3 Jahre Eingangsstufe/AD(H)S

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  • - Habe heute entschieden, dass unser Sohn (8 jahre, ADS, nach Tests eher leicht überdurchschnittlich intelligent) die 2. Klasse wiederholt (d.h. er macht 3 Jahre Eingangsstufe). Die Klassenlehrerin trägt es mit und stimmt meiner Entscheidung zu.


    - Von den Noten her reicht es zwar noch für eine Versetzung, die Probleme in den Kernfächern sind aber v.a. im 2. Schulhalbjahr trotz spezifischer zusätzlicher Förderung in Deutsch nicht behoben und ein Scheitern in der 3. Klasse wäre beim derzeitigen Stand absehbar.


    - Seit 2 Wochen nimmt er Ritalin. Laut Klassenlehrerin ist seine Mitarbeit und Konzentration während des Unterrichts in diesen 2 Wochen auch deutlich besser geworden. Trotzdem haben wir die Einstellung der Dosis noch nicht abgeschlossen und er hat den Schulstoff damit ja auch noch nicht nachgearbeitet.


    - Ich habe ihm erst einmal erfolgreiche Bekannte aufgezählt, die auch wiederholt haben (u.a. Albert Einstein, Gerhard Hauptmann, meine Schwester).


    - Was baut ein Kind, das wiederholt, auf, motiviert es, wie sollte man das wiederholte Jahr (bei ADS) nutzen (denn Geschichten von Wiederholen mit AD(H)S und dann trotzdem Scheitern in der Schule habe ich auch schon gehört), gibt es Erfahrungen, Ratschläge?

  • Weiß dein Sohn denn schon Bescheid? Wie hat er reagiert? Vielleicht macht es ihm überhaupt nichts aus, die zweite Klasse zu wiederholen. Er ist ja schließlich in der Grundschule und nicht eine weiterführende Schule, wo er richtig gehässig gehänselt werden könnte. Und vielleicht muß du dann auch nicht viel in Sachen "aufbauen" unternehmen: der Lernstoff ist ihm nicht fremd, er wird's leichter haben und kann vielleicht sich selbst in der Klasse aufbauen, wenn er sogar andere Schüler helfen kann.

    Think in the morning. Act in the noon. Eat in the evening. Sleep in the night. - William Blake

  • Hallo Segelpapa,
    Ich hab zwar kein ADS, kann aber aus eigener Erfahrung sagen, daß Ihr aufpassen müsst, daß es Junior nicht langweilig wird.
    Vor allem bei mehr Intelligenz.
    Ich habe zwar erst später wiederholt (10.Klasse), aber mir war trotz Lücken im Wissen in der Schule langweilig, weil ich vieles schon wusste.
    Ich hab dann gar nicht mehr aufgepasst und die Lust an der Schule total verloren. (lag wohl auch an der Pubertät, aber nicht nur).
    Das ist das, was mir spontan dazu einfällt.

    I keep telling you hard luck woman - You ain't a hard luck woman
    You'll be a hard luck woman - Baby, till you find your man
    (Garth Brooks + Kiss)

  • Segelpapa,


    habt ihrs schon mal mit ner Verhaltenstherapie probiert...das hat meiner Tochter unheimlich geholfen, sich zu organisieren und organisiert zu lernen. Dabei hat sie echt tolle Fortschritte gemacht.
    Inhaltlich war das: Wie lerne ich zu lernen?
    Wie lerne ich meine Sachen zu organisieren?
    Wie lerne ich mit Frust umzugehen?


    Wir sind jetzt im 8. Schuljahr :schwitz ...könnte zwar sein, dass sie diesmal kleben bleibt, dann aber aus purer Faulheit, weil sonst hat sies inzwischen (wenn nicht inrgendwelche innerfamiliären Katastrophen wie der Tod meiner Oma passieren) ganz gut im Griff.


    LG


    vanilla

    Wer andere erkennt, ist gelehrt.
    Wer sich selbst erkennt, ist weise.
    Wer andere besiegt, hat Muskelkräfte.
    Wer sich selbst besiegt, ist stark.
    Wer zufrieden ist, ist reich.
    Wer seine Mitte nicht verliert, ist unbezwingbar.
    (Laotse)

  • Ratschläge habe ich (noch) keine, mache aber grad ungefähr das Selbe mit:-)
    Mein Grosser wird, wenn er nicht doch auf die Förderschule muss, das erste Schuljahr noch einmal wiederholen und hat dann auch die 3 Jahre Eingangsstufe.
    Er hat ADHS und bekommt Ritalin sei Ende Februar.
    Vorteil bei uns, er geht in eine Schule mit jahrgangsübergreifendem Unterricht und wird es von daher gar nicht merken dass er nochmal wiederholt da ja seine alten Kameraden aus der Klasse immer noch da sind.
    Sollte er mit Ritalin dann doch der Überflieger werden kann er auch wieder an die 2. Klasse dann anknüpfen.
    Und ich kann mir denken dass dein Sohn selber ganz schnell merkt dass ihm die Wiederholung gut tut wenn das Lernen nicht schwieriger wird sondern teilweise leichter weil er bestimmte Dinge ja schon kann.
    Gerade Erfolgserlebnisse tun unseren "besonderen" Kindern sehr gut:-).
    LG Tanja

  • mein "besonderes" kind ( toller begriff)
    hat seine schule letzte woche beendet
    und es geht weiter.... bald wird er mich aus der küche schubbsen :pfeif er lernt beikoch in einer betrieblichen einzelmaßnahme
    jeder wird seinen weg gehen



    förderschulen können absolut klasse sein


    ich hb nur gute erfahrungen gemacht :daumen

  • @ terrilein
    Ich habe mit ihm heute gesprochen. Er ist nicht begeistert, hat seinen Freunden schon erzählt, dass er in die dritte kommt (so stand es ja auch im zeugnis) und will jetzt nicht als Lügner dastehen. Er hat geweint, wollte lieber noch eine Testphase in der DrittenKlasse bis zu den Herbstferien.


    Er hat angst gehänselt und ausgelacht zu werden. Ich habe mit der Klassenlehrerin vereinbart, dass sie der Klasse (so ist es ja auch) mitteilt, dass mein Sohn frewillig wiederholt, auf meinen Wunsch.


    Ich halte es aber für besser ihm einen entspannteren Enstieg in die neue Klasse zu ermöglichen, bei dem er die Arbeitsregeln etc. kennen lernen kann. nach einer Testphase bis zu den herbstferien hätte er vielleicht wieder ein Frustrationserlebnis und der Übergang in die 2. wäre dann schwieriger.


    @ zwergmonster: Das könnte am Anfang vor allem in Deutsch schon sein. In Mathematik würde ihm ein "Neuaufbau" aber wohl guttun, weil dort seine Konzentrationsstörungen dazu geführt haben, dass mathe wie ein Berg vor ihm steht. Ich will die ersten Wochen dann auch nutzen mit einem heir ansässigen "mathe" institut zu überlegen, ob gefordert werden soll und wenn, wie.

  • @ terrilein
    Ich habe mit ihm heute gesprochen. Er ist nicht begeistert, hat seinen Freunden schon erzählt, dass er in die dritte kommt (so stand es ja auch im zeugnis) und will jetzt nicht als Lügner dastehen. Er hat geweint, wollte lieber noch eine Testphase in der DrittenKlasse bis zu den Herbstferien.


    Er hat angst gehänselt und ausgelacht zu werden. Ich habe mit der Klassenlehrerin vereinbart, dass sie der Klasse (so ist es ja auch) mitteilt, dass mein Sohn frewillig wiederholt, auf meinen Wunsch.


    Ich halte es aber für besser ihm einen entspannteren Enstieg in die neue Klasse zu ermöglichen, bei dem er die Arbeitsregeln etc. kennen lernen kann. nach einer Testphase bis zu den herbstferien hätte er vielleicht wieder ein Frustrationserlebnis und der Übergang in die 2. wäre dann schwieriger.

    Au backe. Ich hoffe, daß er nicht allzu lange enttäuscht ist und daß es auch gut geht. :daumen:daumen:daumen für euch beiden.

    Think in the morning. Act in the noon. Eat in the evening. Sleep in the night. - William Blake

  • Wahrscheinlich ist es richtig, ihn wiederholen zu lassen. Ich hab im Winter auch lange drüber nachgedacht "gönn dem Kind und Dir ein faules halbes Jahr und dann geht's mit neuem Schwung in den Stoff, den es schon kann."


    Ich glaube, da kannst Du ansetzen. Wenn er versetzt würde, würde er wohl die Ferien über pauken müssen, um Stoff nachzuholen. Das braucht er jetzt nicht. Er wird jetzt in eine Klasse kommen und weiß schon vieles - er wird also weniger lange nachmittags arbeiten müssen und mehr Spielzeit haben.


  • willst du ein dyskalkulieinstitut kontaktieren?


    das kostet enorm viel euros


    vielleicht magst du deinem kind erst mal konkretes material ( also was zum "anfassen" geben... 1*1 ketten , plättchen usw)


    viele dyskalkulie kinder haben probs mit dem abstrakten rechnen...


    gruß rübli


    ( meiner hat im 8 schuljahr förderschule alle 1*1 reihen auswendig gekonnt :anbet:anbet:daumen:daumen:daumen:daumen:daumen , spät , egal , nur gut :daumen )

    Einmal editiert, zuletzt von rübli1211 ()

  • vanilla
    Verhaltenstherapie bisher nicht (Nicht mit therapien und Förderung überlasten).


    Er hat gelegentlich Gesprächstherapie zur besseren Einordnung dessen, was im Laufe der Trennung mit ihm veranstaltet wurde und bekommt Förderung in Deutsch (Konzentration/Selbstorganisation ist dort mit eingebaut, aber eben Schulspezifisch). Mehr will ich ihm gar nicht außerschulisch zumuten. Andere Konzepte (ADS unspezifischer zur Impulskontrolle, Selbstorganisation, Konzentration) habe ich mir bei zwei Stellen angehört, ich habe mich aber entschieden schulspezifischer anzufangen und Verhaltensregeln (Intraktion mit anderen Kindern) selbst mit hilfe der täglichen Berichte der Lehrerin zu trainieren. In Bezug auf die sozialen Interaktionen hat das auch gefruchtet, in Bezug auf die Konzentration scheint jetzt erst das Ritalin etwas zu bringen (mal abwerten).


    Ich habe eine Studie gelesen, dass Verhaltenstherapie allein etwas bringen soll, wenn man aber ritalin gibt, soll es angeblich nichts zusätzlich bewirken.


    Gleichbelibende Organisation des Lebens ist bei uns mit dem "gewichteten Wechselmodell" (10:4) leider nicht gut möglich.


    TaYaPa Er sagt ja auch, dass ihm mit Ritalin der Untericht mehr Spaß macht. Derzeit sehe ich nach Abklingen der Wirkung zu Hause dann eher eine schlechtere Konzentrationsfähigkeit als vorher. Das muss man aber noch hindosieren.


    @ Rübli: Förderschule ist ein absoluter Horrorbegriff für mich (sicher vorurteilsbehaftet), ich kenne aber auch keine von innen. Ich würde ja eher versuchen ihn im normalen Schulsystem zu hatlen (wenn es geht). Aber man muss sehen, wie es wird.


    @ MarleneE. Das hat sich in den letzten Monaten stabilisiert, auch gezielt gefördert von mir. Er hat in der Klasse einen und in der Parallelklasse einen festen Freund, mit denen er sich regelmäßig verabredet (und die ich bei jedem Besuch erst einmal 1 Stunde zum Fußballspielen schicke).


    Erfolge hat er vor allem außerschulisch (Gitarre, ich übe mit ihm täglich) und Tennis.



    Edit: Schreibfehler

  • Ich glaube, da kannst Du ansetzen. Wenn er versetzt würde, würde er wohl die Ferien über pauken müssen, um Stoff nachzuholen.

    Da habe ich ihm auch so gesagt. Und es ist auch die Realität, dass (wenn er nicht mit Ritalin zur Konzentrationsrakete wird (was ich nicht glaube)), dass er in der 3. dann die Erfahrung macht, dass es alles trotzdem nichts genützt hat. und dann ist es doppelt schwer ihn neu zumotivieren


    willst du ein dyskalkulieinstitut kontaktieren?

    Ja, zum testen und für eine Empfehlung. Er hat mathetests gemacht im letzten herbst und war da (zu seinem und meinem erstaunen ) richtig gut (im 100% Bereich). Aber das lag daran, dass all die aufgaben durch Abzählen an den Fingern zu lösen waren.Alles ohne Finger, mit Abstrakter Vorstellung mit gedanklichem Zwischenspeichern von Ergebnissen und mit überlegen von Lösungswegen, sind für ihn nicht zu meistern. Auch das auswendiglernen des 1x1 ist für ihn ein Horror, davon hat er kaum etwas geschafft.


    Ich möchte die Tests als Grundlage für eine Beratung. ob ich dort dann etwas mache, weiß ich nicht. Mathe-Nachhilfe habe ich früher selbst viel gegeben (Spiele mit Zahlen etc.)

  • Verhaltenstherapie bisher nicht (Nicht mit therapien und Förderung überlasten).


    Ich habe eine Studie gelesen, dass Verhaltenstherapie allein etwas bringen soll, wenn man aber ritalin gibt, soll es angeblich nichts zusätzlich bewirken.

    Ich will Deine Entscheidung nicht in Frage stellen, ich kann ja nur aus meiner Erfahrung sprechen und jedes Kind ist anders, ganz besonders gibt es eben nicht DAS ADS-Kind, auch da gibts grosse Unterschiede.


    Wir haben lange nur Nachhilfe gemacht, wir haben alles ausprobiert, was Du auch so aufgezählt hast. Nix hat wirklich was gebracht, da war eine Blockade, die sich einfach nicht auflösen liess.
    Dann haben wir nur noch die Verhaltenstherapie gemacht, wo aber auch Mathe gelernt wurde (war sie auch schwach), nach einem halben Jahr hatten wir echt tollen Erfolg.
    Ich glaube, es kommt wie immer sehr auf die Einrichtung und das Konzept an. Wir haben da sehr grosses Glück gehabt, bzw. bin ich dort auf Empfehlung hingegangen.


    BEi meiner Tochter hat das Ritalin dafür null gebracht, ausser Apetitlosigkeit und Müdigkeit.


    Es ist ganz schwer, das richtige zu finden, wir haben da auch eine Odysee hinter uns.


    Für ein ADS-Kind sind Veränderungen Horror, deshalb hab ich immer alles drangesetzt, damit sie nicht sitzen bleiben muss, aber wenn Dein Sohn so grosse Lücken aufweist, bringts auch nichts mit denen in die nächste Klasse weiterzugehen. Der Druck, der sich dann erst recht aufbaut ist auch wieder kontraproduktiv.


    Ich kann nur sagen, ich mach 10 Kreuze, wenn ich die Schulzeit mal hinter uns habe.


    LG


    vanilla

    Wer andere erkennt, ist gelehrt.
    Wer sich selbst erkennt, ist weise.
    Wer andere besiegt, hat Muskelkräfte.
    Wer sich selbst besiegt, ist stark.
    Wer zufrieden ist, ist reich.
    Wer seine Mitte nicht verliert, ist unbezwingbar.
    (Laotse)

  • Den Rebound abends wenn die Wirkung vom Ritalin nachlässt haben wir auch, teilweise sehr heftig.
    Er bekommt 10mg-10mg-5mg, die 5mg gegen halb 3 damit der Rebound nicht ganz so heftig wird.
    Später soll man es nicht geben da die Kids sonst abends nicht ins Bett kommen.
    Er kommt aber auch so leider abends nicht ins Bett, teilweise wird es halb 11 und das ist das Nächste was ich in Angriff nehmen werde.
    Zumindest ist er aber nach Aussage seiner Lehrerin morgens dann nicht müde.
    Zum Ritalin macht er übrigens noch Logopädie weil er zusätzlich noch eine auditive Wahrnehmungsstörung hat.
    Eigentlich soll er noch Ergo machen mit diesem Marburger Konzentrationsprogramm, aber das passt zeitlich absolut nicht da mein Kleiner ja noch schlimmer gebeutelt ist und auch diverse Therapien macht.
    Was wir aber machen ist eine Familientherapie.

  • Es hört sich so an, als ob du das sehr gut im Griff hast! Und ich stimme dir zu, lieber in der regulären Schule bleiben und abwarten, wie es sich mit dem Medikament ergibt. Aber dieses von Vanilla erwähnten Verhaltentherapie wäre vielleicht überlegenswert. Da ist halt weniger Stress für ihn und mehr Spaß am lernen dabei.

    Think in the morning. Act in the noon. Eat in the evening. Sleep in the night. - William Blake

  • hallo segelpapa
    ich hab 2 jungs in der förderschule gehabt
    beiden geht es blendend


    beide gehen ihren weg


    ich hab mich bewußt für die förderschule entschieden


    mag sein , das es schlimme gibt... das will ich net abstreiten....


    aber meine jungs haben eine sehr gute entwicklung genommen


    absolut engagierte lehrer, fantastische erlebnisse



    http://www.hks-essen.de/


    flo wird beikoch ab 1.8.09
    einfach mal gucken


    eine fantastische schule



    man sollte weg von dem gedanken : sonderschule/hilfsschule


    http://www.albert-liebmann-schule.essen.de/


    da war mein mittlerer... mittlererweile ausbildung absolviert(verkäufer), zivi fast fertig und beginn einer neuen ausbildung(krankenpfleger)



    förderschulen tragen ihren namen zu recht!!


    ich habe 3 förderschulen erlebt: 1 war mist
    2 waren traumhaft


    ich lege meine beiden hände für die schulen meiner kinder ins feuer

  • Wir haben lange nur Nachhilfe gemacht, wir haben alles ausprobiert, was Du auch so aufgezählt hast. Nix hat wirklich was gebracht, da war eine Blockade, die sich einfach nicht auflösen liess.
    Dann haben wir nur noch die Verhaltenstherapie gemacht, wo aber auch Mathe gelernt wurde (war sie auch schwach), nach einem halben Jahr hatten wir echt tollen Erfolg.

    Ich würde einen nichtmedikamentösen Ansatz auch bevorzugen. Ich habe mit den Eirichtungen, die Verhaltenstherapie machen, auch besprochen, dass wir mit der Lese-Rechtsschreibförderung anfangen und einen generelleren Ansatz nicht gleichzeitig, aber vielleicht später machen.


    Aggressives Verhalten gegen andere Kinder ist ja seit einigen Monaten praktisch verschwunden. Das haben wir schon mal ganz gut in den Griff gekriegt.


    ich würde ihn ja auch morgens immer (mit mir gemeinsam) auf dem Fahrrad zur Schule fahren lassen (dann hat er täglich schon einmal etwas Bewegung) und einen gleichbleibenden Rhythmus bevorzugen. Das geht aber nicht, weil er eben auch von der KM zur Schule gebracht wird und dort etwas ganz anderes erlebt als bei mir.

  • TaYaPa Bei der Dosierung sind wir noch ganz niedrig (nur 5 mg morgens), und die Lehrerin sagt, sie sieht deutliche Unterschiede bis zur 3.4. Stunde. Wir werden aber höher gehen. und eventuell auch mittags etwas geben. Zu Hause hatte ich es immer ganz gut im Griff (mich auf ihn aber auch eingestellt).


    @ rübli: Ich kenne eben tatsächlich keine von innen und kann deshalb nichts sagen. Ich versuche das normale Schulsystem, aber mus snatürlich sehen, wie es läuft und immer wieder neu entscheiden.

  • Also bei uns ist der Übergang von der 2. zur 3. Klasse auch für "normale" Kinder ziemlich schwierig. Es wird mehr Wert auf Ruhe und Arbeitsorganisation gelegt, was in unserem speziellen Fall zur Totalverweigerung geführt hat. Ein paar energische Takte mit dem Lehrer-Tribunal konnten dann aber einiges wieder gerade biegen. Aber nochmal mitmachen will ich so eine Zeit nicht.


    Selbst wenn er in den Ferien gelernt hätte, hätte ihn das womöglich trotzdem wieder frustriert.


    Zur Mathe. Jaaaa, sie zählen ab.... jaaaa, sie können nicht rechnen, wenn sie die Finger nicht dazu nutzen können. Ich hab mir von meinem Kind mal den Rechenweg einer richtig im Kopf gerechneten Malaufgabe erklären lassen. Mir ist's gradweg schwindlig geworden, wie viele Haken und Umwege die macht, bis sie endlich das Ergebnis hat. Das arme Kind!!!


    Ich hab das Kind dann gedrillt. Wir haben das einmaleins geübt und es hatte die klare Aufforderung, NICHT zu denken bei der Sache. Nur sprechen und die Wortmelodie im Kopf haben. Stures Befolgen von Regeln. Gemeinsam die 8er-Reihe aufsagen, abwechselnd die 7er Reihe. Und für uns haben die Regeln keine Gültigkeit, die normale Kinder in der Schule lernen. Nur diejenigen, die ich vorgebe. Keine Herleitungen, keine Diskussionen um andere Rechenwege, keine (!!!) Kreativität. Seither geht's einigermaßen - vor allem geht alles schneller und das Kind erkennt die Vorteile meiner Vorgaben.
    Hätte ich das in der Zweiten schon gemacht, wäre vieles einfacher gewesen (ganz speziell für Dich Segelpapa: Er hat bei der Gitarre seine Erfolge? Warum? Weil er sich an die vorgegebenen Regeln hält und übt übt übt).


    Unser Problem ist in Deutsch. Abschreiben ist öde und langweilig. Da wandert das Hirn irgendwohin und bleibt nicht bei der Sache. Resultat sind dann hanebüchene Abschriebe von der Tafel, die wir fast nicht mehr entziffern können, wenn wir uns das durchlesen (okay, übertrieben). Dieses Problem gehen wir jetzt in der Ergotherapie an und mit einem Legasthenie-Lernprogramm - auch wenn keine Legasthenie vorliegt.


    Das Wiederholen wird hart. ADHS-Kinder leiden unter Veränderungen. Sie haben so viel schlechtes erfahren bei den Veränderungen der letzten Jahre - sie sind überzeugt davon, dass es jetzt auch noch schlechter werden muss. Schließlich ist der Grund für diese Veränderung eindeutig das eigene Versagen (anders als bei der Trennung der Eltern, als es noch Zweifel gab). Also wird Dein Sohn ganz schön lange leiden und viel Angst haben in der nächsten Zeit.


    Ich kann Dir nur raten: Sag ihm jetzt in den Ferien immer wieder regelmässig "oh wie schön, dass wir nicht lernen müssen. Du wirst so viel können, wenn jetzt das Schuljahr wieder los geht. Ich freu mich so für Dich."