonst bei Euch gut klappt. Klar, manche Kinder wechseln easy zwischen Stillen und Flasche, aber oft ist die Flasche eben doch der Anfang vom Abstillen - was VÖLLIG ok ist, wenn man das will, aber man sollte sich dessen bewusst sein.


    Aber klar, wenn's nicht geht und Du wirst unsicher - und dadurch wird der Milchfluss schlechter und ihr seid ruckzuck in einem Teufelskreis - dann gib die Flasche, einfach um den Krampf rauszunehmen. Eine Flasche (und auch zwei und auch fünf!) machen kein Abstillen, wenn Du das nicht willst.


    Meine Lösung für Stillprobleme aller Art (solange das Kind unter 6 Monate alt war) war immer: Kuscheltag für Mama und Baby! Soviel ins Bett wie möglich, relaxen, viel trinken, lecker und nahrhaft essen, wenn möglich: Zwerg mal eine Stunde an eine Vertrauenperson abgeben und, keine Ahnung, halbe Stunde schlafen und halbe Stunde Pediküre machen ;) , irgendwas punktloses, aber Druck raus! Bei Stillproblemen hab ich am liebsten im Liegen gestillt - das hat immer Besserung gebracht! (Und wenn's nur 10 min pennen war!)

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  • hi, vielen dank an alle eure tipps, aber ich habe jetzt mit dem fläschchen angefangen... das klappt super, morgens stille ich noch, aber eigentlich nur, dass er da noch ein bissl was von mir bekommt ;)


    außerdem haben wir vor ein paar tagen mit möhrchen angefangen, was auch super klappt... :)


    für uns beide ist das die beste lösung :)

  • Das könnte die erste Trotzphase sein - nennt sich Brustschimpfphase


    http://www.stillclub.org/brustschimpfphase.htm


    Da gebe ich F2003 vollkommen Recht. So um den vollendeten 3. Monat herum nimmt man an, dass das Baby zu begreifen beginnt, dass es doch nicht mehr "Eins" mit der Mutter ist. Es merkt, dass die Nahrungs- und Kuschel- und Wohlfühlquelle nicht unbegrenzt zur Verfügung steht. Deshalb "schimpft" es mit der Brust :nudelholz ....das äußert sich dann in: bissl trinken - meckern oder weinen - bissl trinken - mekern -verweigern - wieder mal trinken - wieder weinen - usw...... Das Ganze geht wenige Tage, dann ist der Spuk vorbei.
    Leider ist dieses "Phänomen" vielen nicht bekannt und manche denken, das Baby still sich ab und leider führt es in der Tat meist zum Abstillen oder zum Beginn des Abstillens. Aber es ist etwas ganz normales, genaus wie in den Wachstumsphasen, in denen Baby häufiger an die Brust möchte und dadurch die Mnilchmenge wieder angepasst wird. Alles ganz normal! :schnuller


    Auch wenn mein Beitrag nun der TS nicht mehr helfen wird, aber vielleicht ist er anderen Mamis in dieser Situation eine Hilfe!
    :strahlen

  • Aaah, jetzt hat das Phänomenen einen Namen. Meiner hat vor der vollen Brust geheult, ich hab dann in Panik meine Mum angerufen... Mit 3 Monaten waren wir noch nicht vom Brusthütchen weg, stillen war noch ein bisschen anstrengend. Komischweise half es mit Mutterpflaster die Milch flüssiger zu machen.